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ART = SRT + Gravitation

Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 10 Stunden her - 1 Tag 10 Stunden her
#14386
Eclipse4 schrieb:
Damit es passt muss man sich lediglich klar machen, dass sich "Dilatation" = Vergrößerung auf die Maßeinheit der Messgröße bezieht und "Kontraktion" = Verkleinerung auf die Maßzahl der Messgröße. So wird das reziproke Verhältnis klar und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Mehr ist doch da nicht dran.

NocheinPoet schrieb: Nein, tut mir echt leid, bei Dilatation gibt es keine Vergrößerung der Maßeinheit.

Du bringt hier - meiner Meinung nach - echt was durcheinander. Jetzt fange ich an zu zweifeln, ob Du es wirklich richtig verstanden hast und nur falsch formulierst.
Nein, in dem Satz ist bringt Eclipse4 nichts durcheinander:

Genau, das ist doch des Pudels Kern bei der Interpretation der relativistischen Effekte in der SRT und ART, der anscheinend hier wie es aussieht „scheinbare Paradoxien“ hervorruft und wahrscheinlich noch eine Weile für Gesprächsstoff sorgen wird; von mir eine kurze Bemerkung: „Dilatation“ und „Kontraktion“ sind keine Widersprüche, sondern zwei Seiten derselben Medaille – je nachdem, ob man auf die Skalierung der Koordinatenachsen (die Einheiten/Abstände) oder auf das Abzählen der Ereignisse (die Maßzahlen) blickt.

Ein kleiner philosophischer Wermutstropfen bleibt in der ART jedoch:

Diese Effekte sind keine bloßen „Messfehler“ oder optischen Täuschungen durch die Wahl der Einheiten. Die RZ selbst  ist geometrisch gekrümmt! Die veränderten Maßzahlen haben reale physikalische Konsequenzen – wie die Tatsache, dass Uhren im GPS-Satelliten tatsächlich schneller altern als Uhren auf der Erde und atomgenau korrigiert werden müssen.


 
Doch, die Aussage ist so einfach falsch.

-> ... dass sich "Dilatation" = Vergrößerung auf die Maßeinheit der Messgröße bezieht ...

Es gibt keine Veränderung der Maßeinheit. Also keine Vergrößerung. Keine Ahnung, warum das für so schwer zu verstehen ist, die Maßeinheiten sind unveränderlich definiert. Jeder misst mit diesen in seinem eigenen Ruhesystem. 

Was sich ändert, ist was ich für einen in S' (den zu mir bewegten System) an Abstand gemessenen Wert dann in meinem System S messe. Zu sagen, ja wenn der dort zu mir bewegt nur 0,6 s misst und ich aber 1 s, dann ist die Maßeinheit - hier eben Sekunde - doch gegenüber meiner Maßeinheit verändert. 

Nein, dass genau ist falsch, die Maßeinheit selbst ändert sich nicht. Steht Dir frei, hier sachlich das Gegenteil aufzuzeigen und dass ich dann eben irre. 

Und Du schreibst ja nun von Maßzahlen, es wurde aber von Maßeinheiten geschrieben. Dass die Maßzahlen unterschiedlich sind, wurde nie bestritten. Eventuell hast Du ja beide Begriffe verwechselt beim Lesen.
Letzte Änderung: 1 Tag 10 Stunden her von nocheinPoet.
Danke von: Mondlicht2

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 9 Stunden her - 1 Tag 9 Stunden her
#14387
Hallo NocheinPoet,

danke für die begriffliche Präzisierung. Da hast du schon recht: Die Formulierung war an der Stelle ungenau aber es interessiert mich einfach nicht so, sorry, ich will mich auch nicht zeitaufwendig in die Diskussion einklinken, man kann sich ob so oder so missverstehen auch wenn man seine Wortwahl usw. noch so sehr schleift. Aber gut, die physikalischen Maßeinheiten selbst (wie die Definition der Sekunde über Cäsium-Atome oder des Meters) sind im jeweiligen Ruhesystem natürlich absolut invariant und unveränderlich definiert. Hier habe ich beim schnellen Lesen tatsächlich „Maßeinheit“ begrifflich mit dem geometrischen „Maßstab“ bzw. dem Koordinatenabstand (Metrik) der Raumzeitachsen gleichgesetzt. Worauf es mir (und vermutlich auch Eclipse4 im übertragenen Sinne) ankam, ist das rein reziproke mathematische Verhalten in den Transformationsgleichungen: Wenn wir ein bewegtes System \(S^{\prime }\) aus unserem Ruhesystem \(S\) betrachten, „dehnen“/dilatieren) sich die raumzeitlichen Koordinatenabstände (die Intervalle auf den Achsen). Da die Abstände auf den Achsen im Diagramm mathematisch größer werden, benötigen wir folglich eine kleinere Maßzahl, um dieselbe physikalische Strecke oder Zeitdauer zu beziffern. Das ist das klassische reziproke Verhältnis von Geometrie und Zahl. Dass die Maßeinheiten per Definition lokal für jeden Beobachter starr bleiben, steht außer Frage.

Mir ging es rein um die Veranschaulichung, dass Dilatation und Kontraktion mathematisch Hand in Hand gehen und sich nicht widersprechen.

Schöne Grüße
Mondlicht 
Letzte Änderung: 1 Tag 9 Stunden her von Mondlicht2.
Danke von: nocheinPoet, Eclipse4

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 9 Stunden her - 1 Tag 9 Stunden her
#14389
Worauf es mir (und vermutlich auch Eclipse4 im übertragenen Sinne) ankam, ist das rein reziproke mathematische Verhalten in den Transformationsgleichungen: Wenn wir ein bewegtes System \(S^{\prime }\) aus unserem Ruhesystem \(S\) betrachten, „dehnen“/dilatieren) sich die raumzeitlichen Koordinatenabstände (die Intervalle auf den Achsen). Da die Abstände auf den Achsen im Diagramm mathematisch größer werden, benötigen wir folglich eine kleinere Maßzahl, um dieselbe physikalische Strecke oder Zeitdauer zu beziffern. Das ist das klassische reziproke Verhältnis von Geometrie und Zahl. Dass die Maßeinheiten per Definition lokal für jeden Beobachter starr bleiben, steht außer Frage.
Ja genau. Mehr ist da nicht dran, aber immerhin.

Ein bewegter Meterstab z.B. wird kürzer gemessen, ist aber in seinem Ruhesystem länger als diese Messung, eben "normal" lang. Man kann es als Dehnung auffassen, eine Dehnung des Messwerts. Ganz und gar unüblich, aber denkbar. Die Gedanken sind frei.

