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E N E R G I E 10 Sep 2021 02:53 #91896

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www.nature.com/articles/d41586-021-02459...-2f65f27bf4-43723165




NEWS
09 September 2021

China prepares to test thorium-fuelled nuclear reactor
If China’s experimental reactor is a success it could lead to commercialization and help the nation meet its climate goals.



Scientists are excited about an experimental nuclear reactor using thorium as fuel, which is about to begin tests in China. Although this radioactive element has been trialled in reactors before, experts say that China is the first to have a shot at commercializing the technology.

The reactor is unusual in that it has molten salts circulating inside it instead of water. It has the potential to produce nuclear energy that is relatively safe and cheap, while also generating a much smaller amount of very long-lived radioactive waste than conventional reactors.

Construction of the experimental thorium reactor in Wuwei, on the outskirts of the Gobi Desert, was due to be completed by the end of August — with trial runs scheduled for this month, according to the government of Gansu province.

Thorium is a weakly radioactive, silvery metal found naturally in rocks, and currently has little industrial use. It is a waste product of the growing rare-earth mining industry in China, and is therefore an attractive alternative to imported uranium, say researchers.
Powerful potential...
Wantto read more see link above

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E N E R G I E 10 Sep 2021 05:57 #91898

ist allerdings schon einige Zeit her ...

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E N E R G I E 10 Sep 2021 06:37 #91899

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Leistungsstarkes Potenzial aber...

„Thorium ist viel reichlicher als Uran und daher wäre es eine sehr nützliche Technologie, die man in 50 oder 100 Jahren haben könnte“, sagt Lyndon Edwards, ein Nuklearingenieur bei der Australian Nuclear Science and Technology Organisation in Sydney. Aber die Technologie wird viele Jahrzehnte brauchen, um sie zu verwirklichen, also müssen wir jetzt damit beginnen, fügt er hinzu.

Der vom Shanghai Institute of Applied Physics (SINAP) betriebene Wuwei-Reaktor soll nur 2 Megawatt thermische Energie erzeugen, die nur ausreicht, um bis zu 1.000 Haushalte zu versorgen. Wenn die Experimente jedoch erfolgreich sind, hofft China, bis 2030 einen 373-Megawatt-Reaktor zu bauen, der Hunderttausende von Haushalten mit Strom versorgen könnte.
Thorium wurde als Brennstoff in anderen Arten von Kernreaktoren in Ländern wie den Vereinigten Staaten, Deutschland und Großbritannien getestet und ist Teil eines Nuklearprogramms in Indien. Es hat sich jedoch bisher nicht als wirtschaftlich erwiesen, da es teurer zu gewinnen ist als Uran und im Gegensatz zu einigen natürlich vorkommenden Uranisotopen in ein spaltbares Material umgewandelt werden muss.
Einige Forscher unterstützen Thorium als Brennstoff, weil sie sagen, dass seine Abfallprodukte weniger Chancen haben, waffenfähig zu werden als die von Uran, aber andere argumentieren, dass immer noch Risiken bestehen.
Quelle: US-Energieministerium/Internationale Atomenergiebehörde

Im Vergleich zu Leichtwasserreaktoren in konventionellen Kernkraftwerken arbeiten Schmelzsalzreaktoren bei deutlich höheren Temperaturen und könnten damit viel effizienter Strom erzeugen, sagt Charles Forsberg, Nuklearingenieur am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.

Chinas Reaktor wird fluoridbasierte Salze verwenden, die bei Erwärmung auf etwa 450 °C zu einer farblosen, transparenten Flüssigkeit schmelzen. Das Salz dient als Kühlmittel, um Wärme aus dem Reaktorkern zu transportieren. Außerdem verwenden Schmelzsalzreaktoren anstelle von festen Brennstäben auch das flüssige Salz als Substrat für den Brennstoff, wie zum Beispiel Thorium, das direkt im Kern gelöst wird.

Flüssigsalzreaktoren gelten als relativ sicher, da der Brennstoff bereits in Flüssigkeit gelöst ist und sie bei niedrigeren Drücken arbeiten als konventionelle Kernreaktoren, was das Risiko explosionsartiger Kernschmelzen verringert.

