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The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 6 Tage her - 2 Wochen 6 Tage her
#8374
The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

academic.oup.com/mnras/article/538/1/76/8019798?login=false

Autor

Lior Shamir |
Associate Professor

Ph.D. - 2006, Michigan Technological University
Computational Science & Engineering
M.Sc. - 2003, Open University
Computer Science
B.A. - 1998, Tel Aviv University
Computer Science

Monthly Notices of the Royal Astronomical Society
Volume 538, Issue 1, March 2025, Pages 76–91,
doi.org/10.1093/mnras/staf292
Published: 17 February 2025

Ein Paper, das ich nicht aus der Hand legen konnte, eines meiner favorisierten Interessengebiete: Die Rotationsrichtungs-Verteilung von Galaxien im Universum, und, ob es eine Anomalie gibt, und wenn, ob sie zufällig ist oder nicht und ob sie während der Evolution des Universums variiert, und ob damit andere Anomalien wie die grundsätzliche in der CMB erklärt werden könnten. Aber auch berufsbedingt: Chemiker und Pharmazeuten möchten wissen, ob es eine Korrelation der Chiralität speziell die des Lebens auf der Erde und, diesbezüglich, im Universum gibt.*
(Bitte die zahlreichen Grafiken und Tabellen zur eigenen Überprüfung des Artikels anschauen.)

*Chemische Evolution: Wie die Natur die Vorliebe für linkshändige Aminosäuren und rechtshändige Zucker entdeckte - Neue Erkenntnisse zur Lösung des Chiralitäts-Problems
Warnung: Spoiler!



Es handelt sich um eine umfangreiche mich begeisternde Arbeit, die mit DM, DE oder der Hubbletension und vielen anderen letzlich zusammenhängenden Themen und offenen Fragen der Astronomie und Kosmologie korrespondiert, nicht eingleisig fährt, sondern Pro und Contra von Hypothesen analysiert und historische Entwicklungen zu bestimmten Experimenten zum Beispiel beleuchtet, Dinge in Frage stellt und erläutert, weshalb manche Ergebnisse so sind und nicht anders und dies oft nicht verwunderlich ist wie dieses Beispiel zeigt:

Warnung: Spoiler!


SpArcFiRe- Ein Algorithmus

In Teil 2 und 3 stelle ich das Wichtigste des Papers ins Forum auf Deutsch. Wer möchte, schaue herein…
Mit lieben Grüßen, Mondlicht
Letzte Änderung: 2 Wochen 6 Tage her von Mondlicht2.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 6 Tage her - 2 Wochen 6 Tage her
#8375
2. Teil

Abstrakt

Warnung: Spoiler!


EINLEITUNG

Warnung: Spoiler!


Dieses war der zweiter "Streich" doch der dritte folgt zugleich...
Letzte Änderung: 2 Wochen 6 Tage her von Mondlicht2.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 6 Tage her - 2 Wochen 6 Tage her
#8376
3. Teil

SCHLUSSFOLGERUNG


Warnung: Spoiler!



Anomalie im LSS
(Large Scale Structures)
ULSS (Ultra Large Scale Structures)

Warnung: Spoiler!



Physik der Galaxienrotation

Warnung: Spoiler!


Ein angenehmes Wochenende, lieber Rainer -  und alle anderen User -  falls du dich - ihr euch -  bis hierher "durchgekämpft" hast - habt - , und dankeschön, dass ich mein großes Interesse an dieser Arbeit sharen konnte.

Mondlicht
Letzte Änderung: 2 Wochen 6 Tage her von Mondlicht2.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage her
#8401
und ob sie während der Evolution des Universums variiert
Wer wie die Studie wohl meint bzw schlussfolgert, dass sich die Rotationsrichtung von Galaxien im Laufe der Expansion verändern könnte, der ist grundsätzlich nicht ernst zu nehmen.

Dass die Galaxien in unterschiedlicher Entfernung unterschiedlich alt sind, besagt allein, dass die Verteilung der Rotationsrichtung regional unterschiedlich ist, und hat mit dem Alter (bzw Weltalter) absolut gar nichts zu tun.

Wenn die Rotationsrichtung in unterschiedlichen Entfernungen variiert, also in Sphären um uns herum, dann spricht dies für eine statistische Verteilung.

