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Corona wie geht es weiter 15 Jun 2020 12:26 #64398

Die Corona-App für das Smartphone wird nun in diesen Tagen ausgerollt. Zur Kontaktaufnahme mit benachbarten Devices wird die Bluetooth-Technologie, also grob gesagt ein Kurzstreckenfunk, verwendet.

Über den Datenschutz in Verbindung mit der App wurde in den letzten Wochen viel diskutiert, diese Frage hält man nun für zufriedenstellend gelöst. Interessanterweise ist aber die Bluetooth-Technologie kein Thema. Eigentlich wurde Bluetooth immer als potentielles Einfallstor für Hacker gesehen und es wurde geraten, wo immer möglich diese Funktion zu deaktivieren. Gelten diese Bedenken heute nicht mehr ?

Hier ein paar Sätze dazu aus der Zeitschrift CHIP (aus 2014):
Bluetooth: So schützen Sie sich vor einem Hackerangriff
- Verbinden Sie Ihre Bluetooth-Geräte nur in sicherer Umgebung. Menschen-Massen und Cafés mit freiem WLAN sollten Sie hierfür lieber meiden.
- Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, verbinden Sie Ihre Geräte nur, wenn keine anderen Bluetooth-Geräte in Ihrer Reichweite angezeigt werden.
- Schalten Sie die Bluetooth-Verbindung an Ihren Geräten aus, wenn Sie diese nicht nutzen. Das ist nicht nur sicherer sondern spart nebenbei auch Akku.
- Wird eine bestehende Bluetooth-Verbindung getrennt und müssen Sie die Geräte erneut koppeln, brechen Sie den Vorgang vorerst ab. In diesem Fall sollten Sie die Verbindung erst in einer wirklich sicheren Umgebung wieder herstellen.

Interessant ist auch ein Detail aus der Funktionsbeschreibung. Die App registriert, wenn sich das Smartphone eines als infiziert geltenden Menschen mindestens 15 Minuten in zwei Meter Abstand von mir befindet. Warum das denn ? Demnach dürfte die App bei einem Einkauf im Supermarkt praktisch nie anschlagen. Sind also Schutzmasken in Supermärkten überflüssig, weil ich dort niemals über so lange Zeit auf diesen Abstand komme, oder ist die App zu unscharf programmiert ?
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Corona wie geht es weiter 16 Jun 2020 07:24 #64399

Hallo Gaston,

die 15 Minuten geben Anlass zu einem ausgiebigen Lachen.

Man muss das Virus fragen, ob ihm die 15 Minuten genügen, oder ob es schneller oder langsamer sich verbreitet.
In einem geschlossenen ungelüfteten Raum kann eine Übertragung nach einer Minute erledigt sein, im Freien bleibt sie wahrscheinlich aus.

Woher also die 15 Minuten.

Was ich auch nicht verstehe: wieso läuft ein Infizierter frei mit seinem handy herum? Er weiß doch, dass er infiziert ist. Wenn er oder sie es nicht weiß, weiß dessen Handy es doch auch nicht.
Oder gibt es jetzt schon Handys, die unbemerkt Abstriche machen?

Intelligente Handys sollten dem Handyträger melden, wenn sie eine erhöhte Viruskonzentration messen und ihm sofort sagen, entferne dich!

Aber dafür sind die Dinger noch zu blöd.

Wahrscheinlich kann man das Virus auch nicht riechen, sonst könnte man wenigstens seinen Hund auf es trainieren.

Aber in Zeiten der Digitalisierung sind Hunde eben out und Apps sind in.

Thomas

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Corona wie geht es weiter 16 Jun 2020 14:31 #64400

Hallo Thomas,

ich glaube, was diese 15-Minuten-Grenze angeht, sind wir beide einer Meinung. Man versteht es nicht.

Mit der bereits erfolgten Virusinfektion sieht es etwas anders aus. Wer infiziert ist, kommt mindestens in Quarantäne oder ins Krankenhaus, so wie heute schon. Die Idee mit der App ist aber, dass der Infizierte diesen Tatbestand in seiner App einträgt, sobald er einen positiven Befund hat. Das wird immer erst einige Tage nach der Infektion und ggf. weiteren Ansteckungen geschehen können. Dazu braucht er übrigens einen Code vom Gesundsheitsamt, damit Missbrauch verhindert wird. In diesem Moment erhalten alle Personen, die in den letzten Tagen in seiner Nähe waren, eine Nachricht auf ihrem Smartphone und können entsprechend reagieren. Das macht dann schon Sinn.

Ich persönlich hoffe auf rege Beteiligung, weil ich das grundsätzlich für einen guten Ansatz halte.

gaston

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Corona wie geht es weiter 16 Jun 2020 16:44 #64401

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Ich werde mir die App runterladen, um ein politisches Zeichen zu setzen - auch wenn ich befürchte, dass sie durch den Datenschutzgedanken ihren Sinn nicht mehr wirklich erfüllt.

