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Energiesicherheit 21 Okt 2022 15:48 #110080

de.statista.com/statistik/daten/studie/1...ugung-in-frankreich/

“Ein Drittel der Haushalte heizt mit Strom Rund 35 Prozent der Haushalte in Frankreich heizen mit Strom. In Deutschland sind es nur rund fünf Prozent. Sinkt die Temperatur im Winter um nur ein Grad, braucht es die Leistungskraft von zweieinhalb Atomreaktoren, um den entsprechend steigenden Strombedarf zu decken. "Elektrosensibilität" nennen das die Fachleute - die Achillesferse des französischen Heizmodells. Zumal derzeit etwa die Hälfte aller 56 Kernreaktoren keinen Strom liefert. Aufwendige Wartungen und unvorhergesehen Korrosionsschäden sind die Hauptgründe dafür. Elektrizität ist also plötzlich Mangelware in Frankeich und muss teuer eingekauft werden. Kostete die Megawattstunde am Großmarkt vor einem Jahr noch rund 85 Euro - wurde sie am 30. August für ein historisches Hoch von über 1000 Euro gehandelt.”

AKWs sind nicht die Lösung. Das Beispiel aus Frankreich zeigt das nachdrücklich.

Trotz 56 Reaktoren steht Frankreich nicht besser da.

Der Ausbau von Erneuerbaren ist der richtige Weg. Solange werden wir wohl oder übel noch ein wenig CO2 ausstoßen müssen.

Bei einem Gesamtanteil von 2% der Weltweit ausgestoßenen Menge, wird Deutschland den Klimawandel eh nicht alleine aufhalten können.

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Energiesicherheit 21 Okt 2022 16:22 #110084

de.statista.com/statistik/daten/studie/1...ugung-in-frankreich/

“Ein Drittel der Haushalte heizt mit Strom Rund 35 Prozent der Haushalte in Frankreich heizen mit Strom. In Deutschland sind es nur rund fünf Prozent. Sinkt die Temperatur im Winter um nur ein Grad, braucht es die Leistungskraft von zweieinhalb Atomreaktoren, um den entsprechend steigenden Strombedarf zu decken. "Elektrosensibilität" nennen das die Fachleute - die Achillesferse des französischen Heizmodells. Zumal derzeit etwa die Hälfte aller 56 Kernreaktoren keinen Strom liefert. Aufwendige Wartungen und unvorhergesehen Korrosionsschäden sind die Hauptgründe dafür.

Worüber auch keiner spricht, das ist mit ein Grund, warum bei uns auch schon außer Betrieb genommene Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen. Auch von daher kann von einer umweltfreundlichen Energie durch Atomkraft keine Rede sein.
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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 21 Okt 2022 18:04 #110098

Perdefuss schrieb:

Worüber auch keiner spricht, das ist mit ein Grund, warum bei uns auch schon außer Betrieb genommene Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen


Ja, die (Kohlekraftwerke) müssen bei uns wieder in Betrieb genommen werden weil zur Zeit die französischen Kernkraftwerke keinen (oder weniger)
Strom mehr zu uns liefern können.
Wir hätten aber besser unsere eigenen Kraftwerke erhalten weil dann bräuchten wir keine Kohlekraftwerke die schon außer Betrieb genommen wurden
anzuschmeißen.

Ich finde das schon paradox.
Wir schalten unsere Atomkraftwerke ab und kaufen bzw. beziehen dann einen Teil unseres Energiebedarfs vom Nachbarland
(von deren Kraftwerken) und dann meckern wir noch rum wenn die da Probleme haben und begründen damit auch noch unseren Ausstieg.
Wir hätten evtl. besser unsere eigenen Kraftwerke gut erhalten sollen um sie nach und nach mit erneuerbaren Energien zu ersetzen.

Ich finde es heuchlerisch seine eigenen Kraftwerke abzuschalten und zugleich die Energie aus dem Nachbarland (mit deren Kraftwerken)
zu kaufen / zu beziehen. Und dann nimmt man das noch als Rechtfertigung so auf die Art: Seht her, die haben ein Problem mit ihren
Reaktoren, das ist doch für uns ein Grund zu sagen dass wir mit unserem Ausstieg recht hatten :silly: .

Du:

Auch von daher kann von einer umweltfreundlichen Energie durch Atomkraft keine Rede sein.


Naja, was ist schon umweltfreundlich. In erster Linie erzeugen sie Energie ohne die Atmosphäre weiter mit CO2 vollzupumpen.
Sie helfen quasi bei unserem Energieproblem und mindern den Klimawandel.

Du:

Das war ja eigentlich auch die Idee, die dem 2002 initiierten Ausstieg zu Grunde lag. Jedem einzelnen Atomkraftwerk wurde von der Inbetriebnahme an eine maximale Produktionsmenge an Energie und eine maximale Laufzeit zugestanden. Der Abschalttermin eines AKW ist erreicht wenn die ihm zugeordnete Elektrizitätsmenge produziert war oder es 32 Jahre in Betrieb war. Bis dahin sollte Ersatz realisiert werden Das hat dann aber weder zum Aufbau von ausreichend erneuerbarer Energie noch zu einem brauchbaren Netzaufbau geführt.


Wurde wohl falsch gehandhabt. Man hätte beim Ausstieg sagen können: Das Atomkraftwerk im Standort X soll zu dem Zeitpunkt (Dato) durch
erneuerbare Energien ersetzt werden, basta. Man hätte dann natürlich die Region und den jeweiligen Standort extrem fördern müssen
(was erneuerbare Energien angeht). Wäre das verwirklicht worden, dann die nächste Region, usw... .

Alles nur blablabla was die Politik uns da erzählen wollte von wegen Klimapolitik. Es ist für mich unglaubwürdig die eigenen
Atomanlagen abzuschalten und gleichzeitig den Atomstrom aus dem Ausland zu kaufen (oder wenn das nicht geling durch
fossile Brennstoffe zu ersetzen). Das löst global nicht unser Klimaproblem und darum geht es ja letztendlich, oder nicht ?

LG
Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
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Energiesicherheit 21 Okt 2022 18:26 #110101

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Jamali schrieb:

Es gibt keine Probleme beim Strom....

:lol: :silly:

Hahaha

you mad(e) my day
Z.
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Energiesicherheit 21 Okt 2022 18:34 #110102

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Desweiteren wurde hier auch schon die Solar und Wind-K Überproduktion gelobt und als "wird nach Frankreich etc verkauft" angepriesen.

Die Realität sieht anders aus....

Energie-Irrsinn in Deutschland! Unfassbar:
Während Verbraucher den höchsten Strompreis (32 Cent/Kilowattstunde) aller Zeiten zahlen müssen, wird immer wieder Strom ins Ausland verschenkt, weil hier die Netze überlastet sind.

Bis zu einer halbe Milliarde Euro kosteten die Verbraucher die Strom-Geschenke der Regierung an EU-Staaten wie Österreich, Polen oder die Niederlande.

