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Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
- Bernd Clemens Huber
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Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
5 Monate 2 Wochen her1: Evolution of life on exoplanets or any of the dozens of solar system ice moons (even if just indirectly per natural, so-called ballistic litho-panspermia off of other celestial bodies), if it happened, would (also) entail an enormous amount of animal suffering.
2. Evolution - depending on countless influential factors for the path it takes - can unfold in millions of very different ways.
3. The window between best and worst versions in quantified terms of well-being or suffering of potential far-future wild animals to come from it certainly is astronomically gigantic.
4. Any near-future microbial contamination of planets at most will lead to an abysmal version (and likely negative, for in the order of magnitude of octillions - namely quintillions at any time for billions of years - of animals, since according to evolutionary biologists, wild animals - see sources on the wild animal suffering Wikipedia page - mainly suffer on average).
Necessary Conclusion:
Even by current risk assessment response measures or standards applied in other cases for other major matters of risks, humanity must at the very least have discipline and hold itself back for many years from risking interplanetary and interstellar forward contamination, and so space ports must be locked down (if not stricter safety measures were to be warranted this way).
Independent research paper references:
Prof. Gary David O'Brien's scientific paper ( philpapers.org/rec/OBRDPW-3 ) from 2021, titled "Directed Panspermia, Wild Animal Suffering, and the Ethics of World-Creation" and Oskari Sivula's scientific paper ( philpapers.org/rec/SIVTCS ) from 2022, titled "The Cosmic Significance of Directed Panspermia: Should Humanity Spread Life to Other Solar Systems?".
The internationally binding Outer Space Treaty's Article IX strictly prohibits all forms of harmful forward contamination.Otherwise, humanity loses the moral justification for its continued existence, since in the utilitarian sense it then can be better to have ended sooner, before and without such contamination event having happened.This condition is also known as the great filter.
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage herDa hat man mal wieder nur von 12 bis Mittag gedacht. Zur Vermeidung von tierischem Leid auf anderen Himmelskörpern, welches potenziell verursacht werden könnte durch Kontamination anderer Himmelskörper mittels irdischer Raumsonden soll es also geboten sein, Raumschiffhäfen zu schließen. Als Referenz wird dann auf einen utilitaristischen Ansatz verwiesen, gemäß dem es moralisch geboten ist, das größte Glück der größten Zahl zu erreichen.space ports must be locked down
Dumm nur, dass dieser Ansatz so nicht aufgeht, denn gemäß des utilitaristischen Ansatzes wäre es ebenfalls geboten, kurzfristig die Zahl der aktuell lebenden Menschen auf unter 1 Milliarde zu reduzieren und mittels geeigneter Maßnahmen dauerhaft auf diesem niedrigeren Level zu halten, um mittels nachhaltiger Ressourcennutzung das ökologische Gleichgewicht langfristig zu stabilisieren und somit das Glück der kommenden Generationen zu erreichen.
Bei aktuellem Stand der Populationsgröße und -dichte ist zu erwarten, dass die Zahl der Menschen der noch kommenden Generationen geringer sein wird als die Zahl der Menschen der noch kommenden Generationen auf herunterreduziertem Niveau von dauerhaft unter 1 Milliarde Menschen weltweit. Hinzu kommt, dass die Menge des Glücks der Menschen der noch kommenden Generationen auf dem aktuellen Populationslevel infolge Krisendrucks geringer ist als bei einer dauerhaft reduzierten Populationsgröße mit nachhaltig ökologischem Wirtschaften, welches dann für die geringere Zahl an aktuell lebenden Menschen anteilig mehr Wohlstand sichern kann.
Abgesehen davon: Selbst wenn über Raumsonden andere Himmelskörper kontaminiert werden würden, wäre der sich daraus entwickelnde Verlauf der Evolution nicht kalkulierbar, so dass unbekannt bleibt, ob sich jemals Tiere mit Leidensfähigkeit entwickeln würden. Und selbst dann, wenn sich anderswo tatsächlich Tiere entwickelt hätten, ist die Leidensfähigkeit nicht durchweg negativ zu beurteilen, da sich über die Erfahrung von Leiden Entwicklungs-Chancen ergeben, die geeignet sind, über das passive Erdulden von Leiden hinauszuwachsen und aktive Bewältigungsstrategien hervorzubringen, künftiges Leiden zu vermeiden oder zu überwinden.
Die Vermeidung von Kontaminationen bewirkt somit zugleich die Vermeidung von Entwicklungsoptionen hin zu Strategien der Überwindung von Leiden und damit zur Erfahrung von Glück. Der Ansatz, das größte Glück der größten Zahl zu erreichen, verkehrt sich mit der aktiven Ausbremsung von Entwicklungs-Chancen somit in sein Gegenteil. Die Raumschiffhäfen sollten daher aus utilitaristischen Gründen geöffnet bleiben.
