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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 20:33 #92521

In der Wissenschaft wird es wohl nicht anders sein. Es geht ums Geld. Schweres Gerät ist gefragt. Teilchenbeschleuniger, Weltraumteleskope und dergleichen. Das ist gefragt. Da ist Geld im Umlauf. Denken ist nicht mehr gefragt. Das überlässt man den milliardenschweren Algorithmen, wohl wissend, dass nur Maschinen Maschinen verstehen können, aber das fällt eh nicht auf. Dass sich die unzähligen Wissenschaftler vor Ort das gefallen lassen, ist mir schleierhaft.


Ich glaube du verwechselst die Physik mit der Pharmaindustrie, denn deren Forschungseinrichtungen sind viel profitorientierter als unsere. In der theoretischen Physik werden gerade mal die Kosten gedeckt, da hast du keine Oligarchen die das ganze Geld abstauben und sich Yachten damit kaufen, und einen Persilschein von der Regierung kriegt man da auch nicht für seine Experimente.


Der neue Teilchenbeschleuniger wurde veranschlagt mit 25 Mrd. Euro. Von Großbaustellen in den letzten Jahrzehnten weiß man, dass dieser Betrag um das Vielfache übersteigen wird, sagen wir mal auf 100 Mrd. Euro. Was glaubst du, wieviel Oligarchen in der Wirtschaft und Politik sich während der Bauzeit davon Yachten kaufen werden. Dass die theoretischen Physiker davon nichts sehen werden, sondern im Gegenteil, noch betteln gehen müssen, ist schon klar. Dass sich die unzähligen Wissenschaftler vor Ort das gefallen lassen, ist mir schleierhaft.
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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 20:52 #92524

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Angenommen der FCC erscheint realistisch, dann wird er in jedem Fall teuer. Schätzungen zufolge sind es 20 Milliarden Euro. Aber wofür? Bereits beim LHC hatte man neben dem Higgs-Boson noch weitere Teilchen finden wollen, die den Weg zu einer „neuen Physik“ weisen, die an Schwachstellen des Standardmodells ansetzt – bisher erfolglos. Mit dem FCC könnte es genauso sein. Wie ist eine solche Investition zu rechtfertigen?
Die 20 Milliarden Euro beziehen sich auf das Komplettpaket inklusive Hadronen-Beschleuniger. Sie würden gestreckt über mehr als 25 Jahre anfallen und mehr als 40 Jahre Experimentierbetrieb, bis in die 2080er Jahre, ermöglichen.
www.tagesspiegel.de/wissen/die-maschine-...uniger/25928770.html


Die Cern-Physiker haben ihr Konzept im Rahmen der zurzeit diskutierten neuen europäischen Strategie für Teilchenphysik vorgelegt. Bis 2020 wollen Wissenschaftler aus ganz Europa Empfehlungen geben, wie die Teilchenphysik vorangebracht werden kann. Ob der neue Teilchenbeschleuniger tatsächlich gebaut wird, müssten die 22 Mitgliedstaaten des Cern entscheiden. Das Projekt würde in der ersten Phase neun Milliarden Euro kosten. Der Protonenbeschleuniger, der nach 2055 in Betrieb gehen würde, läge bei etwa 15 Milliarden Euro.
www.welt.de/wissenschaft/article18714617...enbeschleuniger.html

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 21:01 #92526

Die 20 Milliarden Euro beziehen sich auf das Komplettpaket inklusive Hadronen-Beschleuniger. Sie würden gestreckt über mehr als 25 Jahre anfallen und mehr als 40 Jahre Experimentierbetrieb, bis in die 2080er Jahre, ermöglichen.


20 Milliarden für den ganzen Zeitraum von jetzt bis 2080 ist aber auch nicht so viel wenn man bedenkt dass z.B. Pfizer allein 2020 doppelt so viel Umsatz gemacht hat und 2020 im Vergleich zu 2021 Peanuts waren, ich will gar nicht wissen wie viel die bis 2080 abgestaubt haben werden.