Es könnte Monate dauern, bis Chinas Reaktor den vollen Betrieb erreicht. „Wenn auf dem Weg etwas schief geht, können Sie nicht weiterfahren und müssen anhalten und neu beginnen“, sagt Middleburgh. Beispielsweise können Pumpen ausfallen, Rohre korrodieren oder eine Verstopfung auftreten. Dennoch hoffen die Wissenschaftler auf Erfolg.

Besser als herkömmliche Reaktoren aber noch nicht kommerziell sinnvoll, und das Korrosionsproblem muss gelöst werden. Nachdem was Lesch sagte, ist wohl eher zu erwarten, dass der chinesische Thoriumreaktor diesselben "Kinderkrankheiten" bekommen wird wie die Testreaktoren im Westen.
WIR SIND GRÜN!
Besser auf erneuerbare Energie setzen: 4. Januar 2018, 17:26 Uhr
Ökostrom:An Neujahr versorgte sich Deutschland erstmals nur mit Ökostrom

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oekostrom...-oekostrom-1.3813875

Mondlicht


Some of these reactor types could replace coal-fuelled power plants, says David Fishman, a project manager at the Lantau Group energy consultancy in Hong Kong. “As China cruises towards carbon neutrality, it could pull out [power plant] boilers and retrofit them with nuclear reactors.”

doi: doi.org/10.1038/d41586-021-02459-w

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E N E R G I E 10 Sep 2021 15:32 #91930

Hallo Freunde,

ich muss darauf hinweisen, dass ich Laie bin und nur schlecht Englisch spreche und verstehe.
Der unten verlinkte Beitrag über DualFluid-Reaktoren als Sonderform des Flüssigsalzreaktor erscheint mir aber so gut dargestellt und verständlich, dass ich ihn hier als Ergänzung zum Beitrag von borgi64er (bei dem mir das Endlagerungsproblem bei aktuellen Atomkraftwerken als erstaunlich irrelevant geschildert wurde und ohne Vortragsinitiatoren und teils tendenziöser Vortragsfärbung einer bestimmten politischen Richtung) bekannt machen möchte.
Besonders wichtig erscheint mir die transmutationsbedingte Verkürzung der Entlagerungsdauer.

MfG Wohe

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E N E R G I E 10 Sep 2021 15:33 #91931

Sorry - das Einbinden des Video-Links hat wohl nicht geklappt.
Ich versuche es hier noch einmal mit einem normalen URL-Link.

DualFluidReaktor

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E N E R G I E 21 Sep 2021 11:53 #92674

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WIR SIND GRÜN!
Besser auf erneuerbare Energie setzen: 4. Januar 2018, 17:26 Uhr
Ökostrom:An Neujahr versorgte sich Deutschland erstmals nur mit Ökostrom

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oekostrom...-oekostrom-1.3813875[/color]
Mondlicht


Tolle populistische Erfolgsmeldung, vergessen wir die 364 Tage im Jahr, an denen das nicht der Fall ist.

Energiewende ins Nichts (Mal durchgerechnet) Universitätsöffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo
Energiewende ins Nichts

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E N E R G I E 21 Sep 2021 17:58 #92747

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E N E R G I E 21 Sep 2021 18:36 #92751

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Ein interssantes Konzept
„Der Dual-Fluid-Reaktor hat Eigenschaften, die das Herz jedes Grünen höher schlagen lassen sollten. Er ist inhärent sicher, eine Kernschmelze ist ausgeschlossen, weil der Kern im Normalbetrieb schon geschmolzen ist. Er kann auch nicht durchgehen oder explodieren. Dafür kann er den radioaktiven Abfall herkömmlicher Reaktoren verbrennen (Transmutation), ja sogar das böse Bombenplutonium in Strom und kurzlebige Abfälle umwandeln. Radioaktive Endlager für mehr als 300 Jahre erübrigen sich somit. Und er arbeitet als Brutreaktor für eine erheblich bessere Kernbrennstoffausnutzung. Damit stehen Brennstoffvorräte für viele Jahrhunderte zur Verfügung.“

Aber offenbar ist das die falsche Wissenschaft. Wissenschaft, der gefolgt werden muss, ist nämlich nur die politisch gewollte Wissenschaft, die als Instrument der Machtausweitung dient. Gott Staat, der Allmächtige und mit Hilfe der Wissenschaft auch Allwissende, herrscht über uns. Sagt die Wissenschaft etwas, was die Macht des Staates nicht erweitert, findet sie keinen Anklang.

