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Energiesicherheit 25 Okt 2022 13:25 #110256

Angenommen stellt man 2030-2035 fest, dass diese Technologie funktioniert und erzeugter Strom wäre auch nicht zu teuer, wie lange dauert es bis man ausreichende Anlagen bauen könnte, 20-40 Jahre?


Besser man baut sie in 20 oder 40 Jahren, als man lagert den Müll noch 1000 Jahre.

Was sollen die Länder tun, die keine AKWs und keine verbrauchten Brennstäbe haben?


Auf andere, hoffentlich erneuerbare Energiequellen setzen oder uns optimaler Weise unseren Müll abnehmen. (Wir müssen natürlich ebenfalls an den Erneuerbaren dranbleiben.)

Warum soll man an neuen AKWs investieren, wenn die Wind- und Solar-Anlagen weniger kosten und ihren Strom günstiger ist?


Dann sollten wir m.E. dennoch versuchen, unseren Müll loszuwerden…

Wäre für die Welt nicht ein Sicherheitsproblem, wenn alle Länder AKWs hätten und bei den Konflikten von radioaktivem Material nutzen würden?


Entsteht bei Transmutation waffenfähiges Material? Wenn ich mich nicht irre, dann nicht. Oder vermischst du da gerade was?
The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Letzte Änderung: von Arrakai.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 14:12 #110257

Ob Uran in Waffen eingesetzt wird? Ja, in Munition. Es ist abgereichertes Uran. Also „nur“ mit einer Strahlwirkung von ca. 40%.

„ Uranmunition wird seit Mitte der 1970er-Jahre zur Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge eingesetzt), hat bislang nur ein Land, die USA, die Verwendung dieser Munition in Kriegsmanövern zugegeben.“
„ In jüngster Zeit wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend im Zweiten Golfkrieg (320 Tonnen), in Jugoslawien, Bosnien, im Kosovo-Krieg, im Irakkrieg und im syrischen Bürgerkrieg eingesetzt.[4]
Allein während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der „Koalition der Willigen“ zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.[5][6]“

Lediglich die USA haben den Einsatz zugegeben.

Also wenn wir den Mist loswerden wollen, sollten wir daraus Munition pressen und an die Ukraine liefern :lol: .

Können es ja noch ein wenig abreichern vorher…

„ Weiterhin kann Uranmunition auch Spuren von Transuranen wie zum Beispiel Plutonium enthalten.“

Spuren von Transuranen… Wahnsinn!

Mit Gold auf Panzer schießen ist wohl zu teuer :lol:.

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 14:14 #110258

Transmutation ist ein alter Hut an dem schon viele Jahrzehnte geforscht wird, ohne dass praktisch verwertbare Ergebnisse dabei herausgekommen sind. Das Thema wird auch seit Jathrzehnten immer wieder werbewirksam ins Spiel geworfen. Es gibt aber nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich daran in den nächsten Jahrzehnten etwas ändern wird. Aber selbst wenn das gelingen würde bliebe Uran eine endliche Resource und würde damit immer teurer werden. Zumal die neu erforderlichen Aufbereitungsanlagen ja auch etwas kosten würden. Und die Aufbereitungsanlagen müsste man dann ja auch noch irgendwann entsorgen. Unterm Strich erzeugt man damit noch mehr Atommüll.

Mithilfe von Partitionierung und Transmutation (P&T) soll es möglich sein, hochradioaktive Abfälle so aufzubereiten, dass sich die Dauer, die sie nennenswert strahlen, reduziert. Bislang gelang dies allenfalls im Labormaßstab. Bei intensiver Forschung würden voraussichtlich mehrere Jahrzehnte vergehen, bis die Technologie einsatzbereit wäre. Ein Endlager für hochradioaktive Abfälle wäre trotzdem erforderlich, da nur ein Teil des hochradioaktiven Atommülls umwandelbar ist. Die tiefengeologische Entsorgung ist absehbar die bessere Alternative: Zu diesem Schluss kommt ein aktuelles Gutachten, dass das BASE in Auftrag gegeben hat.
www.base.bund.de/DE/themen/kt/kta-deutsc...g-transmutation.html


Allerdings kann man nicht ausschließen, dass in 100 oder vielleicht 1000 Jahren eine gangbare Entsorgungstechnologie existieren wird. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass der ganze Müll rückholbar gelagert werden muss. Außerdem könnte man dann mit dem Müll leichter umziehen, wenn es Probleme gäbe, wie das jetzt z.B. in der Asse der Fall ist. Im Fall des Falles würden die Kosten zur Problembeseitigung für die Enkelgenerationen dadurch drastisch sinken.

Wenn einer wirklich eine Lösung zu der ganzen Problematik hat, dann kann man ja wieder Kernkraftwerke bauen. Da hätte bestimmt keiner was dagegen. In die Kernforschung werden in den nächsten Jahrzehnten eh Unsummen gesteckt werden. Dafür hat Putin schon gesorgt. Miniatomkraftwerke zur Versorgung von kleinen Siedlungen haben die Militärs übrigens auch schon in den Sechzigern getestet. Auf Grönland wurde einmal eine Siedlung unter dem Eis gebaut. Versorgt von einem Miniatomkraftwerk. Damals hat man auch gedacht, der Konstrukt unter dem Eis würde ewig halten. Nach 4 Jahren hat man dann gemerkt, dass der ganze Konstrukt sich bewegt und mit der Zeit unweigerlich zerstört wird. Die Stadt hat man dann verlassen. Angeblich hat man den Atomreaktor wieder ausgebaut und „nur“ die Infrastruktur samt der radioaktiven Abfälle dort gelassen.

