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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 08 Jun 2022 16:58 #102286

Wann will endlich der IPCC eingestehen, dass einerseits die CO2-Hypothese widerlegt ist, z.B. durch die aktuellen Daten vom Mars, und dass andererseits die tatsächliche Ursache für den Klimawandel bekannt ist, nämlich die Abnahme der durch Wolken bedingten Albedo. Sämmtliche Erdsatelliten die die Albedo messen, bestätigen dies. Auch Messungen am Boden zeigen, dass über die Jahrzehnte immer mehr kurzwellige Strahlung den Boden erreicht. Die Abnahme der Albedo entspricht genau der Erhöhung der Globaltemperatur.

Offen ist lediglich noch, warum die mittelhohen Wolken weniger und dünner werden. Das könnte natürliche Ursachen haben, aber auch eine anthropogene Ursache, z.B. der Flugverkehr und die von ihm verursachten Höhenwolken, oder das beim Verbrennen von Kohlenstoffverbindungen entstehende ubiquitäre HCN.

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 08 Jun 2022 19:51 #102300

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durch die aktuellen Daten vom Mars

Dass weder Mars noch Venus mit der Erde vergleichbar sind, hatten wir ja eigentlich schon.

Der Mars hat kein Magnetfeld, deshalb hat er seine Atmosphäre verloren und er kann auch keine neu aufbauen, da nützt ihm die prozentuale Zusammensetzung des Restes an Atmosphäre nichts.

Dein Vergleich ist zwar eine durchaus sinnvolle Sache, nur sagt er nichts über die Gründe der Unterschiede aus. Am CO2 muss es dabei nicht liegen, bzw ist es als Treibhausgas ja unbestritten.

Wie sich die Luftfahrt auswirkt, insbesondere Kondensstreifen, wurde ja auch untersucht. Dazu kenne ich allerdings keine Details. Wenn Du im Ergebnis anderer Meinung bist, und das entspräche auch meinem Bauchgefühl, dann solltest Du Dich allerdings mit den entsprechenden Arbeiten auseinandersetzen.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 09 Jun 2022 12:36 #102316

>Dass weder Mars noch Venus mit der Erde vergleichbar sind, hatten wir ja eigentlich schon.


Es sind nur die Sekundäreffekte einer Erwärmung durch CO2, die nicht vergleichbar sind! Man kann aber eine Obergrenze für die Primärwirkung auf der Erde berechnen, wenn man davon ausgeht dass auf Venus und Mars weder Sekundäreffekte auftreten, noch der Planet dort durch andere Phänomene der Atmosphäre erwärmt wird.

Hierbei erhält man aus den Daten der Venus eine Primärwirkung für das anthropogene CO2 von maximal 0,017°C. Natürlich ist die Grenze weit überhöht, da die Wolken der Venus eine starke Rückstrahlung bewirken. Aber der Wert ist hinreichend klein, um CO2 als Hauptverursacher des Klimawandels ausschließen zu können.

Geht man bzgl. des Mars von einem Treibhauseffekt von ca. 5-6°C aus, so erhält man eine Primärwirkung für das anthropogene CO2 von ebenfalls maximal 0,017°C aus. Auch auf dieser populärwissenschaftlichen Seite wird noch von den alten Angaben der NASA ausgegangen.
www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/w...nen-treibhauseffekt/

Ich war hier ebenfalls von der alten Datenlage ausgegangen und hatte vorgerechnet, wie man bei Venus und Mars auf die maximal 0,017°C Primärwirkung des anthropogenen CO2 kommt. Das erfordert durchaus anspruchsvolle Kenntnisse aus Chemie und Physik.

umwelt-wissenschaft.de/forum/neues-aus-d...genen-co2-verursacht

Aber nun hat die NASA ihre Angaben zum Treibhauseffekt auf dem Mars aufgrund neuer Messungen revidiert. Auf dem Mars gibt es im Rahmen der Messgenauigkeit keinen Treibhauseffekt. Siehe

nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/marsfact.html
Black-body temperature (K)209.8
Average temperature: ~210 K

Ich denke, ich muss dir nicht erklären dass die sogenannte „Black-body temperature“ die Temperatur ist, die der Planet ohne klimaaktive Atmosphäre hätte. (Ich habe in einem anderen Forum schon unglaubliche Verständnis- und Logiklücken von einem User erlebt.) Und die „Average temperature“ ist die gemessene Temperatur der Atmosphäre 2m über dem Boden in mittlerer Bodenhöhe. Auf der Erde ist das Meeresniveau, auf dem Mars einfach die durchschnittliche Höhe. Da eine Atmosphärensäule auf dem Mars 26 mal mehr CO2 als eine auf der Erde enthält, muss man kein Physikgenie sein, um unmittelbar einzusehen, dass CO2 keinen nennenswerten Treibhauseffekt erzeugen kann. Damit ist die CO2-Hypothese widerlegt.