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- Rainer Raisch
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage herwiki:
Bis Juli 2020 haben 110 Staaten den Weltraumvertrag ratifiziert, darunter fast alle Staaten, die gegenwärtig Aktivitäten im Weltraum betreiben
Das Eine hat mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun.Dumm nur, dass dieser Ansatz so nicht aufgeht, denn gemäß des utilitaristischen Ansatzes wäre es ebenfalls geboten
Eben, und es ist sehr sinnvoll, unkalkulierbare Risiken zu minimieren.Abgesehen davon: Selbst wenn über Raumsonden andere Himmelskörper kontaminiert werden würden, wäre der sich daraus entwickelnde Verlauf der Evolution nicht kalkulierbar
Mir ist aktuell gar nichts von Raumschiffhäfen bekannt, wovon sprichst Du denn?soll es also geboten sein, Raumschiffhäfen zu schließen
Tatsächlich hat der Naturschutz gar nichts mit Utilitarismus zu tun, sondern in erster Linie mit Ethik und Verantwortung. Daher ist die Kontamination des Weltraums möglichst zu vermeiden. Natürlich ist dies insbesondere aus wissenschaftlicher Sicht geboten, wie soll man denn etwas erforschen, nachdem es durch Kontamination zerstört und verändert wurde.gemäß des utilitaristischen Ansatzes
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage herDas bezieht sich auf den Eingangspost, wo es gegen Ende im Abschnitt "Necessary Conclusion" heißt:Raumschiffhäfen
space ports must be locked down
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- Rainer Raisch
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage herDas hat du falsch verstanden.Das bezieht sich auf den Eingangspost, wo es gegen Ende im Abschnitt "Necessary Conclusion" heißt:Raumschiffhäfenspace ports must be locked down
Es geht um Weltraumhäfen auf der Erde, die unter Quarantäne gestellt werden müssten.
wiki:
A lockdown is a restriction policy for people, community or a country to stay where they are, usually due to specific risks that could possibly harm the people if they move and interact freely.
A lockdown ( /ˈlɒkˌdaʊn/ ⓘ ) is a restriction policy for people, community or a country to stay where they are, usually due to specific risks that could possibly harm the people if they move and interact freely.
Tatsächlich wird in dieser Hinsicht längst viel unternommen, nachdem längst kontaminierte Proben ausgewertet wurden.
www.fr.de/wissen/muessen-mit-der-interpr...funden-93435259.html
„Müssen mit der Interpretation sehr vorsichtig sein“ – Bakterien in Asteroiden-Probe gefunden
www.golem.de/news/ryugu-asteroidenproben...elt-2412-191403.html
Asteroidenproben wurden von irdischen Bakterien besiedeltTrotz Sicherheitsvorkehrungen konnte die Kontamination der Asteroidenproben nicht verhindert werden.
www.scinexx.de/news/kosmos/raetsel-der-apollo-proben-geloest/
Rätsel der Apollo-Proben gelöstForscher bestimmen Herkunft von organischem Material in Proben von Mondgestein
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage herTatsächlich ist Utilitarismus ein Konzept der Ethik und insistiert auf die Verantwortung für das größte Glück der größten Zahl.Tatsächlich hat der Naturschutz gar nichts mit Utilitarismus zu tun, sondern in erster Linie mit Ethik und Verantwortung.
Das lässt sich jedoch aus dem utilitaristischen Ansatz heraus nicht schlüssig begründen.Daher ist die Kontamination des Weltraums möglichst zu vermeiden.
Das wiederum ist dann aber kein moralischer Grund mehr, sondern ein Grund aus dem Eigeninteresse von Wissenschaftlern heraus, den ich zwar teile, aber der nun mal etwas ganz anderes ist als das, was hier als Begründung durch den Threadopener vorgebracht wurde.Natürlich ist dies insbesondere aus wissenschaftlicher Sicht geboten, wie soll man den etwas erforschen, nachdem es durch Kontamination zerstört und verändert wurde.
Sofern es denn ein unkalkulierbares Risiko hier überhaupt gibt, was die Verursachung von tierischem Leid auf anderen Himmelskörpern betrifft. Und selbst wenn langfristig tierisches Leid über Kontaminationen hervorgerufen worden sein könnte (was aus biologischen Gründen jedoch rein hypothetisch bleiben wird und nicht real werden kann) - inwiefern stellte dies ein Risiko dar?es ist sehr sinnvoll, unkalkulierbare Risiken zu minimieren.