Sie werden fällig, wenn die Netze zum Beispiel in Sturmperioden überlastet sind und der Strom zum Nulltarif oder sogar mit Zuzahlung („Negativ-Preise“) ins Ausland „verklappt“ werden muss.

www.bz-berlin.de/deutschland/deutschland...sen-fuer-verbraucher

Ich glaube wir müssen hier erstmal klarstellen wie das ganze System tatsächlich funktioniert. :)
Bevor wir über Lösungsansätze wie...

Vorhandenes Gasnetz nutzen, Wasserstoff und Batterie-Speicher in die Haushalte.
Wind Solar ... Überschüsse einspeisen, Back up AKW/Gas WK


..sprechen, die wie es anmutet... keiner verstanden zu haben scheint

Z.
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Energiesicherheit 21 Okt 2022 19:01 #110103

Wir hätten evtl. besser unsere eigenen Kraftwerke gut erhalten sollen um sie nach und nach mit erneuerbaren Energien zu ersetzen.

Jedes Land behauptet die besten Atomkraftweke zu haben. Was sollen die befürwortenden Politiker denn auch sonst sagen. Manche besichtigen auch ein AKW und bescheinigen dem dann dass ein Weiterbetrieb möglich ist . Komm jetzt keiner mit irgend einem vom TÜV der einmal gemeint hat was dazu öffentlich sagen zu müssen. Ich muss sonst wieder die ganzen TÜV-Bescheinigungen zu funktionierenden Perpetuum Mobiles zusammensuchen. Da war übrigens auch eine elektrische Direktheizung mit einem COP von 5 dabei. Damit könnte man dann Frankreich mit Wärme versorgen. Die Heizung hat aber leider nur bei dem vereidigten Sachverständigen "funktioniert".

Ich finde es heuchlerisch seine eigenen Kraftwerke abzuschalten und zugleich die Energie aus dem Nachbarland (mit deren Kraftwerken)
zu kaufen / zu beziehen. Und dann nimmt man das noch als Rechtfertigung so auf die Art: Seht her, die haben ein Problem mit ihren
Reaktoren, das ist doch für uns ein Grund zu sagen dass wir mit unserem Ausstieg recht hatten .

Ein ständiger Austausch von Strom ist im Europäischen Stromnetz normal. Dafür gibt es jede Menge Gründe. Wir exportieren z.B. über die Nordlink Strom nach Norwegen um dort u.A. Speicher zu füllen. Die haben halt genug Speicherseen. Bei Bedarf importieren wir Strom. Das machen alle so. Mit Heuchelei hat das nichts zu tun. Wenn unseren AKW das Kühlwasser ausginge, wäre das auch ein Grund entsprechend zu importieren. Interessant ist im Endeffekt nur der Netto-Stromexport. Deutschland war im Jahr 2021 erneut Netto-Stromexporteur mit insgesamt 17,4 TWh. Dabei betrug der Export 57,0 TWh (2020: 52,4 TWh) und der Import 39,6 TWh (2020: 33,9 TWh). Der Nettoexport ist im Vergleich zu 2020 (18,5 TWh) um 5,9 Prozent gesunken. . Wir sind also mit der Leistung von mindestens 2 AKW überdimmensioniert.


www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/En...nachbarlaendern.html


Alles nur blablabla was die Politik uns da erzählen wollte von wegen Klimapolitik. Es ist für mich unglaubwürdig die eigenen
Atomanlagen abzuschalten und gleichzeitig den Atomstrom aus dem Ausland zu kaufen (oder wenn das nicht geling durch
fossile Brennstoffe zu ersetzen). Das löst global nicht unser Klimaproblem und darum geht es ja letztendlich, oder nicht ?

In den letzten 3 Jahren haben wir unterm Strich nur Strom ins Ausland verkauft und eben nicht gekauft.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 11:32 #110116

Materieraum schrieb:

AKWs sind nicht die Lösung.


Sie sind (im Moment) nicht die ultimative Lösung aber nur mit erneuerbaren Energien alleine werden wir weltweit so schnell
in absehbarer Zeit da nix erreichen. Ich denke wir brauchen einen Mittelweg, einen Mix aus beidem. Wir sollten aus meiner
Sicht die Technologie dieser Anlagen weiter fördern denn es gibt da schon gute Ansätze solche Anlagen sicherer und besser
zu machen. Es gibt sogar Ansätze Kraftwerke zu bauen die in der Lage sind aus den Atomabfällen neue Energie zu gewinnen.
Ich bin der Meinung wir sollten die restlichen Anlagen (die sowieso schon da sind) dauerhaft weiterbetreiben.
Wenn wir die jetzt auch noch abschalten steigen wir komplett aus der Forschung aus und verlieren gänzlich den Anschluss was deren
Weiterentwicklung angeht. Schade weil wir hier sehr viele fähige Wissenschaftler haben , grrrr.... .

Materieraum schrieb:

Der Ausbau von Erneuerbaren ist der richtige Weg.


Hab ja auch net gesagt dass es falsch ist. Ich fände es aber besser wenn wir beide Technologien hier weiter entwickeln
denn die andere Alternative dazu ist halt sie durch fossile Brennstoffe zu ersetzten.
Ist oft ein Fehler immer in schwarz / weiß zu denken.

Ich halte den Spruch "Atomkraft, nein DANKE!" für bescheuert. Den Spruch: "Kohlekraftwerke, nein DANKE! " hab ich
jedoch noch nicht (so oft und dominant) gehört :silly:
Ist ja klar, den Abfall den wir mit Kohlekraftwerken in die Atmosphäre pumpen nehmen wir kaum war.
Die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima sehr wohl und darauf reagieren wir.
Aus einem Angstgefühl heraus (nach Fukushima) wurde politisch beschlossen aus der Atomenergie komplett
auszusteigen. Angst ist aber oft ein sehr schlechter Ratgeber (es vernebelt den Verstand).

LG
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Energiesicherheit 22 Okt 2022 12:19 #110117

Materieraum schrieb:

AKWs sind nicht die Lösung.


Sie sind (im Moment) nicht die ultimative Lösung aber nur mit erneuerbaren Energien alleine werden wir weltweit so schnell
in absehbarer Zeit da nix erreichen. Ich denke wir brauchen einen Mittelweg, einen Mix aus beidem. Wir sollten aus meiner
Sicht die Technologie dieser Anlagen weiter fördern denn es gibt da schon gute Ansätze solche Anlagen sicherer und besser
zu machen. Es gibt sogar Ansätze Kraftwerke zu bauen die in der Lage sind aus den Atomabfällen neue Energie zu gewinnen.
Ich bin der Meinung wir sollten die restlichen Anlagen (die sowieso schon da sind) dauerhaft weiterbetreiben.
Wenn wir die jetzt auch noch abschalten steigen wir komplett aus der Forschung aus und verlieren gänzlich den Anschluss was deren
Weiterentwicklung angeht. Schade weil wir hier sehr viele fähige Wissenschaftler haben , grrrr.... .