>Der Mars hat kein Magnetfeld, deshalb hat er seine Atmosphäre verloren und er kann auch keine neu aufbauen, da nützt ihm die prozentuale Zusammensetzung des Restes an Atmosphäre nichts.


Das hast du gut erkannt. Deshalb weise ich auch so gut wie nie darauf hin, dass die CO2-Konzentration auf dem Mars ca. 2800 mal größer ist als auf der Erde – das ist unwichtig. Entscheidend ist lediglich, dass der Mars, trotz seines geringen Drucks, 26 mal mehr CO2 hat als die Erde.

>Dein Vergleich ist zwar eine durchaus sinnvolle Sache, nur sagt er nichts über die Gründe der Unterschiede aus. Am CO2 muss es dabei nicht liegen, bzw ist es als Treibhausgas ja unbestritten.


Doch, die Treibhausgas-Hypothese ist strittig, und die CO2-Hypothese ist sogar widerlegt. Einerseits durch die Datenlage des Mars, wie oben gezeigt. Auch durch die Datenlage der Venus, wie oben gezeigt. Und jetzt auch noch durch Messungen auf der Erde, die die Wolkenalbedo betreffen. Es gibt einfach keinen Platz mehr für einen erwärmenden Effekt durch Treibhausgase.

Die Abnahme der Albedo ist tatsächlich eine Abnahme der durch Wolken bedingten Albedo. Es kommt also immer mehr direkte Sonnenstrahlung auf der Erde an. Hier sind Daten vom Deutschen Wetterdienst für die direkte Sonneneinstrahlung für Europa. Sieh dir Abb. 9 an

www.dwd.de/DE/leistungen/rcccm/int/descr...publicationFile&v=10

Abb. 9 , die direkte Strahlung (Surface Incoming Direct Radiation, SID) ist von 1980 (dem Beginn der Messungen) bis 2021 von ungefähr -4% auf +3% gegenüber der Referenzperiode gestiegen.

Und da ist NICHT die Rückstrahlung aus Treibhausgasen mit drin. Siehe hierzu

www.cen.uni-hamburg.de/icdc/data/land/eu...solarirradiance.html

>Der SARAH-2 Datensatz enthält fünf Parameter der solaren Einstrahlung am Boden, von denen wir vier für die interne Nutzung anbieten: die effektive Wolkenalbedo (CAL), die gesamte (diffus + direkt) solare Einstrahlung am Boden (SIS), die direkte solare Einstrahlung am Boden (SID) und die bzgl. des Sonnenzenitwinkels normierte direkte solare Einstrahlung am Boden (DNI).

Die Solarkonstante hat in der Zeit eher abgenommen als zugenommen.
de.wikipedia.org/wiki/Solarkonstante
2015 wurde die Solarkonstante von der IAU nach neuen Messergebnissen auf 1361 W/m² festgelegt. Der bis dahin gültige Wert von 1367 W/m² wurde 1982 von der Weltorganisation für Meteorologie in Genf festgelegt.

Wenn also die Sonneneinstrahlung auf die Erde zugenommen hat und zugleich die Solarkonstante abgenommen hat, dann kann das nur daran liegen dass es weniger Wolken gibt, bzw. diese immer weniger Sonnenlicht in den Orbit reflektieren. Zumindest kann die Wissenschaft keine andere Erklärungsmöglichkeit anbieten.

Und diese Abnahme der Wolkenalbedo entspricht genau der gemessenen Temperaturerhöhung, die man erwarten würde.

Die direkte Sonneneinstrahlung auf dem Erdboden in Europa beträgt gemäß Abb. 9 im Mittel 85 W/m². Die Zunahme der Strahlung von 1980 bis 2021 beträgt ca. 6 W/m².