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Letzte Änderung: von Pemrod.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 21:05 #92527

Man muss auf die Theorie schauen. Gibt es denn aus theoretischen Überlegungen heraus überhaupt eine Hoffnung, dass man mit einem solchen Beschleuniger einen Erkenntniszuwert erwarten kann.

Dass wir neugierig sind, liegt in der Natur von uns Menschen.

Man sollte aber schon wissen, ob sich eine solche Kraftanstrengung tatsächlich lohnen würde.

In den Naturwissenschaften gilt aber trotzdem: nicht probiert ist schon verloren.

Ob der Aufwand den möglichen Erkenntnisgewinn rechtfertigt, kann ich nicht beurteilen.

Thomas

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 21:07 #92528

Dass die theoretischen Physiker davon nichts sehen werden, sondern im Gegenteil, noch betteln gehen müssen, ist schon klar. Dass sich die unzähligen Wissenschaftler vor Ort das gefallen lassen, ist mir schleierhaft.


Was sollen sie deiner Meinung nach tun? Gelbe Westen anziehen? Die sind froh, dass sie ihr Spielzeug bekommen. Und immerhin schafft bzw. erhält das auch jede Menge andere Arbeitsplätze, Bauhandwerker, Techniker.... sogar Fußballer sind dabei, wenn sie nicht gerade Profis sind.

Man muss auf die Theorie schauen. Gibt es denn aus theoretischen Überlegungen heraus überhaupt eine Hoffnung, dass man mit einem solchen Beschleuniger einen Erkenntniszuwert erwarten kann.


Ich erinnere mich an ein Video von Harald Lesch (Alpha Centauri?), wo er dagegen argumentierte und meinte, dass ein Beschleuniger, mit dem man vielleicht etwas Neues herausfinden könnte, so etwa den Umfang des Sonnensystems haben müsste. Das ist aber schon eine Weile her und der spätere Nachwies des Higgs-Teilchens hat ihn wohl in diesem Punkt widerlegt.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 21:15 #92530

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Ob der Aufwand den möglichen Erkenntnisgewinn rechtfertigt, kann ich nicht beurteilen.

Thomas


Beurteilen kann ich es natürlich überhaupt nicht.
Aber neue Teilchen wird man wahrscheinlich entdecken, oder?
DE? DM?
Das ist es doch wert (sagen die einen)

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Letzte Änderung: von Mondlicht.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 22:18 #92534

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Meistens müssen theoretische Physiker (auch solche, die nur theoretisch Physiker sind) nicht mal nur um Finanzierung betteln, sondern auch um Anerkenung einer Idee, die, wie schon zu Keplers Zeiten, einen Paradigmenwechsel nach sich ziehen würde. Und das ist prinzipiell auch das, was in der Wissenschaft falsch läuft.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 19 Sep 2021 22:45 #92538

Muss man wirklich jetzt darüber diskutieren? Es gibt TikTok...und hier wird jetzt ernsthaft diskutiert ob ein neuer Teilchenbeschleuniger Sinn macht? Mal ganz ernsthaft... ich geb das Forum hier auf...zumal das Thema von einem Moderator eröffnet wurde. Ich bin wirklich raus hier.

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Letzte Änderung: von LogicalJusticeWarrior.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 01:30 #92549

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wird jetzt ernsthaft diskutiert ob ein neuer Teilchenbeschleuniger Sinn macht?

Es ist nun mal so, dass Teilchenbeschleuniger auch etwas über Sinn und Unsinn in der Wissenschaft aussagen. Aber so wie ich das verstanden habe, geht es badhofer nicht in erster Linie um den Teilchenbeschleuniger, sondern eher um Sinn und Unsinn der Theorien (und damit verbundenen Paradigmen), für die sie gebaut werden. Korregiert mich, wenn ich falsch liege, aber werden Teilchenbeschleuniger eigentlich nicht nur deswegen gebaut, um Dunkle Materie nachzuweisen - also ein Teilchen mit Dunkle-Materie-Eigenschaften zu finden? Was ist denn, wenn Dunkle Materie gar kein Teilchen ist, sondern nur ein Rechenfehler durch falsch angewendetes Gravitationsgesetz?