Übrigens habe ich gestern zufällig ein Video gesehen, in dem Gaia entdeckt hat, dass unsere Milchstraße die Sterne einer (bzw mehrerer) absorbierten Galaxie behinhaltet, die nun in entgegengesetzter Richtung der Milchstraße rotieren.

Übrigens spielt die Anzahl der beobachteten Galaxien keine besondere Rolle, sondern statistisch wäre allenfalls das Drehmoment, also nach Masse gewichtet, aussagekräftig. Und da wird es besonders interessant, wenn bzw dass selbst unsere Milchstraße keinesfalls einheitlich rotiert. Wer will denn bitte bei allen gemessenen Galaxien den Anteil der Sterne aussortieren, die entgegen der Galaxie rotieren?

Da die Rotationsrichtung immer dreidimensional ist, ist unsere beobachterabhängige Selektion einer Projektion rein zufällig, und es ist statistisch wohl immer zu erwarten, dass es irgend eine Richtung gibt, in der die Abweichung vom Erwartungswert besonders groß ist. Dazu kenne ich mich allerdigs zu wenig in der Satistik aus. Nach dem Gesetz der großen Zahl sollte natürlich jede Abweichung vom Erwartungswert sinken. Da stellt sich natürlich die Frage, was für L eine große Zahl wäre, denn die Anzahl der Galaxien ist dafür völlig irrelevant, sondern nur deren Massegewichtung.

@Mondlicht2
Nachdem Du Dich damit intensiv beschäftigst, kannst Du vlt meinen Argwohn beantworten, ich selbst interessiere mich für solche "abergläubischen" Fragestellungen nur sehr peripher, und habe daher bisher nichts davon gelesen.

...genauso wie die rechts- oder linksdrehenden Proteine etc chemisch grundsätzlich gleichwertig sind bzw die Vorzugsrichtung in der Biologie reiner Zufall ist. Es kann nur eine Vorzugsrichtung geben (selbstverstärkend) und es ist sinnfrei, darüber zu spekulieren, warum es nun in der Biologie so oder so  ist.
Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage her
#8435
Aus einem anderen Forum:
academic.oup.com/mnras/article/538/1/76/8019798
phys.org/news/2025-03-puzzling-jwst-galaxies-deep-universe.html
Von insgesamt 263 untersuchten Spiralgalaxien im JADES-Feld zeigen 158 einen Drehsinn im Uhrzeigersinn, gegenüber 105 mit einem Drehsinn entgegen dem Uhrzeigersinn. Wenn man von einer völlig zufälligen Verteilung des Drehsinns ausgeht, hätte die beobachtete Verteilung nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit von 0,0007 - der Messwert liegt dabei 3,4 sigma entfernt vom Erwartungswert. Dabei wächst die Asymmetrie sogar mit zunehmender Rotverschiebung.

Diese Anzahl von 263 Galaxien erfüllt nun nicht gerade das Gesetz der Großen Zahl ....
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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage her
#8442
Aus einem anderen Forum:
academic.oup.com/mnras/article/538/1/76/8019798
phys.org/news/2025-03-puzzling-jwst-galaxies-deep-universe.html
Von insgesamt 263 untersuchten Spiralgalaxien im JADES-Feld zeigen 158 einen Drehsinn im Uhrzeigersinn, gegenüber 105 mit einem Drehsinn entgegen dem Uhrzeigersinn. Wenn man von einer völlig zufälligen Verteilung des Drehsinns ausgeht, hätte die beobachtete Verteilung nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit von 0,0007 - der Messwert liegt dabei 3,4 sigma entfernt vom Erwartungswert. Dabei wächst die Asymmetrie sogar mit zunehmender Rotverschiebung.
Die Werte stimmen nicht ganz.
Die Wahrscheinlichkeit P, von n Galaxien mindestens a und höchstens b linksdrehende zu erwischen ist (Binomialverteilung)
 
P =  mit q = 1-p

Für maximal 105 linksdrehende kommt man mit n = 263, p = 0,5 auf P(0≤X≤105) = 0,00065

Erwartungswert μ = n⋅p = 131,5
Varianz σ² = n⋅p⋅q = 65,75
Standardweichung σ = 8,109

=> Die vorgefundene Verteilung liegt (μ - 105)/σ = 3,27 σ vom Erwartungswert entfernt, nicht 3,4 σ wie im zitierten Text.