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- Rainer Raisch
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage herNaturschutz umfasst nicht nur das Leben, sondern auch die unbelebte Natur, wie den Weltraum.Tatsächlich ist Utilitarismus ein Konzept der Ethik und insistiert auf die Verantwortung für das größte Glück der größten Zahl.Tatsächlich hat der Naturschutz gar nichts mit Utilitarismus zu tun, sondern in erster Linie mit Ethik und Verantwortung.
Letztlich ist es natürlich Egoismus, die Natur bewundern zu dürfen, wie sie unverfälscht ist. Die Wissenschaft ist quasi die Vervollkommnung dieses Wunsches.
Mir genügt der Naturschutzgedanke.was die Verursachung von tierischem Leid
Tatsächlich würde jede Kontamination gemäß der Evolution (falls Wachstum möglich ist) zu ungeahnten Veränderungen führen, was mich jetzt an Corona erinnert....
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage herQuelle: de.wikipedia.org/wiki/NaturschutzDer Begriff Naturschutz umfasst Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität (also der Artenvielfalt, Ökosystemvielfalt und genetischen Vielfalt). Er beinhaltet Maßnahmen des Artenschutzes sowie zum Management von Ökosystemen und zur Wiederherstellung gestörter ökologischer Zusammenhänge.
Da geht es dann doch nicht um egoistische Interessen ästhetischer Natur, sondern durchaus um egoistische Interessen existenzieller Natur - was dann wieder relevant für den utilitaristischen Ansatz in der Ethik ist: Das größte Glück der größten Zahl lässt sich nun mal nur erreichen, wenn man langfristig auf eine Erhaltung einer möglichst großen Biodiversität setzt, da uns anderenfalls "Gaia die Luft abdreht", wie es Rudolf Bahro mal formuliert hatte.
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage herDoch AUCH.Da geht es dann doch nicht um egoistische Interessen ästhetischer Natur,
wiki:
Die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur
Der unbelebte Teil wird zwar wohl eher dem Landschaftsschutz zugerechnet, in meinen Augen ist die Landschaft hingegen nur ein Teil der Natur...und nicht umgekehrt, wie man aus wiki herauslesen könnte, was aber letztlich auch ganz egal ist, wie man es nennt.
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her... was mich dann daran erinnert, dass hier die Wissenschaft mutmaßlich ein Teil des Problems gewesen ist, was die Unkalkulierbarkeit von Entwicklungsverläufen betrifft, aber das ist ein anderes Thema.was mich jetzt an Corona erinnert....
Was die Kontaminationen anderer Himmelskörper betrifft - verfügbare Nischen sind rar im Sonnensystem, und Bakterien mit mehr als 3 Milliarden Jahren Evolutionsgeschichte im Hintergrund sind derart auf die inzwischen erworbenen Anpassungsstrategien festgelegt, dass sich daraus in keinem Fall Tiere entwickeln würden, sondern stets immer wieder nur Bakterien, die sich sukzessive in neue Arten und Familien aufspalten werden, wenn sie lange genug überleben. Und die Kandidaten, die den Transport überdauern könnten, sind keine Risikokandidaten (Deinococcus radiodurans z.B.). Notfalls ließen sich rückkehrende Materialproben durch Erhitzen sterilisieren, um eine Re-Kontamination durch inzwischen evolvierte Bakterienstämme auszuschließen.
Viren hingegen sind wirtsspezifisch und können nur dann zum Spillover fähig werden, wenn es eine entsprechend reichhaltige Biodiversität gibt, die sich in Nischen intensiv genug vermengt, so dass Zwischenwirte gefunden werden können - nichts davon ist auf anderen Himmelskörpern vorhanden, so dass Viren hier gar kein Risikopotenzial entwickeln können, sollten sie jemals in Gestalt von Virionen die Erde verlassen.
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- Rainer Raisch
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 4 Tage herJa, das ist klar. Dinos werden wir nicht so schnell erwarten dürfensondern stets immer wieder nur Bakterien

Das stimmt so nicht, es gibt genügend Monde und erst Recht Asteroide.verfügbare Nischen sind rar im Sonnensystem
Wir sprechen allerdings eigentlich nur über besuchte Himmelskörper.
Der Weltraumschrott wäre wohl nur eine winzige Gefahr.
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Re: Ethics on Cosmic Scale, Outer Space Treaty, Planetary Protection, Forward Contamination
2 Wochen 4 Tage herDemgegenüber würde ich nicht auf menschliche Raumfahrt verzichten, nur weil dies gegebenenfalls irdendeine Form von außerirdischen Lebens gefährden könnte. Solange wir noch keine Form von außerirdischem Leben gefunden haben, stellt sich diese Frage ohnehin nicht.
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