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Letzte Änderung: von Escobar.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 05:08 #92552

Man sollte aber schon wissen, ob sich eine solche Kraftanstrengung tatsächlich lohnen würde.

In den Naturwissenschaften gilt aber trotzdem: nicht probiert ist schon verloren.

Ob der Aufwand den möglichen Erkenntnisgewinn rechtfertigt, kann ich nicht beurteilen.


In meinen Augen liegt es in der Natur der Sache, dass man im Vorhinein nicht wissen kann, was ein Teilchenbeschleuniger bringt. Wenn man vorher wüsste, was er findet oder nicht findet, bräuchte man ihn nicht bauen. Ebenso wissen wir alle nicht, welche der aktuellen Theorien noch wie erweitert werden müsste.

Aber auch ein mögliches "Nullergebnis" (d.h. nichts neues) wäre ein valides Ergebnis und brächte einen Erkenntnisgewinn.
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Letzte Änderung: von ClausS.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 06:49 #92553

In meinen Augen liegt es in der Natur der Sache, dass man im Vorhinein nicht wissen kann, was ein Teilchenbeschleuniger bringt.


Ich habe jetzt schon öfters gehört und gelesen, unter anderem auch andeutungsweise in dem letzten Video beim Dialog zwischen Gaßner und Lesch (ungefähr sinngemäß wiedergegeben:) Die Physiker werden vom neuen Teilchenbeschleuniger keine Erkenntnisse gewinnen. Nur Algorithmen werden Erkenntnisse gewinnen. Da nur Maschinen Maschinen verstehen können, werden diese Ergebnisse lediglich an weitere Algorithmen weiter gegeben. Fragt man die Experten, wie diese Erkenntnisse überhaupt zustande gekommen sind, sagen sie: "Keine Ahnung."

Algorithmen sind tot. Tote geben Erkenntnisse an andere Toten weiter. Nur Tote können die Toten verstehen. Bezahlen tun das die Lebenden mit ihren Steuergeldern.
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Letzte Änderung: von badhofer.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 08:13 #92556

andeutungsweise in dem letzten Video beim Dialog zwischen Gaßner und Lesch (ungefähr sinngemäß wiedergegeben:) Nur Algorithmen werden Erkenntnisse gewinnen. Da nur Maschinen Maschinen verstehen können, werden diese Ergebnisse lediglich an weitere Algorithmen weiter gegeben. Fragt man die Experten, wie diese Erkenntnisse überhaupt zustande gekommen sind, sagen sie: "Keine Ahnung."


So fundamental darf man das nicht sehen. Denk' doch mal ein bisschen mit. Die Algorithmen wurden von Menschen zu einem bestimmten Zweck programmiert, und man weiß durchaus, wie sie funktionieren und was sie tun. Nur kann man nicht mehr bis ins kleinste Detail nachvollziehen, wie ein bestimmtes Ergebnis zustande gekommen ist. Das ist ja gerade der Zweck dieser automatischen Prozesse, dass sie dem Menschen die Detailarbeit abnehmen, weil er das alleine gar nicht bewältigen könnte.

Während ich hier schreibe macht mein Endgerät mit vielen Algorithmen einiges an Detailarbeit, bei jedem einzelnen Buchstaben, ohne dass ich diese Details genau nachvollziehen müsste. Wie das Ergebnis zu interpretieren ist, weiß ich aber sehr wohl.
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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 08:51 #92557

Während ich hier schreibe macht mein Endgerät mit vielen Algorithmen einiges an Detailarbeit, bei jedem einzelnen Buchstaben, ohne dass ich diese Details genau nachvollziehen müsste. Wie das Ergebnis zu interpretieren ist, weiß ich aber sehr wohl.


