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Corona und das Klima 14 Mär 2020 14:35 #64013

Kurzfristig wird Corona drei Auswirkungen auf die Klima-Krise haben:

- Durch globale Produktionsausfälle und wegen weniger Flüge und Fahrten wird während der Krise weniger CO2 ausgestoßen.
- Wegen der Corona-Krise wird die Klima-Krise in nächster Zeit zunehmend in den Hintergrund treten.
- Die durch Corona ausgelöste Wirtschaftskrise, insbesondere ein zu erwartender deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit, wird auch nach einem Corona-Abklingen die öffentliche Diskussion gegenüber der Klima-Krise dominieren.

Wie es danach weitergeht, ist wohl derzeit komplett unvorhersehbar.

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Corona und das Klima 14 Mär 2020 20:34 #64017

PeterW,

Zustimmung! Der Coronaausbruch ist, so hart das klingt, der mächtigste Klimaschützer, den man sich so bis vor Kurzem nicht hätte vorstellen können.

Aber nicht nur das, sondern auch ein mächtiger Umweltschützer, denn weniger Aktivität bedeutet ja auch weniger Energie- und Ressourcenverbrauch und damit weniger Abfall und Umweltbelastung.

Keine Staatengemeinschaft der Welt hätte das zustande gebracht.

Die ökonomischen Auswirkungen und die Einschränkungen unserer Freiheit und wahrscheinlich auch unseres Wohlstands sind jetzt schon deutlich spürbar.

Insofern zeigt diese Krise sehr deutlich, in welchem Widerspruch eigentlich Ökonomie und Ökologie seit langem stehen.

Und sie zeigt auch, wer am Ende am längeren Hebel sitzt.

Ob Asteroideneinschlag, Coronaeinschlag oder Klimaeinschlag, sie alle sind von gleicher Qualität.

Nur in der Tragweite unterscheiden sie sich wahrscheinlich etwas.

Das eine kann unter Umständen etwas eher bewältigt werden als das andere.
Das hängt entscheidend von den Strukturen ab, die Antworten auf die Herausforderungen geben können.

Ein Asteroiden Einschlag kann nach einigen Jahren bewältigt sein, das Corona vielleicht auch, aber der Klimawandel wird uns wahrscheinlich noch Jahrhunderte beschäftigen.

Ich weiß, meine Antwort hat sehr spekulativen Charakter.

Thomas

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Corona und das Klima 20 Mär 2020 22:56 #64041

Je drastischer die Maßnahmen gegen das Virus werden, umso niedriger die Emissionen.
Heute gab es weitere Einschränkungen und das wird nicht das Ende sein.

Denn die Infektionsrate wird in den nächsten Tagen und Wochen weiter exponentiell zunehmen.

Betrachtet man die Sterblichkeit nach dem Alter der Betroffenen, stellt man fest, dass weit über 90% der Gestorbenen älter als 70 Jahre waren, jedenfalls nach den Zahlen, die aus China vorliegen.

Die Todesfälle, die jüngere getroffen haben, waren mit Vorerkrankungen belastet.

Dieser Vorgang einer Pandemie ist ein typischer Verlauf für das Auftreten eines biologischen Angreifers.
Soweit ich Kenntnis habe von solchen Vorgängen, werden die Spezies darauf reagieren und Immunantworten finden.

Das dauert zwar, aber es wird Antworten geben.

Es erscheint so, als ob dieser biologisch verursachte Kratzer einen weltweiten gigantischen ökonomischen Gau verursachen wird.

Das bremst den Klimawandel!

Aber nur vorübergehend!

Dieses Virusereignis kann als anschauliches Beispiel dienen, was uns bevorsteht, wenn die Temperaturen weiter ansteigen.

Insofern ist der Klimawandel bei weitem die dramatischere Bedrohung!

Und ich sehe niemand, der diese Zusammenhänge mal in einen Kontext stellt.