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E N E R G I E 22 Sep 2021 10:56 #92846

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Ganz einfach auf Grünen Strom umsteigen
Jeder kennt das Kabel:
- Braun: widerlicher (Braun)-Kohlestrom. Manchmal ist das Kabel auch schwarz wie die Kohle
- Blau: fürchterliche Atomkraft
- Gelb Grün: Nur hier gibt es grünen Solarstrom , Gelb wie die Sonne

Jetzt brauchen wir nur Braun und Blau abscheiden und den super Ökostom anschließen. Schon haben wir "ÖKOstrom" pur :-)


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E N E R G I E 24 Sep 2021 05:21 #93216

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Neue Reaktortechniken

Hier im Forum schön öfter angesprochen, (auch Forum möchte ich eine kleine Übersicht geben.

Einleitung
Während das grüne Spektrum in Deutschland einst verbissen den Transrapid bekämpfte, Claudia Roth bezeichnete den Transrapid als „ein völlig überflüssiges, finanziell ungedecktes Prestigeobjekt“ [1] und nun den inländischen Flugverkehr verbieten wollen. Baerbock will Kurzstreckenflüge abschaffen . Nur mal so: 2015 flogen 20 Mio. Passagiere innerdeutsch. Es wird der Wunsch nach Mobilität bekämpft und lieber ein Tempolimit auf der Autobahn eingerichtet. In China fährt der Transrapid seit 2002 im Regelbetrieb. Demnächst mit 600 km/h [2], in Deutschland ist man dann wieder mit dem Lastenfahrad unterwegs (wie in China in den 70igern).

Genauso verbissen wird die Atomtechnik bekämpft („Die Atomkraft hat keine Zukunft“), ja, es soll nicht einmal geforscht werden. Währenddessen entwickelt sich die Zukunft woanders, neue Generationen in der Reaktortechnik werden Entwickelt, allen voran China. Als einziges legitimes Mittel gegen den Klimawandel gilt in Deutschland: Verzicht, Verzicht, Verzicht. Die einzig zugelassene Form der Predigt ist die Moralpredigt. Der Gedanke, dass ein technisches Problem (wir Menschen blasen zu viel von einem bestimmten Gas in die Luft) auch mit technischen Mitteln gelöst werden könnte, gilt beinahe als ketzerisch. Wird sich das je ändern?

Windkraft bringt es nicht
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Kernkraft gewährleistet die Stabilität und durchgehende Versorgung der Stromnetze. Schon heute wird in Deutschland Atomstrom aus Nachbarländern zugekauft, weil mit den Regenerativen allein eine zuverlässige Netzstabilität nicht zu schaffen ist – besonders in Krisenzeiten. Ein Beispiel aus Schweden: Mitte März schaltete der Energiekonzern Vattenfall das AKW Ringhals I aufgrund der rapide sinkenden Stromnachfrage ab. In der Folge erfuhr das Stromnetz immer wieder empfindliche Spannungsschwankungen, wenn trotz geringem Verbrauch viel Windstrom eingespeist wurde. Obwohl die Windkraft in Schweden nur rund zwölf Prozent im Energiemix ausmacht, sah sich der schwedische Netzbetreiber Svenska Kraftnät gezwungen, Vattenfall satte 30 Millionen Euro Entschädigung zu zahlen, um das AKW Ende Juni wieder hochzufahren und für mindestens zweieinhalb Monate in Betrieb zu halten.

