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THEMA:

Absolut nix 11 Aug 2021 18:01 #89677

Wikipedia: Nichts

Seit dem 20. Jahrhundert wird mit dem Begriff Nichts eher die dem menschlichen Verstand nicht zugängliche Abwesenheit jeglichen Seins, also auch von Raum und Zeit verstanden.


Ich denke, es ist ein sprachliches Problem. „Nichts“ ist eigentlich ein Zustand / Status.

Ein Beispiel: „Aus Nichts entsteht ein Elektron.“
Wir versuchen „Nichts“ zu ersetzen, um den Satz besser zu verstehen.
Kann man schreiben: Aus dem Zustand leer entsteht …? Nein. Nach „aus“ muss z.B. ein Gegenstand kommen.
Wir können richtig ersetzen: „Im Zustand "Raum leer" entsteht ein Elektron.“
Dies hat andere Bedeutung als „Aus Nichts entsteht …“. Dann, aus „was“ das Elektron entsteht kann man nicht von diesem Satz herausnehmen.

Man denkt bei „Aus Nichts entsteht ein Elektron.“, dass „Nichts“ ist etwa wie „Etwas“. Wir können aber nicht „Etwas“ (Seins: Gegenstände usw.) mit dem Zustand „Nichts“ vergleichen oder gleich setzen.

Noch ein Beispiel: Wir haben nichts gegessen.
Falsch ersetzen: Wir haben nicht etwas gegessen. (Es ist eigentlich falsch, weil die Aktion „essen“ wurde nicht stattgefunden.)
Richtig ersetzen: Wir sind im Zustand Nicht-Gegessen o. Ä.

Wir sollen dann statt die Wörter „nichts“, „Nichts“ und „nicht Etwas“ das Wort „Zustand …“ verwenden, und versuchen den Satz zu verstehen. Dann können wir sehen, wie aus der Hypothese wird.

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Absolut nix 11 Aug 2021 18:49 #89678

Mathematik eine Geisteswissenschaft???
Ich werd nicht mehr...

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Letzte Änderung: von borgi64er.

Absolut nix 11 Aug 2021 19:23 #89679

borgi64er schrieb:

Mathematik eine Geisteswissenschaft???
Ich werd nicht mehr...


Ist mir eigentlich Wurscht, ob ja oder nein,

Darüber streiten können sich andere.


www.uni-goettingen.de/de/mathematik+zwis...nschaften/98259.html

d-nb.info/1204639434/34

heiner-eckert.com/mathematik-wo-gehoert-sie-hin/


mich interessiert,

ob jemand meint, ob es die Mathematik wie sie in diesem Universum möglich ist, auch vor oder ander ausgedrückt ohne diesem Universum geben kann?
Mathematik beinhaltet ja die Logik.
Oder ist Mathematik bzw. Logik eine Errungenschaft dieses Universums?

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Absolut nix 11 Aug 2021 19:37 #89680

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Absolut nix 11 Aug 2021 19:58 #89682

Hab mich mal aus Höflichkeit bedankt.

Verstehe zwar kein englisch, dafür aber ganz gut russisch.
Paar eigene Worte passen aber auch ganz gut.
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Absolut nix 11 Aug 2021 20:17 #89683

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Oder ist Mathematik bzw. Logik eine Errungenschaft dieses Universums?

Logik ist eine Fähigkeit, ob sie in anderen Universen praktiziert wird, hat keinen Einfluss darauf, dass dort die Mathematik genauso ist, auch wenn es dort niemanden gibt, der sie kennt.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Absolut nix 11 Aug 2021 20:23 #89684

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Absolut nix 11 Aug 2021 20:26 #89685

Rainer Raisch schrieb:

Logik ist eine Fähigkeit, ob sie in anderen Universen existiert, hat keinen Einfluss darauf, dass dort die Mathematik genauso ist, auch wenn es dort niemanden gibt, der sie kennt.



Für mich ist das halt Glauben aber kein Wissen.
Ich bin nicht mal sicher, ob die Mathematik oder Logik in einem Schwarzen Loch noch so gilt, wie wir sie von außerhalb desselben mit unserer hiesigen Mathematik, Logik zu beschreiben versuchen.
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Absolut nix 11 Aug 2021 20:42 #89686

Die Entwicklung dieses Fadens erinnert mich an die bekannte Vorlesung von Papst Benedikt, die er vor einigen Jahren in Regensburg gehalten hat und der ich beiwohnen durfte.

Dort hat er folgenden Satz gesagt, der mir im Gedächtnis geblieben ist:

„Am Anfang war der Logos, am Anfang war die Vernunft“

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie das gemeint sein könnte.

Was auffällt, dass er von einem Anfang sprach. Also nicht von der Ewigkeit.
Das passt doch 1:1 zur Urknallvorstellung.