Ich möchte nicht wissen was passieren würde, wenn bei uns jedes Dorf das keine Windräder und und keine Netzerweiterung haben will, dann unter dem grünen EU-Mäntelchen sein eigenes Mini-AKW aufbauen dürfte.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 14:16 #110259

@Arrakai

Ich denke, Du hast die Diskussion nicht verfolgt. Es ging eigentlich nicht um den Atommüll, sondern um die Energiegewinnung aus diesem Müll. Ich bin nicht gegen die Forschung über diese Technologie.

Man könnte doch das Material als „schmutzige Bombe“ verwenden.

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Letzte Änderung: von Jamali.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 14:20 #110260

@Arrakai

Ich denke, Du hast die Diskussion nicht verfolgt. Es ging eigentlich nicht um den Atommüll, sondern um die Energiegewinnung aus diesem Müll. Ich bin nicht gegen die Forschung über diese Technologie.

Man könnte doch das Material als „radiologische Waffe, schmutzige Bombe“ verwenden.


Man kann so den Müll wunderbar loswerden. Die Dinger brauchen nicht mal zu explodieren.

Wir packen sie in ein Gefäß und entsorgen es einfach über einem Land, daß wir bekriegen wollen. Am besten eins, daß keine Flugzeuge besitzt und auch sonst militärisch nicht so viel drauf hat.

Abwerfen und dann in Friedensverhandlungen eintreten :lol:.

Die Geschenke dürfen sie dann auch behalten.

Endlager Problem elegant gelöst.

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 16:16 #110261

Hallo Pferdehufi (lieb gemeint):

Transmutation ist ein alter Hut an dem schon viele Jahrzehnte geforscht wird, ohne dass praktisch verwertbare Ergebnisse dabei herausgekommen sind.


Ist aber eigentlich doch gut wenn da schon viele Jahrzehnte daran geforscht wird :).

ohne dass praktisch verwertbare Ergebnisse dabei herausgekommen sind.


Um eine Theorie ( auf einem Papier) in die Praxis ( reale Anwendung) zu überführen braucht man Forschung, Entwicklung, viel Zeit, Geld usw... , das war nie anders
(auch was andere Sektoren betrifft ).

Aber stelle dir mal vor wir würden es in absehbarer Zukunft schaffen ! Wäre das nicht toll für unsere zukünftige Generationen?
Sie hätten die Möglichkeit aus unserem Atommüll einen verwertbaren und damit kostbaren Rohstoff zu machen.

Deshalb bin ich hier auch ganz bei dir:

Allerdings kann man nicht ausschließen, dass in 100 oder vielleicht 1000 Jahren eine gangbare Entsorgungstechnologie existieren wird. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass der ganze Müll rückholbar gelagert werden muss.


Unbedingt. Aber ich glaube nicht dass es noch 100 oder 1000 Jahre braucht wenn wir jetzt bereit sind in diese Forschung
weiterhin zu investieren. Machen wir das nicht dann haben wir auch diese Change "verpennt", denke ich.

Du:

Wenn einer wirklich eine Lösung zu der ganzen Problematik hat, dann kann man ja wieder Kernkraftwerke bauen. Da hätte bestimmt keiner was dagegen.


Das wird wohl auch so sein denn viele Länder lassen diese Technologie ( evtl. zum Glück) nicht fallen und entwickeln sie weiter, nur wir nicht.
Wir können uns das evtl. auch leisten weil unser Beitrag zum Klimawandel in unserem kleinen Land ( mit ca 2%) eher gering ist.

Aber stelle dir mal vor:
Alle Länder auf der Erde würden so "denken" wie wir ?
Alle würden sagen: Wir jagen die Kernenergie zum Teufel (zu viel Risiken, zu viel Abfall, zu viel, zu viel, zu viel von Allem....),
schalten alles (was Kernenergie betrifft) ab um erneuerbare Energien zu fördern.
Auweia, das kann auch nicht (glaub ich) die Lösung sein sondern es bringt uns nur dem Punkt näher an dem unser
Klima kippt und dann ?

Ich denke halt wir müssen alle Optionen nutzen die wir im Moment haben und dazu gehören auch die
Kernkraftwerke. Bin auch net froh damit :dry: . Aber trotzdem, wir müssen im Moment eher global als lokal
denken um dieses Szenarium noch abwenden zu können.

Du:

Ich möchte nicht wissen was passieren würde, wenn bei uns jedes Dorf das keine Windräder und und keine Netzerweiterung haben will, dann unter dem grünen EU-Mäntelchen sein eigenes Mini-AKW aufbauen dürfte.


Ganz einfach:
Wer das nicht will bekommt halt kein Mini-AKW, basta. Bei uns (da wo ich lebe) sind erneuerbare Energien schon lange Standard.

de.wikipedia.org/wiki/Energielandschaft_...d%20genutzt%20werden.

Trotzdem leben wir hier auch mit den Risiken der Atomkraft ( z.B. Cattenom). Naja, mir wäre es auch lieber ohne :lol: .
Aber andererseits denke ich: Wir brauchen im Moment beide Energiearten und sollten uns nicht sperren oder sie gegeneinander ausspielen.
Wenn ich an Atomkraftwerke denke dann kommen mir innerlich Bilder wie Totenköpfe, Genmutation, Verstrahlung, Atombomben,
Vernichtung (und so vieles anderes in den Kopf). Das bewirkt Angst und hat mir auch immer Angst gemacht.
Angst vernebelt aber auch zugleich den Verstand (aber den brauchen wir jetzt gerade um einen vernünftigen Ausweg aus unserem Dilemma zu finden).