Thomas

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Corona und das Klima 21 Mär 2020 10:19 #64042

Für mich ist die Coronakrise kurzfristig (d.h. bezogen auf die nächsten Monate / wenige Jahre) eindeutig das größere Problem für die Menschheit als die Klimakrise. Daher bleibt uns im Moment nichts anderes übrig, als zu versuchen, die Coronakrise halbwegs zu beherrschen (Impfstoffe und Therapiemöglichkeiten suchen, Neuinfektionen begrenzen, Therapieplätze schaffen und Schutzausrüstung herstellen) und alle möglichen Ressourcen. Sobald man einen Impfstoff oder eine Therapiemöglichkeit hat und die gegenwärtigen Beschränkungen aufheben kann, dann wird man erstmal alle Ressourcen darauf verwenden müssen, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und die bis dahin auftretende Massenarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

So blöd das ist, aber echte Maßnahmen gegen den Klimawandel werden derzeit wohl weitgehend warten müssen.

Im Gegenteil, es ist zur Zeit beispielsweise besser, notwendige Wege mit dem Auto zu fahren und nicht mit dem ÖPNV. Gäbe es nicht so viele Autos und müssten die Menschen alle mit dem ÖPNV einkaufen, gäbe es deutlich mehr Neuinfektionen.

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Corona und das Klima 21 Mär 2020 21:43 #64045

Ja, kurzfristig ist das alles richtig.
Man muss reagieren , sowohl medizinisch, in der Forschung und in der Ökonomie.

Aber mittelfristig und langfristig wird uns die Temperaturerhöhung der Atmosphäre mehr beeinträchtigen als eine Pandemie.

Deshalb könnte man diese drastischen Maßnahmen, die man heute gegen das Virus ergreifen muss, durchaus als Beispiel interpretieren, wie man reagieren wird, wenn uns die Klimaveränderungen den Existenzboden physikalisch entziehen.

Die Dramatik im Klimageschehen wird nur deshalb unterschätzt, weil es im Vergleich zu einer Pandemie etwas länger dauert.

Die Coronapandemie schwappt wie eine Welle über die Erde.
Die Klimaveränderungen ähneln da eher einem Tsunami.

Wahrscheinlich ist der Vergleich eher noch schwach.

Wenn die Viruswelle durch ist, gäbe es vielleicht ein Zeitfenster, in dem man diesen Zusammenhang unbedingt thematisieren sollte.

Thomas

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Corona und das Klima 22 Mär 2020 09:39 #64047

Thomas schrieb: Und ich sehe niemand, der diese Zusammenhänge mal in einen Kontext stellt.

Thomas


Folgende Benutzer bedankten sich: Thomas

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Corona und das Klima 22 Mär 2020 21:11 #64049

Hallo Heinzendres,

wirklich gut dieser Beitrag des Professors.

Die Parallelen der beiden Bedrohungen sind so augenfällig, aber trotzdem sieht man das offensichtlich nicht.

Man kann nur hoffen, dass nach der Dominanz der Pandemie eine Diskussion losbricht über Maßnahmen zur Daseinsvorsorge.

Und dass man erkennt, dass das Virus nur eine relativ kurze Störung sein wird, während die Temperaturerhöhung unserer Atmosphäre eine ganz andere Dimension darstellt.

Jedenfalls danke für diesen Videolink.

Thomas
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Corona und das Klima 04 Apr 2020 09:19 #64118

Die aktuelle Diskussion hat sich sehr stark von Umwelt und Klima Themen wegbewegt. Greta Thunberg, Friday for Future und Klimaschutz kommen in den Medien nirgends mehr vor. In allen Umfragen verlieren die Parteien, die sich mehr Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben haben, deutlich zugunsten der Parteien, denen mehr Corona und Wirtschaftskompetenz zugetraut wird.

Ich würde davon ausgehen, dass dieser Trend auch nach einem Ende der Corona Krise durch das Finden eines Impfstoffes anhält (wann immer das sein wird). Dann werden Fragen wie Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Wiederaufbau Klimafragen weiterhin dominieren - und dies nicht nur bei uns in Deutschland sondern in der ganzen westlichen Welt.