Und zum Zweiten fällt auf, dass der Anfang offenbar von Vernunft begleitet war, also dass aus dem Anfang etwas Vernünftiges gestaltet wurde.

Ins Naturwissenschaftliche übersetzt könnte man denken, er meinte die Naturgesetze, die diesem Universum zugrunde liegen.

Die Erstursache war also nicht nur Erstursache, sondern hatte auch zum Inhalt, dass da etwas in sich Stimmiges herauskam.

Hm, für einen Theologen ganz schön logisch und vielleicht in sich schlüssiger, als sich auf Quantenfluktuationen und deren Konstellationswahrscheinlichkeiten zu stützen.

Es blieb die Erkenntnis, dass offensichtlich alle Menschen nach einer Erklärung suchen, warum überhaupt etwas existiert und nicht Nichts.

Thomas
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Absolut nix 11 Aug 2021 20:43 #89687

Unser Universum könnte die Weiterentwicklung/Umwandlung eines Ur-Universums mit z.B. nur Quantenfluktuationen o. Ä. sein. Dann könnten beide Universen Gemeinsamkeiten in der Logik usw. haben oder haben müssen. Es könnte sogar sein, dass die Umwandlung von einem zum anderen unendlich oft geschieht. Nur Vermutungen, wer kann es wissen.

Es könnte auch Paralleluniversen geben, bei denen teilweise oder total andere Logik herrscht und auch ein stabiles Universum wie unser Universum möglich ist. Oder existieren Universen mit nur Chaos, wo keine große Strukturen bilden können, da es keine günstige Logik gibt.

Es könnte auch Paralleluniversen geben, und sie haben alle gleiche Logik. Also die Logik ist in diesem Fall universal.
Bestimmt die Logik (auch) die Gesetze eines Universums, oder sie ist eine Fähigkeit eines Universums?
Ich denke, alles ist gleich möglich, solange man keine Informationen hat.

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Absolut nix 11 Aug 2021 21:00 #89688

Hab hier einen kurzen Link, was wahrscheinlich ein Physiker oder Mathematiker zur Mathematik innerhalb und nicht innerhalb des Universums meint.
Ist aber eben auch nur eine Meinung und kein Wissen

www.swr.de/wissen/1000-antworten/wissens...-antworten-1810.html

Thomas schrieb:

Dort hat er folgenden Satz gesagt, der mir im Gedächtnis geblieben ist:

„Am Anfang war der Logos, am Anfang war die Vernunft“


hört sich vernünftig an. Aber ob Papst Benedikt dabei an Physik bzw. die Naturgesetze oder an etwas Geistiges immaterielles dachte, weiß nur er selbst.
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Absolut nix 11 Aug 2021 21:52 #89690

Brooder,

bitte genau lesen.
Es geht nicht darum, was er als Person dachte.
Es geht darum, zu welchem Schluss er kam auf der Suche nach der Erstursache.

Und da unterscheidet er sich nicht von uns allen.
Wir suchen alle nach einer Plausibilität und Erklärung für eine mögliche Ursache des Beginns.
Thomas
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Absolut nix 11 Aug 2021 22:16 #89692

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Für mich ist das halt Glauben aber kein Wissen.

Wenn Du meinst, dass 1+1 irgendwo oder irgendwann etwas anderes als 2 sein kann, oder ein Dreieck etwas anderes als drei durch Geraden verbundene Ecken sein kann, dann ist dies Aberglauben. Beides ist nämlich genau so definiert.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Absolut nix 12 Aug 2021 02:04 #89697

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89687
Jamali schrieb:
„Ich denke, alles ist gleich möglich, solange man keine Informationen hat.“

89692
Brooder schrieb:
„Für mich ist das halt Glauben aber kein Wissen.“
Rainer schrieb:
„Wenn Du meinst, dass 1+1 irgendwo oder irgendwann etwas anderes als 2 sein kann, oder ein Dreieck etwas anderes als drei durch Geraden verbundene Ecken sein kann, dann ist dies Aberglauben. Beides ist nämlich genau so definiert.“



Guten Morgen!

Wir haben keine Daten von „vor dem Urknall“, geschweige denn Informationen... die wir auswerten könnten - ob falsch - oder wahr, die in letzterem Fall Wissen für den Informierten darstellen würden.
Deswegen ist das Thema "Vor dem Urknall. Gab es Nichts oder Etwas?" für mich mit - glauben - (an „irgendetwas“) für mich richtig beschrieben. Glauben nicht zwingend Religionsgebunden wie in meinem Fall.
Absolutes Nichts = Ideales Vakuum gibt es nicht.
Hand auf‘s Herz, wer geht von eben Genanntem aus und – glaubt - wirklich - nur einen Bruchteil einer Sekunden später, wäre ein Zustand sehr großer Hitze und Dichte „daraus geworden“?
Die Volumenvergrößerung des Universums durch Vakuum = Neuer RaumZeit – kühlte - die Hitze des Urknalls, und insofern, ist das Universum „offen“- Energie könnte verloren gehen/negativ werden – dagegen bliebe die Energie eines abgeschlossenen Systems konstant. Nachdem das Universum lange als "geschlossen" galt... wird das Neue, Fremde zunächst abgelehnt?

