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Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
5 Stunden 37 Minuten her - 3 Stunden 37 Minuten her... Jeder so wie er es gelernt hat. ...
Ein kleine Anekdote bevor wir zum Thema zurück kehren.
Ich habe mich mal auf eine Stelle als Werkstatt-Leiter in einer Ausbildungsstätte für Schwererziehbare Jugendliche beworben.
Ich musste eine schriftliche Prüfung machen. Die Ausbildungsstätte befand sich teilweise in der Renovierung deshalb musste
ich meine Prüfung in einem Schulungsraum machen der aber in der Zeit auch genutzt wurde.
Ein Ausbilder sollte einer Gruppe Halbstarker den Dreisatz beibringen und hat sie 1 Stunde lang mit Äpfel und Birnen zu getextet und dabei gar nichts erreicht.
Der Ausbilder ist irgendwann genervt und verzweifelt gegangen um Übungsblätter zu holen.
Ich habe die Jungs und Mädels in dieser kurzen Zeit nach ihren Hobbys auf der Straße gefragt und habe ihnen gesagt das jedes mal wenn der Ausbilder Äpfel sagt, sie an Grass denken sollen und jedes mal wenn er Birne sagt sollen sie an geklaute Autoradios denken.
Der Ausbilder ist zurück gekommen und hat die Übungsblätter verteilt, jeder der kleinen Kaputten war nach max. 15 min fertig und ALLE hatten die aufgaben gelöst.
NULLIUS IN VERBA
"Zu nah an der Wahrheit
Zu nah am Leben
Zu penetrant um
Ignoriert zu werden" Böhse Onkelz 1996
"Gedankenexperimente beginnen bei mir grundsätzlich im leeren Raum." Ich! Hier, am 18.05.2024
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Letzte Änderung: 3 Stunden 37 Minuten her von FabsOtX.
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Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
2 Minuten herMan kann leicht ins Metphysische abgleiten, wenn man "die Mutter aller Kräfte" irgendwie dingfest machen will."Warum sollte es bei der Gravitation eine Änderung im System geben?"
Ja genau das ist die richtige kritische Frage.
Die Gravitationskraft gehorcht genau dem selben Schema wie alle Kräfte auf unserer Welt. Grundlage ist das Gesetz "Energie=Kraft mal Weg", E=F*s. Wenn man das nach der Kraft auflöst, kommt man auf F=E/s oder infinitesimal F=dE/ds, Kraft als Änderung der Energie nach Änderung der Position s.
Der entscheidende Punkt ist, dass die Standardphysik diesen eigentlich sehr klaren und unkomplizierten Standpunkt konsequent ablehnt und stattdessen lieber alle mit hochkomplexen Theorien verwirrt.
"Energie=Kraft mal Weg", E=F*s wird eigentlich mechanische Arbeit W=F*s genannt, passend zur Definition von Energie auf den ersten Seiten hier im Thread (habe nicht alles gelesen) als "Fähigkeit Arbeit zu verrichten". Nach Umstellung auf F = W/s oder F=E/s oder infinitesimal F=dE/ds erkennt man, dass eine Kraft als Verhältnis einer Energiemenge und einem räumlichen Abstand s definiert werden kann. Soweit wohl offensichtlich und eigentlich trivial: Arbeit auf einer Strecke erfordert entsprechende Kraft.
Wenn nun eine Energiemenge allgemein anerkannt definiert ist als "Fähigkeit Arbeit zu verrichten", und Arbeit eine Energiemenge W=F*s ist, haben wir doch eine Art Zirkeldefinition. Ich sehe es so: So gedachte Energie als abstrakte Fähigkeit ist quasi statisch, Arbeit dagegen ist dynamisch, d.h. es fehlt bei der bisherigen Betrachtung noch etwas Wichtiges: Die Zeit. Wenn man für eine Kraft F fundamental neben einer Energie E auch einen räumlichen Abstand s heranzieht, warum lässt man einen zeitlichen Abstand t unter den Tisch fallen? Nur damit manifestiert sich doch die "Fähigkeit" E physisch als Arbeit W, wenn entlang der Strecke s auch wirklich etwas geschieht.
An der Energieerhaltung gemäß Noether-Theorem erkennt man ebenfalls, dass eine Kraft F=E/s ganz fundamental auch mit einer Zeit t in Zusammenhang steht, eben wegen der Energie E in dem Term, der eigentlich W für Work heißen muss. Work als Energie in Aktion sozusagen, womit wir bei der kinetischen Energie W=½mv² sind.
Langer Rede kurzer Sinn: Die im Zitat implizierte Gleichsetzung Energy = Work, mit der das Verhältnis F=dE/ds als "Ursache" jeder Kraft hergeleitet werden soll ist auf fundamentaler Ebene nicht schlüssig. Die Gleichung mag ja sogar universell stimmen, aber das Ganze hat etwas vom Henne-Ei-Problem. Denn ebenso gut könnte man sagen, dass eine Kraft F die fundamentale Ursache jeder Arbeit W bzw. Energie E ist. Dann hinterfragt man einfach die Kraft nicht weiter, so wie man jetzt die Energie nicht hinterfragt und einfach als gegeben annimmt. Irgendwo muss man anfangen, wenn man unendlichen Regress vermeiden will.
Ich denke es greift zu kurz, wenn man postuliert, dass statische Energie irgendwo ihren räumlichen Sitz hat, sei es nun im Feld oder im Objekt, und zusammen mit einem Abstand s die "Ursache" einer Kraft ist. Energie manifestiert sich doch erst durch dynamisches Geschehen^^.
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