Das gleiche Phänomen findet man auch in der ART: Der Radius einer massiven Kugel wird von außen kürzer gemessen (bzw. über den Umfang berechnet), ist aber beim Abschreiten länger als von außen gemessen. Das wird üblich als Dehnung bezeichnet. Da meckert niemand.
Letzte Änderung: 1 Tag 9 Stunden her von Eclipse4.

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 3 Stunden her
#14390
Das gleiche Phänomen findet man auch in der ART: Der Radius einer massiven Kugel wird von außen kürzer gemessen (bzw. über den Umfang berechnet), ist aber beim Abschreiten länger als von außen gemessen. Das wird üblich als Dehnung bezeichnet. Da meckert niemand.

Da wir uns hier in die Schwarzschild-Metrik begeben, sprechen wir von Krümmung, anstatt Dehnung. Ich hoffe dass man den ganzen Senf jetzt nicht noch in die ART transportiert.

Es wäre nett wenn du Eclipse bitte meine nun 2x gestellte Frage zu "ZD erzeuge RdG" beantworten könntest.

Danke.
Z.

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 1 Stunde her - 1 Tag 1 Stunde her
#14391
Es zeigt sich also, daß die Begriffe der Lorentz-Kontraktion und der Zeitdilatation unlösbar mit der neuen Definition der Gleichzeitigkeit verknüpft sind.
Er sagt es (mit anderen Worten) GENAU SO wie ich es gesagt habe.
Moin Rainer

Wie gesagt verstehe ich wie du es meinst...
Kontextuell ist die Aussage "selbe Medaille" (bzw. Rückseite) RdG/ ZD jedoch nicht passend.
Dies zeigt sich schon wenn wir die Bornsche Ansicht genauer betrachten;
Es zeigt sich also, daß die Begriffe der Lorentz-Kontraktion und der Zeitdilatation unlösbar mit der neuen Definition der Gleichzeitigkeit verknüpft sind
Hier wird klar, dass es nicht eine sondern global betrachtet 2 Medaillen sind.
Zudem ist der Kontext ja die Aussage ""RdG entspringe der ZD""
Zu sagen beides wären ja nur "2 Seiten der selben Medaille", kann darüber hinweg täuschen, verwässern, dass....

A. .... der Schluss von Eclipse - RdG entspringe der ZD - nicht haltbar ist.
Siehe Born:
Nicht die Lorentz-Transformation ist das Primäre, sondern die Einsicht in die Relativität der Gleichzeitigkeit

B. .... bei genauer Betrachtung resultiert, dass beide (RdG vs. ZD) nicht a priori zur selben Medaille gehören.

Um Aussage B. zu erläutern:

Die physikalische Ursache
Medaille 1 repräsentiert die physikalische Realität. Wenn die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen absolut konstant ist, muss sich die Gleichzeitigkeit zweier räumlich getrennter Ereignisse zwangsläufig auflösen.

Vorderseite: Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit c
Rückseite: Die Relativität der Gleichzeitigkeit RdG

Die kinematischen Effekte Wirkung / Formalismus
Medaille 2 repräsentiert den mathematischen Formalismus, die Lorentz-Transformation. LK und ZD sind untrennbar miteinander verwoben. Wenn Sie sich im Minkowski-Raum bewegen, führen Sie geometrisch gesehen eine Rotation in der Raumzeit durch.

Vorderseite: Die Längenkontraktion
Rückseite: Die Zeitdilatation 

Die Interpretation, dass auf der einen Seite die Ursache steht, c und RdG, auf der anderen Seite LK und ZD, die sofortige Wirkung, ist natürlich absolut nachvollziehbar. Nur Kontextuell zur Aussage.... "RdG resutiere ZD"... mM. nicht passend.

Z...
Letzte Änderung: 1 Tag 1 Stunde her von Z..

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 1 Stunde her - 1 Tag 1 Stunde her
#14393
Es wäre nett wenn du Eclipse bitte meine nun 2x gestellte Frage zu "ZD erzeuge RdG" beantworten könntest.
Das sagte ich doch schon: Weil ich für die Zeitdilatation vom 3-Uhren-Experiment ausgehe, wo man kein zweites Inertialsystem der bewegten Uhr berücksichtigen muss. Erst nachdem man ein solches eingeführt hat, kann man von der RdG in zwei zueinander bewegten Inertialsystemen sprechen.

Aber du magst hier recht haben:

Zunächst schließt man wohl aus dem Beispiel Lichtblitz im Zug/Bahnhof mit zwei Inertialsystemen auf die RdG und daraus dann auf die Zeitdilatation. Dein Zitat von Born ist schon überzeugend. Also schließe ich mich dem an. Die RdG ist eben immer mit drin bei der SRT. Das hat etwas vom Henne-Ei-Problem.
Letzte Änderung: 1 Tag 1 Stunde her von Eclipse4.
Danke von: Z.

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 1 Stunde her
#14394
Sch... auf mein Recht... 
Es befriedet zwar mein Ego irgendwo.. aber darum geht es ja hier nicht, mir nicht.

Sagen wir so,,,
"my motivation is undeniable"

Z.

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Re: ART = SRT + Gravitation

1 Tag 1 Stunde her - 1 Tag 42 Minuten her
#14395
Das gleiche Phänomen findet man auch in der ART: Der Radius einer massiven Kugel wird von außen kürzer gemessen (bzw. über den Umfang berechnet), ist aber beim Abschreiten länger als von außen gemessen. Das wird üblich als Dehnung bezeichnet. Da meckert niemand.
Da wir uns hier in die Schwarzschild-Metrik begeben, sprechen wir von Krümmung, anstatt Dehnung. Ich hoffe dass man den ganzen Senf jetzt nicht noch in die ART transportiert.
Radial ist es eine Dehnung, die ganze Vollkugel ist innen größer als außen, Raumdehnung. "Senf" ist nur Polemik. Es ist wie es ist. Ich transportiere es wirklich in die ART, ob es nun gefällt oder nicht. Die Vorstellung ist einfach und verständlich, eine zulässige Interpretation mit der man nichts Falsches aussagt. Niemand ist gezwungen seinen Senf dazu zu geben. Wenn es nicht gefällt, dann eben nicht. Es gibt noch andere Themen, die vielleicht besser gefallen.
Letzte Änderung: 1 Tag 42 Minuten her von Eclipse4.

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Re: ART = SRT + Gravitation

23 Stunden 33 Minuten her - 23 Stunden 32 Minuten her
#14397
Eclipse

Bitte ganz entspannt bleiben.

Mit "Senf" war nicht dein Begriff "Dehnung" an sich gemeint, sondern die vielen Diskussionen die wegen solcher art Umschreibungen die letzten Seiten erfolgt sind. Unter anderem auch mein Senf dazu.  Ich werde in Zukunft dazu schreiben, Kurzer Hinweis: ... Dehnung möglich, Krümmung jedoch der allgemein verbreitete lehrtechnische Begriff und mathematisch einwandfrei.