89690
Thomas schrieb:
„Wir suchen alle nach einer Plausibilität und Erklärung für eine mögliche Ursache des Beginns.“

89686
Zitat Papst Benedikt
„Am Anfang war der Logos, am Anfang war die Vernunft“


„Was auffällt, dass er von einem Anfang sprach. Also nicht von der Ewigkeit.
Das passt doch 1:1 zur Urknallvorstellung.

Und zum Zweiten fällt auf, dass der Anfang offenbar von Vernunft begleitet war, also dass aus dem Anfang etwas Vernünftiges gestaltet wurde.

Ins Naturwissenschaftliche übersetzt könnte man denken, er meinte die Naturgesetze, die diesem Universum zugrunde liegen.

Die Erstursache war also nicht nur Erstursache, sondern hatte auch zum Inhalt, dass da etwas in sich Stimmiges herauskam.

Hm, für einen Theologen ganz schön logisch und vielleicht in sich schlüssiger, als sich auf Quantenfluktuationen und deren Konstellationswahrscheinlichkeiten zu stützen.

Es blieb die Erkenntnis, dass offensichtlich alle Menschen nach einer Erklärung suchen, warum überhaupt etwas existiert und nicht Nichts.“




Alles hat einen Anfang und ein Ende und eine Ursache, so unsere Erfahrung, verankert wie unsere Erwartung, dass Licht von oben kommt...

Der Schleimpilz „Blob“hat kein Gehirn. Dennoch verarbeitet er Informationen, tritt mit der Außenwelt in Kontakt, ist kreativ, UND, er denkt auf eine Art - siehe #89373 Physarum polycephalum...

Menschen können Wasserstoff „Information“ entnehmen und verarbeiten. Quanten haben „nur“ Eigenschaften, können aber Informationen abhörsicher verschlüsseln...

Lange vor den „modernen“ biologisch-dynamischen Datenspeicher RNA & DNA gab es rudimentäre Vorläufer – teils noch zu erforschen, wie sich eine Zelle „erinnert“, bevor sie einen Kern erhielt...

Die Natur, die Evolution, ist kreativ, verspielt und vernünftig, durch Selbstorganisation, UND, sie ist mathematisch. Mathematik ist überall – aber ist sie eine Erfindung des Menschen, oder handelt es sich um eine allumfassende, dem Kosmos innewohnende Logik? Mathematiker und Physiker sind sich keinesfalls einig.
(Nicht alles ist Zufall. Zufall ist die Abwesenheit von Information. Oft.)

Der italienische Mathematiker Leonardo Fibonacci entdeckte im 13. Jahrhundert gleichnamige Zahlen, sie treten in der Natur immer wieder auf – etwa bei der Anzahl der Spiralen in den gelben Köpfen von Sonnenblumen oder auch bei Tannenzapfen. Hat die Evolution eine Vorliebe für Fibonacci-Zahlen und gewisse geometrische Muster? Erinnert sie sich auf eine Weise? Benutzt sie eine Cloud? IST SIE all das?
Die Spiralstruktur einer Nautilus-Schnecke und einer Galaxie sowie der innere Aufbau eines Rotkohls lassen sich mit der gleichen mathematischen Formel beschreiben…
Überall im Universum gelten offenbar die gleichen Gesetze wie bei uns auf der Erde. Nur deshalb lässt sich zum Beispiel mit Computern vorab berechnen, wie man eine Sonde auf dem Mars weich landen kann.
Mandelbrot.
Siliziumbasierte „Gehirne“ entscheiden mit Null oder Eins, ja oder nein, wahr oder falsch, an oder aus. Quantencomputer gehorchen den Gesetzen der Quantenwelt, weil hier die Hauptakteure keine elektronischen Bauteile sind, sondern Atome oder Photonen… sie haben damit nicht nur die Wahl zwischen „Null“ und „Eins“, sondern können gleichzeitig auch alle Zustände dazwischen einnehmen...
(...)

Mondlicht

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Absolut nix 12 Aug 2021 06:18 #89701

Thomas schrieb:

Dort hat er [Papst Benedikt] folgenden Satz gesagt, der mir im Gedächtnis geblieben ist:

„Am Anfang war der Logos, am Anfang war die Vernunft“


hört sich vernünftig an. Aber ob Papst Benedikt dabei an Physik bzw. die Naturgesetze oder an etwas Geistiges immaterielles dachte, weiß nur er selbst.


