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Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?
- Mondlicht2
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Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?
2 Tage 5 Stunden herHallo WL01!Du hast recht, dass man KI-Aussagen und nicht-peer-reviewte Quellen nicht als endgültigen Beweis behandeln sollte. Das war auch nicht meine Absicht.Du erliegst dem Irrtum, dass du KI als "Beweis" heranziehst und sie demnach für "unfehlbar" hälst bzw. ihre verwendeten Quellen unter denen sich auch nicht peer-reviewed papers/arxiv befinden. Deshalb ist es gelinde gesagt unglücklich mit "dem oder jenem" Physiker/Autor aufzutrumpfen, bloß weil du an deren Mündern zu hängen scheinst; darüberhinaus ist ein - hypothetisches - BEK SEHR WOHL erwähnt worden, wartet allerdings noch auf seinen Beweis, überlesen? Spare deine Energie bitte und nutze sie zum gründlichen Lesen statt mir Ratschläge für Atemtechniken ungefragt zu erteilen.
Mein eigentlicher Punkt ist physikalischer Natur: Moderne VSL- und Emergent-Gravity-Ansätze (u. a. Arbeiten von Moffat, Magueijo, Volovik und Jacobson) arbeiten nicht mit dem starren Äther von 1904, sondern mit dynamischen, oft viskose- oder kondensatartigen Medien bzw. Feldern, deren Eigenschaften lokal variieren können. Genau in dieser Linie steht auch mein HTP-Ansatz: Der Higgs-Tachyonen-Flux ist ein dynamisches Medium, dessen Dichte die lokale Lichtgeschwindigkeit, die Trägheit und damit Uhren und Maßstäbe beeinflusst. Ob man dieses Medium als Higgs-Kondensat, Quanten-Vakuum oder anders bezeichnet, ist sekundär. Entscheidend ist die dynamische, lokal variable Kopplung – im Gegensatz zu einem starren, unflexiblen Teilchen-Äther. Dass solche Modelle noch hypothetisch sind und auf weitere experimentelle Prüfung warten, ist unbestritten.
Bezüglich deines BEK-Einwandes verstehe ich nicht ganz die Worte "SEHR WOHL erwähnt worden". Ja, ein BEK scheint durchaus möglich, ja nach den Versuchen im Jahre 1995 von den Physikern Cornell, Wieman und Ketterle erhielten diese sogar den Nobelpreis. Also ich habe dieses Kondensat durchaus als positives Beispiel in meinem vorigen Post angeführt. Und ja, danke für diese Erwähnung, ein BEK könnte durchaus meine eigene Theorie verbessern und für die komologische Rotverschiebung könnte man beispielsweise das Higgs-Tachyonen-Medium in Voids wie ein expandierendes BEC ansehen.
Du sprichst von „Belegen“, vermischst dabei jedoch hypothetische Analogmodelle der theoretischen Physik mit eigenen, physikalisch nicht haltbaren Konzepten.
Kernpunkte, warum dein Ansatz den Kriterien moderner Physik widerspricht:
1. Begrifflichkeiten und Belege: Ein Begriff wie „Higgs-Tachyonen-Flux“ existiert in keinem einzigen peer-reviewed Fachjournal der Welt. Zeig mir nur eines. Das Higgs-Feld ist ein skalares Feld (ohne Fluss/Flux). Tachyonen stellen in der Quantenfeldtheorie eine Vakuum-Instabilität dar – im stabilen Higgs-Kondensat gibt es sie nicht mehr. Die bloße Aneinanderreihung realer Fachbegriffe ist kein Beleg, sondern in dieser Kombination physikalischer Widerspruch.
2. Fehlinterpretation der Forscher: Grigory Volovik nutzt das Bose-Einstein-Kondensat von Helium-3 als rein mathematisches Analogmodell, um Effekte im Labor zu simulieren – er behauptet nirgends, dass unser reales Vakuum eine zähe, molekulare „Suppe“ ist. João Magueijo und John Moffat entwickelten VSL-Modelle ausschließlich für das ganz frühe Universum, um die kosmische Inflation zu ersetzen. Keine moderne, peer-reviewte VSL-Theorie behauptet, dass die Lichtgeschwindigkeit im heutigen Universum lokal wie in einem zähen Medium bremst.
3. Der experimentelle Gegenbeweis (Dispersion): Wenn das Vakuum ein makroskopisch viskoses Medium wäre, in dem Licht „Umwege“ beschreibt oder abgebremst wird, müsste zwingend Dispersion auftreten. Licht unterschiedlicher Wellenlängen (Farben) würde sich unterschiedlich schnell bewegen. Satellitenmessungen (z. B. von hochenergetischen Gamma-Ray-Bursts durch Fermi-LAT) zeigen jedoch, dass Photonen verschiedenster Energien nach Milliarden Lichtjahren absolut zeitgleich und gestochen scharf bei uns ankommen. Das heutige Vakuum verhält sich nicht wie eine zähe Suppe. Wir kennen die Zusammensetzungen der kosmischen Medien.
4. Geschwindigkeit und Masse: Die Behauptung, Geschwindigkeit sei „massenäquivalent“ und Uhren würden deshalb mechanisch „falsch gehen“, widerspricht dem Kern der Relativitätstheorie. Die Zeitdilatation ist keine mechanische Stauchung durch Reibung, sondern eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit, die sich in jedem Beschleuniger (CERN) und bei jedem GPS-Satelliten exakt so messen lässt.
Es geht hier keinesfalls um (meinen) mangelnden Respekt vor neuen Ideen der von dir genannten „modernen“ und anerkannten Physiker/manche Papers werden sagen wir kontrovers diskutiert - dann bin ich eben mit 31 „altmodisch“, haha - sondern um das Einhalten der wissenschaftlichen Methode. Wenn du eine reale Kosmologie auf einem viskosen Medium und einem Tachyonen-Flux begründen möchtest, nenne mir bitte die dazugehörigen, peer-reviewten Publikationen (außerhalb von reinen Preprint-Servern wie arXiv), die diese Effekte für das heutige Universum nachweisen. Solange diese fehlen, bleibt es eine Privattheorie; ich weiß nicht wie du Menschen nennst, die von sich behaupten, sie hätten vor niemandem Respekt, höchstens vor dem Ehepartner? Ich sag dir lieber nicht wie ich das einschätze, es gehört nicht hierher. Deshalb und aus Zeitgründen möchte ich mit dir nicht weiter diskutieren.
Schöne Grüße,
Mondlicht
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Re: Wie mit Autoren umgehen, die physikalische Fakten ignorieren?
2 Tage 1 Stunde herJa, die von Dir genannten Punkte sind mir natürlich bekannt.Hallo WL01!
...
Und was auch immer.
Ich habe auch nie behauptet, dass meine Theorie ART-kompatibel ist, sondern stets, dass sie eine Alternative zur RT ist, die die Fehler der RT nicht wiederholt, sondern Lösungen dafür findet. Und Du kannst natürlich in den Wogen des Standardmodells weiter verharren.
Und ja, wenn Du dir etwas anderes davon erwartet hast, dann muss ich Dich enttäuschen.
Und ja, Du bist mir auch unsymphatisch. Und ich sehe jede weitere Diskussion mit Dir als sinnlos an..
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