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Corona und das Klima 04 Apr 2020 13:46 #64121

Jetzt, wo angesichts der unmittelbaren Bedrohung für Leib und Leben von großen Teilen der Bevölkerung dieses Planeten weltweit Produktion und Verbrauch stark heruntergefahren wurden, gäbe es die Chance für einen "Reset", einen grundsätzlichen Neuanfang nach der Krise.

Dieser Neuanfang könnte damit beginnen, zunächst einmal quer durch alle Völker anzuerkennen, dass jedem Menschen auf diesem Globus die gleichen Menschen- und Daseinsrechte zustehen wie allen anderen auch, dass man sich gegenseitig respektiert.

Dann könnte man sich darauf verständigen, ernsthaft und konsequent nachhaltig zu wirtschaften, mit den endlichen Ressourcen dieses Planeten klug umzugehen.

Aber ich habe Zweifel, ob das gelingen könnte. Wir beobachten, dass China seine Maschinen bereits wieder anwirft. Dazu wurden die Corona-Zahlen von der Regierung eingefroren. Also wird "business as usual" früher oder später wieder einkehren, überall, und zwar asap.

Ein Text von John Lennon begleitet mich schon mein ganzes Leben lang:

"Imagine all the people
Sharing all the world...
You may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will live as one"

Aber um dies wahr werden zu lassen, müsste eine künftige Katastrophe wohl sehr viel mehr Kraft entfalten und Einsicht bewirken als es dieses Virus vermag.

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Letzte Änderung: von gaston.

Corona und das Klima 04 Apr 2020 21:16 #64123

Gaston,

dieses Virus hat den Charakter eines Asteroideneinschlags!
Wenn man allein die Zeitskala betrachtet, in der es den ganzen Globus infiziert hat, dann wären die Folgen eines Asteroiden kaum schneller.

Also von der Zeitskala her durchaus vergleichbar!

Man sieht, wie katastrophal ein solches Naturereignis sich auswirken kann.
Ich erspare mir jegliche weitere Ausführungen, da die Medien voll sind von Ereignissen, Statistiken und Prognosen.

Nur ein Hinweis, der zum Thema passt: der Klimawandel ist von gleicher Natur. Er unterscheidet sich nur in der Zeitskala!

Thomas

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Corona und das Klima 05 Apr 2020 15:12 #64127

Thomas schrieb: der Klimawandel ist von gleicher Natur. Er unterscheidet sich nur in der Zeitskala!


Es gibt viele Parallelen, aber auch neben der Zeitskala ein paar Unterschiede.

Corona tötet direkt, der Klimawandel "nur" indirekt (was ihn aber nicht besser macht).

Corona Tote lassen sich eindeutig zuordnen, entweder man hat das Virus und stirbt daran oder nicht.

Klimawandel Tote lassen sich dagegen nur statistisch zuordnen. Ein wenig Klimawandel ist soger notwendig, damit wir nicht wieder in eine Eiszeit zurückfallen. Nur zu viel und zu schnell ist gefährlich und für viele tödlich.

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Corona und das Klima 05 Apr 2020 20:50 #64129

PeterW,

der Klimawandel tötet nur indirekt, also statistisch?

Die auf den Klimawandel zurückzuführenden Naturkatastrophen allein des letzten Jahres kosteten 1000ende Menschenleben.

Direkter geht es nicht.

Die John Hopkins Universität sollte mal dazu eine Statistik erstellen.
Die Zahl der Toten in Abhängigkeit von der Temperaturerhöhung.

Thomas

PS: eine Statistik muss immer interpretiert werden, sonst ist sie nichts wert.

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Letzte Änderung: von Thomas.

Corona und das Klima 05 Apr 2020 21:30 #64130

Thomas schrieb: Die John Hopkins Universität sollte mal dazu eine Statistik erstellen. Die Zahl der Toten in Abhängigkeit von der Temperaturerhöhung.

Bezüglich der Expertise der Johns Hopkins University in Baltimore in Sachen Klimaforschung liegen mir keine Informationen vor. Ob sie in diesem Themenfeld engagiert ist und genau deshalb für eine solche, von Thomas vorgeschlagene Untersuchung prädestiniert wäre, das entzieht sich meiner Kenntnis. Thomas weiß hierzu möglicherweise mehr.

Die Corona-Zahlen für Deutschland jedenfalls bezieht Johns Hopkins von drei deutschen Medien, eine davon ist die Berliner Morgenpost. Wer dort nachschaut, braucht nicht auf die Veröffentlichung der Zahlen durch JHU zu warten.

Eine zweifelsfrei nachweisbare Korrelation der Anzahl verstorbener Menschen und einer Temperaturerhöhung herzustellen stelle ich mir recht schwierig vor. Das müsste ja in etwa bis in das Jahr 1850 als Beginn der Industrialisierung zurückreichen. Aber vielleicht kann auch dazu Thomas eine wissenschaftlich tragfähige Methodik beschreiben.

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Corona und das Klima 06 Apr 2020 05:30 #64132

Thomas schrieb: PeterW,

der Klimawandel tötet nur indirekt, also statistisch?

Die auf den Klimawandel zurückzuführenden Naturkatastrophen allein des letzten Jahres kosteten 1000ende Menschenleben.

Direkter geht es nicht.



Wir wissen, dass sich aufgrund des Klimawandels bestimmte Naturkatastrophen häufen und dies je mehr desto wärmer.

Da es aber immer schon Naturkatastrophen gab, kann man nicht sagen, welche Naturkatastrophe genau durch den Klimawandel ausgelöst wurde.

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Corona und das Klima 07 Apr 2020 22:06 #64140

Es ist unglaublich, dass ein Virus ein solches Klimaschutzprogramm lostreten kann.

Die Flieger bleiben am Boden, die Autobahnen sind leer, die Innenstädte sind verwaist.

Die Nahrungsmittelversorgung scheint langsam das absolut Notwendige zu werden. Alles andere tritt in den Hintergrund.

Szenen einer Naturkatastrophe?

Ja, eine Operation am offenen Herz!

Die Klimaveränderungen werden das gleiche Szenario liefern, nur zeitlich etwas verlangsamt.

Man muss sich in Erinnerung rufen, dass unsere Kinder letztes Jahr eine Bewegung ins Leben gerufen haben, die zum Ziel hatte, die Erde bewohnbar zu halten.
Schon vergessen?
Eine Atemschutzmaske mag gegen das Virus einen gewissen Schutz bieten, ob für sich selber oder für andere sei dahingestellt.
Gegen eine Temperaturerhöhung wird sie sicher nicht helfen!

Die Temperatur ist eine physikalische Größe und physikalische Größen sind so gut wie gar nicht zu bekämpfen!

Thomas

PS: es verbleibt nur die Möglichkeit, die Treibhausgase aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen.
Stichwort CO2 - Capturing und zwar genauso drastisch und konsequent wie Ausgangssperren, um ein Virus zu bekämpfen.

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Letzte Änderung: von Thomas.

Corona und das Klima 08 Apr 2020 12:29 #64142

Mit Sicherheit werden die mit Klimaforschung befassten Wissenschaftler das aktuelle Geschehen im Wasser, zu Lande und in der Luft sehr genau verfolgen und dokumentieren. Solche dramatischen Veränderungen, wie wir sie gerade durchleben, sind geradezu ein "Glücksfall" (bitte nicht falsch verstehen !) für die Forschung. Statt auf Modelle zu bauen, können Wissenschaftler jetzt durch Messungen reale Gegebenheiten erfassen. Ob das Zeitfenster ausreicht, um valide Schlüsse zu ziehen, muss man abwarten. Auf die Ergebnisse darf man jedenfalls gespannt sein.