Naja, es hindert keiner die fähigen Wissenschaftler daran AKWs in anderen Ländern zu bauen.
Die alten AKWs weiterzubetreiben bedeutet ja uns noch mehr hoch Radioaktiven Müll ins Land zu holen. Zusätzlich ist dann noch die Frage wie sicher und in ihrer Substanz einzuschätzen sind. Meine die sind zum Teil 50 Jahre alt? Durchschnittsalter wird mit 34 Jahren angegeben.

Bin auch kein Fan davon, dass wir die alten Kohlekraftwerke ans Netz bringen, aber das sind Notlösungen in einer unerwarteten Entwicklung.
Der Kohleausstieg soll ja im Jahre 2035 erfolgen. Unabhängig von AKWs…

Und ob wir jetzt neue AKWs bauen oder nicht vlt doch lieber neue Windkraftankagen und Solaranlagen käme doch aufs selbe hinaus.

Nur sind das eine saubere Energien und das andere eben AKWs.

Wenn du allerdings drauf bestehst, daß AKWs gebaut werden, bauen sie dir vlt eins ganz in deiner Nähe :P

Und weil du keine Angst vor den Folgen einer Verstrahlung hast, wird das Endlager auch in deiner unmittelbaren Umgebung gebaut.

Fies oder?

Aber damit ich auch für meine Entscheidung gerade stehen muss, setzen sie mir Solarpnele aufs Dach. UND einen Rotor. ^^

Achso, warum sollte es schlecht sein eine nicht Zukunftsfähige Technologie nicht zu fördern?

Ist es nicht sinnvoll in Deutschland eine große Technologie Offensive für Erneuerbare zu starten? Und dann den Weltweiten Markt mit gutem Know How und Angeboten zu bedienen? Neue Speichermöglichkeiten für Energie entwickeln. Bessere Batterien. Einfachere Speicherlösungen für H2 entwickeln usw.
DAS ist ein Wachstumsmarkt. Jedes Land hat sich laut Paris verpflichtet CO2 einzusparen.


Materieraum schrieb:

Der Ausbau von Erneuerbaren ist der richtige Weg.

Hab ja auch net gesagt dass es falsch ist. Ich fände es aber besser wenn wir beide Technologien hier weiter entwickeln
denn die andere Alternative dazu ist halt sie durch fossile Brennstoffe zu ersetzten.
Ist oft ein Fehler immer in schwarz / weiß zu denken.

Ich halte den Spruch "Atomkraft, nein DANKE!" für bescheuert. Den Spruch: "Kohlekraftwerke, nein DANKE! " hab ich
jedoch noch nicht (so oft und dominant) gehört :silly:
Ist ja klar, den Abfall den wir mit Kohlekraftwerken in die Atmosphäre pumpen nehmen wir kaum war.
Die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima sehr wohl und darauf reagieren wir.
Aus einem Angstgefühl heraus (nach Fukushima) wurde politisch beschlossen aus der Atomenergie komplett
auszusteigen. Angst ist aber oft ein sehr schlechter Ratgeber (es vernebelt den Verstand).

LG


Da hast du recht. Schwarz Weiß denken ist nie gut.
Und natürlich sollte man seine Entscheidung aus Atomstrom auszusteigen den neuen Gegebenheiten anpassen und überdenken.

Ich hoffe wir kommen auch ohne klar und der Ausbau Erneuerbarer geht jetzt mit großem Tempo vorran.
Den Teufel mit dem Belzebub austreiben halte ich persönlich eben für keine gute Idee.
Da bin ich wohl grüner als Greta Thunberg.

Wobei. Also Länder die weit weg sind, sollen gerne AKWs bauen dürfen :lol:
Die tragen das Risiko und wir werden vom CO2 verschont. Win, win ^^

Angst kann fehlleiten. Manchmal ist Angst aber auch ein guter Ratgeber…
Ist aber wohl abhängig von der Risikoeinschätzung und von der Risikobereitschaft.

LG

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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 12:27 #110119

Hallo Pferdefuss

Ich muss sonst wieder die ganzen TÜV-Bescheinigungen zu funktionierenden Perpetuum Mobiles zusammensuchen. Da war übrigens auch eine elektrische Direktheizung mit einem COP von 5 dabei. Damit könnte man dann Frankreich mit Wärme versorgen. Die Heizung hat aber leider nur bei dem vereidigten Sachverständigen "funktioniert".


Haha... wie lustig :cheer:
Nee, stimmt schon dass jeder befürwortende Politiker behaupten wird die Kraftwerke in seinem Land seien sicher. Sind halt Politiker :)
(ohne dass ich die jetzt kritisieren will). Mir ist auch bewusst was ein Super-Gau anrichten kann ( bin damals schon auf der Welt gewesen
als das in Tschernobyl passierte und bin sogar unwissend im Regen rumgelaufen als die "Wolke" über uns war).
Mir wäre auch lieber wenn wir die Dinger nicht bräuchten aber ich sehe auch zugleich dass sie evtl. durch Weiterentwicklung
eine Change bieten unser Energieproblem in der Zukunft zu lösen. Hmmm., noch besser wären Kernfusionsreaktoren aber die
brauchen auch noch lange bis sie so weit sind.

Im Moment müssen wir alles weltweit tun um schnell die fossilen Brennstoffe einzuschränken (so gut es geht).
Tun wir das nicht dann haben wir ein noch viel größeres Problem was dann aber nicht mehr zu händeln ist (außer Kontrolle gerät).
Der Klimawandel ist im Gange und es sind jetzt schon so viele Menschen und Tiere davon betroffen.
Möchte garnet wissen wie viele Arten deshalb schon ausgestorben sind oder Menschen durch die verpestete Luft gestorben sind.

Du:

Jedes Land behauptet die besten Atomkraftwerke zu haben.


Naja, zumindest der Nuklearforscher Bruno Merk sagte in diesem Podcast: Unsere Kraftwerke hier waren sicher
über ihre Laufzeit gesehen:

Direkt am Anfang:


Wie gesagt: Man sollte hier in Deutschland nicht mit einem Komplettausstieg aus der Atomenergie alles in die Tonne werfen,
das halte ich für falsch. Man sollte sich alle Wege offenhalten die wir im Moment haben und sie fördern.

LG
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Letzte Änderung: von Sonni1967.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 13:24 #110123

Der Knackpunkt ist doch, dass Atomkraftwerke überhaupt nicht in unser Netz passen. Als backup sind die nicht zu gebrauchen, weil sie nicht regelbar sind. Die Entwicklung wird aber weitergehen. Langfristig halt nur in Ländern, die auch auch auf Atomkraftwerke angewiesen sind, weil sie atomwaffenfähiges Material erzeugen und lagern müssen. Die kommerzielle Nutzung wird immer teurer werden. Wegen der militärischen Nutzung kann man die AKW-Betreiber allerdings auch nicht einfach pleite gehen lassen oder einen Wechsel auf die Produktion von billigem Windstrom zulassen. Der französische Konzern EDF steht auch deshalb jetzt kurz vor der Verstaatlichung .

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Energiesicherheit 22 Okt 2022 13:24 #110124

Hallo Materieraum

Der Kohleausstieg soll ja im Jahre 2035 erfolgen. Unabhängig von AKWs…


Haha, da bin ich aber gespannt ob das klappt :).

Du:

Wenn du allerdings drauf bestehst, daß AKWs gebaut werden,


Ich hab nicht geschrieben dass ich darauf bestehe neue AKWs zu bauen sondern ich denke dass es sinnvoll ist die
vorhandenen AKWs (die wir haben) nicht abzuschalten sondern weiter zu betreiben um damit die Forschung und Weiterentwicklung
dieser Technologie mit zu gestalten.

Du:

bauen sie dir vlt eins ganz in deiner Nähe :P


Die brauch mir keiner in meiner Nähe zu bauen, hab ich schon :lol:
Ich wohne seit meiner Geburt nahe an der französischen Grenze ( luftlinienmäßig sehr nahe an Cattenom).
Es liegt ca 12km von der deutschen Grenze entfernt und wir wären hier unmittelbar betroffen wenn es dort
zu einem Super-Gau käme. Evtl. bin ich es deshalb gewohnt mit dieser Angst zu leben.
Was mir aber noch mehr Angst macht ist zu erleben dass in meiner kleinen Welt sich in den letzten 20 Jahren
so viel klimamäßig verändert hat und das registriere ich sehr genau.

Du:

Achso, warum sollte es schlecht sein eine nicht Zukunftsfähige Technologie nicht zu fördern?


Wer sagt denn dass Kernspaltungsanlagen nicht ein Potential in sich tragen in der Zukunft zur Problemlösung
unseres Energiebedarfs beizutragen?

Du:

Ist es nicht sinnvoll in Deutschland eine große Technologie Offensive für Erneuerbare zu starten?


Ja klar, wenn sie denn mal starten würde. Hab die Tage gelesen dass die Rohstoffe für Windkrafträder langsam ausgehen
(weiss aber nicht ob das stimmt).

Du:

Ist es nicht sinnvoll in Deutschland eine große Technologie Offensive für Erneuerbare zu starten? Und dann den Weltweiten Markt mit gutem Know How und Angeboten zu bedienen? Neue Speichermöglichkeiten für Energie entwickeln. Bessere Batterien. Einfachere Speicherlösungen für H2 entwickeln usw.


Ja klar müssen wir die Erneuerbaren unbedingt weiter entwickeln und deren Technologie !
Zugleich aber auch die Kernenergie. Beides zugleich müssen wir machen und dann mal schauen ob wir das Rad des
Klimawandels noch dazu bringen können sich langsamer zu drehen. Und letztendlich geht es nur darum.

LG
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Energiesicherheit 22 Okt 2022 13:39 #110128

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orhandenen AKWs (die wir haben) nicht abzuschalten sondern weiter zu betreiben um damit die Forschung und Weiterentwicklung
dieser Technologie mit zu gestalten.

Das bringt wissenschaftlich sowie technologisch absolut wenig.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 13:58 #110129

Hallo Pferdefuss, du schriebst

Der Knackpunkt ist doch, dass Atomkraftwerke überhaupt nicht in unser Netz passen.


Da kann ich gar nix zu sagen weil ich überhaupt keine Ahnung und Wissen habe wie das alles funktioniert
und zusammen hängt. Alles ist so kompliziert geworden in dieser Welt.

Langfristig halt nur in Ländern, die auch auch auf Atomkraftwerke angewiesen sind, weil sie atomwaffenfähiges Material erzeugen und lagern müssen.


Ohjeee. mir graut davor mir vorzustellen dass Atomkraftwerke mit Atombomben überhaupt in Verbindung gebracht werden.
Albert Einstein hatte da große Probleme mit und ich kann das (glaub ich) gut nachvollziehen.

Seine Formel E = mc2 kann uns zum Segen werden oder zu unserem Untergang führen.
Es bleibt bei uns was wir daraus machen.
Wir müssen dafür sorgen dass seine Erkenntnisse uns in diesem wunderschönen Universum und unserer wunderschönen Erde
weiterbringen und uns nicht vernichtet weil wir so dooof sind sie zu missbrauchen oder nicht in der Lage sind mit dieser
Formel umzugehen.

LG
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Energiesicherheit 22 Okt 2022 14:05 #110131

@sonni

Ja wir stehen vor riesigen Herausforderungen. AKWs sind zwar mehr oder weniger Klimaneutral, haben aber eben andere Nachteile.
Das größte Problem ist einfach unser unersättlicher Energiehunger.

Wir haben diesen über die Jahrzehnte immer weiter ausgebaut ohne über die Konsequenzen nachzudenken.
Dann sind wir aus Risikoabwägung aus Atomenergie ausgestiegen und stehen jetzt vor einem Dilemma.

Die AKWs noch ein zwei Jahre weiter zu betreiben, hätte ich auch nicht wirklich was gegen. Aber sie werden politisch keine Zukunft haben.
Es sei denn Greta Thunberg und Lindner überzeugen die Bevölkerung noch vom Gegenteil ^^.

Diese Problematik wird uns ganz sicher die nächsten Jahrzehnte begleiten. Wir dürfen gespannt sein wie sich das entwickelt.

Vlt wird ja sogar noch Fracking ein Thema werden?

Der Klimawandel ist da. Und wir werden ihn nicht aufhalten können. Ärmere Länder werden wohl auch in 50 Jahren noch Verbrennermotoren betreiben.

Es wird wohl hauptsächlich neben der Reduktion von CO2 eben auch darum gehen MIT dem Klimawandel zu leben und Strategien zu entwickeln wie wir damit umgehen und evtl. Gegenmaßnahmen entwickeln.

Es ist absehbar, daß wir den CO2 Ausstoß nicht schnell genug reduzieren können werden. Das sollten wir einsehen und erkennen.

Traurig, aber Realität.
Das Artensterben allerdings ist nicht dem Klimawandel geschuldet. Eher dem Lebensraum Diebstahl. Und den Pestiziden und Nikotinsamen.
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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 14:16 #110132

Rainer schrieb:

Das bringt wissenschaftlich sowie technologisch absolut wenig.


Was könnte man denn hier in Deutschland tun um die Technologie und Forschung ( was
die Weiterentwicklung von Atomkraftwerken angeht) nicht abbrechen zu lassen?

Wenn man aus allem aussteigt (quasi in den Klo kippt) dann ist da nix mehr was sich
lohnt sich darauf zu konzentrieren.
Die Innovation fällt weg und damit auch die Möglichkeit sich in diesem Sektor weiter zu entwickeln.
Hast du einen Vorschlag wie wir das trotzdem schaffen?
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Energiesicherheit 22 Okt 2022 15:07 #110138

Ohjeee. mir graut davor mir vorzustellen dass Atomkraftwerke mit Atombomben überhaupt in Verbindung gebracht werden.

Wenn man an militärische Nutzung denkt, kommt man merkwürdigerweise immer zuerst auf die Atombombe. Wenn man das ganze etwas näher betrachtet, dann sieht es eher so aus, dass der Schwerpunkt in den letzten Jahren in der Entwicklung von kleinen Reaktoren gelegen hat. Die werden auch schon auf dem Mark angeboten . Wenn die sich in den Drittweltländern durchsetzen dann wird es mit Sicherheit zur Katastrophe kommen. Spätestens wenn keiner mehr die Brennstäbe bezahlen kann, werden die Dinger auf irgendwelchen Müllkippen landen.


Wenn man sich die Abmessungen von den Dingern einmal anschaut, dann kann man auch davon ausgehen, dass die aus dem Baukasten des Militärs stammen. Aus Russland gibt es Hinweise, die die Dinger bereits in Torpedos verbauen. Die haben dann eine Reichweite von etlichen tausend km.

www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/kr...iche-gegner-100.html

Die Minireaktoren aus den USA haben ähnliche Abmessungen.


Die SMR-Konstruktionen von NuScale sind für Reaktorbehälter mit einem Durchmesser von 2,7 m (9 Fuß) und einer Höhe von 20 m (65 Fuß) vorgesehen

Die Entwicklung wird also mit Sicherheit weitergehen. Ich halte das allerdings nicht für sinnvoll, eben weil es wegen der endlichen Ressourcen im kommerziellen Bereich immer teurer werden muss. Das wird dann brandgefährlich, wenn sich die finanziellen Engpässe einstellen. Und die müssen ja kommen.
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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 18:01 #110149

Materieraum schrieb:

Der Klimawandel ist da. Und wir werden ihn nicht aufhalten können. Ärmere Länder werden wohl auch in 50 Jahren noch Verbrennermotoren betreiben.

Es ist absehbar, daß wir den CO2 Ausstoß nicht schnell genug reduzieren können werden. Das sollten wir einsehen und erkennen.


Ja, da bin ich eigentlich fast ganz bei dir. Aber trotzdem, bin auch immer noch ganz bei "Bob dem Baumeister" und will die Hoffnung
einfach nicht aufgeben (ich will, ich will, ich will sie einfach nicht aufgeben) und sagen: Yo.., wir schaffen das :).



Du:

Es wird wohl hauptsächlich neben der Reduktion von CO2 eben auch darum gehen MIT dem Klimawandel zu leben und Strategien zu entwickeln wie wir damit umgehen und evtl. Gegenmaßnahmen entwickeln.


Ich befürchte dass wir auch mit evtl. Gegenmaßnahmen (die wir in Anspruch nehmen könnten) dann mal wieder zu spät sind.
Ich glaub es wird sehr schlimm werden. Ich denke nicht das unsere Gattung (Homo sapiens) aussterben wird aber es gibt ja nicht nur
uns auf dieser Erde.

Fakt ist:
Wir haben (was unseren Herrschaftsanspruch auf diesem Planeten betrifft) dann versagt.
Er lautete: "Macht euch die Erde untertan" und das heißt für mich: Seit ein guter König, liebt und pflegt sie, kümmert euch um alles
was auf ihr kreucht und fleucht, tut alles dafür dass dieser wunderschöne blaue Planet in den Weiten des Alls aufblüht.

Aber neee...., wir versagen. Da gibt es etwas tief in uns was dafür sorgt dass alles anders läuft und das ist nix gutes.
Von wegen der "weise Mensch" (als den wir uns gerne bezeichnen).

Ist halt so: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben und an diesem kleinen Sprüchlein ist sehr viel dran.

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Energiesicherheit 22 Okt 2022 18:26 #110151

Perdefuss schrieb:

Wenn man an militärische Nutzung denkt, kommt man merkwürdigerweise immer zuerst auf die Atombombe. Wenn man das ganze etwas näher betrachtet, dann sieht es eher so aus, dass der Schwerpunkt in den letzten Jahren in der Entwicklung von kleinen Reaktoren gelegen hat. Die werden auch schon auf dem Mark angeboten . Wenn die sich in den Drittweltländern durchsetzen dann wird es mit Sicherheit zur Katastrophe kommen. Spätestens wenn keiner mehr die Brennstäbe bezahlen kann, werden die Dinger auf irgendwelchen Müllkippen landen.


Danke ! Weil das ist ein Aspekt an den ich (oder auch sonst keiner) gerade denkt. Ich finde das so schrecklich dass wir
bei unseren wissenschaftliche Erkenntnissen immer in Betracht ziehen müssen dass sie von irgendwelchen "Idioten"
missbraucht werden.

Der arme Albert Einstein (als er miterleben musste wie seine wissenschaftliche Formel missbraucht wurde um Atombomben
auf Hiroshima und Nagasaki zu werfen).
Schon schlimm dass wir uns Gedanken machen müssen um uns vor uns selbst zu schützen :silly:
Einfach nur verrückt.

LG
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Energiesicherheit 22 Okt 2022 18:32 #110152

Materieraum schrieb:

Der Klimawandel ist da. Und wir werden ihn nicht aufhalten können. Ärmere Länder werden wohl auch in 50 Jahren noch Verbrennermotoren betreiben.

Es ist absehbar, daß wir den CO2 Ausstoß nicht schnell genug reduzieren können werden. Das sollten wir einsehen und erkennen.


Ja, da bin ich eigentlich fast ganz bei dir. Aber trotzdem, bin auch immer noch ganz bei "Bob dem Baumeister" und will die Hoffnung
einfach nicht aufgeben (ich will, ich will, ich will sie einfach nicht aufgeben) und sagen: Yo.., wir schaffen das :).


Süß. Eine gute Einstellung auf jeden Fall. Und ich hoffe auch dass uns das gelingt!

Aber man sollte eben auch auf andere Szenarien eingestellt sein. Im Frühjahr eben mit einer erhöhten Wassermenge rechnen. Überschwemmungen wären so ein Thema. Evtl. Deiche erhöhen?

Im Sommer wenn er lang und trocken ist dann eben mit austrockenden Flüssen rechnen? Siehe Rheinstand dieses Jahr.

Vlt das Wasser was im Frühjahr anfällt irgendwie “speichern” , umleiten und im Sommer wieder zuführen?

Ich meine einfach nicht die Augen zu verschließen vor Eventualitäten. Egal wie sehr man glaubt dass alles gut wird.

Vlt mal als Tipp. Ich werde mir nächste Woche einen Gaskocher besorgen mit 1-2 Gaskartuschen. Und ein paar Kerzen holen.