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Corona wie geht es weiter 16 Jun 2020 21:54 #64402

Gaston,

Geb dir recht, wenn du sagst, dass die App dann richtig wirkt und in die Vergangenheit zurückleuchtet, wenn ich jetzt dem Handy sage, ich bin gerade positiv getestet worden.

Im Prinzip richtig gedacht, aber in der Praxis, wie in Singapur inzwischen schon festgestellt, eine Datenflut, die die Gesundheitsämter hoffnungslos überfordert.

In Singapur hat man die App wieder aus dem Verkehr gezogen, weil sie ein heilloses Durcheinander angerichtet hat.

Fehlmeldungen, Falschmeldungen, Nichtmeldungen, und damit ein Datenwust, mit dem sich keiner mehr zurecht fand.

Ein paar Algorithmen ersetzen halt nicht unseren komplex denkenden Verstand.

Wenn man diese App als Prototyp kennzeichnen würde, quasi als den ersten Schritt zu einem evolutionär ausgelegtem Prozess, an dessen Ende tatsächlich etwas Sinnvolles stehen kann, dann wäre man wenigstens ehrlich.

So entstand heute der Eindruck, als ob die App der Heilsbringer sei. Ist sie mit Nichten.

Im Gegenteil, sie wiegt die Menschen in Sicherheit, wo keine ist.

Wie hat heute Prof. Kekule so schön formuliert: man erntet die Banane, wenn sie noch grün ist und lässt sie dann beim Endverbraucher reifen.

Ach ja, noch eine Bemerkung von Kekule, fand ich sehr amüsant: die App ist das Ergebnis zwischen Batteriekapazität des Handys und der Austauschfrequenz. Nur alle 5 Minuten überprüfen die Handys, ob sie sich noch nahe sind.
Es gilt auch in Zeiten von Corona der Energieerhaltungssatz! Auf den kann man sich wenigstens noch verlassen!

Thomas

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Letzte Änderung: von Thomas.

Corona wie geht es weiter 20 Jun 2020 20:42 #64404

Ja, wie geht es weiter?

Heute kam in den Nachrichten ein Beitrag, der mit dem Begriff Viren und Aerosole angekündigt wurde.
Danach wurde ein Filmbeitrag gezeigt von der Universität der Bundeswehr in München, in dem man einen Menschen mit Schutzmaske sah, der Rauch ausblies, der natürlicherweise seitlich entwich.

Rauchpartikel sind um den Faktor 1000 größer als Aerosole.

Zur journalistischen Redlichkeit hätte gehört, dass man die Größenordnungen erklärt hätte und dann davon die Verweildauer von Aerosolen in der Luft abgeleitet hätte.

Und dann erklärt hätte, warum aus einem Tröpfchen ein Aerosol wird.

Denn dann wäre klar geworden, warum man geschlossene Räume meiden oder gut durchlüften muss und im Herbst für solche gut durchlüfteten Räume sorgen sollte. Stichwort Klimaanlagen, die die Luft absaugen und über Wärmetauscher frische Luft zuführen.

Das wäre als Vorbereitung für den Herbst und Winter viel wichtiger als Masken und Abstand.

Eine unzulängliche Berichterstattung, die zu unzulänglichen Nichthandlungen, also zu Unterlassungen führt.
Und diese wiederum zu erhöhtem Risiko.

Wer in der Lage ist, Millionen von Masken zu beschaffen, sollte jetzt für das Winterhalbjahr vorsorgen und Lüftungsanlagen optimieren und viele weitere dazu bauen.

Thomas

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Corona wie geht es weiter 21 Jun 2020 11:58 #64406

Thomas schrieb: Zur journalistischen Redlichkeit hätte gehört, dass man die Größenordnungen erklärt hätte und dann davon die Verweildauer von Aerosolen in der Luft abgeleitet hätte. Und dann erklärt hätte, warum aus einem Tröpfchen ein Aerosol wird.

Anlass für den knapp zweiminütigen Beitrag war das Verhalten auf Großdemos und die Intention der Berichterstattung war, die damit verbundenen Risiken und Möglichkeiten zu deren Minimierung aufzuzeigen. Schreien ohne Maske verursacht ein deutlich aggresiveres Ausbreitungsverhalten des Virus als gemäßigtes Reden mit Maske. Auch die Unterschiede zwischen geschlossenen Räumen und der freien Natur wurde aufgezeigt. Darauf kam es im Beitrag an, und das wurde knapp und allgemeinverständlich, auch mit kurzen Labor-Videos, dargestellt. Insgesamt zielgruppengerecht und journalistisch auf hohem Niveau.

Wissenschaftlich angehauchte Erläuterungen zum Unterschied zwischen Tröpfchen und Aerosolen hätten der Zielgruppe nicht weitergeholfen und nur Nachrichten-Sendezeit gekostet. Wer sich für die Physik dahinter interessiert, kann auf Sendungen wie "nano" (ZDF, mo-fr 18:30 ) ausweichen oder sich anderweitig informieren.