Die Naturgesetze selber sind doch auch immateriell. Sie beschreiben u.a. Materielles, aber sind als bloße Gesetze nicht materiell.

Sehr interessant das von einem Papst zu hören. Ich hatte schon lange die Vermutung, dass der sog. hl. Geist der Kirche eigentlich die Vernunft, der Logos ist, kein Geistwesen in weißen Laken oder so.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!
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Absolut nix 12 Aug 2021 07:48 #89703

Es ist schon interessant, was man alles, angefangen vom absoluten Nichts bis zum Urknall, hineininterpretiert. Sogar den Papst :( Dabei ist vor dem Urknall fast gar nichts los. Tote Hose sozusagen. Es gibt lediglich:

1) Unendlich viele theoretische Möglichkeiten (Das NICHTS)
2) Eine von diesen unendlich vielen theoretischen Möglichkeiten existiert auch in der Praxis (ein ETWAS) Würde diese eine Möglichkeit in der Praxis nicht existieren, würden auch die unendlich vielen Möglichkeiten in der Theorie nicht existieren, denn ohne etwas wäre nicht einmal nichts.
3) Aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes (dieses Etwas kann sich auf nichts beziehen), ist dieses Etwas sowohl in Bewegung als bewegungslos. Ein Ausgleich der verschiedenen Bewegungen (Bewegung und bewegungslos) wird später Arbeit leisten.
4) Ohne Bezugspunkt ist dieses Etwas aber auch sowohl da als auch nicht da. Es fluktuiert. Absolut synchron (symmetrisch) im Takt.

Mehr war vor dem Urknall nicht. Alles weitere, was man hineininterpretiert, verschleiert nur das wesentliche.
Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Absolut nix 12 Aug 2021 08:25 #89705

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Thomas schrieb:

Dort hat er [Papst Benedikt] folgenden Satz gesagt, der mir im Gedächtnis geblieben ist:

„Am Anfang war der Logos, am Anfang war die Vernunft“


hört sich vernünftig an. Aber ob Papst Benedikt dabei an Physik bzw. die Naturgesetze oder an etwas Geistiges immaterielles dachte, weiß nur er selbst.


Die Naturgesetze selber sind doch auch immateriell. Sie beschreiben u.a. Materielles, aber sind als bloße Gesetze nicht materiell.

Sehr interessant das von einem Papst zu hören. Ich hatte schon lange die Vermutung, dass der sog. hl. Geist der Kirche eigentlich die Vernunft, der Logos ist, kein Geistwesen in weißen Laken oder so.


Im Altgriechischen hat das Wort Logos ( Λόγος ) recht umfangreiche Bedeutungen: de.wikipedia.org/wiki/Logos

Das lässt sich nicht mit einem einzigen Begriff übersetzen. In deutschen Bibel-Übersetzungen wird das in Joh 1,1 meistens nur mit „Wort“ übersetzt: „Im Anfang war das Wort...“
Ich denke der gute Benedikt hat sich auf diese Stelle bezogen. www.bibleserver.com/LUT/Johannes1

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Absolut nix 12 Aug 2021 09:20 #89706

@badhofer
Denkst Du, dass Deine Idee einzig mögliche Hypothese, eine Möglichkeit von Vielen, eine Hypothese oder eine Theorie ist?
Hast Du keine Annahmen in Deiner Hypothese/Theorie? Wenn ja, welche?

Sind folgende Aussagen #89703 Annahmen?
- Dabei ist vor dem Urknall fast gar nichts los. Tote Hose sozusagen.
- Ein Ausgleich der verschiedenen Bewegungen (Bewegung und bewegungslos wird später Arbeit leisten)
- Ohne Bezugspunkt ist dieses Etwas sowohl da als auch nicht da. Es fluktuiert. Absolut synchron (symmetrisch) im Takt.

Vor dem Urknall: Wie kann das Universum aus dem Nichts entstehen?

Raum-Zeit-Bläschen können sich spontan bilden. „Wenn man Raum und Zeit ,quantisiert’, dann fluktuieren sie“, sagt Krauss. „Man kann virtuelle Raumzeit genauso erzeugen wie virtuelle Partikel.“ Dann stehen wir vor einer Situation, in der es keine Materie im Raum gibt – und noch nicht einmal Raum, argumentiert der Physiker. „Das ist deutlich näher am Nichts.“

Kein Raum, keine Zeit, keine Materie. Mehr, besser: weniger, geht kaum. Eine Raum-Blase im Quantenformat könnte der Keim des Universums gewesen sein und sich während des Urknalls rasch ausgedehnt haben, nehmen Theoretiker wie Alan Guth vom Massachusetts Institute of Technology an.