War ja nur ein Hinweis, den du meinetwegen als Polemik bezeichnen kannst... Muss aber nicht so bezeichnet werden wenn mans entspannter sieht.

Z...

 
Letzte Änderung: 23 Stunden 32 Minuten her von Z..

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Re: ART = SRT + Gravitation

22 Stunden 36 Minuten her
#14398
Wenn man die Medaille als RdG versteht, dann ist die eine Seite die Zeitdilatation und die andere die Lorentzkontraktion, es passt doch. Was sich der eine in S als durch Zeitdilatation verursacht erklärt, eben Lebensdauer der Myonen, beschreibt der andere (eben das Myon) durch die Lorentzkontraktion (hier der Erde und Atmosphäre). Beides gehört zusammen, ergibt sich aus der RdG, zwei Seiten eine Medaille, das kann man doch so sehen.

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Re: ART = SRT + Gravitation

22 Stunden 3 Minuten her - 18 Stunden 46 Minuten her
#14399
Beides gehört zusammen, ergibt sich aus der RdG, zwei Seiten eine Medaille, das kann man doch so sehen.
Sag ich doch am Ende.
Die Interpretation, dass auf der einen Seite die Ursache steht, c und RdG, auf der anderen Seite LK und ZD, die sofortige Wirkung, ist natürlich absolut nachvollziehbar.
Nur, dass die RdG aufgrund der ZD folge wird bemängelt.

GZ.

PS möglichst einfach zuerst die Ursache dann die Wirkung
Letzte Änderung: 18 Stunden 46 Minuten her von Z.. Begründung: gramma

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Re: ART = SRT + Gravitation

18 Stunden 8 Minuten her
#14401
 
Das (dein) Problem:

Du hattest allerhöchstwahrscheinlich nicht verstanden, dass der Begriff Beschleunigung als entscheidender Symmetriebrecher eingeht, der welche Asymmetrie in meinen Uhrenbespiel erzeugen würde.

Während Geschwindigkeit rein relativ ist, ist Beschleunigung physikalisch absolut = invariant.


 
Ja, Geschwindigkeit ist relativ, also vom System abhängig, Beschleunigung nicht so weit, so gut. Ich halte eben mal fest, was ich für richtig anerkenne.
Sie bewirkt den Wechsel des Bezugssystems, wodurch die kinematische Symmetrie der Zeitdilatation aufgehoben und durch eine reale Asymmetrie der Weltlinien ersetzt wird.

 
Nein, eventuell meinst Du ja Inertialsystem, mit dem Wechsel, aber auch das wechselt nur, wenn es das Bezugssystem ist, welches beschleunigt wird. Ein Bezugssystem kann beschleunigt sein, ein Inertialsystem selbst eben nicht.

Aber in einem Inertialsystem können natürlich Objekte selbst beschleunigt sein, kein Problem, in S beschleunigt eine Rakete von 0 auf 0,8666 c. Kann man ohne Probleme in S zeigen, nur wenn man in das Ruhesystem der Rakete geht, ist dieses für die Dauer der Beschleunigung selbst kein Inertialsystem mehr, aber natürlich weiter ein Bezugssystem, eben ein beschleunigtes Bezugssystem, gar kein Problem.
Dein folgendes unübersichtliches und mit sozusag. "habe immer recht und andere nicht" gespicktes Uhrenbeispiel hat mich dann tatsächlich (wie Rainer absolut korrekt einbrachte), zu einer komplett falschen Aussage meinerseits bewogen. So viel zu deinen versuchen es angeblich leichter machen zu wollen.   

Ich hatte dabei vollkommen übersehen, dass der von dir eingebrachte (und bei normal zu erwartend, korrekt Interpretiert und verstandenem - Beschleunigung = Asymmetrie - überflüssige) Versuchsaufbau der 3 Uhren bereits a priori asymmetrisch eingeht.

 
Das Beispiel mit den Uhren ist von Wikipedia, da gibt es keine Beschleunigung und es ist auch nicht asymmetrisch.
1. Du behauptest meine korrekte Aussage stimme so nicht.

(entweder auf Unvermögen oder Unwillen oder Übermotivation gründend, dabei augenscheinlich nicht erkennend, dass Beschleunigung = Symmetriebruch = Asymmetrie erzwingt, während letztere die Konsequenz aufgrund Beschleunigung ist.) 

 
Beschleunigung gibt es im Uhrenbeispiel von Wikipedia aber nicht, dort wird gerade ja die Symmetrie der SRT gezeigt, dass die Zeitdilatation wechselseitig und symmetrisch ist.
2. Darauf hin ein überkomplexes Uhrenbespiel einführend und so formulierend, dass es meine Aussagen angeblich, wie gefühlt, widerlegt. (in diesem wird mM suggeriert das Beispiel wäre der SRT gemäß symmetrisch, dabei verschweigend, bzw. selbst nicht reflektierend, dass der Versuchsaufbau an sich bereits asymmetrisch.)

 
Also, das Uhrenbeispiel mag für Dich "über komplex" sein, defacto ist es trivial, ich finde Deinen neuen Thread hier hingegen "über" komplex Keine Ahnung, wie Du da so die Relationen zu findest, aber egal.


Fakt ist:

Das Uhrenbeispiel ist wirklich trivial. Weniger geht nun kaum noch. Man muss die Grundlagen verstehen, was genau ist eine physikalische Uhr, ein physische Uhr?

Das ist nur eine fiktive gedachte Materialisierung, die Anzeige der Zeitkoordinate in einem Koordinatensystem an dem gegebenen Ort. Es braucht da keine echte Uhr, man könnte einfach nur den Punkt nennen, den Ortspunkt und die Zeitkoordinate dazu, eben ein Ereignis in der Raumzeit. Uhren so als Objekte dienen nur als Hilfestellung für jene, die mit den Grundlagen nicht so sattelfest sind und die Mathematik tief intus.

Und damit ist auch klar, es wurden nur drei Punkte gezeigt, von unendliche vielen, man hat hier eben zur Darstellung gesagt, da haben wir nun mal echte physische Uhren, was zum Anfassen, echte materielle Objekte, damit man sich das besser vorstellen kann.

Das war da aber nun mit den Uhren materialisiert wurde, ist beliebig, wie meine Grafik ja zeigt, kann man da andere Punkte mit Koordinatenwerten zeigen und eben auch noch physische Uhren setzten.

Konkret hat man in dem Beispiel mit den Uhren nur zwei zueinander bewegte Systeme, eben S und S', welche im Rahmen der SRT betrachtet und beschrieben werden. Da greift man sich in S eben ein paar Punkte raus, also Ereignisse und setzt dort in S ruhende Uhren, welche nichts anderes machen, also eben die Zeitkoordinate an dem Ort dort zu visualisieren. Es braucht sie aber doch nicht wirklich.