Wer möchte, kann sich den kurzen Beitrag anschauen:
www.br.de/nachrichten/wissen/aerosol-for...ise-sprechen,S2Qo4TH

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Letzte Änderung: von gaston.

Corona wie geht es weiter 21 Jun 2020 16:10 #64407

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Das Problem für viele Länder ist, dass sie keine Chance haben, Corona zu kontrollieren.

Vergleichen wir Brasilien und Peru.

Bei Brasilien könnte man sagen, die Heftigkeit des Ausbruchs ist Schuld des Präseidenten, der Corona bewusst verharmlost.

Bei Peru hat die Regierung frühzeitig reagiert und einen Lockdown versucht (Aussage eines Bekannten, der mit einer Peruanerin verheiratet ist). Das Problem war, dass gerade die ärmste Bevölkerungsschicht den Lockdown nicht einhalten konnte. Sie hatten die Wahl zu verhungern oder weiter ihren Geschäften nachzugehen. Für sie war Corona das geringere Problem.

Wenn man berücksichtigt, dass Brasilien viel mehr Einwohner hat als Peru, wütet das Virus in beiden Ländern etwa gleich schlimm. Und dies obwohl sie ganz unterschiedliche Regierungen haben.

Ein ähnliches Problem hat derzeit Indien, wo der Lockdown ebenfalls nicht funktioniert.

Die Frage ist: Wie soll ein weniger entwickeltes Land auf Corona reagieren? Ist die Strategie des brasilianischen Präsidenten bezüglich Corona vielleicht sogar die beste Lösung für sein Land?

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Corona wie geht es weiter 21 Jun 2020 16:41 #64408

PeterW schrieb: Ist die Strategie des brasilianischen Präsidenten bezüglich Corona vielleicht sogar die beste Lösung für sein Land?

Herr Bolsonaro hat seine Bevölkerung hinters Licht geführt und belogen. Insofern kann ich seinem schäbigen Verhalten keinerlei Sympathie entgegenbringen. Dass der arme Teil der Bevölkerung nicht in der Lage ist, irgendwelche Hygieneregeln einzuhalten, liegt auf der Hand. Man schaue sich nur die Bilder aus den Favelas an. Im Kabinett Bolsonaro wurde ja auch der Vorschlag eingebracht, die Abholzung der Regenwälder jetzt zu forcieren, weil das im Schatten von Corona untergeht. Ich kann nichts dafür, in Mitteleuropa geboren zu sein, aber ich bin dankbar dafür.

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Corona wie geht es weiter 21 Jun 2020 18:11 #64409

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Ich habe nur die Corona Politik gemeint, nicht die Abholzung des Regenwalds. Letzteres ist unverzeihlich.

Brasilien und Peru waren für mich nur Beispiele. Die Frage ist, haben Entwicklungsländer eine andere Wahl als Corona zu ignorieren?

Wenn sie keine Chance haben, etwas gegen Corona zu unternehmen, macht es dann Sinn, wenigstens die (ohnehin schwache 3. Welt) Wirtschaft am Laufen zu halten?

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Corona wie geht es weiter 24 Jun 2020 10:55 #64411

PeterW schrieb: Die Frage ist, haben Entwicklungsländer eine andere Wahl als Corona zu ignorieren?

Am Beispiel Peru sieht man das Dilemma. Die Regierung hat strenge Maßnahmen angeordnet, die unseren ähneln und grundsätzlich sinnvoll erscheinen. Allerdings sind große Teile der Bevölkerung nicht in der Lage, die geforderten Beschränkungen und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Es mangelt an der Möglichkeit zur Umsetzung. Infizieren und erkranken oder verhungern, das scheinen vielerorts die Alternativen zu sein.

Wollen wir uns die Folgen der Ignoranz von Corona anschauen, können wir bei uns im Land bleiben, ein Blick nach NRW genügt. Ein verantwortungsloser Unternehmer und ein hilfloser Ministerpräsident reichen aus, um die Fallzahlen explodieren zu lassen. Und wie beschämend ist das denn, wenn seine Exzellenz der rumänische Botschafter die deutsche Regierung auffordern muss, für angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen seiner Landsleute hier bei uns zu sorgen.

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Corona wie geht es weiter 22 Sep 2020 04:49 #64490

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www.focus.de/gesundheit/news/infektion-s...hen_id_12456359.html

Es häufen sich Berichte, dass Leute kurz nach einer Coronainfektion eine zweite bekommen haben. Unter Umständen war diese zweite Infektion schwerwiegender als die erste. Den Traum einer natürlichen Herdenimmunität kann man damit entgültig begraben.