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Absolut nix 12 Aug 2021 11:51 #89710

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Wenn durch den Urknall aus "Allem" und "Nichts" das "Etwas" wird.

Ist dieses Entstandene "Etwas" Einheitlich wird dadurch die Möglichkeit geschaffen damit zu rechnen.
1+1 - 1 * 1 / 1 alles Möglich.

Ist dieses Entstandene "Etwas" aber Unterschiedlich kann dadurch keine Logik / Mathe geschaffen werden.

Die Einheitlichkeit des Entstehenden "Etwas" ist eine Grundvoraussetzung für ein Universum wie wir es Kennen.

EDIT:
Für mich ein Guter Anlass zu Denken das wir mit up, down, top und den restlichen Quark Sorten Erdbeere bis Mango
nicht am Ziel sein Können.
Wir sollten mehr Über Quantenschaum bzw. Quanten reden.

EDIT EDIT:
Nur neben bei:
Aus der Sicht meiner These wären wir durch die Betrachtung von Quantenschaum bzw. Quanten bei dem Thema Äther / Atome.
"Essentially all models are wrong, but some are useful."
George E.P. Box

"Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, warum können wir dann 1000 Bilder zum gleichen Thema malen?"
Pablo Picasso (1881-1973)

"Zu nah an der Wahrheit, Zu nah am Leben, Zu penetrant um Ignoriert zu werden."
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Absolut nix 12 Aug 2021 13:15 #89712

Im Altgriechischen hat das Wort Logos ( Λόγος ) recht umfangreiche Bedeutungen: de.wikipedia.org/wiki/Logos
Das lässt sich nicht mit einem einzigen Begriff übersetzen. In deutschen Bibel-Übersetzungen wird das in Joh 1,1 meistens nur mit „Wort“ übersetzt: „Im Anfang war das Wort...“

Ich denke der gute Benedikt hat sich auf diese Stelle bezogen. www.bibleserver.com/LUT/Johannes1


Der gute Joseph Ratzinger, vielen besser bekannt unter seinem Künstlernamen Benedikt, setzte sich in seiner berühmt/berüchtigt gewordenen Regensburger Vorlesung am 12. September 2006 mit dem Thema Glaubensvermittlung durch Gewalt vs Vernunft und insbesondere der Rolle des Islam auseinander. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Herr Ratzinger bei diesem Vortrag und in diesem Kontext auch nur eine Sekunde an den Urknall dachte.

Ja, er bezog sich explizit auf eine der wohl meistzitierten Stellen im Neuen Testament, auf den Prolog im Johannes- Evangelium. Hier dazu ein kurzer Auszug aus seiner Rede:

"An dieser Stelle tut sich ein Scheideweg im Verständnis Gottes und so in der
konkreten Verwirklichung von Religion auf, der uns heute ganz unmittelbar herausfordert.
Ist es nur griechisch zu glauben, daß vernunftwidrig zu handeln dem Wesen Gottes zuwider
ist, oder gilt das immer und in sich selbst? Ich denke, daß an dieser Stelle der tiefe
Einklang zwischen dem, was im besten Sinn griechisch ist, und dem auf der Bibel
gründenden Gottesglauben sichtbar wird.

Den ersten Vers der Genesis, den ersten Vers der Heiligen Schrift überhaupt abwandelnd, hat
Johannes den Prolog seines Evangeliums mit dem Wort eröffnet:
Im Anfang war der Logos.
Dies ist genau das Wort, das der Kaiser gebraucht: Gott handelt “σύν λόγω“, mit Logos.
Logos ist Vernunft und Wort zugleich - eine Vernunft, die schöpferisch ist und sich mitteilen
kann, aber eben als Vernunft.

Johannes hat uns damit das abschließende Wort des biblischen Gottesbegriffs geschenkt, in
dem alle die oft mühsamen und verschlungenen Wege des biblischen Glaubens an ihr
Ziel kommen und ihre Synthese finden.

Im Anfang war der Logos, und der Logos ist Gott, so sagt uns der Evangelist.
Das Zusammentreffen der biblischen Botschaft und des
griechischen Denkens war kein Zufall. Die Vision des heiligen Paulus, dem sich die Wege
in Asien verschlossen und der nächtens in einem Gesicht einen Mazedonier sah und ihn
rufen hörte: Komm herüber und hilf uns (Apg 16, 6 - 10) - diese Vision darf als Verdichtung des von innen her nötigen Aufeinanderzugehens zwischen
biblischem Glauben und griechischem Fragen gedeutet werden."

epub.uni-regensburg.de/406/1/Papstredeneu.pdf
altmod.de/2017/09/12-september-2006-die-...n-benedikt-xvi/1086/

Soweit Herr Ratzinger.
"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen." (Bertolt Brecht 1898 - 1956, deutscher Dramatiker)
"Alle Modelle sind falsch, aber mit manchen kann man ganz gut rechnen" (frei nach George Box 1919-2013, britischer Statistiker)
"Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit Erklärungen. Menschen hören immer nur das, was sie hören wollen" (Paulo Coelho, 1947 - , brasilianischer Schriftsteller)
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Absolut nix 12 Aug 2021 13:32 #89714

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...Soweit Herr Ratzinger...