Vollkommen richtig. Du kennst die Details nicht. Der Programmierer, der dein Handy ursprünglich programmiert hat, kennt aber alles ganz genau. Keine einzige Aktion auch nur eines einzigen Bit und Byte bleibt ihm unbekannt. Alles könnte er im nachhinein nachvollziehen. Am CERN ist das nicht so. Die Experten wissen schon jetzt nicht mehr, wie so manches Ergebnis zustande gekommen ist. Künstliche Intelligenz wird die Arbeitsweise dieser Algorithmen genannt.

Am CERN sagt die KI zum Physiker: "Hier hast du das Higgsteilchen"
"Wo und wie hast du das gefunden?" fragt der Physiker
"Das geht dich nix an" sagt die KI :P
"Bist du sicher, dass das das Higgsteilchen ist?"
"Friss oder stirb"


Horch dir an, was Harald Lesch dazu sagt.
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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 09:11 #92558

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 09:27 #92560

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitsweise dieser Algorithmen genannt.


Ja, das wird so genannt, hat aber mit Intelligenz überhaupt nichts zu tun. Der Begriff suggeriert, das diese Computer irgendwie denken könnten, und das auch noch intelligent. Das können sie nicht. Sie folgen den einfachen Regeln einer Touring-Maschine, programmiert von Menschen.

KI werden auch die Google-Algorithmen genannt, die die passendsten Links für die eingegebenen Suchbegriffe aus Milliarden Websites fischen. Sie tun ihren Job, und keiner weiß wie genau, aber intelligent sind sie auch nicht. Wie genau interessiert auch niemanden, nicht mal die Programmierer bei Google, die aber die Regeln vorgeben, an die sich diese "Intelligenz" sklavisch halten muss.

Sogenannte KI wird auch in jedem Computerspiel verbaut. Niemand würde aber den automatischen Charakteren eines Computerspiels wirkliche Intelligenz zusprechen. Sie sind so nur programmiert, dass sie nach bestimmten Regeln aufeinander reagieren und auf die Aktionen eines menschlichen Spielers.

Selber habe ich auch schon solche KI programmiert. Die Objekte agieren und reagieren auf bestimmte Weise, und die Regeln kenne ich dann sehr genau. Die Regeln zu kennen, reicht völlig aus. Wen man so ein System sich selbst überlässt, dann ist es irrelevant mit welchen Schritten genau ein Endzustand erreicht wurde, solange man die Regeln kennt, die dazu geführt haben müssen.
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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 09:39 #92561

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 11:11 #92564

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(Hier sollte ein Video von Cameron Rebigsol erscheinen, aber mir wird das nicht angezeigt)

Lass die Video Tags weg
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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 14:29 #92580

... Ebenso wissen wir alle nicht, welche der aktuellen Theorien noch wie erweitert werden müsste. ...


Wann ist der Gedanke an EINE Vereinheitlichte Theorie Gestorben?


Gar nicht. Aber auch im Falle einer vereinheitlichten Theorie stellt sich die Frage, welche der aktuellen Theorien hierfür noch wie erweitert oder geändert werden müssten.
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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 14:47 #92582

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Aber auch im Falle einer vereinheitlichten Theorie stellt sich die Frage, welche der aktuellen Theorien hierfür noch wie erweitert oder geändert werden müssten.

Also die SRT passt ja bereits zur Quantenphysik und enstanden ist sie wohl aus der LET, zumindest verwenden beide Theorien die Lorentz-Transformation. Was mE noch nicht ausprobiert wurde, die SRT mit einer älteren Quantenphysik, nämlich der Newtonschen Emissionstheorie zu vereinen. Dazu müsste aber diese NET hinsichtlich der Bewegung von Korpuskeln gegenüber der Quelle modifiziert werden und ein geringer Teil des Relativitätsprinzips bliebe auch auf der Strecke, nämlich der, nach welchem sich jeder gleichberechtigt als ruhend betrachten darf, wofür zur Zeit ohnehin schon die ART sorgt, wenn man es genau nimmt.