Dass dies nicht der Fall ist, darauf deuten vier gemeldete Fälle von Menschen hin, die sich ein zweites Mal mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

Bei einem Fall, der in der Fachzeitschrift „Lancet“ veröffentlicht wurde, handelt es sich um einen 25-jährigen Amerikaner, der erstmals am 18. April positiv auf Corona getestet wurde. Bei ihm traten Symptome wie Kopfweh, Husten, Halsweh, Übelkeit und Durchfall auf, die zehn Tage anhielten. Nach der Erkrankung bestätigten zwei Tests ein negatives Ergebnis.

Am 31. Mai, nur 48 Tage später, traten bei dem jungen Mann erneut Covid-19-Symptome wie Fieber, Kopfweh, Husten, Übelkeit und Durchfall auf – diesmal so heftig, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste und sogar Sauerstoff benötigte. Ein Test ergab, dass er sich erneut infiziert hatte. Das Besorgniserregende: Der zweite Verlauf war deutlich schlimmer als der erste.

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Corona wie geht es weiter 22 Sep 2020 22:23 #64492

Das Virus repariert sich selbst. Es generiert Enzyme, die Fehler im eigenen RNA Strang beheben. Das macht dieses Virus so Brand gefährlich.

Deshalb mutiert es so wenig und passt sich an seinen Wirt so wenig an. Umgangssprachlich könnte man sagen, es ist stur!

Auf diese Sturheit muss unser Immunsystem erst eine Antwort finden. Unser Immunsystem kann im ersten Moment mit diesem Virus nicht verhandeln.

Deshalb gibt es nach überstandener Krankheit Neuinfektionen, die im ersten Verlauf keine Antikörper zu bilden in der Lage waren.

Also es gibt solche Fälle!

Bei den meisten gelingt aber die Bildung von Antikörpern.

Aber auch die Merkfähigkeit des Immunsystems scheint bezgl . Covid 19 etwas individuell, also auf das Individuum bezogen zu sein.

Mal schauen, was man da in Zukunft heraus bekommt.

Thomas

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Corona wie geht es weiter 06 Okt 2020 05:22 #64501

Hallo Zusammen,

vielleicht ist es an der Zeit, hier eine Zwischenbemerkung zu machen.

Wie man in allen Presseorganen hört, sieht oder liest, steigen die Fallzahlen jetzt im Herbst, wie erwartet, wieder an.
In Europa sind die Regionen und Länder sehr unterschiedlich betroffen.
So steigen die Neuinfektionen in Frankreich und Spanien dramatisch an, während Italien kaum betroffen ist.
Das ist eigentlich auf den ersten Blick nicht zu verstehen, denn Italien war ja im Frühjahr auch schwer betroffen.

Was also läuft in Italien jetzt anders als in Spanien oder Frankreich?

Unabhängig davon sieht man zwar den Anstieg der gemeldeten Fallzahlen, aber dies sind nur die gemeldeten Neuinfektionen.
Auffallend ist, dass die Kurve der Krankenhauseinlieferungen und die Kurve der Sterbefälle den Neuinfektionen nicht folgt. Sie bleiben auf niedrigem Niveau.

Könnte ein Hinweis darauf sein, dass wir es doch mit bereits mutierten Viren zu tun haben, die eine deutlich verminderte Gefährlichkeit aufweisen.

Was natürlich erst zu beweisen wäre.

Insgesamt lässt sich für Deutschland sagen, dass die monatliche Gesamtsterblichkeit durch Corona nicht erhöht wird.
Sie liegt um die 16.000 Tote / Monat und liegt im Vergleich zu den Vorjahren absolut im Durchschnitt.

Wenn das über die Wintermonate sich fortsetzt, dann würde dieses Virus allmählich seinen Schrecken verlieren, auch ohne Impfstoff.

Thomas

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Corona wie geht es weiter 13 Okt 2020 17:56 #64514

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Thomas schrieb: Unabhängig davon sieht man zwar den Anstieg der gemeldeten Fallzahlen, aber dies sind nur die gemeldeten Neuinfektionen.
Auffallend ist, dass die Kurve der Krankenhauseinlieferungen und die Kurve der Sterbefälle den Neuinfektionen nicht folgt. Sie bleiben auf niedrigem Niveau.

Könnte ein Hinweis darauf sein, dass wir es doch mit bereits mutierten Viren zu tun haben, die eine deutlich verminderte Gefährlichkeit aufweisen.


Das Durchschnittsalter ist derzeit bei der 2. Welle deutlich niedriger, daher ist auch die Zahl der Todesopfer niedriger. Nach den Aussagen, die ich bisher gelesen habe, ist das Virus nicht harmloser geworden.

Und - die spezielle Therapie von Donald Trump steht uns Normalbürgern nicht zur Verfügung.

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Corona wie geht es weiter 24 Okt 2020 20:32 #64541

Jetzt steigen auch die Zahlen in den Krankenhäusern und die Zahlen der Todesopfer. Sie folgen den Infiziertenzahlen zeitverzögert.