Die emittierte Strahlung von einem Körper der 288K warm ist, beträgt

I / Emissionskonstante für IR-Licht = 5,67E-8 * 288^4 = 390,1 W/m²

Bei einer zusätzlichen Strahlung von 6 W/m² haben wir eine Temperatur von 289,1°K. Die Temperatur in Europa hätte also aufgrund der zusätzlichen Sonneneinstrahlung als Folge der Abnahme der Wolkenalbedo um 1,1°C zunehmen müssen. Und das ist genau das, was wir in Europa gemessen haben. Da gibt es keinen Spielraum für eine Wirkung von Treibhausgasen!

>Wie sich die Luftfahrt auswirkt, insbesondere Kondensstreifen, wurde ja auch untersucht. Dazu kenne ich allerdings keine Details. Wenn Du im Ergebnis anderer Meinung bist, und das entspräche auch meinem Bauchgefühl, dann solltest Du Dich allerdings mit den entsprechenden Arbeiten auseinandersetzen.


Flugverkehr erzeugt über den mittelhohen Regenwolken anthropogene Zirruswolken und etwas (dunklen) Ruß. Zirruswolken sind Eiswolken die das Sonnenlicht gut durchlassen, aber das IR-Licht von der Erde reflektieren. Dadurch bekommen die mittelhohen Wolken VON OBEN IR-Licht und lösen sich auf. Dagegen wirken Treibhausgase schon in geringen Höhen und beeinflussen die mittelhohen Wolken nicht. Das Ruß des Flugverkehrs sinkt langsam auf die mittelhohen Wolken. Das sind dunkle Aerosole die das Sonnenlicht gut absorbieren und so die mittelhohen Wolken zu Auflösung bringen.

Wie viel das ausmacht weiß selbst ich nicht. Aber es gibt keine Veröffentlichung in der dies abgeschätzt wird. Es könnte durchaus sein, dass die Abnahme der Wolkenalbedo nur natürliche Ursachen hat. Sie könnte aber auch rein anthropogen verursacht sein.

Weitere Forschung ist nicht mehr meine Aufgabe, sondern die der staatlich anerkannten Klimaforscher. Ich habe ihnen den Weg gezeigt. Dazu müsste der IPCC aber endlich mal den Stand der Wissenschaft anerkennen! Und es müsste endlich erlaubt sein, einschlägige Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 09 Jun 2022 13:00 #102318

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Ich denke, ich muss dir nicht erklären dass die sogenannte „Black-body temperature“ die Temperatur ist, die der Planet ohne klimaaktive Atmosphäre hätte.

Nein, das ist die Nenntemperatur, die sich aus dem tatsächlichen Abstrahlungsprofil (also inkl Atmosphäre) ergibt, genauso wie die BB-Temperatur der Hintergrundstrahlung 2,755 K der intensivsten Strahlung hat, während ihre durchschnittliche Strahlung 7,6898 K entspricht.

Eγ = Tbb·kB·acii durchschnittliche Energie jedes Photons
acii = b'h/kB = 3+Wl.(-3/exp.3) = 2,821439372122078893403191330294

Es stellt sich also immer die Frage, was denn bei Angaben der Temperatur genau gemeint ist.

Wenn diese mit der Oberflächentemperatur übereinstimmt, dann hat die Atmosphäre keine abschirmende Wirkung. Dies kann aber auch am Sonnenwind liegen, der ungebremst auf den Mars knallt. Die Restatmosphäre wird also von beiden Seiten beheizt und ist so im Gleichgewicht, bzw wird der Mars von außen warmgehalten. Der relativ hohe CO2 Gehalt schützt womöglich den Mars vor einseitiger Überhitzung von außen.

Ich kann da nur unken, aber die einfache isolierte Vergleichsrechnung überzeugt mich nicht. Dazu sind die Gesamtverhältnisse viel zu unvergleichbar.
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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 09 Jun 2022 18:52 #102329

>Nein, das ist die Nenntemperatur, die sich aus dem tatsächlichen Abstrahlungsprofil (also inkl Atmosphäre) ergibt,


Nein. Die BB-Temperatur, die die NASA für die Planeten angibt, ist zunächst die Temperatur, die die Oberfläche des Planten ohne klimaaktive Atmosphäre hätte, aber bei unveränderter Albedo. Sie ist ein theoretischer Wert der nur für bestimmte Planeten aus ihrem gemessenen Abstrahlungsprofil berechnet werden kann. Hierzu muss sich der Planten (oder Mond) entweder hinreichend schnell drehen, so dass er nur geringe Temperaturdifferenzen auf der Tag- und Nachtseite hat, oder es muss eine dichte Atmosphäre vorhanden sein, die die Tag- und Nachttemperaturen nivelliert. Für den Erdmond gilt das z.B. nicht, da er sich so langsam dreht, dass seine Durchschnittstemperatur UNTER seiner BB-Temperatur liegt.