Alles Liebe
Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Energiesicherheit 25 Okt 2022 16:51 #110262

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Abwerfen und dann in Friedensverhandlungen eintreten

Das bringt strategisch nichts und verstößt in dieser Form gegen alles.

Uran wird als Metall verwendet und nicht als Strahler eingesetzt. "Abreichern" erhöht halt die Kosten.
Mit der dreifachen Wucht einer herkömmlichen Granate dringt ein 30-Millimeter-Urangeschoss in den Panzer ein wie ein hei­ßes Messer in ein Stück Butter.

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Oberpfalz) ist damit verseucht. Und zwar sicher nicht als absichtlicher Zweck, sondern als Nebeneffekt. Dafür muss man nicht nach Jugoslawien reisen.

Allerdings steht davon nichts bei wiki, sondern nur von der natürlichen erhöhten Strahlenbelastung dort.

Spiegel:
Im Jahr 1987 sei einmal irrtümlich die so genannte DU-Munition verschossen worden, sagte ein Sprecher des Heidelberger Hauptquartiers der US-Armee.
nuclear-free.com
und nach Deutschland auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr süd­lich von Bayreuth. Nicht ohne Zwischenfälle: Mit DU-Munition beladene Panzer brannten in Altenwalde, Gollhofen und Oberaltertheim aus;
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 17:03 #110263

Abwerfen und dann in Friedensverhandlungen eintreten

Das bringt strategisch nichts und verstößt in dieser Form gegen alles.

Uran wird als Metall verwendet und nicht als Strahler eingesetzt. "Abreichern" erhöht halt die Kosten.

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist damit verseucht. Und zwar sicher nicht als absichtlicher Zweck, sondern als Nebeneffekt.


Ja genau. Abgereichertes Uran ist ja „nur“ zu 40% so gefährlich wie natürliches Uran. Praktisch Zuckerwasser.
Und die Abbauprodukte erst.
DAS verstößt in der Form nicht gegen alles?

Dann pressen wir den Scheiß eben in Uranmunition. DAS ist ja scheinbar erlaubt.

Wir beschießen damit einfach in irgendeinem Land einen Berg.

Oder besser wir schicken es den Ukrainern, dann bräuchten wir kein Extra Konfliktgebiet.

Ist auch viel günstiger als die derzeit benutzten Wolframgeschosse!

Und den Rest vom abgereichertem Uran verkaufen wir dann teuer als Waffenfähiges Uran, oder als recycelte Brennstäbe ^^.

Und wieder wäre das Endlager Problem gelöst :lol:

DU ist total harmlos. Wird sogar in Flugzeugen als Gegengewicht in den Flügeln genutzt! Ganz sauberes feines Zeug.

Wohin auch sonst damit? Für jede Tonne spaltfähiges Uran, entstehen tausende Tonnen DU.

Wundere mich, daß sie das Zeug nicht als Souveniers verkaufen :lol:
Kleine Freiheitsstatuen aus DU Metall. Da strahlt jeder der sich das kauft ganz sicher haha.

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 17:08 #110264

„ natürlichen erhöhten Strahlenbelastung“

Was daran ist natürlich?

NATÜRLICH strahlt das Land da, weil natürlicherweise Uran ganz natürlich strahlt.

Es wäre unnatürlich anzunehmen, daß wenn man strahlendes Uran nutzt, das dort nicht natürlich eine erhöhte Strahlung feststellbar ist. :lol:
Da man natürlich auch von dem Wort Natur ableiten kann, ist die natürliche Strahlung natürlich Grün. Wie könnte etwas aus der Natur unnatürlich sein?
Ist klar!

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 17:09 #110265

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Wundere mich, daß sie das Zeug nicht als Souveniers verkaufen

Mein Schwiegervater hatte einen ca 1 kg Asbestkristall in der Vitrine stehen und ich früher einen halben Liter Quecksilber....
Naja Madame Curie war ja auch nicht gerade vorsichtig....Jugend forscht halt.

Was daran ist natürlich?

vulkanischer Ursprung

Zwei schlafende Vulkangebiete in Deutschland: Eifel und Oberpfalz
Nur, weil in Deutschland gerade kein Vulkan spuckt, heißt das nicht, dass die Vulkane bei uns für immer Ruhe geben. Die deutschen Vulkangebiete gelten als erloschen - bis auf zwei: Die Vulkane in der Eifel und in der Oberpfalz haben eine längere Pause eingelegt und schlafen, geben aber durchaus Lebenszeichen von sich.
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Energiesicherheit 25 Okt 2022 17:48 #110269

Wundere mich, daß sie das Zeug nicht als Souveniers verkaufen

Mein Schwiegervater hatte einen ca 1 kg Asbestkristall in der Vitrine stehen und ich früher einen halben Liter Quecksilber....
Naja Madame Curie war ja auch nicht gerade vorsichtig....Jugend forscht halt.


Wenn man aus Unwissenheit Fehler begeht, dann ist das anders einzuordnen, als wenn man Kenntnis hat!

www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panoram...mbo-jets-556612.html

Mal eben 1,5 Tonnen DU fein vergast in die Umwelt gelangt.

„Beim Einsatz von DU als Munition entstehen Uranpartikel und Uranoxide, die als Schwebeteilchen und Stäube die Umgebungsluft belasten. Dieser toxische Feinstaub wird mit dem Wind weit verbreitet und immer wieder aufgewirbelt. Durch Inhalation, Wasser, Nahrungsaufnahme oder durch die Haut kann das Depleted Uranium als Aerosol oder als Uranoxid in den Körper gelangen. Als Uranoxid ist es mit Partikelgrößen im Mikro- und Nanobereich lungengängig und kann für mehrere Jahre im Lungengewebe verbleiben. Die biologische Halbwertszeit des Uranoxids in der Lunge beträgt ein Jahr, die des Aerosols zwei Jahre. Es kann bis zu acht Jahre dauern, bis das inkorporierte DU wieder ausgeschieden ist.

Depleted Uranium entfaltet sowohl chemotoxische als auch radiotoxische Wirkungen. Die Chemotoxizität führt vorwiegend zu Funktionsstörungen von Nieren und Leber. Langfristig droht eine Niereninsuffizienz. Die Radiotoxizität wirkt sich u. a. an den Chromosomen und Genen aus, es ruft z.B. Chromosomen-Brüche und andere Chromosomenveränderungen hervor. Für radioaktive Strahlung gibt es keinen Grenzwert, jedes Teilchen kann Zellschädigungen auslösen. Nicht nur von DU-Alphateilchen direkt getroffene Zellen werden geschädigt, sondern auch das genetische Material in den Nachbarzellen ("Bystander-Effekt).“

Was daran ist natürlich?

vulkanischer Ursprung

Zwei schlafende Vulkangebiete in Deutschland: Eifel und Oberpfalz
Nur, weil in Deutschland gerade kein Vulkan spuckt, heißt das nicht, dass die Vulkane bei uns für immer Ruhe geben. Die deutschen Vulkangebiete gelten als erloschen - bis auf zwei: Die Vulkane in der Eifel und in der Oberpfalz haben eine längere Pause eingelegt und schlafen, geben aber durchaus Lebenszeichen von sich.


Wir haben Vulkane? Dann ab dafür, Geothermie löst alle Energieprobleme. ;)

Wir bohren ein Loch rein, kippen Wasser rein und treiben eine Turbine mit dem Wasserdampf an.

„Ich könnte die Probleme der Menschheit lösen…wenn mich das interessieren würde…“ :lol:
- Ricky Gervais

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 18:00 #110270

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Wir haben Vulkane? Dann ab dafür, Geothermie löst alle Energieprobleme

Gas und heißes Wasser gibt es "überall" in Bayern, allerdings tief unten, in Erding steht zB die Therme.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 18:05 #110271

Wir haben Vulkane? Dann ab dafür, Geothermie löst alle Energieprobleme

Gas und heißes Wasser gibt es "überall" in Bayern, in Erding steht zB die Therme.


-.-

Ja genau, überall.

Dann sollen die nicht um Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke betteln, sondern diese frei verfügbare Energie nutzen!

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 18:15 #110272

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Dann sollen die nicht um Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke betteln, sondern diese frei verfügbare Energie nutzen!

Die Erschließung ist ziemlich aufwendig. Das Bohrloch (bzw zwei) in Erding stand mindestens 10 Jahre still und stumm rum.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 18:33 #110273

Aber stelle dir mal vor:
Alle Länder auf der Erde würden so "denken" wie wir ?
Alle würden sagen: Wir jagen die Kernenergie zum Teufel (zu viel Risiken, zu viel Abfall, zu viel, zu viel, zu viel von Allem....),
schalten alles (was Kernenergie betrifft) ab um erneuerbare Energien zu fördern.
Auweia, das kann auch nicht (glaub ich) die Lösung sein sondern es bringt uns nur dem Punkt näher an dem unser
Klima kippt und dann ?

Die Rolle der Atomenergie wird oft hoffnungslos überschätzt. Die braucht wahrscheinlich überhaupt keiner, außer halt das Militär.

Eine Analyse des WWF geht davon aus, dass für die Energiewende maximal 2,5 Prozent der Landesfläche benötigt werden. Bei höherem Photovoltaik-Anteil im Strommix sind es nur zwei Prozent. Der Naturschutz leidet unter dem Ausbau nicht.
www.pv-magazine.de/2018/10/16/neue-studi...neuerbaren-energien/

Gemeint ist damit der Strombedarf. Aber Kernenergie wird bei uns ja nur zur Stromerzeugung eingesetzt. Die Aussage kann man natürilch anzweifeln. Es ist aber ziemlich einfach die auf Plausibilität zu prüfen. Auf die Daten zur Stromerzeugung hat ja jeder Zugriff. Ich nehme einmal den Strommix von gestern um zu schauen ob die Aussage vom WWF plausibel ist.



www.energy-charts.info/charts/power/char...erval=week&year=2022

2,6GW machen derzeit unsere AKW. Ein AKW ist offensichtlich abgeschaltet. Aber Isar 2 muss ja noch repariert werden. Im Januar wird auch Emsland für einige Wochen abgeschaltet, weil die Brennstäbe umkonfiguriert werden. Ansonsten laufen eh alle im Streckbetrieb, so dass sich an den 2,6 GW nicht mehr wesentlich was ändern wird. Gemessen an der Summe von 76GW spielen die AKW schon einmal keine Rolle. Bestenfalls lokal, weil keine Leitungskapazität da ist um Strom in die Gegend der AKW zu bringen. Solar und Wind machen 9,4 GW+28,8GW+4,4GW=46,6GW aus. Das ist mehr als die Hälfte des Bedarfs von 72GW. Die Masse (33,2GW) macht in der Jahreszeit die Windenergie aus. Derzeit sind etwa 0,9% der Fläche Deutschlands für Windenergie ausgewiesen. Von daher käme man bei den gestrigen Verhältnissen bei einem Ausbau von 2,5 Prozent der Landesfläche auf 92GW alleine über die Windkraftwerke. Das ist deutlich mehr als gebraucht würde. Einen Teil der Windräder müsste man dann abschalten, damit die AKW weiter Last bekommen. In dem Netz machen die AKW überhaupt keinen Sinn.

Jetzt sind wir noch nicht einmal ein Land, das erneuerbare Energie im Überfluss hat. In etlichen anderen Ländern sind die Verhältnisse noch besser. Bei uns geht auch noch wesentlich mehr. Nur bei Flauten müssen halt gut regelbare Gaskraftwerke oder später Wasserstoff basierte Kraftwerke herhalten. Die werden aber nur selten ernsthaft was liefern müssen.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 18:38 #110274

Dann sollen die nicht um Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke betteln, sondern diese frei verfügbare Energie nutzen!

Die Erschließung ist ziemlich aufwendig. Das Bohrloch (bzw zwei) in Erding stand mindestens 10 Jahre still und stumm rum.


Es gibt ein gut funktionierendes Geothermie Projekt in Unterhaching.

„ Geothermie ist nicht von Wettereinflüssen abhängig und kann das ganze Jahr über annähernd ununterbrochen umweltfreundlichen Strom liefern. In einer vom Bundesumweltministerium geförderten Demonstrationsanlage in Unterhaching bei München wurden die Nutzungsformen Wärmebereitstellung und Stromerzeugung miteinander kombiniert. Es war die erste Anlage dieser Art im Süddeutschen Molassebecken. Inzwischen wird über das im Laufe der Zeit weiter ausgebaute Fernwärmenetz so viel Wärme direkt genutzt, dass die Stromerzeugungsanlage außer Betrieb genommen wurde. Gleichzeitig wurde mit der Nachbargemeinde Grünwald deutschlandweit erstmalig ein Wärmeverbund gegründet. Über eine Verbindungsleitung ist es durch diesen wechselseitigen Austausch möglich, die Anlagen besser auszulasten und den Anteil der nicht-erneuerbaren Energien in beiden Gemeinden weiter zu verringern.“

Wie auch immer die Kosten waren/sind. Es amortisiert sich mit der Zeit! Dafür bedarf es keines BWL Studiums.

Einmal bohren und praktisch ewig Energie gewinnen. Sowas rentiert sich immer!

Wir konnten doch auch Pipelines von Russland zu uns bauen. Das war auch sicher „aufwendig“.

Wundert mich, daß Geothermie so selten als zusätzliche Lösung genannt wird.

Sollte doch gerade in bestimmten Gebieten eine Säule bilden können.

Tiefengeothermie ist ja jetzt nicht unlösbar. Löcher bohren sollten wir schon drauf haben!

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 20:38 #110275

Die Rolle der Atomenergie wird oft hoffnungslos überschätzt. Die braucht wahrscheinlich überhaupt keiner, außer halt das Militär.

In Frankreich z.B. werden meines Wissens viele private Haushalte mit Strom geheizt, etwa 50% wenn ich nicht irre. Ohne ihre AKWs würden die Leute kaum über den Winter kommen.

Eine Analyse des WWF geht davon aus, dass für die Energiewende maximal 2,5 Prozent der Landesfläche benötigt werden. Bei höherem Photovoltaik-Anteil im Strommix sind es nur zwei Prozent.

Gemeint ist damit der Strombedarf. [...] Ich nehme einmal den Strommix von gestern um zu schauen ob die Aussage vom WWF plausibel ist. [...] In dem Netz machen die AKW überhaupt keinen Sinn.

1. Jetzt ist nicht Winter sondern ein viel zu warmer Oktober. Diese aktuellen Zahlen sagen praktisch nichts aus.
2. Es geht aktuell bei den deutschen AKWs nicht um die Energiewende, sondern nur darum, möglichst sicher über diesen Winter zu kommen. Falls das Gas knapp wird zählt jedes MW, das man anders als mit Gas gewinnen kann. Das knappe Gas wird dann evtl. zum Heizen, Brote backen und Kochen gebraucht.

Und überhaupt ist der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch ziemlich bescheiden. Hans Werner Sinn sagte allein zur Abhängigkeit von Russland (Steinkohle, Öl und Gas): "30% der in Deutschland verbrauchten Primärenergie stammt aus Russland. Daraus kann man drei Mal so viel Strom machen, wie derzeit durch die Photovoltaik und Windanlagen erzeugt wird."

So viel zur Energiewende durch Erneuerbare. :( Bin sicher kein Freund von Atomkraft, aber vom Schönreden einer Katastrophe auch nicht. "Wir schaffen das" wäre jedenfalls kein Slogan für Deutschland oder Europa, wenn es darum geht die Erderwärmung im Zaum zu halten. Wir schaffen da leider gar nichts, wenn nicht die ganze Welt mitmacht.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!
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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 20:53 #110276

In Frankreich z.B. werden meines Wissens viele private Haushalte mit Strom geheizt, etwa 50% wenn ich nicht irre. Ohne ihre AKWs würden die Leute kaum über den Winter kommen.

Wir hatten das schon. 35% der Haushalte werden in Frankreich mit Strom beheizt. 56% der französischen Kernkraftwerke sind derzeit ausgefallen. Wir exportieren schon das ganze Jahr über Strom nach Frankreich. Und weil Frankreich so gut wie keine erneuerbaren im Netz hat, werden die wohl eher ohne unsere erneuerbaren nicht über den Winter kommen.

Die Rolle der Erneuerbaren im Laufe des Jahres hatten wir auch schon. An dem Beispiel von oben ändert sich vom Prinzip her überhaupt nichts. Es ist nur deutlich einfacher zu verstehen, weil es sich auf einen einzigen Tag bezieht.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 25 Okt 2022 21:18 #110278

Hört doch endlich auf AKWs als Lösung zu sehen.

Für jedes AKW das man bauen müsste, könnte man die selbe Energie auch als Erneuerbare ausbauen!

Wozu also neue AKWs bauen? Ein französischer Konzern ist beim Bau 2er AKWs sogar Pleite gegangen. Weiter oben nachzulesen.

Die Kosten die ein solcher Bau, inclusive Brennstäbe, Rückbau, Lagerung und Transport der verseuchten Materialien übersteigt die Kosten für Neubau Erneuerbarer um ein vielfaches.

Die geringen Betriebskosten der AKWs ist Augenwischerei! Nur deswegen möglich, da der Staat, also der Steuerzahler, also WIR, die Aufbewahrung und Lagerung übernehmen.
Was glaubt ihr denn warum noch kein Endlager gefunden worden ist?
Sicher nicht weil sich die Länder darum prügeln das bei sich verscharren zu dürfen!

Wir sind aus der Atomenergie ausgestiegen. Und das ist gut so!
Also sind alle Überlegungen dazu, zumindest im Moment, hinfällig.

Energiesicherheit bieten auch eine hohe Anzahl an AKWs nicht. Siehe Frankreich.

Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie sind Zukunftsweisend. Nicht AKWs.

Alles freie Energien. Wir müssen sie nur nutzbar machen.

Richtig angestellt und gefördert könnte das DER Zukunftsmarkt schlechthin sein!

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 26 Okt 2022 09:37 #110298

Hab heute keine Zeit aber das kurze Video gibt so ziemlich wieder was ich meine:
Wir sollten in beide Technologien investieren (Atom- und erneuerbare Energie) und dabei möglichst viele Sektoren elektrifizieren
um die fossilen Brennstoffe in kürzerer Zeit global zu reduzieren.



LG
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Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Letzte Änderung: von Sonni1967.

Energiesicherheit 26 Okt 2022 10:41 #110307

Hab heute keine Zeit aber das kurze Video gibt so ziemlich wieder was ich meine:
Wir sollten in beide Technologien investieren (Atom- und erneuerbare Energie) und dabei möglichst viele Sektoren elektrifizieren
um die fossilen Brennstoffe in kürzerer Zeit global zu reduzieren.

LG


Interessante Daten im Video.

4% Energien kommen weltweit aus AKWs. Weniger als ich dachte. Es gibt 442 AKWs weltweit laut Google.
24 x 442 = 10.608 AKWs und wir könnten die CO2 Emission auf 0 herunterbringen ^^.
Spaß.

Er sagte im Video, daß der Neubau 10 Jahre benötigt. Und daß der Bau teurer ist als Erneuerbare Energien.
Dauert, ist teurer, gefährlicher und das Endlagerproblem wäre da.

Warum nehmen wir die Bauarbeiter nicht und lassen sie 10 Jahre lang erneuerbare ausbauen?

Ist das nicht sinnvoller?

Wenn andere Länder weit weg auf AKWs setzen, umso besser. Ich habe da nicht grundsätzlich was dagegen. Sie sparen ja nachweislich CO2 ein.
Es müsste alles eben nur schneller gehen als es derzeit der Fall ist.

DAS ist das Manko. Speichermöglichkeiten sind nicht das Problem. Pumpspeicherwerke, H2, Batterien. Alles mögliche Lösungen für Ertragärmere Zeiten.

Und wirklich jetzt. Wir sind ausgestiegen aus der Atomenergie. Keine Partei könnte es sich wirklich leisten den Wiedereinstieg bekannt zu geben.
Außer die AFD vielleicht.

Der Zug dafür ist in D abgefahren.

Von mir aus kann die EU AKWs als Entwicklungshilfe in weit entfernten Ländern fördern ^^. Hätte ich nicht dagegen wenn die das Risiko eingehen wollen. Und Lösungen für das Endlagerproblem haben.

Wenn wir aber erst 5% an Primär Energie aus Erneuerbaren beziehen, muss man eben die Schlaggeschwindigkeit erhöhen.
Ansonsten steigt unser Bedarf schneller als der Ausbau.

Lesch sagt es kurz und knapp.

youtube.com/shorts/ee5o6_UpVWo?feature=share

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 26 Okt 2022 13:46 #110318

Wir sollten in beide Technologien investieren (Atom- und erneuerbare Energie) und dabei möglichst viele Sektoren elektrifizieren
um die fossilen Brennstoffe in kürzerer Zeit global zu reduzieren.

Ich habe keine neuen Argumentationen in Deinem vorgestellten Video gehört.

Dagegen sprechen:
1- Mindestens 10 Tausend neuen AKWs ohne erneuerbare Energien werden benötigt, um bis 2050 die Emissionen auf Null zu senken.
2- Atomenergie ist nicht wirtschaftlich. Erneuerbare Energie ist günstiger.
3- Bau eines Atomkraftwerkes dauert viele Jahre, und es kann bis zum Betrieb nichts liefern.
4- Wenn die Entwicklungsländer feststellen, dass alle Industrieländer AKWs bauen, wollen sie auch welche haben. Tausende AKWs sind weltweit ein großes Problem. Sie (zur Zeit Nordkorea, Russland und Iran) werden bestimmt damit (Nuklearbombe , Uran-Anreicherung oder schmutzige Bombe) bei Konflikten andere Länder bedrohen oder erpressen. Baut man aber verteilt in der Welt Wind- und Solaranlagen, werden die AKWs mit der Zeit weniger, und verdienen die Entwicklungsländer auch mit der Herstellung von z.B. Wasserstoff. Die Frage ist dann, in welcher Welt möchte man leben?


Am Ende sagt man etwas über die Wirtschaftlichkeit.

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Energiesicherheit 26 Okt 2022 14:51 #110320

Hallo Materieraum,

Warum nehmen wir die Bauarbeiter nicht und lassen sie 10 Jahre lang erneuerbare ausbauen?

Ist das nicht sinnvoller?


Das ist es ja gerade was ich mich frage. Evtl. wäre es besser auf zwei Pferde zu setzten als nur auf eines.
Wir sind noch ganz weit weg die erneuerbaren Energien soweit auszubauen dass sie zu 100 % den Energiebedarf decken.
Es wäre ja auch wichtig immer mehr Sektoren zu verstromen (wie z.B. Elektroautos). Wo soll die enorme Energiemenge denn
herkommen wenn jeder hier in Deutschland irgendwann solch ein Auto fahren will? Schaffen wir alleine mit den erneuerbaren Energien
das aufzufangen? Oder macht es auch Sinn zusätzlich zu dem Ausbau der Erneuerbaren starke moderne Kraftwerke zu
bauen die das alles auffangen können?

Naja,... , es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert ob wir da wirklich auf der richtigen Schiene laufen und das darf man
ja wohl sagen auch wenn unser Land in der Vergangenheit mal beschlossen hatte andere Wege zu gehen, grrrr.... .

Meine Überzeugung ist mittlerweile:
Zuerst Einsparung von Energien (z.B. Gebäudesanierungen, usw...), massiver Ausbau der erneuerbaren Energien,
Investitionen in moderne Atomkraftwerke in Kombination mit Erneuerbaren und Investitionen in die Entwicklung der Transmutationsanlagen
um unser weltweites Problem der Atomabfälle bewältigen zu können.

Du:

Und wirklich jetzt. Wir sind ausgestiegen aus der Atomenergie. Keine Partei könnte es sich wirklich leisten den Wiedereinstieg bekannt zu geben.
Außer die AFD vielleicht.


Hihi..., das ist mir sowas von scheiß egal was Parteien so (zu bestimmten Zeiten) von sich geben, bin sowieso parteilos.
Wenn ich selber merke dass ich einem gedanklichen Fehler gehabt habe (mich geirrt hatte) dann sag ich mir immer:
Was scherrt mich mein Geschwätz von gestern, :lol:

LG
Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Energiesicherheit 26 Okt 2022 15:07 #110322

@Sonni

„Was scherrt mich mein Geschwätz von gestern, :lol:

:lol:

Richtig. Wir Menschen entwickeln uns ja auch weiter! Daher wäre es sogar traurig von Anfang an eine Meinung zu haben und diese niemals zu ändern ;).

Wie gesagt, wozu AKWs bauen?

Wenn 50 Bauarbeiter dafür 10 Jahre brauchen. Angesichts der Bauzeit des BER und anderen Großbaustellen sind das wahrscheinlich idealisierte Bauzeiten ^^.

Nehmen wir diese 50 Bauarbeiter doch mal und lassen sie 10 Jahre Windkraftanlagen und oder Solaranlagen bauen.

Und nach 10 Jahren gucken wir uns den Nettoertrag an. Glaubst du nicht, daß diese 50 Bauarbeiter in 10 Jahren mehr Energieertrag hinbekommen als es das AKW je könnte?
Günstiger soll das übrigens laut deinem Video auch sein.

Und wenn es lediglich Atomexperten sind, lernen die eben um. Die 2 Jahre haben wir sicher auch noch über ^^.
Um ein paar Solaranlagen aufzubauen, muss man sicher keine Atomphysik studiert haben.

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 26 Okt 2022 16:14 #110325

Wenn wir klimaneutral werden wollen, braucht es viel mehr als "nur" den Ausbau von erneuerbaren Energien. Die alleine werden uns nie klimaneutral machen. Schon alleine, weil man sich weder auf Sonne noch auf Wind verlassen kann.

Wir benötigen zusätzlich 2 Dinge:
- Eine Speichertechnologie (z.B. Wasserstoff) im großen Stil mit entsprechender Infrastruktur und Energierückgewinnung bei Bedarf.
- Energieimporte (z.B. Wasserstoffproduktion in Wüsten) ebenfalls im großen Stil.

Solange das nicht in Angriff genommen wird, ist eine Klimaneutralität ein reines Wunschdenken oder wäre unser Ende als Wohlstandsnation.
Moderatoren Beiträge kennzeichne ich grün. Alle anderen Beiträge schreibe ich als normaler User, nicht als Moderator.
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Energiesicherheit 26 Okt 2022 17:55 #110326

Wir benötigen zusätzlich 2 Dinge:
- Eine Speichertechnologie (z.B. Wasserstoff) im großen Stil mit entsprechender Infrastruktur und Energierückgewinnung bei Bedarf.
- Energieimporte (z.B. Wasserstoffproduktion in Wüsten) ebenfalls im großen Stil.

Solange das nicht in Angriff genommen wird, ist eine Klimaneutralität ein reines Wunschdenken oder wäre unser Ende als Wohlstandsnation.

Kann es eine Lösung sein, wenn zwei AKWs in 10 Jahren gebaut werden? Man ist sowieso wie früher einige Jahre auf fossilen Energien angewiesen.


derstandard.de

Man könnte Solaranlagen mit Spiegeln in Afrika bauen, und durch Hochtemperaturelektrolyse Wasserstoff gewinnen. Der Wirkungsgrad ist zwischen 20 und 25 Prozent, mehr als Solarzellen und Wasserstoff statt Strom. Man könnte auch mit dem Wasserstoff und CO2 aus der Luft (oder aus den Gaskraftwerken) Methan herstellen.

dlr.de, 2018: DLR-For­scher rea­li­sie­ren erst­mals Hochtem­pe­ra­tu­r­elek­tro­ly­se mit so­lar­ther­misch er­zeug­tem Dampf
"Erste Simulationen zeigen, dass sich Wasserstoff mit Gesamtwirkungsgraden zwischen 20 und 25 Prozent regenerativ erzeugen lässt, wenn man Hochtemperaturelektrolyse und Solarthermie kombiniert. Die Größe solarthermischer Anlagen lässt sich relativ einfach hochskalieren, Elektrolysesysteme sind modular erweiterbar. Deshalb gehen die Forscher davon aus, dass sehr große Anlagen mit einer Größe von mehr als 100 Megawatt realisierbar sind. Diese können langfristig eine umweltfreundliche Alternative darstellen, um Kraftstoffe regenerativ zu produzieren."

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Energiesicherheit 26 Okt 2022 18:37 #110327

Wenn wir klimaneutral werden wollen, braucht es viel mehr als "nur" den Ausbau von erneuerbaren Energien. Die alleine werden uns nie klimaneutral machen. Schon alleine, weil man sich weder auf Sonne noch auf Wind verlassen kann.
...
Solange das nicht in Angriff genommen wird, ist eine Klimaneutralität ein reines Wunschdenken oder wäre unser Ende als Wohlstandsnation.

Unter einer Transformation zu klimaneutraler Wirtschaft versteht man ja auch nicht eine Energiewende bei der dann zum Schluss die vorhandene Infrastruktur 1:1 nur mit regenerativer Energie versorgt wird. Da ist schon deutlich mehr in der Mache. Da ist auch ein gesellschaftliches Umdenken erforderlich. Es kann z.B. nicht sein, dass man seine Kinder mit dem SUV in die Schule fahren muss, nur weil der Weg zur Schule mit dem Fahrrad für das Kind zu gefährlich ist. Vor zwei Jahren ist noch überall propagiert worden, man müsste die Städte verdichten um Wohnraum zu schaffen. Man kann aber heute schon erkennen, dass die sich dann zu wahren Glutöfen entwickeln würden. Dichte Bebauung wird in 20 Jahren out sein. Klimaanlagen werden wohl kaum eine Alternative sein. Da gibt es sicher noch etliches was geändert werden muss.

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Energiesicherheit 26 Okt 2022 19:00 #110328

Vor zwei Jahren ist noch überall propagiert worden, man müsste die Städte verdichten um Wohnraum zu schaffen. Man kann aber heute schon erkennen, dass die sich dann zu wahren Glutöfen entwickeln würden. Dichte Bebauung wird in 20 Jahren out sein.


Das ist schwierig. Je ausgedehnter die Städte werden, desto schwieriger wird es, den Bewohnern Mobilität zu bieten mit möglichst wenig Autoverkehr.

Je weitläufiger die Siedlungen, desto größer die Entfernungen zu Arbeitsplätzen, Schulen, Supermärkten und so weiter.

Auf der anderen Seite kann das Zusammenpferchen von Menschen in "räumlich kleinen" Städten nicht die Lösung sein. Die Stadt München wird beispielsweise durch extreme Nachverdichtung gerade "kaputt gemacht" (beispielsweise weil die Infrastruktur nicht mitkommt).
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Energiesicherheit 06 Nov 2022 12:44 #111119


Bruno Le Maire/ französischer Wirtschaftsminister

„Dieselben Leute, die die französische Atomkraft angreifen, fragen uns immer wieder, ob unsere Reaktoren schnell wieder ans Netz gehen werden.“
www.handelsblatt.com/politik/internation...unigen/28776910.html

Ich denke einmal, das hat er frei erfunden. Wahrscheinlich haben alle gerne Frankreich mit Strom ausgeholfen und werden das auch in Zukunft sicher gerne tun. Wir werden u.A. dadurch auch dieses Jahr einen Exportüberschuss haben. Wahrscheinlich sogar einen ziemlich großen, zumal Frankreich die meisten seiner ausgefallenen AKW dieses Jahr wohl nicht mehr ans Netz bringen kann. Den Strom aus den deutschen Kraftwerken haben garantiert alle gern verkauft. Zumal auch der Anteil an erneuerbaren der nach Frankreich gegangen ist „dank“ Merit Order fürstlich entlohnt werden musste.

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Energiesicherheit 08 Nov 2022 03:48 #111267

Mach Dir keine Sorgen, durch die rasant ansteigende Klimaerwärmung werden wir nicht mehr heizen müssen.

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