Der Aerosolcharakter der Partikel gewinnt an Bedeutung. Man versteht langsam, dass das Partikel nur 1/10000 mm groß ist, also 100 mal kleiner als ein Staubkorn.
Und man versteht auch zunehmend, dass man das Partikel mit Physik bekämpfen kann, ja vielleicht sogar muss.

Mit harter UV Strahlung kann man das Partikel funktionsuntüchtig machen! Eigentlich klar!

(Es gab gestern in den Nachrichten einen Bericht über eine Firma, hier aus Geisenfeld, die das integriert in Deckenleuchten anbietet. Toll! Erkannt und umgesetzt!)

Das hat die Sonne für uns im Sommer besorgt! Deshalb war im Sommer die Dichte funktionsfähiger Partikel niedrig.

Jetzt, mit stark abfallender Sonneneinstrahlung, behält das Partikel seine Funktionstüchtigkeit deutlich länger und damit steigt die Partikeldichte und damit die Ansteckungswahrscheinlichkeit.

Ob unser Verhalten einem solchen physikalischen Zusammenhang Paroli bieten kann, wird sich zeigen.

Bin gespannt, mit welcher Macht die Natur uns in diesem Fall treffen wird.

Die Natur sitzt immer am längeren Hebel!

Thomas

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Corona wie geht es weiter 26 Okt 2020 22:58 #64557

Die heutige Berichterstattung in den Medien über die Wirksamkeit von Masken zeigt, dass man weder deren eindeutige Wirkung im Griff hat noch eine klare Vorstellung davon hat, was Aerosole sind.

Aerosole sind Schwebeteilchen, die aufgrund ihres geringen Gewichts sehr lange in der Luft verweilen können.
Je leichter, umso länger!

Wenn man jetzt weiß, dass das Coronapartikel nur ein 10.000 tel mm groß ist, dann gilt es zu untersuchen, ob auch hochwertige Masken, diesen Partikelgrössen standhalten können.

Nichts davon in den Nachrichten! Keine detaillierte Information!

Wir müssen der Bevölkerung mehr Verstand zumuten! Die Leute sind doch nicht alle dumm!

Vielleicht sollte man einen eigenen wissenschaflicht ausgerichteten Coronakanal im öffentlichen Fernsehen einrichten. Dann könnte man sich wahrscheinlich viele Sondersendungen ersparen.

bleibt alle gesund

Thomas

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Corona wie geht es weiter 31 Okt 2020 10:30 #64579

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Wenn man sieht, wie sehr sich die "Top-Virologen" widersprechen, dann würde eine öffentliche Diskussion nur zur totalen Verwirrung führen.

Ich finde es richtig, dass die Politik aus dem ihr vorliegenden Informationen Maßnahmen ableitet und diese zum Schutz von uns allen auch durchsetzt. Und dies trotz aller gegenwärtig noch bestehenden wissenschaftlichen Unsicherheiten.

Es kann beispielsweise nicht sein, dass jeder selbst entscheidet, ob das Tragen einer Maske für ihn sinnvoll ist. In einer vollen U-Bahn kann beispielsweise ein Nicht-Maskenträger einige andere anstecken - und das darf nicht seine Entscheidung sein.

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Corona wie geht es weiter 31 Okt 2020 22:28 #64588

Prinzipiell hast du recht. Aber ob ein Nichtmaskenträger viele andere anstecken kann, setzt voraus, dass er gerade ansteckend ist.

Ich würde hier mal ausgewiesene Statistiker zu Wort kommen lassen.
Welche Ansteckungs - Wahrscheinlichkeiten stecken hinter welchen äußeren Bedingungen?

Die Virendichte, die Vierendichte in Abhängigkeit von der Zeit in geschlossenen Räumen, die Dauer der Funktionstüchtigkeit der Viren, die Verweildauer in den niederen Luftschichten, zB wenn es regnet. Werden Viren mit Regen auch ausgewaschen?

Natürlich kann man auf solche Fragestellungen nur sinnvolle Antworten geben, wenn man das Virus selbst, physikalisch,chemisch und biologisch hinreichend kennt.

Ich meine, dass das hinreichend der Fall ist.

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Corona wie geht es weiter 01 Nov 2020 10:18 #64591

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Thomas schrieb: Prinzipiell hast du recht. Aber ob ein Nichtmaskenträger viele andere anstecken kann, setzt voraus, dass er gerade ansteckend ist.


Da niemand sicher ausschließen kann, Corona zu haben und ansteckend zu sein, reduziert eine Maskenpflicht an belebten Orten das Ansteckungsrisiko für andere und damit ist sie für mich alternativlos.


Thomas schrieb: Ich würde hier mal ausgewiesene Statistiker zu Wort kommen lassen.
Welche Ansteckungs - Wahrscheinlichkeiten stecken hinter welchen äußeren Bedingungen?


Heute haben wir das Problem, dass wir bei 75% der Ansteckungen den Ansteckungsweg nicht ermitteln können. Dies macht jede sinnvolle fundierte Aussage unmöglich. Lobbyisten, die sagen, dass ... kein Infektionstreiber ist, stellen somit unfundierte Behauptungen auf.

Man sieht ja an den Reaktionen der Politik, dass sie nach dem Try-and-Error Prinzip vorgehen. Sie beschließen Maßnahmen und schauen dann, welchen Erfolg sie haben. Gäbe es wissenschaftliche Erkenntnisse, wie viel jede einzelne Maßnahme bringen würde, dann würden sie veröffentlicht werden und die Politik würde sich daran orientieren.

Zwei Aspekte kommen für mich noch erschwerend hinzu:
- Zwei Maßnahmen sind oft nicht unabhängig voneinander zu betrachten. Wenn Maßnahme A alleine den R-Wert um 0,15 und Maßnahme B alleine den R-Wert um 0,1 senken würde, dann würde dies keineswegs heißen, das beide Maßnahmen zusammen den R-Wert um 0,25 senken würden.
- Für den Erfolg einer Maßnahme kommt es wesentlich darauf an, dass sie akzeptiert und eingehalten wird und dass ihr Nutzen nicht durch andere Aktivitäten zunichte gemacht wird.

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Corona wie geht es weiter 01 Nov 2020 19:13 #64595

Naja, wie man es nimmt.

Da werden Maßnahmen getroffen, von denen man sich erhofft, dass sie wirksam sind, Abstand, Masken und Lüften.

Und trotzdem entwickeln sich die Fallzahlen jetzt im Herbst exponentiell.

Man reagiert darauf mit einem Lockdown light. Wenn sich kein genügender Erfolg einstellen wird, dann kommt der Lockdown heavy.

Das Virus wird trotz aller Maßnahmen nicht verschwinden. Dann kann man noch einen Winterlockdown machen, der dann bis zum April dauert.
Jedes Monat kostet etwa 20 Mrd. Euro , wahrscheinlich mit zunehmender Zeitdauer noch viel mehr.
Das werden wir nicht lange durchhalten.

Karl Lauterbach will jetzt sogar in die Privatsphäre eindringen, um das korrekte Verhalten der Bürger überprüfen zu können.
Das zeigt, wie dramatisch er diesen exponentiellen Anstieg sieht und wie wenig Vertrauen er in die bisher getroffen Maßnahmen hat.

Aus meiner Sicht spielt die Virendichte, die man abbekommt die entscheidende Rolle für die Ansteckungswahrscheinlichkeit.

Deshalb sind alle Maßnahmen, die man trifft, um letztere abzusenken, sinnvoll.

Was fehlt ist ein Maßnahmen-Ranking hinsichtlich der Effizienz jeder getroffenen Maßnahme.
Thomas

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Corona wie geht es weiter 06 Nov 2020 20:59 #64603

Es kommt mir schon sehr bemerkenswert vor, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Sonnenstand, der Tageslänge, der UV - Intensität und der Temperatur korreliert.
Sollten diese Korrelationen einen belastbaren Hintergrund haben, dann sind alle getroffenen Maßnahmen lediglich Versuche, das Infektionsgeschehen zu dämpfen.
Wir werden aber keinen durchgreifenden Erfolg haben.
Der exponentielle Verlauf würde bis Mitte - Ende Dezember weiter zunehmen, um dann mit steigendem Sonnenstand wieder abzunehmen.

Bin gespannt, ob diese Vermutung sich bestätigen wird.

Desweiteren sei bemerkt, dass das Virus sich aufgrund seiner Kleinheit in kurzer Zeit weltweit verbreitet hat.
Das kann nur erklärt werden, wenn es als Aerosol um die Welt gewandert ist. Sicher nicht allein über menschliche Kontakte.

Wenn das richtig ist, dann lässt sich das Virus vornehmlich von Umweltbedingungen beeinflussen. Also die oben genannten.

Ob diese Vermutung stimmt, wird man wahrscheinlich erst sehen, wenn wir 1 - 2 Jahre weiter sind.

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Corona wie geht es weiter 08 Nov 2020 17:38 #64608

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Thomas schrieb: Karl Lauterbach will jetzt sogar in die Privatsphäre eindringen, um das korrekte Verhalten der Bürger überprüfen zu können.
Das zeigt, wie dramatisch er diesen exponentiellen Anstieg sieht und wie wenig Vertrauen er in die bisher getroffen Maßnahmen hat.


Das Problem ist, dass die Maßnahmen im öffentlichen Bereich nur wirken, wenn sie nicht im privaten Bereich unterlaufen werden.

Partys im öffentlichen Raum zu unterbinden ist sinnvoll. Das wirkt aber nur, wenn die Partys dann nicht in den privaten Raum verlagert werden. Um dies zu verhindern, muss bei einem Verdacht eine entsprechende Kontrolle möglich sein und Verstöße empfindlich sanktioniert werden.

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Corona wie geht es weiter 08 Nov 2020 17:42 #64609

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Thomas schrieb: Desweiteren sei bemerkt, dass das Virus sich aufgrund seiner Kleinheit in kurzer Zeit weltweit verbreitet hat.
Das kann nur erklärt werden, wenn es als Aerosol um die Welt gewandert ist. Sicher nicht allein über menschliche Kontakte.


Das denke ich nicht. Man sieht das daran, dass Inseln, die sich abschotten, Corona-frei werden können (Beispiel Neuseeland).

Durch Flugverkehr kann sich ein Virus (ohne Lockdown) innerhalb einer Woche in alle Städte verbreiten, die einen Flughafen haben. Von dort kann es seinen Siegeszug weiter vorantreiben.

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Corona wie geht es weiter 08 Nov 2020 22:18 #64614

PeterW,

dein Argument ist stichhaltig, ist nicht von der Hand zu weisen.

Wenn es stimmt, dann müssten Flugreisende das Virus über die Kontinente und schließlich auch auf die entlegenste Plätze verfrachtet haben.

Muss mal bei der Osterinsel oder den Pitcairninseln nachschauen, ob es da auch schon aufgetaucht ist.

Bemerkenswert ist, dass in den Flugzeugen selbst offensichtlich kein Infektionsgeschehen nachgewiesen werden konnte.

Also, ob die Fliegerei für die Ausbreitung verantwortlich allein ist, ich weiß nicht, ob das stimmig ist.

Ich meine eher, dass das Virus vertragen wird durch Wind und Wetter, und dass es lange funktionstüchtig bleibt, wenn es nicht die durch UV Strahlung der Sonne und anderer Umweltbedingungen entscheidend funktionsuntüchtig gemacht wird.

Findet es einen neuen Wirt, vermehrt es sich dort explosionsartig.
Deshalb wird es auch in Neuseeland immer wieder auftauchen.

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Corona wie geht es weiter 15 Nov 2020 05:59 #64634

Frau Merkel verkündete kürzlich, dass die Ausbreitung des Virus eine Temperaturabhängigkeit zeige.

Leider fügte sie nicht hinzu, ob das jetzt ihre Vermutung sei, oder eine belastbare Aussage ist.

Wenn man jedoch sieht, dass der neue Impfstoff bei - 70 C* gelagert wird, also tiefgefroren, dann doch nur deshalb, um seine Funktionstüchtigkeit zu erhalten. D.h., seine Moleküle werden an zu heftigen gegenseitigen Stößen gehindert. Die Brownsche Molekularbewegung wird herunter gefahren.

Übertragen auf das Virus könnte also durchaus das Gleiche gelten. Je kühler, umso unbeschadeter und damit funktionstüchtiger.

Welchen Anteil eine solche Abhängigkeit am Infektionsgeschehen jedoch hat, scheint im Augenblick niemand zu wissen.

Wenn man nach Indien oder Brasilien schaut, dort ist es sehr warm und der UV -Anteil der Sonne hoch, und trotzdem das Infektionsgeschehen sehr hoch, dann scheint der Temperatur - und UV - Effekt vom Kontaktverhalten der Menschen überkompensiert zu werden.

Interessant wäre es, herauszufinden, in welchen Größenordnungen sich diese Zusammenhänge darstellen lassen.

Thomas

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Corona wie geht es weiter 15 Nov 2020 10:07 #64635

Dieses Virus mag weder hohe Temperaturen noch hohe Luftfeuchtigkeit. Je kühler und trockener, umso wohler scheint es sich zu fühlen.
Es breitet sich in geschlossenen Räumen besser aus als an der frischen Luft in der freien Natur. Kein Wunder, im Raum ist die Konzentration höher.

Es könnte messtechnisch eine Korrelation zwischen der Virendichte und der CO2-Konzentration in einem geschlossenen Raum geben. Das wäre insofern hilfreich, als man mit einem CO2-Messgerät (für 100 Euro erhältlich) Rückschlüsse auf die mögliche Virenkonzentration ziehen könnte.

Schulen und Kindergärten sind Verteilerzentren für das Virus. Es gibt tolle Konzepte, wie Klassenräume mit billigem Material aus dem Baumarkt aufgerüstet werden können, durchaus auch im Rahmen einer Projektwoche. Man schaue dazu nach Mainz.

Wir schließen Betriebe, die sich hinsichtlich Infektionsschutz und Nachverfolgung vorbildlich verhalten und schädigen Existenzen nachhaltig.Zum Glück gibt es Gerichte, die das korrigieren.
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Corona wie geht es weiter 15 Nov 2020 14:42 #64636

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Es zeigt sich, dass der gegenwärtige "Lockdown light" den Anstieg der Corona Zahlen in etwa zum Stillstand gebracht hat, aber eben nicht zu einem Absinken führt. Zumindest lese ich das aus den aktuellen Zahlen heraus.