>genauso wie die BB-Temperatur der Hintergrundstrahlung 2,755 K der intensivsten Strahlung hat, während ihre durchschnittliche Strahlung 7,6898 K entspricht.


Was die Expansion des Raumes mit der Temperatur auf Venus, Erde und Mars zu tun hat, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aber ich gehe trotzdem darauf ein: Die Frequenzverteilung der Hintergrundstrahlung entspricht der, die ein Schwarzer Körper bei einer Temperatur von 2,7 K hätte. Das Maximum der Strahlung stimmt bei keiner Temperatur mit dem Mittelwert der Strahlung überein.

>Es stellt sich also immer die Frage, was denn bei Angaben der Temperatur genau gemeint ist.


Temperatur wird zumeist über eine Energieverknüpfung definiert, so auch in unserem Fall. Eine Entropieverknüpfung wäre hier nicht sinnvoll.

>Wenn diese mit der Oberflächentemperatur übereinstimmt, dann hat die Atmosphäre keine abschirmende Wirkung.


Du meinst, da im Fall des Mars BB-Temperatur und Oberflächentemperatur übereinstimmen, hätte die Atmosphäre keine abschirmende Wirkung auf die Wärmeabstrahlung der Planetenoberfläche in den Orbit. Das hast du gut erkannt.

>Dies kann aber auch am Sonnenwind liegen, der ungebremst auf den Mars knallt.


Da machst du einen Vorzeichenfehler, denn der Sonnenwind würde die Oberfläche ja zusätzlich erwärmen. Dein Argument gegen die Widerlegung der CO2-Hypothese müsste ungefähr lauten, dass die Marsatmosphäre so dünn ist, dass die eigentliche Durchschnittstemperatur des Mars, wie beim Mond, UNTER der BB-Temperatur liegt, aber durch den Treibhauseffekt den das CO2 erzeugt, dort angehoben wird. Das Argument kann man aber durch Kenntnis der Tageshöchsttemperatur und Nachtminimaltemperatur auf dem Mars entkräften. Daran liegt es also nicht.

>Die Restatmosphäre wird also von beiden Seiten beheizt und ist so im Gleichgewicht, bzw wird der Mars von außen warmgehalten. Der relativ hohe CO2 Gehalt schützt womöglich den Mars vor einseitiger Überhitzung von außen.


Auch hier wieder: Dann müsste der Mars einen besonders großen Treibhauseffekt haben.

>Ich kann da nur unken, aber die einfache isolierte Vergleichsrechnung überzeugt mich nicht. Dazu sind die Gesamtverhältnisse viel zu unvergleichbar.


Man hat ja entsprechend auch die Daten von der Venus, die eine extrem kleine Primärwirkung des anthropogenen CO2 bedingen.

Und das Argument dass dein Bauchgefühl sagt, dass die Physik bei der Übertragung der Daten von Venus und Mars auf die Erde überfordert sei, wird ja sofort hinfällig, wenn man seinen Blick auf die Abnahme der Wolkenalbedo richtet: Exakt 1 zu 1 die globale Temperaturerhöhung, die die Physik vorher sagt. Da ist kein Platz mehr für die Wirkung irgend eines Treibhausgases. Bezieht man Sekundärwirkungen der verringerten Wolkenalbedo mit ein, sollten die Treibhausgase (oder zumindest CO2) sogar einen physikalisch bedingten Kühleffekt haben.

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 09 Jun 2022 20:06 #102332

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Nein. Die BB-Temperatur, die die NASA für die Planeten angibt, ist zunächst die Temperatur, die die Oberfläche des Planten ohne klimaaktive Atmosphäre hätte, aber bei unveränderter Albedo. Sie ist ein theoretischer Wert der nur für bestimmte Planeten aus ihrem gemessenen Abstrahlungsprofil berechnet werden kann. Hierzu muss sich der Planten (oder Mond) entweder hinreichend schnell drehen, so dass er nur geringe Temperaturdifferenzen auf der Tag- und Nachtseite hat, oder es muss eine dichte Atmosphäre vorhanden sein, die die Tag- und Nachttemperaturen nivelliert. Für den Erdmond gilt das z.B. nicht, da er sich so langsam dreht, dass seine Durchschnittstemperatur UNTER seiner BB-Temperatur liegt.

Mag sein, allerdings scheinen mir, diese (beide) Kriterien nicht für den Mars gegeben zu sein:

Das bedeutet wiederum extrem hohe Tagesgänge der Temperatur. Kann sie tagsüber am Äquator auf über 20 °C ansteigen, stürzt sie nachts teilweise auf unter -80 °C. Die mittlere Temperatur des Mars liegt bei etwa -63 °C (Erde: +14 °C)

Differenzen von 100 K sind bei einem Mittelwert von 210 K ja nicht gerade geringfügig. Aber egal.... das sagt mir alles eh nicht viel. Das ist nicht direkt mein Interessensgebiet.

Wenn Du Dir so sicher bist, dann solltest Du das doch (vorsichtshalber) "als naive Herangehensweise" oder "vereinfachtes Modell" veröffentlichen, es ist zwar Arbeit damit verbunden, es passend zu formulieren.
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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 18 Jun 2022 21:22 #102627

OMG, im Winter ist es den Leuten zu kalt, und im Sommer wieder zu warm. Wann hat dieser Wahnsinn ein Ende???

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 16 Sep 2022 00:24 #107050

Liegt hier ja schon eine Weile zurück...ich war länger nicht hier.
Aber wenn hier so klar geschrieben wird ist dass die 200 Jahre alte Theorie (Joseph Fourier) vom Treibhauseffekt widerlegt ist, will ich dann auch mal den immer noch aktuellen Konsens der Wissenschaft dagegen halten.

Richtig, Wolken gehören zu den kniffligsten Bereichen bei den Abschätzungen. Aber genau deshalb gibt es auch viele Untersuchungen zu diesem Thema, die Satelliten sind da tatsächlich sehr hilfreich.

Albedo-Effekt von Wolken (bildungsserver.de)
Im Vergleich zu einer wolkenfreien Atmosphäre erhöhen Wolken die Albedo des Planeten Erde deutlich. Ihr gesamter Strahlungseffekt durch die Reflexion von kurzwelliger Solarstrahlung beträgt ca. -50 W/m2. Die beiden Erdbeobachtungssatelliten der NASA CloudSat und CALIPSO haben über den Zeitraum 2000 bis 2010 den Albedoeffekt der Wolken genauer bestimmt. Er betrug in diesem Zeitraum 47,5 W/m2 und kommt hauptsächlich durch die Reflexion von Sonnenlicht durch Wolken in den mittleren Breiten der jeweiligen Sommerhemisphäre zustande. Insgesamt reflektieren Wolken mehr als doppelt so viel Sonnenlicht wie die Erdoberfläche.