Währenddessen wird weiter an neuen Reaktortypen geforscht. Zur 4. Generation gehören [3]
-Gas-Cooled Fast Reactor System (GFR)
-Lead-Cooled Fast Reactor System (LFR)
-Molten Salt Reactor System (MSR)
-Sodium-Cooled Fast Reactor System (SFR)
-Supercritical-Water-Cooled Reactor System (SCWR)
-Very-High-Temperature Reactor System (VHTR)

Seit den 1950er-Jahren werden Flüssigsalzreaktoren erprobt. Zu denen auch der Molten Salt Reactor (MSR) gehört.
In einigen Generation-IV-Reaktoren ist das radioaktive Thorium als Brennstoff vorgesehen. (Thorium Molten Salt Reactor ). Thorium kommt dreimal häufiger im Boden vor als das herkömmliche Uran-253, setzt mehr Energie frei – eine Tonne Thorium entspricht 35 bis 200 Tonnen Uran oder vier Millionen (!) Tonnen Kohle –, kann besser recycelt werden und ist nicht waffenfähig. Würde man Uran konsequent durch Thorium ersetzen, fielen nur rund 0,6 Prozent des aktuellen Atommüllvolumens an – wieder mit einer deutlich verringerten Halbwertszeit von rund 300 Jahren.
Manche Generation-IV-Reaktoren laufen auch mit Uran-238, dem am häufigsten natürlich vorkommenden Uran-Isotop, das zwar rund 99 Prozent der natürlichen Uranvorkommen ausmacht, in herkömmlichen Reaktoren aber nicht verwertet werden kann.

Eine vielversprechende Entwicklung ist der DFR
Ein Dual-Fluid-Reaktor kann die gleiche Leistung erbringen, wie viele hundert Windräder; CO2-frei, wetterunabhängig und exakt nach dem Bedarf des Stromnetzes. Und sein Strom kostet nur ein Viertel dessen, was die „erneuerbare“ Energien verursachen. Mit einem Bruchteil der Kosten der bisherigen Energiewende könnte Deutschland innerhalb von zwei Dekaden von einem Möchtegernvorbild zum echten Vorreiter der Energieerzeugung werden.
Der Dual-Fluid-Reaktor (DFR) unterscheidet sich von einem herkömmlichen Leichtwasserreaktor ebenso stark wie ein Düsenflugzeug von einem Zeppelin. Aber worin genau bestehen diese Unterschiede? Zentraler Gedanke bei der Entwicklung war, eine Energiequelle zu konstruieren, die für den zivilen Einsatz in Ballungsgebieten und Industriezentren geeignet ist.

In einem herkömmlichen Reaktor wird eine Kettenreaktion energiearmer Neutronen in nuklearen Brennstäben, die mit Urantabletten gefüllt und umgeben von Wasser unter sehr hohem Druck sind, zur Energieerzeugung genutzt. Solche herkömmliche Reaktoren regulieren ihre Leistung mit beweglichen Steuerstäben. So soll gewährleistet werden, dass immer nur die gewünschte Neutronenmenge Wärme erzeugt. Wenn dies versagt, wird zu viel Energie frei, und es kann durch unkontrollierte Freisetzung der im Reaktor gespeicherten Reaktivitätsreserve zum Auslegungsstörfall kommen, d.h. der Reaktorkern kann schmelzen (Tschernobyl). Dies kann auch geschehen, wenn der Kern nicht in allen Betriebssituationen ausreichend gekühlt werden kann (Fukushima).
Im metallgekühlten Dual-Fluid-Reaktor besteht der Spaltstoff aus einem geschmolzenen Gemisch von spaltbaren Materialien und Chrom, welches langsam durch einen Reaktorkern aus Keramik fließt, der zur Kühlung von flüssigem Blei umspült wird. Der Spaltprozess ist selbstregelnd, ohne Steuerstäbe, allein durch die abgenommene Wärme. Bei Temperaturanstieg verringert sich der Spaltprozess durch die Ausdehnung des Brennstoffes – die Reaktorleistung sinkt ganz von alleine. Wird mehr Wärme abgeführt, kühlt sich der Brennstoff ab, und die Leistung steigt bis zum Gleichgewicht.

Der Dual-Fluid-Reaktor arbeitet im „drucklosen“ Zustand, statt mit Hochdruck von über 100 Bar in einem Druckwasserreaktor. Dieser große Vorteil vereinfacht die Konstruktion und Fertigung des Reaktors erheblich und macht das System sicher gegen Lecks.