Und dann führt man eine Koordinatentransformation von S nach S' durch, man zeigt einfach, welche Zeitkoordinate das Ereignis hat, wenn man den Wert in S kennt. Und um das auch wieder einfacher verständlich zu machen, manifestiert man dort in S' eben auch eine dort ruhende Uhr, die eben t' bei x' visualisiert. Braucht man auch nicht, bei drei Uhren haben wir einfach nur drei Ereignisse, drei Punkte die gezeigt werden, in S und S' und damit mit x, t | x', t'.

Und damit es noch einfacher ist, hat man sogar x in S und S' für alle drei Ereignisse nicht explizit genannt, aber wie ich gezeigt habe, sind die implizit natürlich gegeben, wie die Abstände, die Orte, die Geschwindigkeit zwischen S und S'.


Ganz deutlich:

Das Beispiel mit den drei Uhren ist trivial vereinfacht und so weit nicht mathematisch erweitert, dass es Laien leicht verstehen können, dafür eben die "Uhren". Es ist natürlich symmetrisch, zwei zueinander bewegte Systeme S und S'. Es gibt keine Beschleunigung.

Mir unklar, warum man so viel dazu tanzen muss, so viel schreiben, wenn man die SRT richtig verstanden hat und die Grundlagen eben auch. Das ist dann doch nur ein Augenzwinkern wert und ein, jop, so ist es, ...
... Ich habe mich a. von deiner Rhetorik und b. von deinem vollkommen unnötig komplexen Uhren-Bespiel, ...

 
Es wird nicht komplex und auch nicht über komplex, nur weil man das ganz oft behauptet. Was soll daran denn bitte nun komplex sein und was dann unnötig?

Wie ich erklärt habe, sie physische Uhren als Objekte unnötig, sie dienen aber der Erklärung und drei Uhren sind nun nicht wirklich komplex.
Der bei schlussendlicher Analyse solcher Sachlagen entstehende Denkaufwand, um hinter solcher Art Gedankengänge deinerseits zu kommen, welche die eine Ursache der Asymmetrie nicht als diese erkennen und oder die Aussage folgend als nicht korrekt zu bewerten, um dann mit einer anders gearteten Asymmetrie sozusagen dagegen zu argumentieren, ...

 
Ich finde den Satz etwas über komplex formuliert, aber ist Geschmackssache, Fakt ist aber, da gibt es keine Asymmetrie im Beispiel mit den drei Uhren. Die Symmetrie - die ohne Zweifel - gegeben ist, wird nur nicht vollständig gezeigt.
An welchem man bestens sieht, dass hier von wegen "Vereinfachung, SRT/ART verständlicher machen", aufgrund deiner Beispiele das exakte Gegenteil resultiert....  Innerhalb dieses gesamten Brimboriums besonders tricky, dass der von dir eingeführte Uhrenvergleich an sich als physikalisch korrekt zu bewerten ist, Wobei dieser andererseits, vollkommen unnötig und allzu aufwendig und damit absolut nicht zielführend.

 
Nun ja, wie weit das Beispiel nun zielführend ist, will ich nicht bewerten, es ist ein gutes Beispiel für die RdG, die Symmetrie, keine Ahnung, wie hier darauf hätte aufgebaut werden sollen. Eventuell kommt da ja noch was.
Ein ja..... Beschleunigung erzeugt einen Symmetriebruch (Asymmetrie), genauso wie der folgende Versuchsaufbau im Labor, wenn wir 3 Uhren Vergleichen.... hätte jedem den ganzen Senf hier ersparen können.

 
Also, wenn die Beschleunigung vorbei ist, hat man zwei zueinander bewegte Systeme im Rahmen der SRT und das ist symmetrisch. Ist auch so auf beiden Reisen beim Zwillingsparadoxon. Jede Reise für sich betrifft zwei zueinander bewegte Systeme, Lorentzkontraktion und Zeitdilatation sind symmetrisch. Für den Reisenden gehen die für ihn in seinem Ruhesystem bewegten Uhren am Zielort und am Startort dilatiert. Und im Ruhesystem von Ziel- und Startort eben die Uhr in der Rakete. Ist auf beiden Wegen so.

 

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Re: ART = SRT + Gravitation

17 Stunden 12 Minuten her - 16 Stunden 9 Minuten her
#14402
Dass Beschleunigung (der Überbegriff) invariant ist würde ich nicht sagen. Einfaches Beispiel: einer der in ein schwarzes Loch fällt wird in seinem eigenen System bis zuletzt auf die Singularität zubeschleunigen (d²r/dτ²<0, gelbe Kurve), aber von außen betrachtet wird er wegen der gravitativen Zeitdilation schon lange vor dem Horizont wieder langsamer (d²r/dt²>0, blaue Kurve) und kommt am Horizont zum Stillstand.

[img


Oder ein Lichtstrahl der auf eine Masse zufliegt, lokal ist er immer unbeschleunigt aber von weiter weg wird er gebremst (dr/dt=-1+2/r). In der SRT erreicht man die Lichtgeschwindigkeit bei konstanter Eigenbeschleunigung erst nach unendlich langer Zeit, aber bei konstanter Koordinatenbeschleunigung schon nach endlicher Zeit (bzw. bräuchte man am Ende unendlich viel Energie um die Beschleunigung bis zur Lichtgeschwindigkeit konstant zu halten). Die Eigenbeschleunigung ist natürlich invariant, aber die wird ja auch lokal am mitgeführten Accelerometer gemessen so wie die invariante Eigenzeit an der mitgeführten Uhr abgelesen wird.
Letzte Änderung: 16 Stunden 9 Minuten her von Yukterez.
Danke von: nocheinPoet

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Re: ART = SRT + Gravitation

16 Stunden 26 Minuten her - 16 Stunden 16 Minuten her
#14403
Nun ja, wie weit das Beispiel [3 Uhren] nun zielführend ist, will ich nicht bewerten, es ist ein gutes Beispiel für die RdG, die Symmetrie, keine Ahnung, wie hier darauf hätte aufgebaut werden sollen. Eventuell kommt da ja noch was.
Warum ich es gebracht habe steht doch im Eingangsposting.

Es wird mit den 3 Uhren gerade nicht auf die Symmetrie und die RdG abgezielt, die schon in jedem Einführungskurs behandelt werden.

Es geht mir darum eindeutig zu sagen, wie eine Seite der Medaille aussieht, auf das Spiegelbild ist gepfiffen. Es gibt das Spiegelbild, aber es interessiert mich nicht, jedenfalls nicht in Gänze. Es interessiert mich vor allem die Vorderseite der Medaille. Auch über die kann man Interessantes und Allgemeingültiges sagen, und das ist es, was ich gerne rüberbringen würde.