Mit vielen Pixeln (also Computersimulation) funktioniert die Vereinigung von SRT, modifizierter NET und Plasmakosmos jedenfalls unheimlich gut. Die Frage ist nur, ob man hier davon etwas hören will.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 15:11 #92585

Bei dem Video gehört der Audiotrack remastered, die chinesische Ausprache kann man ja noch verstehen aber in Kombination mit dem Rauschen das hier fast schon lauter als die Stimme ist muss man sich 10 mal stärker konzentrieren als eigentlich nötig, ob das jemand eine ganze Stunde lang durchhält wage ich zu bezweifeln.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 15:20 #92587

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@Rainer Raisch:
Danke für den Tipp. Nun stellt sich mir die Frage, wozu diese Tags überhaupt da sind, aber das wäre wohl Stoff für ein neues Thema.

@Pemrod:
Tja... irgendwas ist immer.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 15:28 #92588

Was ist denn, wenn Dunkle Materie gar kein Teilchen ist, sondern nur ein Rechenfehler durch falsch angewendetes Gravitationsgesetz?


Dann musst du eine Mehrkörpersimulation in der dein alternatives Gravitationsgesetz gilt schreiben und schauen ob das was dabei herauskommt besser zu der beobachteten Galaxienevolution passt. Falls so was in dem Video das du verlinkt hast vorkommt sag am besten die Minute an. Falls du nicht ein falsches Gravitationsgesetz sondern nur ein falsch angewendetes meinst müsstest du erklären inwiefern das bereits vorhandene falsch angewendet würde.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 16:07 #92592

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alternatives Gravitationsgesetz

Das ist ja gerade der Punkt. Es gibt kein alternatives Gravitationsgesetz. Mit diesem werden nicht nur die Umlaufgeschwindigkeiten pro Stern im Bezug zum Galaxiekern berechnet, sondern pro Stern auch noch die Bezüge aller anderen Sterne. Statistisch hat man es in einer Galaxie ja nicht nur mit einem Stern pro Orbit zu tun, sondern mit mehreren. Ganz im Gegensatz zu unserem Sonnensystem, in welchem man nur einen Planeten pro Umlaufbahn hat.

Ich habe noch nichts darüber recherchiert und von daher weiß ich es nicht, aber es würde mich nicht ein bisschen Wundern, wenn der Asteroidengürtel nicht nach den Keplerschen Gesetzen um die Sonne rotiert, sofern er überhaupt darum rotiert. Da sind statistisch zu viele Punktmassen auf dem Orbit, die sich alle auch untereinander gravitativ beeinflussen, weswegen er in meiner Vorstellung auch schneller als gedacht rotieren würde. Ganz so, wie die Sterne eines Orbits in einer Galaxie. Die Keplerschen Gesetze aber gelten nur für Punktmassen, also gilt dies auch für das Gravitationsgesetz.

Die Zentralmasse bildet den Schwerpunkt eines Systems und es macht einen Unterschied, ob sich auf z.B. dem Orbit der Erde nur eine Erde bewegt oder zwei um 180°, drei um 120°, vier um 90° usw. versetzt. Je mehr Erden es werden, desto schneller bewegen sie sich. Denn die Gravitationskraft zieht ungebremst aus allen Richtungen und die Taumelbeschleunigung, die bei einer Erde noch auf die Sonne entfallen würde, muss ja irgendwo bleiben.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 16:24 #92596

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Es gibt kein alternatives Gravitationsgesetz.

Aristoteles: Alles fällt nach unten. Leichte Dinge fallen nach oben.

nicht nach den Keplerschen Gesetzen

Diese sind zwar ebenfalls eine Alternative, jedoch seit Newton auch schon leicht überholt....