Einfach nur um vorbereitet zu sein.

Du:

Es wird wohl hauptsächlich neben der Reduktion von CO2 eben auch darum gehen MIT dem Klimawandel zu leben und Strategien zu entwickeln wie wir damit umgehen und evtl. Gegenmaßnahmen entwickeln.

Ich befürchte dass wir auch mit evtl. Gegenmaßnahmen (die wir in Anspruch nehmen könnten) dann mal wieder zu spät sind.
Ich glaub es wird sehr schlimm werden. Ich denke nicht das unsere Gattung (Homo sapiens) aussterben wird aber es gibt ja nicht nur
uns auf dieser Erde.

Fakt ist:
Wir haben (was unseren Herrschaftsanspruch auf diesem Planeten betrifft) dann versagt.
Er lautete: "Macht euch die Erde untertan" und das heißt für mich: Seit ein guter König, liebt und pflegt sie, kümmert euch um alles
was auf ihr kreucht und fleucht, tut alles dafür dass dieser wunderschöne blaue Planet in den Weiten des Alls aufblüht.

Aber neee...., wir versagen. Da gibt es etwas tief in uns was dafür sorgt dass alles anders läuft und das ist nix gutes.
Von wegen der "weise Mensch" (als den wir uns gerne bezeichnen).

Ist halt so: Wer zu spät kommt den bestraft das Leben und an diesem kleinen Sprüchlein ist sehr viel dran.

LG


Ja wir haben viel Mist gebaut hier auf der Erde. Und machen es immer noch.

Wir haben es aber mittlerweile verstanden, hoffe ich. Der Trend zeigt weltweit in die richtige Richtung. Plastiktüten Verbote, sogar in Afrikanischen Ländern z.B.

Selbst Blackrock, ein auf Gewinn ausgelegter GroßInvestor hat bekannt gegeben, daß er nur noch in “grüne” Unternehmen investieren wird.
Man kann da also durchaus noch Hoffnung haben, daß wir noch die Kurve bekommen ;).

LG
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Letzte Änderung: von Materieraum.

Energiesicherheit 22 Okt 2022 21:03 #110158

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Was könnte man denn hier in Deutschland tun um die Technologie und Forschung ( was
die Weiterentwicklung von Atomkraftwerken angeht) nicht abbrechen zu lassen?

Da hilft nur die Weiterentwicklung, also Planung von neuen sichereren besseren AKW, was ohne Bau finanziell sinnlos ist.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Energiesicherheit 23 Okt 2022 06:49 #110193

Dass die bei uns sicherer würden halte ich für fraglich. Die müssten auf jeden Fall billiger werden um mit anderen Entwicklungen konkurrieren zu können. In Rumänien sind jetzt die ersten Mini-Reaktoren geplant. Die Förderung durch die EU ist durch die Taxonomie gesichert, wenn der laufende Einspruch einiger Länder erfolglos bleibt. Ich bin einmal gespannt, ob die EU dann auch noch die Sicherheitsstandards an die an Kisten anpasst.

Partnerschaft mit USA beim Ausbau der Kernenergie
Atomkraft in Gestalt kleiner modularer Reaktoren (SMR, Small Modular Reactor) steht ebenfalls auf der Agenda zur Energiewende. Vor zwei Wochen kündigte Nuclearelectrica an, am Standort Doicești im Kreis Dâmbovița sechs SMR mit einer Gesamtleistung von 462 Megawatt errichten zu wollen.
www.energiezukunft.eu/wirtschaft/kohleau...re-kraftwerksplaene/


Man müsste die Hersteller wenigstens zur Rücknahme der Reaktoren bei Betriebsende verpflichten. Aber dann würde wahrscheinlich kein einziger Reaktor verkauft.
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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 24 Okt 2022 10:06 #110239

Vlt mal als Tipp. Ich werde mir nächste Woche einen Gaskocher besorgen mit 1-2 Gaskartuschen. Und ein paar Kerzen holen.

Den Holzkohlegrill gegen einen Gasgrill auszutauschen dürfte auch eine Option sein. Es gibt auch Varianten auf denen man auch kochen kann. 5 kg Propan (64 kWh ) kosten derzeit etwa 12€. Macht 18 Cent/kWh. Das ist deutlich billiger als Strom.

Elektrische Direktheizungen sind in allen Varianten bei uns pures Gift für die Umwelt. Ist doch klar, dass die mit ihren hohen Leistungen ganz besonders stark dafür sorgen, dass Gaskraftwerke zugeschaltet werden müssen um das Netz stabil zu halten. Das gilt auch für IR-Strahler. Von daher wundert es schon sehr, wie man das Zeug von Seiten der Verbraucherzentrale als eine Alternative zum Heizen darstellen kann. Die sollten derzeit doch eigentlich dringend davon abraten.



morgenmagazin 24.10.2022

Wenn es schon warm im Raum ist, dann fühlen sich solche IR-Strahler schon gut an. Ansonsten nicht. Da fängt man sich bestenfalls noch eine Erkältung ein, wenn man ständig zwischen wärmeren und kälteren Bereichen wechselt. In Altbauten findet man die oft noch in Badezimmern. In Neubauten ist das nicht ohne Grund nicht mehr der Fall. Das sind fürchterliche Stromfresser. Und dann noch in Zeiten in denen man Strom sparen sollte. Klar, 1kWh Strom macht 1kWh Wärme, das sagt er schon richtig. Was er verschweigt, von dem Gas im Kraftwerk kann hier noch nicht einmal die Hälfte zum heizen genutzt werden. Das meiste geht dort schon durch den Schornstein. Und wenn er sie mit einem ja allseits verpönten Heizpilz verglichen hätte, dann hätte sogar der Heizpilz sowohl bei den Kosten wie auch bei der Umweltverträglichkeit besser abgeschnitten. Solche Vergleiche hat er dann mal lieber gelassen. Schade, das hätte jeder direkt verstanden.

Vor dem Gebrauch von elektrischen Direktheizungen kann man nur warnen. Vielleicht sollte man in der Verbraucherzentrale auch einmal einen Energieberater vorbei schicken :huh: .

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Energiesicherheit 24 Okt 2022 14:50 #110245

Bezüglich Energiesicherheit finde ich es nicht schlimm, wenn AKWs im Sommer wegen der Abwasser-Problematik nur eingeschränkt laufen können. Denn da haben wir eine stärkere Sonneneinstrahlung und einen geringeren Energiebedarf.

Bei vielen Mini-AKWs sehe ich aber noch ein ganz anderes Problem: Das Problem der Sicherheit. Man müsste jedes der vielen kleinen AKWs genauso gut bewachen wie die wenigen großen, die wir derzeit haben.
Moderatoren Beiträge kennzeichne ich grün. Alle anderen Beiträge schreibe ich als normaler User, nicht als Moderator.