Wenn ich mich damit nicht irre und sich das Verhalten in nächster Zeit bestätigt, hätte das eine Reihe von Konsequenzen:

- Die Ansteckungsraten sind sehr stark vom menschlichen Verhalten beinflusst.
- Um nicht unser Gesundheitswesen an die Wand zu fahren, müssen wir die zwischenmenschlichen Präsenzkontakte drastisch einschränken.
- An welchen Stellen dies geschieht, ist dem Virus egal. Die Priorisierung liegt bei Politik und Gesellschaft. Ich würde auch die Arbeitswelt vor der Freizeitwelt sehen.
- Wenn die Raten nicht sinken, wird man die aktuellen Maßnahmen erstmal verschärfen müssen - und hier würde ich die Schulen auf Wechselunterricht umstellen (zumidest ab Klasse 7).

Generell lässt sich sagen, dass unsere westlichen Demokratien viel schlechter durch die Corona-Zeit kommen als beispielsweise China oder andere asiatische Staaten. Der größte Verbündete für das Corona Virus bei uns ist der Datenschutz. Man kann nur hoffen, dass die Impfstoffe jetzt tatsächlich klappen. Ansosnten würden wir relativ rasch wirtschaftlich gegen Asien verlieren.
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Corona wie geht es weiter 15 Nov 2020 19:23 #64640

PeterW,
so wie ich das verstanden habe, wurde aus dem exponentiellen Verlauf erst mal ein linearer Anstieg. Bis die Zahlen wirklich in einen konstanten Wert übergehen, wird noch dauern.

Eine Studie an Wiener Schulen hat gezeigt, dass die Zahl der Virusträger bei Schülern und Lehrern gleich ist.
Eine ergänzende Studie über Krankheitsverläufe wurde leider nicht gemacht. Vielleicht liegen hier auch nur noch keine Ergebnisse vor.

Zum Wirtschaftswachstum:
Gestern kam die Nachricht, dass Chinas Wirtschaft in 2020 ein 0 - Wachstum haben wird, während es bei uns auf - 7% abrutscht.
Wir verlieren also schon!

Bin nach wie vor der Meinung, dass die Dauer der Funktionstüchtigkeit der Viruspartikel und die Vierendichte die zentrale Rolle spielen, wenn es um die Ansteckungswahrscheinlichkeit geht.

Wenn dieser Zusammenhang richtig ist, dann leiten sich daraus eigentlich von selbst die zu treffenden Maßnahmen ab.

- die Kontakte entscheidend reduzieren

- durch Lüften die Virusdichte absenken

- Masken tragen und Hände waschen, da die Virenhüllen keine Laugen mögen, da sie Fettanteile enthalten

- geeignete Filteranlagen installieren

- und diese mit UV Strahlern kombinieren

- Stoßzeiten entzerren, in allen öffentlichen Einrichtungen. In Schulen, in Ämtern in Bahnen und Bussen, etc......

- Messgeräte zur Verfügung stellen, die die Viruskonzentration in der freien Umgebung detektieren und prozentual angeben können. ( keine leichte Aufgabe), denn ein Klassenzimmer kann virenfrei sein, wenn kein Virusträger anwesend ist. Die CO2 Konzentration nimmt bei Anwesenheit von Personen in geschlossenen Räumen immer zu, wenn es keine Klimaanlage gibt.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Vieles davon war schon in den Sommermonaten bekannt.
Der Vorwurf, dass wir in den Sommermonaten buchstäblich geschlafen haben, ist aus dieser Sicht nicht unberechtigt.

Ein geeignetes Team aus Virologen, Biologen, Chemikern, Physikern und Statistikern hätte sofort gegründet und zum Sprachrohr für alle gemacht werden müssen. Das RKI kam mir zuweilen recht hilflos vor.

Eine Gruppe aus Politikern, Sozialwissenschaftlern und Ökonomen wäre sicher auch sinnvoll gewesen.

Da fällt mir noch eine Schlussbemerkung ein:

Wenn ein Schiff in schweren Sturm gerät, dann wird die Rolle und die Umsicht des Kapitäns entscheidend sein.

Auch die Titanic liefert ein schönes Beispiel: Man wollte einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen und vernachlässigte die Kollisionsgefahr mit Eisbergen. Den Ausgang kennt man.

Thomas

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Letzte Änderung: von Thomas.

Corona wie geht es weiter 24 Dez 2020 19:04 #64685

  • PeterW
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In Oberbayern können dann täglich ca. 11000 Menschen gegen Corona geimpft werden. Um auch nur die Hälfte der 4,7 Millionen Einwohner zu impfen (pro Person 2 Impfungen), benötigt man bei der Geschwindigkeit über 400 Tage.

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