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Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
Re: Elementare Ursache von Kräften auf Objekte
1 Stunde 11 Minuten her - 9 Minuten herDas sehe ich aber anders. Wenn es stimmt, was dieser Purcell-Kritiker D'Abramo in der seiner Einleitung schreibt, dann ist Purcells Betrachtung genau die, die Josef Gaßner anhand seines Tafelbilds erklärt: Eine einzelne Probeladung ist parallel zum Leiter bewegt. So ist die Szene, und es gilt stimmig zu verstehen was Sache ist.Aber wie gesagt, kommt mir die Idee von Purcell zwar theoretisch richtig vor aber man braucht diesen Ansatz nicht für das bekannte Experiment mit den beiden Leitern.
Zitat D'Abramo: "Abstract. In the 1960s, E.M. Purcell proposed a basic explanation of the magnetic force experienced by a test charge moving parallel to a stationary current-carrying wire."
Es ist doch offenbar die gundlegendere Betrachtung. Wenn es damit schon Probleme gibt, die man ohne Längenkontraktion nicht lösen kann, dann braucht man mit dem komplizierteren Szenario mit 2 Leitern gar nicht erst anzufangen.
Das meinte ich mit meinem Gleichnis oben: Wenn Fichtenholz einen geringen Brennwert hat, dann klärt es sich doch nicht, indem man einfach die doppelte Menge in den Ofen gibt. Damit hat man zwar ein Heizproblem gelöst, aber nicht den geringen Brennwert erklärt^^.
Auch die von wolfgang24-1 gefundene Untersuchung zum sog. Faraday-Paradoxon krankt anscheinend am gleichen Syndrom. Der Aufbau ist viel zu komplex. Wenn ich sehe, was die Experimentatoren alles an Elektronik dem Magnetfeld aussetzen, dann wundert es mich, dass sie überhaupt halbwegs brauchbare Messdaten bekommen:
Was da möglicherweise alles an Spannungen und Strömen induziert wird durch vom magn. Fluss durchflutete Leiterschleifen, kann doch kein Mensch überblicken^^.
Wenn ich Experimentalphysiker wäre würde ich versuchen so etwas zu bauen:
Ein dünnes Metallrohr (Leiter) ist radial zur runden Magnetscheibe horizontal an Isolatoren fixiert.
Am äußeren Ende des Leiters steckt eine Metallkappe, und im Inneren befindet sich ein Mechanismus (galvanisch vom Leiter isoliert), der die Kappe nach gewisser Zeit absprengt (Feder oder so). Die Magnetscheibe rotiert eine Weile vor dem Leiter, dann wird die Kappe abgesprengt und von einem Elektroskop aufgefangen. Das Elektroskop zeigt direkt an, ob die Kappe elektrisch geladen oder neutral ist.
Falls das "bewegte Magnetfeld" im Leiter eine Spannung induziert hat, müsste die Kappe elektrisch geladen sein, sonst nicht.
Man kann die Anordnung mit dem radialen Metallrohr dann auch rotieren lassen um zu sehen, ob die Ladung der Kappe anders ausfällt.
Vorteil: Keine komplizierte Leitungsführung, die das Ergebnis verfälschen könnte. Nur ein Leiterstück im statischen Magnetfeld, bewegt oder unbewegt. Das ist alles.
Letzte Änderung: 9 Minuten her von Eclipse4.
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