Da sind statistisch zu viele Punktmassen auf dem Orbit, die sich alle auch untereinander gravitativ beeinflussen,

Bei mehr als 2 Objekten nennt man dies das Mehrkörperproblem.

weswegen er in meiner Vorstellung auch schneller als gedacht rotieren würde.

Nach meiner Vorstellung ist eher das Gegenteil der Fall, weil ich etwas in der Richtung in Bezug auf die diskreten Objekte berechnet habe, wenn ich mich recht erinnere.

Allerdings ist es normal, dass der Impuls von Innen nach Außen transportiert wird, nur ist das nicht gerade förderlich für die Stabilität der Orbits im Außenbereich, bzw passen sich die Orbits an die erhöhte Geschwindigkeit an, wodurch die Geschwindigkeit wieder auf das passende Maß absinkt. Anderenfalls verlässt das Objekt die Bindung an das Sternensystem.

Je mehr Erden es werden, desto schneller bewegen sie sich. Denn die Gravitationskraft zieht ungebremst aus allen Richtungen

Bei den einfachen Erklärungen zur DM wird die exakte Betrachtung der Massenverteilung in der Galaxie leider sträflich vernachlässigt, aber dies geschieht nur mit Rücksicht auf das Zielpublikum. Das Problem ist natürlich, dass die exakte Masenverteilung nicht bekannt ist und daher mit Verallgemeinerungen gerechnet werden muss, wie etwa ein Dichtegradient.
astronomie-magdeburg.de/wp-content/uploa...ation-Randeffekt.pdf

Ich habe allerdings eine Arbeit gesehen, die die Dichteverteilung unserer Galaxie nachmodelliert und dabei ohne DM auszukommen scheint.

Die gemessene Dichte in der Sonnenumgebung wird hervorragend reproduziert und man sieht, dass die Spiralarme in der wissenschaftlich-künstlerischen NASA-Zeichnung mit meiner Dichteverteilung korreliert sind.
Diese Dichteverteilung habe ich dadurch erhalten, dass ich einfach solange die Verteilung verändert habe, bis die gemessene Rotationskurve mit der berechneten übereinstimmte.

(Die Abbildung der Milchstraße hat allerdings wenig mit dem üblichen Bild der Spiralarme gemein, und auch die Übereinstimmung hiermit ist nicht gerade überwältigend)
astronomie-magdeburg.de/wp-content/uploa...nderMilchstrasse.pdf
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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 16:50 #92598

Statistisch hat man es in einer Galaxie ja nicht nur mit einem Stern pro Orbit zu tun, sondern mit mehreren.


Deswegen macht man ja auch Mehrkörpersimulationen wenn man wirklich sicher sein will. Wie Massen die auf einer gemeinsamen Bahn kreisen sich gegenseitig beeinflussen kannst du dir mit einer Handvoll Partikel hier anschauen, aber das wurde natürlich auch schon mit Milliarden Massen auf Supercomputern gerechnet.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 17:15 #92603

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Deswegen macht man ja auch Mehrkörpersimulationen wenn man wirklich sicher sein will.

Und was ergeben die?

Wenn ich eine beliebige Wolke mit diskreten Teilchen berechne, dann rotten sich zunächst Teilchen zu mehreren Clustern zusammen, die zunächst mehr oder weniger wirr (kugelförmig) um einen Schwerpunkt rotieren und daraus ergibt sich irgendwann eine Scheibe mit spiralförmigen Armen. Im Schwerpunkt bildet sich der größte Cluster, der anfangs noch stark taumelt, später aber nur noch geringfügig. Das Taumeln hängt davon ab, wie sich die kleineren Cluster um den Schwerpunkt verteilen. Bei gleichmäßiger Verteilung taumelt er vermutlich gar nicht mehr. Wenn du mich fragst, dann geschieht hier die Wandlung einer jungen Galaxie (z.B. NGC 1052-DF2) zu einer älteren (z.B. Milchstraße). Und wenn du mich weiter fragst, dann erklärt sich daraus auch, warum in Sonnensystemen so manch ein Planet oder Asteroid nicht in einer Ebene mit anderen um den Schwerpunkt rotiert. Und wenn du noch mal deine Beiträge mit den von mir in Folgebeiträgen erwähnten Simulationen vervollständigst, schmolle ich. :lol:

Und all dies geschieht mit der Grundlage Newtonsches Gravitationsgesetz.

