Kaum auszumalen wie das weitergehen soll---in 50 Jahren etwa? -
Falschzitate sind ein absolutes Armutszeugnis, aber jeder kann sie verifizieren.
Bei Gericht sind Urteilszitate die Butter auf dem Brot, aber die Richter sind schon immer argusäugig hinter jedem Zitat her, weil schon immer häufig zwar nicht falsch aber inhaltlich oberflächlich bis grottenfalsch zitiert wird. "Haben Sie das denn gelesen?" Und manche sagen, "was der BGH dazu meint, ist mir egal, hier bin ich der Richter."
Ein Zitat dient hingegen immer dafür, dem Leser auf die Sprünge zu helfen, wenn er der Behauptung nicht von Haus aus zustimmt, niemand wird den Behauptungen hingegen mehr Gewicht beimessen, nur weil es mit einem (angeblichen) Zitat von Albert Einstein unterlegt wird, allenfalls der Inhalt des Zitats ist von Interesse. Der Author spart sich lediglich die weitschweifige und detaillierte Begründung, indem er auf ein Zitat Bezug nimmt, und prüft das Datenmaterial womöglich selber nochmals.
Soweit es aber um Datenmaterial oder Messergebnisse bzw Studien geht, mag die Sachlage anders sein. Aber auch dort liest der Fachmann ggf das Original nach, um zu sehen, wie dieses Mal die Statistik gefälscht wurde.
Bei wissenschaftlchen Arbeiten dienen Zitate hingegen dazu, die eigene Leistung von Vorwissen abzugrenzen.