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Energiesicherheit 24 Okt 2022 15:57 #110246

Mir wäre auch lieber wenn wir die Dinger nicht bräuchten aber ich sehe auch zugleich dass sie evtl. durch Weiterentwicklung
eine Change bieten unser Energieproblem in der Zukunft zu lösen.

Wie gesagt: Man sollte hier in Deutschland nicht mit einem Komplettausstieg aus der Atomenergie alles in die Tonne werfen,
das halte ich für falsch. Man sollte sich alle Wege offenhalten die wir im Moment haben und sie fördern.


Sehr nachvollziehbar und klingt sehr vernünftig die oft gehörte Argumentation.
Aber der Knackpunkt dabei ist: eine Weiterentwicklung oder auch nur vorübergehende Verlängerung reduziert den Druck auf Industrie und Forschung in Energieeinsparung, nachhaltige Energieerzeugung und Speicherung zu investieren.

Was auch in die Waagschale gehört: ein Ausstieg aus dem Ausstieg untergräbt die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit getroffener Entscheidungen. Es bedarf schon besonders gewichtiger Argumente um die zu revidieren. Gegenwärtig steht wohl genau die Frage im Raume ob die induzierte Energiekriese gewichtig genug ist eine Neuanschaffung von Brennstäben für die verbliebenen AKW (und damit deren Weiterbetrieb für Jahre) zu rechtfertigen. Besser wäre schon wir schafften das ohne.
assume good faith

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Energiesicherheit 24 Okt 2022 18:22 #110247

Mir wäre auch lieber wenn wir die Dinger nicht bräuchten aber ich sehe auch zugleich dass sie evtl. durch Weiterentwicklung
eine Change bieten unser Energieproblem in der Zukunft zu lösen.

Reaktivierung alter AKWs bewirken keine Weiterentwicklung dieser Technologie. AKWs können nicht die Energieproblem der Zukunft lösen, da Tausende davon benötigt werden, und weil verfügbare Uran nicht reichen.

Wenn westliche Saaten wieder anfangen neue und eventuell günstige AKWs zu bauen, dann ist ein Zeichen für die Entwicklungsländer, dass sie auch solche haben müssen. Man wird danach sehr wahrscheinlich irgendwann als "Schmutzige Bomben" mit radioaktiven Stoffen einsetzen.

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 06:12 #110250

Merilix schrieb:

Aber der Knackpunkt dabei ist: eine Weiterentwicklung oder auch nur vorübergehende Verlängerung reduziert den Druck auf Industrie und Forschung in Energieeinsparung, nachhaltige Energieerzeugung und Speicherung zu investieren.


Hmmm..,ja, meistens ist es so dass in Ländern wo ein hoher Anteil durch Atomstrom gedeckt ist weniger in erneuerbare Energien
investiert wird und das kann ja auch nicht die Lösung sein. Dann muß man das halt politisch durch Anreize, Fristen, Förderungen irgendwie ändern.
Ein Abschalten und Aussteigen ohne Alternative bringt aber auch nur dass wir durch fossile Brennstoffe noch mehr CO2 in die Atmosphäre
pumpen (die 6 AKW die noch 2020 am Netz waren lieferten so viel Strom wie 5 große Braunkohlekraftwerke die zusammen 70.000.000
Tonnen CO2 in die Luft pumpen).
Ein geregeltes, geplantes, langsames, schrittweises zurückfahren der Atomkraft in Kombination einer massiven Förderung und
Ausbau der erneuerbaren Energien wäre evtl. für unser Land besser gewesen als nach Fukushima "Hals über Kopf" den Ausstieg zu beschleunigen.

Du:

Was auch in die Waagschale gehört: ein Ausstieg aus dem Ausstieg untergräbt die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit getroffener Entscheidungen.


Ach, sehe ich jetzt nicht unbedingt so. Man muß auch in der Lage sein getroffene Entscheidungen aus der Vergangenheit zu revidieren
weil sonst bleibt man nicht anpassungsfähig und geht weiter die "falschen" Wege. Gepennt haben wir ja lange genug was unser Klima
und unsere Umwelt angeht.

Du:

Es bedarf schon besonders gewichtiger Argumente um die zu revidieren.


Wir haben viele Probleme der erneuerbaren Energien leider noch gelöst. Nur max. 15% der Energie in Deutschland ist erneuerbar
und das ist viel zu wenig. Hinzu kommt das Speicherproblem, der Netzausbau und vieles mehr. Man brauch ja auch Unmengen von
metallischen Rohstoffen um die ganzen Wind und Solaranlagen zu bauen die wir noch zusätzlich brauchen und die Lebensdauer
von denen soll ja auch nicht so lange sein. Blöd ist dass wir kaum noch Zeit haben um den Klimakippunkt weltweit noch abzuwenden.
Wenn die Permafrostböden abtauen werden Unmengen von weiterem CO2 in die Atmosphäre dringen. Die Uhr tickt und wir haben
kaum Alternativen das noch aufzuhalten. Deshalb denke ich dass wir leider die Atomkraft global, weltweit gesehen noch brauchen
um Zeit zu gewinnen, grrrr... Und deshalb finde ich es sinnvoll auch weiterhin (neben der Technologie der Erneuerbaren) in dieser
Technologie zu forschen.

LG
Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Energiesicherheit 25 Okt 2022 06:26 #110251

Jamali schrieb:

AKWs können nicht die Energieproblem der Zukunft lösen, da Tausende davon benötigt werden,


Als Übergangslösung in Kombination mit dem Ausbau erneuerbaren Energien könnten sie uns Zeit verschaffen.

Du:

und weil verfügbare Uran nicht reichen.


Es sind schon neue Technologien in der Forschung um die alten Brennstäbe energetisch wieder zu nutzen, nennt sich
Transmutation. Es wird aber noch dauern bis sie technisch ausgereift sind. Dann hätten wir aus dem ganzen Atommüll wieder
verwertbare Energie und von dem haben wir ja sowieso schon genug, leider..

"Wir haben Atommüll auf dem Tisch und zwar für die nächsten 300.000 Jahre, und unsere Aufgabe ist, Lösungen zu finden. Wir nennen sie Transmutation!"


www.tagesschau.de/wissen/forschung/belgi...ktor-myrrha-101.html

LG
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Energiesicherheit 25 Okt 2022 08:58 #110253

Als Übergangslösung in Kombination mit dem Ausbau erneuerbaren Energien könnten sie uns Zeit verschaffen.

Neue Anlangen sind keine Lösung. Die alten Anlagen können einen kleinen Teil der fossilen Energien ersetzen. Es ist doch bekannt, dass Atomkraft keine gute Ergänzung zu den Erneuerbaren ist, und man benötigt darüber hinaus Gaskraftwerke. Aber Atomenergie könnte z.B. zur Erzeugung von Wasserstoff verwenden werden. Man sollte/darf aber die Windkraftanlagen nicht ausschalten, da es bei AKWs nicht möglich ist.