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Corona und das Klima 08 Apr 2020 20:14 #64146

Gaston,

die Temperaturentwicklung weltweit zeigt sich völlig unbeeindruckt von der derzeitigen ökonomischen Delle.
Ist auch kein Wunder, da die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht abnimmt, sondern lediglich weniger Nachschub bekommt.
Bin auch gespannt, ob die Klimatologen überhaupt diese wahrscheinlich kurze Emissionsdelle sehen werden.
Und wenn sie sie sehen, mit welcher Verzögerung und mit welcher Amplitude.

Thomas

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Corona und das Klima 21 Apr 2020 19:54 #64253

Jetzt muss ich mir selber antworten, hihi.

Heute kam die Nachricht, dass die Ölpreise negativ geworden sind. Also wenn diese Öltermingeschäftsspekulanten ihre Verträge loswerden wollten, dann mussten sie dafür zahlen.

Sowas gabs noch nie!

Die logische Folgerung wäre doch, dass man die Ölförderung sofort stoppt, da ja die Lager auch schon alle voll sind.
Wird man wahrscheinlich machen müssen, da man ja das Öl nicht einfach ins Meer ablaufen lassen kann, nur um die Förderung betreiben zu können.

Die Atmosphäre ist so klar, wie seit meinen Kindheitstagen nicht .

Andererseits kam heute auch die Nachricht, dass die Artktis wahrscheinlich bis 2050 in den Sommermonaten gänzlich eisfrei sein wird. Am Nordpol also gar kein Eis mehr!

Wenn wir das Öl weiterhin im Boden lassen, dann ist der Nordpol vielleicht erst in 100 Jahren eisfrei.

Mal schauen, ob die Pandemie eine Eis - Polkappen - verlängernde Wirkung haben wird.

Man sollte in unseren Zeiten die Erscheinung einer Pandemie und die Veränderungen unseres Klimas zusammen als wesensverwandt betrachten und unsere Gesellschafts - und Wirtschaftssysteme auf unbedingte nachhaltige Sicherung unserer Lebensgrundlagen ausrichten.

Dieser Zusammenhang kommt in den Medien viel zu wenig vor!

Warum? Ich vermute, weil man in den Medien der Meinung ist, dass man dem dummen Stimmvolk einen solchen Abstraktionsgrad nicht zumuten kann.

Und das ist falsch!!!

Thomas

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Corona und das Klima 23 Apr 2020 20:39 #64256

Die momentan anhaltende Trockenheit bedroht unsere Wälder und die Landwirtschaft.
Der April war so regenarm, wie selten davor.
Wenn es auch im Mai nicht besonders viel regnet, dann bekommen wir heuer große Probleme in weiten Teilen unseres Landes.

Das ganze riecht förmlich nach Folgen des Klimawandels, denn die Modellrechnungen sagen solche Situationen vorher.

Lokale Starkwetterereignisse zum einen und Dürreperioden zum anderen.

Jetzt haben wir ein räumlich dichtes Gaspipelinenetz, um uns Bundesbürger mit Erdgas zu versorgen.

Was wir aber nicht haben, ist ein dichtes Wasserpipelinenetz.

Nehmen wir an, die Wasserversorgung wird in den kommenden Jahren immer problematischer, sowohl aus den Alpen, durch weniger Schneeschmelze als auch durch das durchschnittliche Wettergeschehen, dann wäre es doch sinnvoll, statt Stromtrassen durchs Land zu legen, mit Wasserleitungen anzufangen, die von der Nord- und Ostsee ins Land verlegt werden.

Große Meerwasserentsalzungsanlagen vorausgesetzt! Und Wasserspeicher übers Land verteilt.

Die Klimakatastrophe verlangt doch jetzt schon vorausschauendes Handeln in punkto Wasserversorgung.
Und Wasser ist für das Leben wichtiger als Öl, Kohle oder Gas.

Das Klimageschehen wird uns viel dramatischer treffen als Corona.

Thomas

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Corona und das Klima 24 Apr 2020 05:31 #64258

Ein spannender Gedanke. Solange die "Großen" zu einschneidenden Reduktions-Maßnahmen nicht bereit sind, müssen wir Maßnahmen treffen, um mit der Erwärmung bestmöglichst leben zu können.