1. Wichtig ist mir, dass sich die bewegte Uhr C und die beiden synchronisierten A und B im Ergebnis einig sind, was die verschiedene Dauer der Bewegung betrifft.

2. Wichtig ist mir, dass die Dauer der Bewegung wechselseitig gemessen wird, sowohl von C als auch von A und B, wobei sie eben einig sind, dass C die "langsamere" Uhr ist, mit der längeren Zeiteinheit (Periodendauer).

3. Wichtig ist mir, dass C den Abstand zwischen A und B mit dem längeren, nicht kontrahierten Maßstab misst.

4. Wichtig ist mir, dass auf diese Weise mit konsistenten Maßeinheiten gemessen werden kann, so dass das Verhältnis Weg/Zeit gleich bleibt, z.B. der Lichtgeschwindigkeit und der Relativgeschwindigkeit, wie es eben sein muss. Weniger Zeit auf der Uhr C => weniger Abstand AB, mehr Zeit auf den Uhren A und B => mehr Abstand AB.

Vor allem zu Punkt 2 gab es bis jetzt mächtig Kritik, und Punkt 3 scheint auch nicht so klar. Solange nicht verstanden wird, dass das eine plausible Interpretation ist und warum, kommt von meiner Seite erst einmal nichts mehr.

Worüber man durchaus noch reden muss ist Beschleunigung. Das kann man eigentlich in einem Satz sagen: Die Uhren desynchronisieren durch Beschleunigung (RdG), sonst könnte eine Relativgeschwindigkeit gar nicht erst entstehen.
Letzte Änderung: 16 Stunden 16 Minuten her von Eclipse4.

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Re: ART = SRT + Gravitation

16 Stunden 9 Minuten her
#14404
Dass Beschleunigung (der Überbegriff) invariant ist würde ich nicht sagen. Einfaches Beispiel: einer der in ein schwarzes Loch fällt wird in seinem eigenen System bis zuletzt auf die Singularität zubeschleunigen (d²r/dτ²<0, gelbe Kurve), aber von außen betrachtet wird er wegen der gravitativen Zeitdilation schon lange vor dem Horizont wieder langsamer (d²r/dt²>0, blaue Kurve) und kommt am Horizont zum Stillstand.

Oder ein Lichtstrahl der auf eine Masse zufliegt, lokal ist er immer unbeschleunigt aber von weiter weg wird er gebremst (dr/dt=-1+2/r). In der SRT erreicht man die Lichtgeschwindigkeit bei konstanter Eigenbeschleunigung erst nach unendlich langer Zeit, aber bei konstanter Koordinatenbeschleunigung schon nach endlicher Zeit (bzw. bräuchte man am Ende unendlich viel Energie um die Beschleunigung bis zur Lichtgeschwindigkeit konstant zu halten). Die Eigenbeschleunigung ist natürlich invariant, aber die wird ja auch lokal am mitgeführten Accelerometer gemessen.
Klar, wo Du richtig liegst, liegst Du richtig.

Vermutlich hätte ich noch präziser meine Aussage formulieren sollen, aber im Grunde war ja klar, der Rahmen ist noch die SRT, ging ja um das Beispiel mit den drei Uhren. In der ART bleibt einem dann nur die "Eigenbeschleunigung", aber wie Du ja auch schon an anderer Stelle hier im Forum geschrieben hast, fliegt einem in der ART auch noch mal die RdG um die Ohren.

Lustig sind dann auch rotierende Systeme, also die Scheibe und wenn die sich nicht schon konstant drehen, sondern aus dem Stand auf Geschwindigkeit gebracht werden. Was da mit dem Radius und den Abständen von Punkten auf dem Umfang so passiert, oder Uhren die auf der Scheibe verteilt wurden, da kann man sich schon einen abmühen. Aber vermutlich hast Du auch dafür schon ein paar Grafiken und Animationen in der Tasche.

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Re: ART = SRT + Gravitation

15 Stunden 55 Minuten her - 15 Stunden 49 Minuten her
#14405
Lustig sind dann auch rotierende Systeme, also die Scheibe und wenn die sich nicht schon konstant drehen, sondern aus dem Stand auf Geschwindigkeit gebracht werden. Was da mit dem Radius und den Abständen von Punkten auf dem Umfang so passiert, oder Uhren die auf der Scheibe verteilt wurden, da kann man sich schon einen abmühen. Aber vermutlich hast Du auch dafür schon ein paar Grafiken und Animationen in der Tasche.

Da würde ich sogar wenn ich mich mit der Scheibe mitdrehe nicht die Koordinaten die sich ebenfalls mit der Scheibe mitdrehen sondern die Koordinaten in denen sich die Scheibe dreht verwenden, denn übersichtlicher ists schon wenn ich nur kontinuierlich meine Position wechsele anstatt so eine Gleichzeitigkeitshyperfläche die man nicht einmal zum Synchronsieren von Uhren verwenden kann, denn für was anderes braucht man die eh nicht.
Letzte Änderung: 15 Stunden 49 Minuten her von Yukterez.

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Re: ART = SRT + Gravitation

15 Stunden 38 Minuten her
#14406
Es wird mit den 3 Uhren gerade nicht auf die Symmetrie und die RdG abgezielt, die schon in jedem Einführungskurs behandelt werden.
Also im Beitrag von Wikipedia wird ganz klar die Symmetrie gezeigt, die RdG, würde ich schon als das Ziel dort für das Beispiel so bezeichnen.

1. Wichtig ist mir, dass sich die bewegte Uhr C und die beiden synchronisierten A und B im Ergebnis einig sind, was die verschiedene Dauer der Bewegung betrifft.
Nun ja, ich würde das präziser formulieren. Es ist so, jedes Ereignis selbst ist für sich mit seinen Koordinatenwerten unstrittig, in S wie in S' und beliebig anderen Systemen, in denen man die Werte eben berechnet. Ist da ein Ereignis bei t' = 4 dann ist das eben der Wert.

Wenn man da nun eine Uhr physisch materialisiert, ruhend in S' an diesem Ort eben, dann zeigt die t' = 4 an, wenn sie nicht kaputt ist. Natürlich sind sich alle fiktiven Beobachter (welche man auch nicht braucht) über diesen Wert einig, klar, keiner kann da etwas anderes von dieser Uhr ablesen.

Und wenn man nun eben zwei Koordinatenwerte für die Zeit hat und einen Abstand, also eine Dauer berechnet, also noch eine Uhr bei t' = 1, dann ist die Differenz eben dt' = 3. Natürlich sind sich alle unnötigen Beobachter dann auch darüber einig.