Es sind schon neue Technologien in der Forschung um die alten Brennstäbe energetisch wieder zu nutzen, nennt sich
Transmutation. Es wird aber noch dauern bis sie technisch ausgereift sind. Dann hätten wir aus dem ganzen Atommüll wieder
verwertbare Energie und von dem haben wir ja sowieso schon genug, leider..

www.tagesschau.de/wissen/forschung/belgi...ktor-myrrha-101.html

Auf dieser Webseite steht:
"Zumal noch nicht klar ist, ob das Projekt funktioniert. Doch im kommenden Jahr soll der Bau der echten Anlage beginnen. 2030 könnte es dann so weit sein."

Wenn es funktionieren würde, und danach weitere Anlagen bauen würden, und wenn damit Strom günstig erzeugt werden könnte, dann müsste man mindestens bis 2040-2050 auf ein paar Anlangen warten. Kann das die Lösung sein?
In zwanzig Jahren könnte man leicht und günstig durch erneuerbaren Energien fossilen Energien weitgehend ersetzen.

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Energiesicherheit 25 Okt 2022 11:58 #110254

Hallo Jamali, du:

Es ist doch bekannt, dass Atomkraft keine gute Ergänzung zu den Erneuerbaren ist


Wieso denn nicht? Klimamäßig (was den CO2 Ausstoß betrifft) ist diese Kombination doch viel besser als die Kombination
erneuerbare Energien mit der Kombination fossiler Brennstoffe wie Gas / Kohle / Öl (zumindest im Moment zur Überbrückung).

Du:

und man benötigt darüber hinaus Gaskraftwerke


Weiß nicht. Aber wenn ja, dann benötigt man auf jeden Fall zeitlich weniger Gas (oder Kohle, oder Öl) als fossile Brennstoffe und das
bringt uns mehr Zeit Technologien beidseitig zu entwickeln (Ausbau der erneuerbaren Energien und Entwicklung von neuen Kraftwerken
in Form von Spaltung oder Fusion).

Du:

Auf dieser Webseite steht:
"Zumal noch nicht klar ist, ob das Projekt funktioniert. Doch im kommenden Jahr soll der Bau der echten Anlage beginnen. 2030 könnte es dann so weit sein."


In der Theorie gibt es diese Konzepte ja schon. Natürlich braucht es noch viel Zeit diese Konzepte auch wirklich in der Realität
umzusetzen (ist immer so). Aber stelle dir mal vor es würde uns gelingen: Unser Atommüll (den wir zum Teil aus riesengroßer Blödheit einfach
ins Meer gekippt haben) wäre für zukünftige Generationen ein wertvoller Rohstoff. In jeder der ausgedienten Brennstoffstäben steckt
noch ganz viel Energie wenn wir es schaffen könnten diese zu recyceln, zu nutzen.

Du:

In zwanzig Jahren könnte man leicht und günstig durch erneuerbaren Energien fossilen Energien weitgehend ersetzen.


Ich glaub das ist "Wunschdenken" vor allem wenn man es global sieht (und das muss man unbedingt wenn man den Klimawandel zeitlich
noch aufhalten will). Was nützt es für den Klimawandel wenn wir hier in Deutschland alles in erneuerbare Energien setzten?
Global gesehen nützt es kaum was. Wir müssen nicht lokal sondern global denken und ich denke: Ohne Kernenergie werden wir
das Problem weltweit nicht lösen können.

LG
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Energiesicherheit 25 Okt 2022 13:11 #110255

Es ist doch bekannt, dass Atomkraft keine gute Ergänzung zu den Erneuerbaren ist

Wieso denn nicht?
Du:

und man benötigt darüber hinaus Gaskraftwerke


Weiß nicht. Aber wenn ja, dann benötigt man auf jeden Fall zeitlich weniger Gas (oder Kohle, oder Öl) als fossile Brennstoffe und das
bringt uns mehr Zeit Technologien beidseitig zu entwickeln...

ndr.de, 28.07.2022: Atomkraft statt Gas - Lohnt sich das überhaupt?
"Können Atomkraftwerke Gaskraftwerke ersetzen?
Atomkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, die den ganzen Tag über Strom produzieren, lassen sich aber nur langsam regeln. Gaskraftwerke sind Kraftwerke, die sich schneller hochfahren lassen und vor allem die Spitzenlast abdecken, also erhöhten Strombedarf - etwa am Abend oder wenn Wind und Sonne zu wenig Energie liefern. Weil Gaskraftwerke aber auch noch Wärme produzieren, die von Haushalten als Fernwärme benutzt wird, können diese nicht einfach durch Atomstrom ersetzt werden.

Wie viel Gas könnte Atomkraft einsparen?
Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken würde vor allem dazu führen, dass Kohlekraftwerke weniger Strom produzieren müssen. Das Einsparpotenzial für Gas sei allerdings gering, so die Energie-Beratung "Energy Brainpool". Sie geht in einer Analyse davon aus, dass ein Weiterbetrieb der drei verbliebenen AKW in Deutschland nur ein Prozent des jährlichen Gasverbrauchs einsparen würde."


Du:

In zwanzig Jahren könnte man leicht und günstig durch erneuerbaren Energien fossilen Energien weitgehend ersetzen.


Ich glaub das ist "Wunschdenken" vor allem wenn man es global sieht (und das muss man unbedingt wenn man den Klimawandel zeitlich
noch aufhalten will). Was nützt es für den Klimawandel wenn wir hier in Deutschland alles in erneuerbare Energien setzten?
Global gesehen nützt es kaum was. Wir müssen nicht lokal sondern global denken und ich denke: Ohne Kernenergie werden wir
das Problem weltweit nicht lösen können.

Wenn man in Deutschland durch erneuerbare Energien, die auch günstiger sind, die fossilen Energien ersetzt, ist sinnvoller oder durch neue Atomanlagen?

Die Technologie für erneuerbare Energien sind vorhanden. Stell Dir vor, nach 10 Jahren stellt man fest, dass der Strom von der Transmutation-Technologie zu viel kostet, wäre es dann nicht ein Wunschdenken?

Angenommen stellt man 2030-2035 fest, dass diese Technologie funktioniert und erzeugter Strom wäre auch nicht zu teuer, wie lange dauert es bis man ausreichende Anlagen bauen könnte, 20-40 Jahre?
Was sollen die Länder tun, die keine AKWs und keine verbrauchten Brennstäbe haben?
Warum soll man an neuen AKWs investieren, wenn die Wind- und Solar-Anlagen weniger kosten und ihren Strom günstiger ist?
Wäre für die Welt nicht ein Sicherheitsproblem, wenn alle Länder AKWs hätten und bei den Konflikten von radioaktivem Material nutzen würden? Zur Zeit sind zwei Länder, die versuchen damit ihre politischen Ziele umsetzen. (Ich möchte keine politische Diskussion.)

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