Und wer erklärt dem Rainer nun, dass zumindest Kepler 3 fester Bestandteil dieses Gravitationsgesetzes und Kepler deswegen mal sowas von gar nicht überholt ist? Und wer erklärt ihm obendrein, dass das Gravitationsgesetz auch nur für zwei Punktmassen (m1 und m2) gilt und nicht etwa für mehrere?

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 17:20 #92605

Das hat ja alles nichts mehr damit zu tun was in der Wissenschaft falsch läuft, dein ursprüngliches Argument dass man die Formel falsch anwenden würde hat jedenfalls nicht gehalten denn solche Mehrkörpersimulationen werden eh mit Newton gemacht. Was Rainer über Kepler denkt habe ich nicht mitverfolgt, aber selbst wenn er da was Falsches gesagt hätte wäre das in Anbetracht der Tatsache dass er ja kein Wissenschaftler sondern Anwalt ist nicht das Problem der Wissenschaft.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 17:24 #92606

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Das hat ja alles nichts mehr damit zu tun was in der Wissenschaft falsch läuft, dein ursprüngliches Argument dass man die Formel falsch anwenden würde hat jedenfalls nicht gehalten denn solche Mehrkörpersimulationen werden eh mit Newton gemacht.

Das Problem in der Wissenschaft ist nach wie vor die Dunkle Materie, welche nun mal nicht nötig ist, wenn man Newton korrekt anwendet.

Was Rainer über Kepler denkt habe ich nicht mitverfolgt, aber selbst wenn er da was Falsches gesagt hätte wäre das in Anbetracht der Tatsache dass er ja kein Wissenschaftler sondern Anwalt ist nicht das Problem der Wissenschaft.

Siehe umwelt-wissenschaft.de/forum/sonstige-th...r-wissenschaft#92596

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 17:31 #92607

Siehe hier


Dort verlinkt er ja eh ein PDF in dem gezeigt wird dass Vera Rubin tatsächlich diesen in der Tat sehr peinlichen Anfängerfehler den du auch allen anderen Wissenschaftlern unterstellst gemacht hat da sie anscheinend geglaubt hat dass das Schalentheorem auch bei einer Scheibe gilt, wenn man meinen Hinweis dass das in der Zwischenzeit schon längst von anderen Leuten richtig probegerechnet wurde ignorieren würde spräche das ja eh für dein Argument. Allerdings kann auch ein blindes Huhn ein Korn finden, denn wie sich dann herausgestellt hat weichen die Bahnen nicht nur von der falschen sondern auch von der richtigen Rechnung ab wenn man keine dunkle Materie dazunimmt.

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Was läuft falsch in der Wissenschaft? 20 Sep 2021 17:42 #92609

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Dort verlinkt er ja eh ein PDF in dem gezeigt wird dass Vera Rubin tatsächlich diesen peinlichen Anfängerfehler den du auch allen anderen Wissenschaftlern unterstellst gemacht hat da sie anscheinend geglaubt hat dass das Schalentheorem auch bei einer Scheibe gilt.

Äh, nö. Vera Rubin hat nur mit einzelnen Massen auf den Orbits gerechnet, weswegen sie zu dem Schluß kam, dass sie sich zu schnell bewegen und damit "bestätigte" sie die Existenz der Dunklen Materie. Mir ist dieser "Anfängerfehler" nicht passiert, weswegen Cameron Rebigsol und ich auch nicht auf Dunkle Materie kommen.

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