Das ist zwar bemerkenswert, reicht aber nicht zum Ausschließen eines Zufalls.
Diese Anzahl von 263 Galaxien erfüllt nun nicht gerade das Gesetz der Großen Zahl ....
Stimmt natürlich, obwohl... für eine einmalige Stichprobe bei einer Grundw'keit von 0,5 pro Galaxie ist 263 schon eine relativ große Zahl. Würde man versch. Grundmengen von jeweils 263 Galaxien untersuchen, dann wären 105 oder weniger mit gleichem Drehsinn schon etwas außergewöhnlich für eine 50:50 Chance pro Galaxie. 3 Sigma entspricht beim Münzwurf einer Folge von 10 gleichen Ergebnissen, also 10 mal Kopf oder 10 mal Zahl in Folge, was ja nicht wirklich oft vorkommt. Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass gerade die nächsten 10 Würfe so ausfallen.
 
Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von Steinzeit-Astronom.
Danke von: Rainer Raisch

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 5 Tage her - 2 Wochen 5 Tage her
#8451
Für maximal 105 linksdrehende kommt man mit n = 263, p = 0,5 auf P(0≤X≤105) = 0,00065
was hab ich denn hier falsch (P = 0.0002319)
www.wolframalpha.com/input?i=factorial%2...rial%28263-105%29%29
Letzte Änderung: 2 Wochen 5 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8455
Für maximal 105 linksdrehende kommt man mit n = 263, p = 0,5 auf P(0≤X≤105) = 0,00065
was hab ich denn hier falsch (P = 0.0002319)
www.wolframalpha.com/input?i=factorial%2...rial%28263-105%29%29
Dein pn im Zähler ergibt keinen Sinn.

Mit 263! / (105! (263-105)!) hast du den Binomialkoeffizienten "n über k" für n=263, k=105.
Das ergibt die W'Keit für genau 105 von 263 – nach Multiplikation mit pk * q(n-k):
P(k) = (n über k) * pk * q(n-k)

Du brauchst die Summe all dieser Werte für k = 0...105.
Das ergibt dann die W'keit P(0 ≤ k ≤ 105) für höchstens k=105 gleich drehende von n=263 (es dürfen auch weniger als 105 sein oder gar keine).

WA sollte eigentlich die Funktion "n über k" bereitstellen, ohne dass man die Formel mit den Fakultäten ausführlich notieren muss.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Steinzeit-Astronom.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8457
Dein pn im Zähler ergibt keinen Sinn.

P(k) = (n über k) * pk * q(n-k)
pk * q(n-k) = pn
da p = q = 0,5
Du brauchst die Summe all dieser Werte für k = 0...105.
ok, darüber hatte ich schon nachgedacht. In der Originalaussage steht aber das "maximal" nicht drin.

Worauf es aber tatsächlich ankommt, wäre die Aussage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Stichprobe mit 50% korreliert.
Das entspricht wohl Deiner Aussage "3,27 σ vom Erwartungswert entfernt"
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8458
Mondlicht2 schrieb: und ob sie während der Evolution des Universums variiert
Rainer schrieb:
Wer wie die Studie wohl meint bzw schlussfolgert, dass sich die Rotationsrichtung von Galaxien im Laufe der Expansion verändern könnte, der ist grundsätzlich nicht ernst zu nehmen.

Dass die Galaxien in unterschiedlicher Entfernung unterschiedlich alt sind, besagt allein, dass die Verteilung der Rotationsrichtung regional unterschiedlich ist, und hat mit dem Alter (bzw Weltalter) absolut gar nichts zu tun.
Nun, dann ist nicht der Autor nicht ernstzunehmen, sondern ich und das ist ja nichts Neues. Zu meiner Ehrenrettung, ich las den Text einmal und gab ihn vielleicht nicht lupenrein verständlich wieder, wofür ich mich entschuldige, oder, da du, Rainer, den Text nicht gelesen hast wie du schriebst, könntest ihn hast du ihn doch gelesen ebenso gut falsch verstanden haben, was umso leichter passieren kann, wenn man ein Thema nicht mag. Das Paper aber insgesamt von vornherein als abergläubisch abzutun ist meiner Meinung nach falsch.

Es ist wohl klar - dass keine Galaxie spontan ihre Richtung ändert und dass das weder der Autor noch ich meinte.

Vielleicht ist das nach einem Merging möglich, da müsste ich mich zunächst erkündigen, bevor die nächsten Vorwürfe auf mich nieder hageln.

Es wurden über Jahrzehnte mit verschiedenen Tools in verschiedenen Richtungen des Universums, nahe der Pole und weit davon entfernt, unterschiedlich große Datensätze ermittelt (Anzahl der links und rechtsdrehenden hauptsächlich Balkenspiralgalaxien im Vergleich zur Milchstrasse) und mit verschiedenen Algorithmen ausgewertet, die zu nicht identischen Ergebnissen führten, zwei, wobei davon ausgegangen wird, das, könnte man ALLE Galaxienrichtungen ALLER Galaxien zweifelsfrei ermitteln, sich lokale Asymmetrien INSGESAMT ausgleichen könnten oder eben nicht - Punkt 1 - und Punkt 2, ob sich die Theorie erhärtet, dass die Anzahl von links und rechtsdrehenden Galaxien an den Polen im früheren Universums homogener war als heute - WEIL ES EBEN STICHWORT KOSMISCHE KATASTROPHEN GEGEBEN HAT - und, ich glaube, darüber hinaus,  dass die Hemisphären nicht absolut identisch sind sondern leicht verschiedenen, ich sag mal "chiral", Rainer, in Anführungsstrichen, okay... eine Anamolie, die sich auch in der CMB zeigt, in der Temperatur, aber vielleicht gibt es Korrelationen - die im Vergleich zur Milchstrasse linksdrehenden sind für unsere Augen "heller", hoffentlich waren es nicht doch die rechten, haha ... und wer kühn denkt, die Ursache der Chiralität wie viele Nature Arbeiten zeigen in der Quantenwelt vermuten und davon ausgehend mit der Makrowelt korreliert nicht völlig ausschließen oder für Aberglauben halten - und darüber hinaus, darüber nachdenken, weshalb das Leben auf der Erde nur Homochiral ist: Zucker rechtshändig und Aminosäuren linkschiral und ob wir jemals "Leben" im Universum finden (und als solches erkennen könnten) das auf einer anderen Homochiralitätskonfiguration aufbaut...

Ich lese die Arbeit vielleicht noch mal bei Gelegenheit, einstweilen Danke für euer Interesse.
Schönes Wochenende,
Mondlicht
Near-complete chiral selection in rotational quantum states   www.nature.com/articles/s41467-024-51360-3#Fig1  
 
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Mondlicht2.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8459
Dein pn im Zähler ergibt keinen Sinn.

P(k) = (n über k) * pk * q(n-k)
pk * q(n-k) = pn
da p = q = 0,5
Achso ja, Spezialfall. Na dann will ich das mal durchgehen lassen. 
Du brauchst die Summe all dieser Werte für k = 0...105.
ok, darüber hatte ich schon nachgedacht. In der Originalaussage steht aber das "maximal" nicht drin.
Das steht da zwar nicht, aber natürlich muss man so rechnen, wenn man die W'keit angeben will so ein Ungleichgewicht vorzufinden. Irgend ein k muss man ja vorfinden, und die W'keit für zufällig genau dieses k sagt nichts aus. Es hätte ebenso gut ein anderes sein können in der einmaligen Stichprobe.
Worauf es aber tatsächlich ankommt, wäre die Aussage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Stichprobe mit 50% korreliert.
Das entspricht wohl Deiner Aussage "3,27 σ vom Erwartungswert entfernt"
Ja. Bei rein zufälliger Verteilung liegen die meisten Werte innerhalb einer Standardabweichung rechts und links vom Erwartungswert in der Mitte der Glockenkurve, bei 0 Standardabweichung auf der x-Achse. Das ist etwa die Hälfte aller Fälle, wenn ich mich recht erinnere, also die halbe Fläche unter der Glockenkurve. Die ganze Fläche unter der Kurve bis zur x-Achse ergibt die Gesamtw'keit 1 (dafür, dass man irgend ein k feststellt). Eine Standardabweichung links und rechts vom Erwartungswert (auf der x-Achse) hat die Steigung ein Extremum, wird ab da nach außen flacher und geht dann asymptotisch gegen Null.

Jenseits von 3 Sigma auf der x-Achse (links und rechts außen) ist nur noch wenig Fläche unter der Kurve, mit entsprechend geringer W'keit dort noch zufällig Werte zu finden. Die festgestellten 105 von 263  bei Einzelw'keit p= 0,5 liegen dort draußen, was schon einen rel. großen Zufall bedeutet. Nicht unmöglich, aber wie gesagt, mehr mittig wäre viel wahrscheinlicher.


Glücksspieler fangen ab 3 Sigma langsam an dagegen zu setzen, also darauf, dass die Abweichung nicht noch wesentlich größer wird. Das bringt der Zufall zwar zustande, aber eher selten, wäre dann halt Pech für den Spieler und er verlässt ggf. den Spielsaal mit Verlust. Kein Problem, wenn er nicht dumm genug ist das Glück erzwingen zu wollen und Haus und Hof zu riskieren... soll ja schon vorgekommen sein.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Steinzeit-Astronom.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her
#8460
Nun, dann ist nicht der Autor nicht ernstzunehmen, sondern ich
Das tut mir Leid, das wollte ich nicht sagen.
Das Paper aber insgesamt von vornherein als abergläubisch abzutun
Das Thema an sich halte ich für abergläubisch, aber das soll nicht einer wissenschaftlichen Untersuchung entgegenstehen, es bremst nur mein Interesse.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8461
Ja. Bei rein zufälliger Verteilung liegen die meisten Werte innerhalb einer Standardabweichung rechts und links vom Erwartungswert,
Ja, das ist mir schon klar, und so verstehe ich das auch mit den 3,4 σ.

Worauf ICH hinaus wollte, ist das Konfidenzintervall für ein Konfidenznivau. Eigentlich möchte ich zwar eher das Konfidenzniveau für das Konfidenzintervall der gegebenen Abweichung der Stichprobe wissen. Mal sehen, ob ich das gleich berechnen kann.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her
#8462
Okay, Rainer, gern würde ich das verstehen wollen.
 
Rainer Raisch schrieb: Worauf es aber tatsächlich ankommt, wäre die Aussage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Stichprobe mit 50% korreliert.
Das entspricht wohl Deiner Aussage "3,27 σ vom Erwartungswert entfernt"
Das steht in der Arbeit. Vielleicht wäre es eine Idee, die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zu markieren. Wie gesagt, was ich las - wie ich es verstand - war kein Hokus Pokus - und wenn doch, verzeihe ich es mir, dies nicht gleich erkannt zu haben - und hoffe für den Fall auf eine Erläuterung von dir, lieber Rainer  - ich lese aber auch noch mal das Paper - bis vielleicht nächste Woche - schönes WE, Steinzeit Astronom und dir! Mondlicht
Danke von: Rainer Raisch

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8463
Mal sehen, ob ich das gleich berechnen kann.
Soweit ich das gerade verstanden habe, liegt das Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%~2 σ zwischen 40% und 60%.
Genau diese Prozentzahlen haben wir aber bei den Galaxien, 105/263 = 40% drehen in die eine Richtung und 158/263 = 60% in die andere.

EDIT: Damit stimmt die Aussage zu 95%, dass die Drehrichtungen gleichverteilt sind. ??
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her
#8464

Worauf ICH hinaus wollte, ist das Konfidenzintervall für ein Konfidenznivau. Eigentlich möchte ich zwar eher das Konfidenzniveau für das Konfidenzintervall der gegebenen Abweichung der Stichprobe wissen. Mal sehen, ob ich das gleich berechnen kann.
Diese Begriffe sagen mir nichts^^.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8465
Diese Begriffe sagen mir nichts^^.
Schade, die Statistik selber bringt uns leider nicht weiter, sondern nur das Konfidenzintervall, also die Wahrscheinlichkeit der Wahrscheinlichkeit bzw der Streuung.

Ist der Hypothesentest nicht dasselbe?
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Rainer Raisch.

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8466
Beim zweiten Lesen, lieber Rainer, fällt mir auf, dass Shamir häufig seine Arbeit mit anderen eigenen Artikeln untermauert. Allerdings gibt es der Referenzen viele.

Unabhängig davon, ist die absolut exakte Ermittlung der Drehrichtungen aller Galaxien und damit das Feststellen, ob symmetrisch oder nicht, nicht möglich.

Er beschreibt auch weshalb dies oder jenes dem menschlichen Auge nur so scheinen kann als ob.

Ich finde auch nicht die Passagen, die ich euch heraussuchen wollte.

Ich gehe davon aus, dass das Universum spiegelbildlich wie unsere Hände angeordnet ist und die Drehrichtung der Galaxien (wahrscheinlich) zufällig festgelegt wurde, analog wie in der Quantenwelt üblich und aus der sie hervorgingen, entschied darüber die Messung.

Es gibt eine winzig-kleine Anomalie in der CMB, cold/hot spots. Ich glaube, dass eine winzige Anomalie unsere Existenz überhaupt möglich machte. Im Mikrobereich. Quantenwelt. (Darum brenne ich auch wahrscheinlich nicht nur berufsbedingt für diesbezügliche Nature Arbeiten, die über Symmetriebrechungen und Phasenübergänge forschen wie die eine vorgestellte Arbeit).
Die in der Makrowelt größer werden, die Anomalien (und nicht kleiner). Das ab einem angenommenen Abstand zum Universum durch Simulationen denn wir sind ja nicht „Gott“ alles „gleich netzartig“ aussieht steht im Widerspruch der Größenangaben von Voids zum Beispiel und es verwundert mich nicht, weil Menschen sehen wie sie eben sehen: Wenn du etwas in 3D anschaust und dich vom Objekt entfernst oder heranzoomst, ändert sich die Anzahl der Dimensionen. Aber lassen wir das cosmic web ausreichend gleich aussehen, es wird während seiner Evolution kleine oder größere Asymmetrien aufweisen und aufgewiesen haben, davon bin ich überzeugt, vielleicht, weil ich sie auch in der Mikrowelt finde.

Das Shamir durchaus nicht nur auf einer (seiner) Präferenz herumreitet sehe ich daran, dass er z.B. die DESI Ergebnisse nicht unterschlägt und fair auswertet, so scheint mir zumindest.
Mondlicht

Der Artikel läßt sich oft nicht komplett kopieren. Ich müsste Fotos erstellen > in PDF >dann in URL...usw.
 
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Mondlicht2.
Danke von: Rainer Raisch

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8482
Heute habe ich etwas mehr Zeit (Muße) und lese mal den Artikel.

Die Aufteilung der Gaxien gemäß Tabelle 4 nach gleichen z-Intervallen von Δz=0,5 ist relativ willkürlich. Die jeweilige (comoving) Entfernung (in Einheiten von rH) entspricht dabei:
z=0,5 → 0,4387
z=1 → 0,7646
z=1,5 → 1,0076
z=2 → 1,194

Die Dicke der Sphären ist also respektive
0-0,5 → 0,44
0,5-1 → 0,33
1-1,5 → 0,24
1,5-2 → 0,19

Das Volumen der jeweiligen Sphären beträgt dabei
0,0844 / 0,19 / 0,247 / 0,265

Nun gut, die Beurteilung der Rotationsrichtung gemäß der Armstruktur lasse ich mal gelten.

Die Größe des Himmelsausschnitts beträgt (Angaben aus einem anderen Forum) insgesamt eine Fläche von
S = 0,0167 sqd = 0.000005 sr

Der Öffnungswinkel des Schallhorizontes (CMB) beträgt vergleichsweise
θ² = 0.000108 sr

Es wäre also überhaupt kein Wunder, wenn ein derart kleiner Detailausschnitt eine einheitliche gemeinsame Orientierung in irgend einer (oder auch vielfältiger) Art besitzt.
S/θ² = 0.047

EDIT: Korrektur siehe #8486

DESHALB halte ich derarige Untersuchungen ohne JEDE Aussagekraft weiterhin für UNWISSENSCHAFTLICH und ABERGLÄUBISCH.
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Rainer Raisch.
Danke von: Mondlicht2

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Re: The distribution of galaxy rotation in JWST Advanced Deep Extragalactic Survey

2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her
#8483
Ich weiß es auch sehr zu schätzen, Beispiel Lopez, wenn du mit den Augen zu rollen beginnst...
JETZT kann ich nachvollziehen und stimme dir zu.

Nun werd' nicht rot, du bist wirklich ein Geschenk für das Forum.
Lobhudelei Ende.

🖖
Letzte Änderung: 2 Wochen 4 Tage her von Mondlicht2.
Danke von: Rainer Raisch

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