Treibhauseffekt von Wolken (bildungsserver.de)
Wolken wirken aber nicht nur abkühlend. Sie behindern auch die langwellige Wärmeausstrahlung von der Erdoberfläche und den unteren Schichten der Atmosphäre in den Weltraum, indem sie sie absorbieren und nach allen Seiten wieder emittieren. Die Stärke der von einer Wolke emittierten Strahlung hängt vor allem von ihrer Temperatur, aber auch anderen Faktoren wie der Dicke der Wolke und der Partikel, aus denen die Wolke geformt ist, ab. Die Oberfläche der Wolken ist gewöhnlich kälter als die Erdoberfläche und emittiert daher weniger Wärmestrahlung Richtung Weltraum als diese. Die Folge ist, dass Wärmeenergie unterhalb der Wolke eingefangen wird und die Temperatur der unter der Wolke befindlichen Atmosphäre und der Erdoberfläche erhöht. Wolken üben damit einen Treibhauseffekt ähnlich dem der Treibhausgase aus. Im gesamten Strahlungshaushalt der Atmosphäre beträgt die nach unten gerichtete langwellige Strahlung 344-350 W/m2. Wolken tragen dazu mit 24-34 W/m2 bei. Der Weltklimarat IPCC gibt einen Mittelwert von 30 W/m2 an. Wolken sind damit zu fast einem Zehntel am Treibhauseffekt des Planeten beteiligt.
Wie stark der Beitrag der Wolken im Einzelfall ist, hängt vor allem von der Höhe der Wolken ab. Die hohen und dünnen Cirrus-Wolken lassen zwar die kurzwellige Solarstrahlung passieren, absorbieren aber die langwellige Wärmestrahlung und emittieren sie sowohl Richtung Weltraum wie zurück zur Erdoberfläche. Weil Cirrus-Wolken hoch und insofern sehr kalt sind, ist ihre Abstrahlung in den Weltraum aber deutlich geringer, als die Abstrahlung der wärmeren Erdoberfläche und Atmosphäre ohne Wolken wäre. Da Cirrus-Wolken einerseits diese Abstrahlung verhindern, andererseits aber die empfangene Wärmestrahlung Richtung untere Atmosphäre und Erdoberfläche teilweise wieder abstrahlen, erwärmen sie diese deutlich. Sie üben also einen relativ starken Treibhauseffekt aus.
Die Temperatur der niedrigen Wolken wie etwa der Stratocumulus-Wolken unterscheidet sich dagegen nur wenig von der der Erdoberfläche. Sie emittieren daher eine ähnlich starke Strahlung Richtung Weltraum wie die Erdoberfläche. Andererseits wird die dünne Luftschicht zwischen der Wolkenunterseite und dem Boden und dieser selbst durch die langwellige Strahlung erwärmt, die die Wolken nach unten abstrahlen.
Inwieweit die nach unten emittierte Strahlung die bodennahe Luft und die Erdoberfläche erreicht, hängt wesentlich von der Menge an Wasserdampf unterhalb der Wolken ab, der die von den Wolken ausgehende Strahlung absorbiert und sie wieder re-emittiert. Die Strahlung ist am geringsten in den tropischen Breiten, weil hier unterhalb der Wolken der Wasserdampfgehalt, besonders über den warmen Ozeanen, am größten ist. Am stärksten ist die direkt von den Wolken ausgehende langwellige Strahlung Richtung Erdoberfläche in den mittleren bis hohen Breiten, weil hier weniger Wasserdampf in der Atmosphäre vorhanden ist und die abwärts gerichtete Wärmestrahlung daher weniger stark absorbiert wird und direkt Richtung Erdoberfläche gelangt.

Nettoeffekt (bildungsserver.de)
Dadurch dass Wolken die planetare Albedo erhöhen, bewirken sie einen Strahlungseffekt von ca. -50 W/m2 durch die Reflexion von kurzwelliger Solarstrahlung. Gleichzeitig tragen Wolken aber auch mit etwa +30 W/m2 zum Treibhauseffekt bei, indem sie langwellige Wärmestrahlung absorbieren und emittieren. Der Netto-Strahlungseffekt liegt damit bei ungefähr -20 W/m2, bedeutet also eine deutliche Abkühlung des gegenwärtigen Klimas durch die Wirkung von Wolken. In Grad Celsius ausgedrückt kühlen Wolken die Erde um 12 °C durch Reflexion ab und erwärmen sie um 7 °C durch den Treibhauseffekt. Der Netto-Effekt von Wolken auf das gegenwärtige Klima der Erde beläuft sich auf -5 °C.


Erde vs Mars (wissenschaft-im-dialog.de)
Zwar ist der Mars der Erde unter den Planeten unseres Sonnensystems am ähnlichsten, doch sind seine Bedingungen nicht für menschliches Leben geeignet: Es ist sehr kalt und die Atmosphäre besteht größtenteils aus Kohlendioxid. Moment mal: Viel Kohlendioxid und trotzdem niedrige Temperaturen? Wo bleibt denn der Treibhauseffekt?
Auf der Erde macht der Treibhauseffekt das Leben für den Menschen überhaupt erst möglich. Das globale Mittel der bodennahen Lufttemperatur beträgt auf unserem Planeten durch CO2, Wasserdampf und andere Treibhausgase 15°C anstatt -18C° (Einschub: nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz). Aber wie ist das auf dem Mars? Gibt es dort auch einen Treibhauseffekt?
Kurz gefasst lautet die Antwort: Ja, aber der Effekt ist im Vergleich zur Erde sehr klein. Der Grund: Der Mars ist kleiner und leichter als unser Heimatplanet. Die geringere Schwerkraft bindet weniger Gas an den roten Planeten und seine Atmosphäre ist damit leichter und dünner im Vergleich zur Erde. So beträgt der Druck der Atmosphäre an der Marsoberfläche nur 0,6 Prozent des Atmosphärendrucks an der Erdoberfläche. Der Treibhauseffekt bleibt damit klein, trotz eines CO2-Anteils von ca. 96 Prozent.