Es wäre interessant, ob wir im Fall anhaltender Dürren unser Land künstlich bewässern könnten (trifft ja beispielsweise auch Kalifornien). Hier stellen sich einige Fragen:
- Von welcher Wassermenge und daraus resultierend von welcher Energiemenge reden wir da?
- Machen die Böden das mit? Was muss man beachten und vermeiden?
- Wie könnte eine technische Umsetzung aussehen?

Werde mir das am Wochenende nochmal etwas genauer ansehen.

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Corona und das Klima 26 Apr 2020 05:29 #64262

Der Shutdown wg. Corona scheint auch in Indien die Umwelt stark positiv zu verändern. In den sozialen Netzwerken
tauchen immer mehr Berichte auf dass dort die Sicht viel klarer wird:

So haben Bewohner in Nordindien wegen der gesunkenen Luftverschmutzung erstmals seit vielen Jahren wieder Sicht auf die Gipfel des Himalaya.


https://www.rnd.de/wissen/corona-krise-verringert-luftverschmutzung-erstmals-wieder-freie-sicht-auf-den-himalaya-in-nordindien-beeindruckende-bilder-6I5TWODC75CD5FKESYKYMBST6I.html

Ich habe auch Beiträge gelesen wonach Menschen dort zum ersten mal in ihrem Leben in der Nacht den Sternenhimmel
sehen konnten (freu). Mittlerweile bilde ich mir sogar ein dass die Luft selbst hier auf dem Hunsrück irgendwie reiner und klarer
ist als vorher. Schön finde ich auch die Bilder aus Venedig. Das Wasser in den Kanälen ist viel klarer geworden und tausende kleine
Fische tummeln sich darin.

Leider wird das alles nicht so bleiben denn wenn die Welt wieder ihre "Motoren startet" ist alles wieder schnell dahin.
Evtl. könnte es trotzdem helfen dass der Menschheit allgemein bewusster wird wie schlimm sie mit der Natur umgeht
und es wird bestimmt viele traurig machen wenn der Sternenhimmel in der Nacht durch die dreckige Luft wieder
verschwindet.
LG
Folgende Benutzer bedankten sich: Marvin

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Corona und das Klima 26 Apr 2020 09:24 #64264

Dann verzichten wir doch alle in Zukunft auf alles "Unnötige"!
Was ist das "Unnötige?"
Da fallen mir in einem Moment alle möglichen Sachen ein.
Und dann fange ich im Kopf an auszusortieren.
Und dann ist am Schluss alles wichtig und ich möchte auf die ganzen Annehmlichkeiten, Gewohnheiten, Bequemlichkeiten nicht verzichten.
Welch ein Reichtum ist eine gesunde Umwelt!
Manch einer fängt jetzt an das zu erkennen. Es ist DER Reichtum.
Ich hoffe es wird etwas bleiben.

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Corona und das Klima 26 Apr 2020 21:31 #64266

Marvin,

eine gesunde Umwelt? Was meinst du mit gesund?

Eine intakte Mitwelt, in der das größt mögliche Gleichgewicht aller beteiligten Komponenten gewahrt ist und damit einen ausgeglichenen Evolutionsprozess ermöglicht, käme einer wissenschaftlichen Formulierung näher.

Aber keine Wortglauberei, ich weiß, was du meinst.

Sonni:
wenn in Indien die Luft jetzt klarer wird, dann wird das Opfer kosten, nicht weil die Luft klarer wird, sondern weil viele kein Einkommen mehr haben und wahrscheinlich wegen Hunger sterben.

Man sieht wieder, dass eine sich verändernde Umwelt zu einem Anpassungsdruck führt und wenn dem viele nicht gewachsen sind, dann auch zu deren Untergang.

Die Natur folgt ihren Gesetzen, unerbittlich.

Tut mir ja auch leid, wenn Menschen leiden müssen, aber die Naturgesetze zu erkennen und dann sich nach ihnen zu richten, scheint mir die Basis zu sein für unser Überleben.

Thomas

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