Eigenschaften des Reaktors
Der DFR ist ein Schnellspaltreaktor mit flüssigem Brennstoff. Der Brennstoff wird in Form eines Flüssigsalzes durch den Reaktor gepumpt. Es gibt ene separater Kühlschleife mit flüssigem Blei: Daher der Name „Dual-Fluid“ — zwei Flüssigkeiten.Eine seiner wichtigsten Eigenschaften ist die geringe Größe [4]

• Inhärente Sicherheit: Die Naturgesetze sorgen dafür, dass ein Super-GAU unmöglich wird. Ebenso, wie ein Eimer Wasser in der Antarktis nicht plötzlich zu sieden anfangen kann, ist ein DFR unfähig, Fukushima- oder Tschernobyl-Szenarien hervorzurufen.

• Recycling des Atommülls: Der DFR zerstört sowohl seine eigenen Abfälle wie die der alten Kernkraftwerke. Übrig bleiben nur Spaltprodukte, die nach maximal 300 Jahren kaum noch radioaktiv sind. Die Suche nach einem Endlager für geologische Zeitspannen wird damit gegenstandslos.

• Sehr hohe Effizienz: Alle Kernbrennstoffe sind mit maximaler Energieausbeute nutzbar! Atommüll, abgereichertes Uran, Natururan, Thorium, Plutonium, u.v.a. lassen sich im DFR einsetzen. Dadurch erhält man eine Energiequelle, die so lange reicht, bis die Sonne zum Roten Riesen wird.

• Minimale Kosten: Der DFR ist der kompakteste Kernreaktor mit dem geringsten Aufwand an Material, Arbeitsstunden und Geld.

• Hohe Arbeitstemperatur: Dies macht nicht nur die Stromerzeugung sehr effizient (60% Wirkungsgrad), sondern ermöglicht auch viele Prozesswärmeanwendungen — z.B. Meerwasserentsalzung oder Herstellung erdölfreier Kraftstoffe. Dadurch kann Kernenergie endlich den kompletten Primärenergiebedarf decken, einschließlich Antrieb von Autos, Flugzeugen, Heizungen, etc. Die Betriebstemperatur eines DFR liegt bei 1000 °C. Dadurch wird zum einen sehr effiziente Stromerzeugung möglich, zum anderen lässt sich der Reaktor auch als Prozesswärmequelle für Industriebetriebe nutzen: Kraftstoffsynthese, Meerwasserentsalzung, Betonherstellung, Petrochemie und einiges mehr.

Als Schnellspaltreaktor kann der DFR wahlweise als Brüter, Atommüllvernichter oder Transmutationsmaschine arbeiten. Jedes radioaktive Schwermetall, das man in seine Brennstoffschleife einbringt, wird entweder direkt gespalten oder durch Neutroneneinfang in ein Isotop umgewandelt, welches spaltbar ist. Soll gebrütet werden, muss der DFR/s außen noch zusätzlich mit einem Brutmantel umgeben werden, welcher fertiles Material (Uran 238 oder Thorium 232) enthält. Beim DFR/m ist Brut in der Brennstoffflüssigkeit selbst möglich.
Der flüssige Brennstoff dehnt sich bei Erwärmung stark aus, bei Abkühlung zieht er sich entsprechend zusammen: Dies ermöglicht einen sehr großen negativen Temperaturkoeffizienten, durch den sich die thermische Leistung stets an die entnommene Leistung anpasst — mechanische Kontrollelemente wie Steuerstäbe sind daher unnötig.
Falls dennoch aus irgendwelchen Gründen der Reaktor seine Solltemperatur stark überschreitet, lösen sich Schmelzstopfen unten in der Brennstoffschleife auf, und die Flüssigkeit strömt in unterkritische Auffangtanks. Unfälle wie in Fukushima werden durch die Naturgesetze unterbunden!

Warum zwei Flüssigkeiten?
Kernreaktoren mit flüssigem Brennstoff haben viele Vorteile: Die Aufarbeitung kann „on-site“ und „on-line“ durchgeführt werden, d.h. direkt neben dem Reaktor auf dem Kraftwerksgelände in laufendem Betrieb, so dass die Stillstandszeiten sehr gering ausfallen. Radioaktive Spaltprodukte werden kontinuierlich extrahiert — Nachzerfallswärmeunfälle wie in Fukushima oder Three Mile Island kommen nicht vor. Darüberhinaus schützen Schmelzsicherungen den Reaktor vor Überhitzung.

Die Kritik an der Kernenergie ist lange Zeit berechtigt gewesen – doch im Angesicht der vielen neuen technischen Entwicklungen hat sich die Atomkraft vom Saulus zum Paulus entwickelt, vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger. Vor uns liegt eine Technik, mit der wir radioaktive Abfälle recyclen können, günstigen Strom erzeugen und die klimaschädlichen Emissionen aus dem Energiesektor massiv eindämmen. Wollen wir eine Industriekultur bleiben, dann ist die neue Atomenergie der realistischste Weg in eine klimagerechte und versorgungssichere Zukunft.

[1] Front-gegen-den-Transrapid
[2] Transrapid
[3] Roadmap
[4] Technical Principle

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E N E R G I E 24 Sep 2021 08:59 #93223

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Sind "Erneuerbare Energien" Effizient?
Flächenbezogene Leistungsdichte
Leistungsdichtein kW pro m² /Energiequelle
0,00006 Erdwärme
0,002 Gezeitenströmung (Mittel)
0,128 (1) Windströmung
< 1,37 Sonnenstrahlung )
20 – 30 Öl (Heizkessel)
108 (2) Wasserströmung
500 Kohle
650 Uran

(1) (Windgeschwindigkeit 6 m/s, Luftdruck 1000 hPa, Temperatur 20 °C)
(2) (6 m/s, Dichte 1.000 kg/m³)
de.wikipedia.org/wiki/Leistungsdichte

Während man sich bei Wind, Sonne und Biomasse mit Leistungsdichten von einigen zehn W/m2 begnügen muss,
liegt der entsprechende Wert für einen Kernreaktor im Megawattbereich.
Die geringe Leistungsdichte der Ökoenergien hat nicht nur einen hohen Rohstoffverbrauch,
sondern auch einen hohen Flächenbedarf zur Folge. Beides ist das Gegenteil von „umweltfreundlich“.

Eine Technologie ist dann effizient(er), wenn sie einen Nutzen (etwa eine kWh Strom)
mit geringerem Aufwand und zu geringeren Kosten als andere Technologien liefert.
daran gemessen sind Sonne und Wind, verglichen mit Kohle oder Kernenergie,
nicht effizient, ganz im Gegenteil.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 09:21 #93226

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Eine Technologie ist dann effizient(er), wenn sie einen Nutzen (etwa eine kWh Strom)
mit geringerem Aufwand und zu geringeren Kosten als andere Technologien liefert.
daran gemessen sind Sonne und Wind, verglichen mit Kohle oder Kernenergie,
nicht effizient, ganz im Gegenteil.

Alles hat Vor- und Nachteile. Diese abzuwägen ist eine politische Frage.

Das ist wie bei Roulette:
Der eine empfindet es unwirtschaftlich, mit einem Risikoverhältnis von 19/37:18/37 Roulette zu spielen, der andere empfindet das Risikoverhältnis bei Russischem Roulette mit 1/6:5/6 zu hoch, obwohl der Gewinn mit 5/6:1/6 fast sicher ist, und ein Dritter wird diese Chance bei einer Auszahlung von 1 Mio im Gewinnfall dennoch nutzen, ein Vierter macht es für einen Drink. Der Wert des Lebens, der Gesundheit etc ist eine Frage der Bewertung und wenn man vom Risiko spricht, muss auch dieses noch bewertet werden. Der Eine sieht dem Risiko ins Auge und der Andere schließt eine Versicherung ab und macht sich Gedanken über das Ranking der Versicherung.

Die Statistik über die Todesfälle kann ich nicht prüfen, es geht auch weniger um die Todesfälle in der Vergangenheit sonder um das Risiko in der Zukunft. Zu unterscheiden wären vor allem die Risiken der Beteiligten und der Unbeteiligten. Beim Betrieb eines KFZ müssen die Schäden der Unbeteiligten versichert werden und nicht die des Fahrers. Dennoch sind Gasexplosionen, Grubenunglücke und Dammbrüche ein durchaus valides Argument. Stauseen, die eine Stadt bedrohen, sind auch nach meiner Ansicht nicht die Lösung der Wahl. Stauseen verfolgen aber viele andere Zwecke, wie Wasserregulierung, Bewässerung etc, nur den erzeugten Strom zu berücksichtigen ist verfälschend.
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Alles hat Vor- und Nachteile. Diese abzuwägen ist eine politische Frage.


Das ist vollkommen richtig. Kommt noch die Angst hinzu, kann es schnell irrational werden.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 09:43 #93228

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Zum Dual-Fluid-Reaktor

Aber offenbar ist das die falsche Wissenschaft. Wissenschaft, der gefolgt werden muss, ist nämlich nur die politisch gewollte Wissenschaft,

Es wird weiter geforscht und die Politiker sind dafür keine Fachleute. Die Einen haben noch nicht mitbekommen, dass AKW gar nicht ungefährlich sind, und die Anderen haben mitbekommen, dass die Forschung noch gar nicht so weit ist, ein sicheres AKW zu bauen. Das neue Konzept ist durchaus vielversprechend. Die Endlagerung wird dadurch allerdings nicht gelöst. Dass man im DFR das Abbruchmaterial alter AKW verfeuern könnte, halte ich für ein Gerücht.
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E N E R G I E 24 Sep 2021 10:12 #93229

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. Die Einen haben noch nicht mitbekommen, dass AKW gar nicht ungefährlich sind, und die Anderen haben mitbekommen, dass die Forschung noch gar nicht so weit ist, ein sicheres AKW zu bauen. Das neue Konzept ist durchaus vielversprechend. Die Endlagerung wird dadurch allerdings nicht gelöst. Dass man im DFR das Abbruchmaterial alter AKW verfeuern könnte, halte ich für ein Gerücht.


Es ist die Frage, was man will. Möchte man die Kohle abschalten und keine Kernkraft haben, dann sollte man erklären, woher der Strom den kommen soll. Die bisherigen Szenarien sehen eine Rationierung des Stromverbrauchs vor, weil die Nachfrage nicht gedeckt werden kann. Man sollte jedem Käufer eines Batterieautos einen Dieselgenerator mitgeben, damit er sein Fahrzeug auch dann aufladen kann, wenn er es benötigt.:lol:

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E N E R G I E 24 Sep 2021 10:27 #93230

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Es ist die Frage, was man will. Möchte man die Kohle abschalten und keine Kernkraft haben, dann sollte man erklären, woher der Strom den kommen soll. Die bisherigen Szenarien sehen eine Rationierung des Stromverbrauchs vor, weil die Nachfrage nicht gedeckt werden kann. Man sollte jedem Käufer eines Batterieautos einen Dieselgenerator mitgeben, damit er sein Fahrzeug auch dann aufladen kann, wenn er es benötigt.:lol:

Die Energiefrage ist "ohne Frage" ungelöst... aber immerhin:
Derzeit exportiert Deutschland jedenfalls seit etlichen Jahren Strom und der Anteil der Regenerativen (2020: 45,4%) verbessert sich dabei auch noch.

Deutschlands Stromexport ist im Jahr 2020 eingebrochen. Mit rund 16 Terawattstunden (TWh) lag der Überschuss nach einer ersten Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen nur noch halb so hoch wie 2019. In den Jahren 2015 bis 2018 hatte Deutschlands Exportüberschuss sogar bei jeweils rund 50 TWh gelegen.
(Naja, die Gesamterzeugung ist auch seit 2016 kontinuierlich gesunken, es ist ja nicht das Ziel Exportweltmeister zu werden.)

2013: Nach den vorläufigen Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen importierte Deutschland im Jahr 2011 50 Mrd kWh Strom, der Stromexport belief sich auf 56 Mrd. kWh. Deutschland verkauft als immer noch mehr Strom ins Ausland, als es Strom einkaufen muss. Beim letzten Wintereinbruch im Februar hat Deutschland sogar Strom ins Atomstromland Frankreich exportiert.






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E N E R G I E 24 Sep 2021 10:43 #93232

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Derzeit exportiert Deutschland jedenfalls seit einigen Jahren Strom und der Anteil der Regenerativen (2020: 45,4%) verbessert sich dabei auch noch.


Ja , das nennt man "verklappen". Aufgrund der Abnahhmeverpflichtung des EEG muss der überflüssige Strom , der am Verbrauch vorbei produziert wird ja irgendwo hin. Mit negativen Strompreisen soll es dem Ausland schmackhaft gemacht werden. