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NAVIGATION 23 Jan 2022 21:41 #99210

Heute ist es mir schon zu spät, aber diese eine Frage muss ich noch anbringen:
Wenn ich mich in einem sogenannten „Generationsraumschiff“ befinde, das rotiert, damit eine Schwerkraft wie auf der Erde simuliert wird, kann ich da mit geschlossenen Augen unterscheiden, ob ich in diesem Raumschiff sitze oder mich auf der Erde befinde oder in einer in einem kräftefreien Raum beschleunigenden Rakete sitze? Vorausgesetzt natürlich, dass ich überall gleich stark in den Sessel gedrückt werde. Wenn ja, wie kann ich das unterscheiden?

So gefühlsmäßig würde ich sagen, dass ich das auch nicht mit einem Gyroskop unterscheiden kann, solange die Verhältnisse stabil bleiben.
Also dann, bis morgen.
Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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NAVIGATION 23 Jan 2022 21:44 #99211

Wenn ich mich in einem sogenannten „Generationsraumschiff“ befinde, das rotiert, damit eine Schwerkraft wie auf der Erde simuliert wird, kann ich da mit geschlossenen Augen unterscheiden, ob ich in diesem Raumschiff sitze oder mich auf der Erde befinde oder in einer in einem kräftefreien Raum beschleunigenden Rakete sitze?


Selbstverständlich, eine geradlinige Beschleunigung in Flugrichtung der Rakete könntest du zwar nicht von einer Ruheposition im Schwerefeld unterscheiden, aber die Rotation des Habitats könntest du auf jeden Fall spüren und wenn du nicht sensibel genug bist zumindest am Gyroskop messen.

Mit geschlossenen Augen kannst du zwar nicht feststellen ob du dich im rotierenden Ringhabitat einer unter Schub stehenden Rakete befindest oder in einem im Schwerefeld der Erde stehenden Karussell kreiselst, aber dass es sich dreht wirst du definitiv spüren denn entweder du bist in einer gebundenen Rotation und rotierst dabei auch um deine eigene Achse, oder du schaust immer in die gleiche Richtung und wirst abwechselnd von vorne, hinten und den Seiten gedrückt. Wenn die Rotation sehr langsam ist wird man zwar fast nichts spüren, aber man kann im Zweifelsfall ja immer einen Sagnactest machen.

Wenn die Rakete gleichzeitig nach vorn beschleunigt während sich das Habitat um die Schubachse dreht musst du halt einen Beschleunigungsvektor parallel und einen orthogonal zur Flugrichtung addieren, was in einem schrägen Vektor resultiert, ich bin mir nicht sicher ob du das wirklich so weit verkomplizieren wolltest.

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Letzte Änderung: von Pemrod.

NAVIGATION 26 Jan 2022 15:21 #99329

  • Rainer Raisch
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ob du das wirklich so weit verkomplizieren wolltest.

Richtig, soweit ich es verstanden habe, soll sich die Rakete nur drehen und nicht zusätzlich beschleunigen.

Natürlich kann man auch den Unterschied zwischen der positiven und negativen Krümmung (gegensätzliche horizontale Gezeitenkräfte) feststellen. Übrigens wird die Fliehkraft in der Rotation auch variieren, wenn man sich bewegt. Wenn man in eine Richtung läuft, kann man ("ungebremst") dauerhaft schwerelos werden und in der Gegenrichtung an die Außenwand (=Boden) gedrückt werden. Deshalb trage man dort schwere Objekte lieber in die richtige Richtung statt den kürzesten Weg.

Die Rechnung für A bzw AC aus der Sicht von B ist komplizierter,

Ich hatte das für zwei Objekte im selben Orbit zwar vor langer Zeit schon exzessiv und erfolgreich gerechnet, bin aber nun immer noch am neu Rechnen, bevor ich es präsentieren kann.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.
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