2. Wichtig ist mir, dass die Dauer der Bewegung wechselseitig gemessen wird, sowohl von C als auch von A und B, wobei sie eben einig sind, dass C die "langsamere" Uhr ist, mit der längeren Zeiteinheit (Periodendauer).
Tut mir leid, da gehe ich so nicht mit. Mir hilft da auch nicht, dass Du "langsamere" in Anführungszeichen setzt. Zeigt ja, Du weißt schon, ohne diese Einschränkung wäre die Aussage "schwierig".

Schau, dass ist ja wie mit der Uhr in der Rakete in meinem anderen Thread, oder die Uhr im Zug, die ihre Eigenzeit nun ständig mit Uhren am Gleichbett vergleicht. Da könnte der überflüssige Beobachter im Zug auch sagen, ja meine Uhr ist die "langsamere" Uhr, denn ich vergleiche die ja, und meine zeigt immer nur eine Eigenzeitdifferenz von 0,6 an, die Uhren an denen ich vorbeifahre aber 1,0 und damit ist klar, meine Uhr ist die langsamere Uhr, ich bin eben bewegt.

Man berechnet aber hier die 1 mit unterschiedlichen Uhren die im eignen System ja bewegt sind und damit gar nicht synchron gehen. Man nimmt die Anzeige der Uhr, an der man eben vorbeikommt und dann die der nächsten Uhr an der man vorbeikommt und impliziert, die zweite Uhr hat ja gleichzeitig auch das angezeigt, wie die erste, als diese gemessen wurde. Hat sich aber nicht, die zweite Uhr geht eben vor. Beide Uhren sind bewegt und richtig gemessen und gerechnet ist der Abstand in der Zeit kleiner nicht größer.

Ja, ich bin eine penetranter Pedant.

3. Wichtig ist mir, dass C den Abstand zwischen A und B mit dem längeren, nicht kontrahierten Maßstab misst.
Auch wenn wohl klar ist, was Du meinst, es gibt keinen kontrahierten Maßstab. Selbst wenn Du "kontrahierter" Maßstab geschrieben hättest, würde ich widersprechen. Ich finde, man muss hier mit Sprache extrem präzise sein und das gelingt mir auch nicht immer.

4. Wichtig ist mir, dass auf diese Weise mit konsistenten Maßeinheiten gemessen werden kann, so dass das Verhältnis Weg/Zeit gleich bleibt, z.B. der Lichtgeschwindigkeit und der Relativgeschwindigkeit, wie es eben sein muss. Weniger Zeit auf der Uhr C => weniger Abstand AB, mehr Zeit auf den Uhren A und B => mehr Abstand AB.
Es muss immer mit konsistenten Maßeinheiten gemessen werden, darum ist mir Deine Aussage nicht wirklich klar, ich müsste ein wenig überlegen, was Du nun genau meinen könntest.

Vor allem zu Punkt 2 gab es bis jetzt mächtig Kritik, und Punkt 3 scheint auch nicht so klar. Solange nicht verstanden wird, dass das eine plausible Interpretation ist und warum, kommt von meiner Seite erst einmal nichts mehr.
Formuliere es präziser, rechne es eventuell vor, dann kann es gut sein, dass ich Dir zustimme. So in Prosa ist das schwierig. Und ich denke mal schon, ich habe das mit den Uhren schon verstanden.

Worüber man durchaus noch reden muss ist Beschleunigung. Das kann man eigentlich in einem Satz sagen: Die Uhren desynchronisieren durch Beschleunigung (RdG), sonst könnte eine Relativgeschwindigkeit gar nicht erst entstehen.
Ja, aber auch das ist nur ein Effekt der RdG. Wenn man das verstanden hat, dann ist das total einfach zu erklären und zu verstehen.

Hab ich zwei Uhren die zueinander ruhen, diese aber örtlich getrennt sind, dann kann ich die nicht in zwei zueinander bewegten Systemen gleichzeitig beschleunigen.

Und ganz deutlich, ich muss nicht das System mit den beiden Uhren selbst beschleunigen, zwei Uhren an den beiden Enden eines Zuges, beide ruhen im Zug, beide gehen synchron. Ich bin auf dem anderen Gleis und nun beschleunigt mein Zug ein paar Sekunden. Und schwuppdiwupp, für mich gehen die beiden nun zu mir in meinem System bewegen Uhren nicht mehr synchron und keine der beiden Uhren wurde dafür selbst beschleunigt.

Viele glauben, ja man muss den Zug mit den beiden Uhren beschleunigen und dann verlieren die ihre Synchronisation. Die Frage ist, für wen, und ja, dass war von mir nun etwas trickreich erklärt. Natürlich ruhe ich selbst im anderen Zug vor der Beschleunigung meines Zuges im selben IS wie der andere Zug. Also wie ein fiktiver Beobachter im anderen Zug.

Und natürlich verlieren auch für mich, in meinem beschleunigten System selbst die beiden Uhren an den Enden von meinem Zug für mich ihre Synchronisation, wenn mein Zug beschleunigt, denn im Rahmen der SRT wechselt er bei der Beschleunigung ständig sein IS.

Ich denke aber, solange hier die SRT und eben die RdG nicht wirklich fest im Sattel sitzt, bringt es wenig, mit Beschleunigung und der ART anzufangen.

Ach, zum Begriff "synchron", also zwei Uhren können ja gleichschnell gehen, aber unterschiedliche Werte anzeigen, eine geht eben vor oder die andere nach. Vermutlich sollte ich bei diesem Begriff auch präziser sein, also ob Uhren nun asynchron sind, wenn sie unterschiedlich schnell gehen, oder auch schon, wenn sie nur nicht gleichzeitig in einem System gleiche Zeiten zeigen.

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Re: ART = SRT + Gravitation

15 Stunden 34 Minuten her
#14407
Wie gesagt, diese beschleunigte Scheibe ist so schon an meiner Grenze, ich kann mir das ansehen, mehr oder weniger nachvollziehen, aber so wirklich tief verstehen, mit "ist so logisch, natürlich, ganz klar so muss es sein" will ich mir nicht zuschreiben. Aber ich schaue es mir gerne immer wieder mal an, sich nur die Dinge anzusehen, die man geschnallt hat, bringt ja wenig weiter.

Aber Du bist ja Master of Animation, wenn Du Dich mal langweilst, erkläre es, mach einen Thread auf, rechne es vor, erstelle Grafiken, oder auch Animationen, ich würde es mir ganz sicher ansehen.

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Re: ART = SRT + Gravitation

15 Stunden 12 Minuten her - 14 Stunden 55 Minuten her
#14408
 
Das (dein) Problem:

Du hattest allerhöchstwahrscheinlich nicht verstanden, dass der Begriff Beschleunigung als entscheidender Symmetriebrecher eingeht, der welche Asymmetrie in meinen Uhrenbespiel erzeugen würde.

Während Geschwindigkeit rein relativ ist, ist Beschleunigung physikalisch absolut = invariant.






 
Ja, Geschwindigkeit ist relativ, also vom System abhängig, Beschleunigung nicht so weit, so gut. Ich halte eben mal fest, was ich für richtig anerkenne.
Sie bewirkt den Wechsel des Bezugssystems, wodurch die kinematische Symmetrie der Zeitdilatation aufgehoben und durch eine reale Asymmetrie der Weltlinien ersetzt wird.





 
Nein, eventuell meinst Du ja Inertialsystem, mit dem Wechsel, aber auch das wechselt nur, wenn es das Bezugssystem ist, welches beschleunigt wird. Ein Bezugssystem kann beschleunigt sein, ein Inertialsystem selbst eben nicht.

Aber in einem Inertialsystem können natürlich Objekte selbst beschleunigt sein, kein Problem, in S beschleunigt eine Rakete von 0 auf 0,8666 c. Kann man ohne Probleme in S zeigen, nur wenn man in das Ruhesystem der Rakete geht, ist dieses für die Dauer der Beschleunigung selbst kein Inertialsystem mehr, aber natürlich weiter ein Bezugssystem, eben ein beschleunigtes Bezugssystem, gar kein Problem.
Dein folgendes unübersichtliches und mit sozusag. "habe immer recht und andere nicht" gespicktes Uhrenbeispiel hat mich dann tatsächlich (wie Rainer absolut korrekt einbrachte), zu einer komplett falschen Aussage meinerseits bewogen. So viel zu deinen versuchen es angeblich leichter machen zu wollen.   

Ich hatte dabei vollkommen übersehen, dass der von dir eingebrachte (und bei normal zu erwartend, korrekt Interpretiert und verstandenem - Beschleunigung = Asymmetrie - überflüssige) Versuchsaufbau der 3 Uhren bereits a priori asymmetrisch eingeht.





 
Das Beispiel mit den Uhren ist von Wikipedia, da gibt es keine Beschleunigung und es ist auch nicht asymmetrisch.
1. Du behauptest meine korrekte Aussage stimme so nicht.

(entweder auf Unvermögen oder Unwillen oder Übermotivation gründend, dabei augenscheinlich nicht erkennend, dass Beschleunigung = Symmetriebruch = Asymmetrie erzwingt, während letztere die Konsequenz aufgrund Beschleunigung ist.) 





 
Beschleunigung gibt es im Uhrenbeispiel von Wikipedia aber nicht, dort wird gerade ja die Symmetrie der SRT gezeigt, dass die Zeitdilatation wechselseitig und symmetrisch ist.
2. Darauf hin ein überkomplexes Uhrenbespiel einführend und so formulierend, dass es meine Aussagen angeblich, wie gefühlt, widerlegt. (in diesem wird mM suggeriert das Beispiel wäre der SRT gemäß symmetrisch, dabei verschweigend, bzw. selbst nicht reflektierend, dass der Versuchsaufbau an sich bereits asymmetrisch.)





 
Also, das Uhrenbeispiel mag für Dich "über komplex" sein, defacto ist es trivial, ich finde Deinen neuen Thread hier hingegen "über" komplex Keine Ahnung, wie Du da so die Relationen zu findest, aber egal.


Fakt ist:

Das Uhrenbeispiel ist wirklich trivial. Weniger geht nun kaum noch. Man muss die Grundlagen verstehen, was genau ist eine physikalische Uhr, ein physische Uhr?

Das ist nur eine fiktive gedachte Materialisierung, die Anzeige der Zeitkoordinate in einem Koordinatensystem an dem gegebenen Ort. Es braucht da keine echte Uhr, man könnte einfach nur den Punkt nennen, den Ortspunkt und die Zeitkoordinate dazu, eben ein Ereignis in der Raumzeit. Uhren so als Objekte dienen nur als Hilfestellung für jene, die mit den Grundlagen nicht so sattelfest sind und die Mathematik tief intus.

Und damit ist auch klar, es wurden nur drei Punkte gezeigt, von unendliche vielen, man hat hier eben zur Darstellung gesagt, da haben wir nun mal echte physische Uhren, was zum Anfassen, echte materielle Objekte, damit man sich das besser vorstellen kann.

Das war da aber nun mit den Uhren materialisiert wurde, ist beliebig, wie meine Grafik ja zeigt, kann man da andere Punkte mit Koordinatenwerten zeigen und eben auch noch physische Uhren setzten.

Konkret hat man in dem Beispiel mit den Uhren nur zwei zueinander bewegte Systeme, eben S und S', welche im Rahmen der SRT betrachtet und beschrieben werden. Da greift man sich in S eben ein paar Punkte raus, also Ereignisse und setzt dort in S ruhende Uhren, welche nichts anderes machen, also eben die Zeitkoordinate an dem Ort dort zu visualisieren. Es braucht sie aber doch nicht wirklich.

Und dann führt man eine Koordinatentransformation von S nach S' durch, man zeigt einfach, welche Zeitkoordinate das Ereignis hat, wenn man den Wert in S kennt. Und um das auch wieder einfacher verständlich zu machen, manifestiert man dort in S' eben auch eine dort ruhende Uhr, die eben t' bei x' visualisiert. Braucht man auch nicht, bei drei Uhren haben wir einfach nur drei Ereignisse, drei Punkte die gezeigt werden, in S und S' und damit mit x, t | x', t'.

Und damit es noch einfacher ist, hat man sogar x in S und S' für alle drei Ereignisse nicht explizit genannt, aber wie ich gezeigt habe, sind die implizit natürlich gegeben, wie die Abstände, die Orte, die Geschwindigkeit zwischen S und S'.


Ganz deutlich:

Das Beispiel mit den drei Uhren ist trivial vereinfacht und so weit nicht mathematisch erweitert, dass es Laien leicht verstehen können, dafür eben die "Uhren". Es ist natürlich symmetrisch, zwei zueinander bewegte Systeme S und S'. Es gibt keine Beschleunigung.

Mir unklar, warum man so viel dazu tanzen muss, so viel schreiben, wenn man die SRT richtig verstanden hat und die Grundlagen eben auch. Das ist dann doch nur ein Augenzwinkern wert und ein, jop, so ist es, ...
... Ich habe mich a. von deiner Rhetorik und b. von deinem vollkommen unnötig komplexen Uhren-Bespiel, ...





 
Es wird nicht komplex und auch nicht über komplex, nur weil man das ganz oft behauptet. Was soll daran denn bitte nun komplex sein und was dann unnötig?

Wie ich erklärt habe, sie physische Uhren als Objekte unnötig, sie dienen aber der Erklärung und drei Uhren sind nun nicht wirklich komplex.
Der bei schlussendlicher Analyse solcher Sachlagen entstehende Denkaufwand, um hinter solcher Art Gedankengänge deinerseits zu kommen, welche die eine Ursache der Asymmetrie nicht als diese erkennen und oder die Aussage folgend als nicht korrekt zu bewerten, um dann mit einer anders gearteten Asymmetrie sozusagen dagegen zu argumentieren, ...





 
Ich finde den Satz etwas über komplex formuliert, aber ist Geschmackssache, Fakt ist aber, da gibt es keine Asymmetrie im Beispiel mit den drei Uhren. Die Symmetrie - die ohne Zweifel - gegeben ist, wird nur nicht vollständig gezeigt.
An welchem man bestens sieht, dass hier von wegen "Vereinfachung, SRT/ART verständlicher machen", aufgrund deiner Beispiele das exakte Gegenteil resultiert....  Innerhalb dieses gesamten Brimboriums besonders tricky, dass der von dir eingeführte Uhrenvergleich an sich als physikalisch korrekt zu bewerten ist, Wobei dieser andererseits, vollkommen unnötig und allzu aufwendig und damit absolut nicht zielführend.





 
Nun ja, wie weit das Beispiel nun zielführend ist, will ich nicht bewerten, es ist ein gutes Beispiel für die RdG, die Symmetrie, keine Ahnung, wie hier darauf hätte aufgebaut werden sollen. Eventuell kommt da ja noch was.
Ein ja..... Beschleunigung erzeugt einen Symmetriebruch (Asymmetrie), genauso wie der folgende Versuchsaufbau im Labor, wenn wir 3 Uhren Vergleichen.... hätte jedem den ganzen Senf hier ersparen können.





 
Also, wenn die Beschleunigung vorbei ist, hat man zwei zueinander bewegte Systeme im Rahmen der SRT und das ist symmetrisch. Ist auch so auf beiden Reisen beim Zwillingsparadoxon. Jede Reise für sich betrifft zwei zueinander bewegte Systeme, Lorentzkontraktion und Zeitdilatation sind symmetrisch. Für den Reisenden gehen die für ihn in seinem Ruhesystem bewegten Uhren am Zielort und am Startort dilatiert. Und im Ruhesystem von Ziel- und Startort eben die Uhr in der Rakete. Ist auf beiden Wegen so.





 

Das meisten Zitate vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Die Links anscheinend zu anderen Post leitend.
Die Diskussionen gehören teils in einen ganz anderen Thread dessen Antworten schon 6 Wochen alt sind.
Das Wiki Beispiel war damals noch gar nicht anliegend, und ist wenn, von Rainer behandelt worden.
Die Länge deiner Konstruktionen..... wie was wo gemeint sein sollte ist erschreckend.
Die Motivation dahinter... ist mir unbegreiflich.

Z.
Letzte Änderung: 14 Stunden 55 Minuten her von Z..

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Re: ART = SRT + Gravitation

14 Stunden 30 Minuten her - 45 Minuten her
#14409
Es wird mit den 3 Uhren gerade nicht auf die Symmetrie und die RdG abgezielt, die schon in jedem Einführungskurs behandelt werden.
Also im Beitrag von Wikipedia wird ganz klar die Symmetrie gezeigt, die RdG, würde ich schon als das Ziel dort für das Beispiel so bezeichnen.
Das ist so eine Einführung, die ich meine. Auf Symmetrie und RdG zielt meine Interpretation hier im Thread eben nicht ab. Im Gegenteil: Symmetrie und RdG versperren sogar den Blick auf das, worum es mir geht. Kenntnisse darüber setze ich einfach voraus, bereits im Eingangsposting und hier nochmal  deutlich gesagt.
1. Wichtig ist mir, dass sich die bewegte Uhr C und die beiden synchronisierten A und B im Ergebnis einig sind, was die verschiedene Dauer der Bewegung betrifft.
Natürlich sind sich alle unnötigen Beobachter dann auch darüber einig.
Dann ist alles gut. Beobachter sind in der Experimentalphysik allerdings nötig.
2. Wichtig ist mir, dass die Dauer der Bewegung wechselseitig gemessen wird, sowohl von C als auch von A und B, wobei sie eben einig sind, dass C die "langsamere" Uhr ist, mit der längeren Zeiteinheit (Periodendauer).
Tut mir leid, da gehe ich so nicht mit.
Besser als hier  (#14385) kann ich es nicht erklären, tut mir leid. Da habe ich mir alle Mühe gegeben.
3. Wichtig ist mir, dass C den Abstand zwischen A und B mit dem längeren, nicht kontrahierten Maßstab misst.
Auch wenn wohl klar ist, was Du meinst, es gibt keinen kontrahierten Maßstab.
Wenn es klar ist, ist das Ziel erreicht. Ich muss hier keinen Preis im Formulieren gewinnen.
4. Wichtig ist mir, dass auf diese Weise mit konsistenten Maßeinheiten gemessen werden kann, so dass das Verhältnis Weg/Zeit gleich bleibt, z.B. der Lichtgeschwindigkeit und der Relativgeschwindigkeit, wie es eben sein muss. Weniger Zeit auf der Uhr C => weniger Abstand AB, mehr Zeit auf den Uhren A und B => mehr Abstand AB.
Es muss immer mit konsistenten Maßeinheiten gemessen werden, darum ist mir Deine Aussage nicht wirklich klar, ich müsste ein wenig überlegen, was Du nun genau meinen könntest.
Was ich meine steht hier (#14385) für die Maßeinheit der Zeit. Konsistent meint immer mit dem Meter und der Sekunde des gleichen Bezugsystems.
Vor allem zu Punkt 2 gab es bis jetzt mächtig Kritik, und Punkt 3 scheint auch nicht so klar. Solange nicht verstanden wird, dass das eine plausible Interpretation ist und warum, kommt von meiner Seite erst einmal nichts mehr.
Formuliere es präziser, rechne es eventuell vor
Ich habe mich schon oft genug wiederholt. Steht alles im Thread schon am Anfang.
Worüber man durchaus noch reden muss ist Beschleunigung. Das kann man eigentlich in einem Satz sagen: Die Uhren desynchronisieren durch Beschleunigung (RdG), sonst könnte eine Relativgeschwindigkeit gar nicht erst entstehen.
Ja, aber auch das ist nur ein Effekt der RdG. Wenn man das verstanden hat, dann ist das total einfach zu erklären und zu verstehen.
Genau. Ich denke die RdG haben alle hier verstanden. Du hast ja auch einen Thread dazu geöffnet. Kein weiterer Erklärungsbedarf meinerseits. Alles bestens.
Letzte Änderung: 45 Minuten her von Eclipse4.

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