Diese Richtung interessiert mich wenig. Aber ein Frage habe ich.

Wieviel Observatorien gehören dem Vatikan?
Ich brauche keine Antwort.
Ihr könnt nur mal darüber nachzudenken.
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Absolut nix 12 Aug 2021 14:42 #89719

...Soweit Herr Ratzinger...


Diese Richtung interessiert mich wenig. Aber ein Frage habe ich.

Wieviel Observatorien gehören dem Vatikan?
Ich brauche keine Antwort.
Ihr könnt nur mal darüber nachzudenken.

Auch wenn es dich nicht interessiert ist es zweifellos so, dass die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam (chronologische Reihenfolge) schon immer astronomische Gesetzmäßigkeiten (d.h. Naturgesetze) als göttlich, d.h. dem Menschen übergordnet ansahen und besonders beachteten. Man erkennt das unschwer z.B. an den großen Festen im jeweiligen Kalender.

Dass die Gestirne wie ein Uhrwerk laufen, ist ja seit zehntausenden von Jahren bekannt und der Beweis für den "göttlichen" Verstand. Während das Judentum es mehr mit Jupiter und Saturn hält, stehen im Christentum Sonne und Mond im Vordergund und im Islam ist wohl der Mond bedeutender als die Sonne.

Man kann z.B. zeigen, dass Moses die durchschnittliche Dauer des synodischen Mondumlaufs auf zwei Zeitsekunden genau kannte. Dazu braucht es keine besonders präzisen Observatoriern, nur Strichlisten und viiiiel Zeit, d.h. Beobachtungen mit bloßem Auge über viele Generationen hinweg überliefert. Zeit hatten die Alten noch zur Genüge... nur uns ist sie scheinbar abhanden gekommen, vermutlich weil wir sie neuerdings in Geld umrechnen.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Absolut nix 12 Aug 2021 15:17 #89721

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... Aber ein Frage habe ich.

Wieviel Observatorien gehören dem Vatikan?
Ich brauche keine Antwort.
Ihr könnt nur mal darüber nachzudenken.


Keine Ahnung wie viele es sind. Zähl sie doch selber: de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische_Sternwarte

Vielleicht solltest du über deine Vorurteile nachdenken. Die Katholische Kirche wird als Institution gerne als Rückständig und Feind der Wissenschaft betrachtet und man beruft sich auf einige Genies der Vergangenheit, dessen Forschungsergebnisse von der Kirche abgelehnt wurden.

Man darf in dem Zusammenhang allerdings auch nicht vergessen, dass es schon immer scharenweise irgendwelche Quacksalber gab, die die wildesten Vorstellungen verbreiteten. Die Grenze zwischen Genialität und Wahnsinn soll ja recht klein sein. Das lässt sich nicht immer auf Anhieb eindeutig unterscheiden. Aber eine Instanz die entscheidet was offiziell gelehrt wird und was nicht, macht sicherlich Sinn. (Und nein, ich bin nicht katholisch.)

Heute sind es halt andere Instanzen die entscheiden was die allgemeine Lehrmeinung ist. Ob sie ihren Job besser machen als damals der Vatikan, werden zukünftige Generationen entscheiden müssen.

Aber zurück zum Thema:
Vermutlich habe ich absolut Nichts verstanden (und warum es gleichwertig zu absolut Allem steht) und würde es mit dieser korrekten Gleichung umschreiben: ;)

1 = 0 !!!

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Absolut nix 12 Aug 2021 15:57 #89723

badhofer schrieb:

1) Unendlich viele theoretische Möglichkeiten (Das NICHTS)
2) Eine von diesen unendlich vielen theoretischen Möglichkeiten existiert auch in der Praxis (ein ETWAS) Würde diese eine Möglichkeit in der Praxis nicht existieren, würden auch die unendlich vielen Möglichkeiten in der Theorie nicht existieren, denn ohne etwas wäre nicht einmal nichts.
3) Aufgrund des Fehlens eines Bezugspunktes (dieses Etwas kann sich auf nichts beziehen), ist dieses Etwas sowohl in Bewegung als bewegungslos. Ein Ausgleich der verschiedenen Bewegungen (Bewegung und bewegungslos) wird später Arbeit leisten.
4) Ohne Bezugspunkt ist dieses Etwas aber auch sowohl da als auch nicht da. Es fluktuiert. Absolut synchron (symmetrisch) im Takt.

Mehr war vor dem Urknall nicht. Alles weitere, was man hineininterpretiert, verschleiert nur das wesentliche.



Dann waren wir ja schon mal ähnlicher einer Meinung:
Brooder schrieb:

Dieses Etwas wäre das ewig Existierende, das keine Zeit, keine Materie, keine Bezugspunkte, keine Naturgesetze oder Kausalität kennen muss. Groß und klein, fern und nah gibt es nicht, da es nichts zu messen gibt
Man könnte es als immaterielles Kontinuum der Möglichkeiten oder wie auch immer bezeichnen.
Unser Universum wäre eine Insel der Zeit, des Raumes, der Materie in ihm, aus einer Möglichkeit geboren.


Vielleicht hat die Inflation des Universum damit zu tun, dass dieses immaterielle Kontinuum ( keine Kausalität oder Naturgesetze kennend), einem physikalischen Universum keinerlei Widerstand entgegensetzt.
Dieses Universum kann sich frei entfalten, schafft sich seinen eigenen nun mit Bezugspunkten auch definierbaren Raum, gehemmt nur durch die Naturgesetze die es selbst hervorgebracht hat, wie Gravitation oder die LG usw..
Die Inflation war deshalb möglich, weil im allerersten Moment, selbst diese Naturgesetze noch nicht oder unvollständig geboren waren.
Danach dann galten sie, und seitdem könnte sich ja das Universum mit seiner Maximalgeschwindigkeit nämlich der LG seinen eigenen Raum gebären.
Die Materie hinkt hinterher, da sie durch die mächtige Gravitation gebremst wurde und wird, welche aber auf Grund der wachsenden Entfernung zwischen den großen Materieinseln immer bedeutungsloser wird. (die beschleunigte Expansion könnte dann sowas wie eine Scheinkraft sein).
Einen Rand des Universums kann es (jedenfalls messbar oder durch irgendetwas erreichbar) so auch nicht geben. Kein materielles Ding kann je die vorauseilenden Photonen (welche mglw. auch den Gültigkeitsbereich der Naturgesetze definieren oder manifestieren) einholen.

Nun ja, weithergeholt dieser Phantasieausflug, aber mir hilft es irgendwie, auch mal so über die Dinge nachzudenken.

Bin nun doch wieder zum Teil ins Universum abgedriftet, was badhofer ja nicht so gerne hat, aber wenn dem so ist, wie er schrieb:

Dabei ist vor dem Urknall fast gar nichts los. Tote Hose sozusagen.


gäbe es in diesem Thread ja nicht mehr viel zu erzählen.
Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
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Absolut nix 12 Aug 2021 16:26 #89727

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Absolut nix 12 Aug 2021 18:45 #89735

Im Johannes Evangelium steht: Am Anfang war das Wort (und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort).

Ich habe mich damals gefragt: Was ist / oder bedeutet ein Wort überhaupt ?
Eigentlich ist es für uns ein immaterieller Gedanke den wir mit Hilfe unserer Sprache nach "außen" senden.
Im Grunde besteht es aus nix anderem als aus reinem Informationsgehalt den wir mit Hilfe der Sprache
übermitteln wollen. Ein immaterieller Gedanke wird durch Materie (Zunge, Kehlkopf) Schallwellen übermittelt
und dann von anderen materiellen Bestandteilen (Ohren, usw...) wieder zu einem neuen immateriellen Gedanken
beim Gegenüber zusammengefügt. Das gleiche gilt für die Schrift. Ich kann meine Gedanken materiell
einem Gegenüber mitteilen der diese dann ließt und auch immateriell gedanklich verstehen kann.
Schon komisch wie der "Geist" und die Materie miteinander interagieren.
Evtl. sind sie ja ein und dasselbe. Materie " in Form" (Information) gebracht. Guckt man ins Allerkleinste
der Materie dann löst sie sich ja auch quasi auf und wird nur noch für uns greifbar über eine "immaterielle"
Sprache der Mathematik. Deshalb habe ich die Vorstellung (mit den Jahren) entwickelt dass Information
wirklich grundlegend ist. Es ist nicht nur Raum / Zeit / Materie-Energie grundlegend für unser Universum
sondern auch die Information. Evtl. ist sie der "Urgrund" von allem. Wichtig ist sie bestimmt...

Anton Zeilinger sagte:

Für mich deutet das in die Richtung, dass Information fundamentaler ist als alle anderen Konzepte.
Schon das Johannes-Evangelium beginnt mit "Am Anfang war das Wort". Das kann ich auch mit Information übersetzen.


www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/...endnis-der-Welt.html

Brooder schrieb:
Die Inflation war deshalb möglich, weil im allerersten Moment, selbst diese Naturgesetze noch nicht oder unvollständig geboren waren.


Hmmmm... bist du dir da sicher?
Ich glaube eher dass die (die Naturkonstanten) von Anfang an wirksam waren. Ich denke mir:
Das Universum hatte überhaupt keine Wahl anders zu werden als es geworden ist weil in dem "Ur-Etwas"
die Information darüber (das Wort) schon enthalten war als Ur-Eigenschaft seiner selbst.

Man kann natürlich sagen die Naturkonstanten sind so weil es unendlich viele Multiversen gibt und
bei unserem ist es gerade so gewesen dass alles passt. Genauso kann man sagen die Affen haben
eine Ewigkeit Zeit gehabt um Urknall-Weltall und das Leben zu tippen. Hihi--- mag sein aber
für mich irgendwie ...., naja :lol:
Klingt für mich alles nach einer Ausrede für etwas was man nicht erklären kann (hehe als Lückenbüßer).
Sind aber alles nur so Gedanken von mir, nix wo ich mich festgelegt hätte. Bin einfach nur auf der Suche
und verlaufe mich gedanklich oft.

LG
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Absolut nix 12 Aug 2021 20:51 #89741

Man kann natürlich sagen die Naturkonstanten sind so weil es unendlich viele Multiversen gibt und bei unserem ist es gerade so gewesen dass alles passt.

Genau, aber es ist kein besonderer Zufall, dass gerade alles passt.

Vielmehr muss es zwingend so sein, sonst wäre das Universum nicht so wie es ist und wir wären nicht wir. Mit anderen Naturgesetzen oder -konstanten wäre es eben ein anderes Universum mit vielleicht anderen Lebensformen und anderer Logik oder ganz ohne Lebensformen oder nicht mal ein Universum, das den Namen verdient... sowas wie sich manche den Zustand "vor" dem Urknall vorstellen für alle Ewigkeit...

Da unser Universum nun mal existiert ist es sozusagen die beste aller Welten, und das zwangsläufig, ohne besonderen Zufall cool) .
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Absolut nix 12 Aug 2021 21:56 #89744

Steinzeit-Astronom,

ein Universum mit anderer Logik? Eine Mathematische Welt mit anderer Logik?
Sollte nicht auch in einem Paralleluniversum nicht 1 + 1= 2 sein?

Ob es in einer Parallelwelt auch eine andere Mathematik gäbe, weiß natürlich keiner, da wir keine Parallelwelten kennen.

Aber es liegt doch nahe, dass die Logik ein Wesenselement aller denkbaren Universen sein sollte.

Falls nicht, höre ich auf, über Parallelwelten überhaupt nachzudenken.

Haha, nett der Gedanke.

Thomas
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Absolut nix 12 Aug 2021 22:05 #89745

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...Soweit Herr Ratzinger...


Diese Richtung interessiert mich wenig. Aber ein Frage habe ich.

Wieviel Observatorien gehören dem Vatikan?
Ich brauche keine Antwort.
Ihr könnt nur mal darüber nachzudenken.

Auch wenn es dich nicht interessiert ist es zweifellos so, dass die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam (chronologische Reihenfolge) schon immer astronomische Gesetzmäßigkeiten (d.h. Naturgesetze) als göttlich, d.h. dem Menschen übergordnet ansahen und besonders beachteten. Man erkennt das unschwer z.B. an den großen Festen im jeweiligen Kalender.

Dass die Gestirne wie ein Uhrwerk laufen, ist ja seit zehntausenden von Jahren bekannt und der Beweis für den "göttlichen" Verstand. Während das Judentum es mehr mit Jupiter und Saturn hält, stehen im Christentum Sonne und Mond im Vordergund und im Islam ist wohl der Mond bedeutender als die Sonne.

Man kann z.B. zeigen, dass Moses die durchschnittliche Dauer des synodischen Mondumlaufs auf zwei Zeitsekunden genau kannte. Dazu braucht es keine besonders präzisen Observatoriern, nur Strichlisten und viiiiel Zeit, d.h. Beobachtungen mit bloßem Auge über viele Generationen hinweg überliefert. Zeit hatten die Alten noch zur Genüge... nur uns ist sie scheinbar abhanden gekommen, vermutlich weil wir sie neuerdings in Geld umrechnen.


Ich befürchte, da off topic, Sperrung, habe aber eine Frage zu deinem Text, Rot gekennzeichnet, im Spoiler, lieber Steinzeit-Astronom!
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Absolut nix 12 Aug 2021 22:08 #89746

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badhofer: Dabei ist vor dem Urknall fast gar nichts los. Tote Hose sozusagen.


Brooder: gäbe es in diesem Thread ja nicht mehr viel zu erzählen.

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