Aber warum wirkt das CO2 nicht so wie auf der Erde? Die große Masse und der hohe Luftdruck unserer Atmosphäre zwingt die Gasmoleküle dichter zusammen und erleichtert so auch die Zurückhaltung und Speicherung von Wärmeenergie. Unter dem geringeren Luftdruck auf dem roten Planeten sind die Moleküle hingegen weiter voneinander entfernt und Wärmeenergie entweicht leichter zurück ins Universum. Die relative Zusammensetzung der Marsatmosphäre spielt für den Treibhauseffekt damit eine untergeordnete Rolle: Er lässt die durchschnittliche Temperatur auf dem Mars nur um etwa 5°C steigen, auf der Erde hingegen um ca. 33°C.

Klimasensitivität CO2 (diverse Quellen)
Bei ausschließlicher Betrachtung der im Labor messbaren Strahlungswirkung von CO2 ergibt sich bei einer Verdoppelung der Konzentration eine Klimasensitivität von 1,2 °C, nur CO2 ohne jede Rückkopplung (Derzeitige Abschätzung mit Rückkopplung: bester Schätzwert von 3 °C, mit einer engeren wahrscheinlichen Bandbreite von 2,5 °C bis 4 °C). Der von Freddy angegebene Wert "für das anthropogene CO2 von maximal 0,017°C" ist damit reichlich schwierig erklärbar.

Und Venus
Die Gleichgewichtstemperatur ohne Atmosphäre würde im Durchschnitt auf der Tag- und Nachtseite −46 °C betragen, liegt durch den Treibhauseffekt jedoch bei 464 °C.


Sie hörten nun leider nicht Welle:Erdball, sondern Sie lasen einen Beitrag aus dem bösen Mainstream-Universum :)
Folgende Benutzer bedankten sich: gaston

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 16 Sep 2022 20:45 #107078

Und Venus
Die Gleichgewichtstemperatur ohne Atmosphäre würde im Durchschnitt auf der Tag- und Nachtseite −46 °C betragen, liegt durch den Treibhauseffekt jedoch bei 464 °C.


Die Gleichgewichtstemperatur der Erde ist -15°. Die Venus ist näher an der Sonne und muss daher eine höhere Gleichgewichtstemperatur haben.
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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 18 Sep 2022 14:13 #107127

Und Venus
Die Gleichgewichtstemperatur ohne Atmosphäre würde im Durchschnitt auf der Tag- und Nachtseite −46 °C betragen, liegt durch den Treibhauseffekt jedoch bei 464 °C.


Die Gleichgewichtstemperatur der Erde ist -15°. Die Venus ist näher an der Sonne und muss daher eine höhere Gleichgewichtstemperatur haben.


Stimmt. Es finden sich da unterschiedlich Werte in der Literatur.
Meine Angabe ist aus Imke de Pater, Jack J. Lissauer: Planetary Sciences. 2nd Ed., Cambridge University Press 2015, ISBN 978-1-316-19569-7, S. 77.
In diesem Artikel www.spektrum.de/kolumne/die-formel-gegen...andelleugner/1418147 findet sich die Angabe 50° C.
Folgende Benutzer bedankten sich: ClausS

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Klimawandel durch Abnahme der Wolkenalbedo 19 Sep 2022 15:24 #107229

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Meine Angabe ist aus Imke de Pater

wiki:
ohne Treibhauseffekt berechneten Gleichgewichtstemperatur von −41 °C (232 K) nach de Pater ... Seite 77
So "232 K" steht es auch dort, und zwar bezogen auf Formel 3.17.
Teq = ⁴( F/r²⊙AU·(1-Ab)/(4ε·σ))

Tatsächlich verweist spektrum auf wiki, wo für die Venus mit η=0,76 und η=0,1 eine Temperatur von 250-318 K berechnet wird.
Die Wahl von η ist also ein Wunder Punkt bei dieser Rechnung.
Dabei verwendet spektrum die Formel
T = ⁴((1-η)S/4σ)
und wiki
T = ⁴(1-η)L/(16π·d²σ))

Im Prinzip wird also überall dieselbe Formel (F=S=L/4r²π) verwendet, und 1-η = (1-Ab)/ε
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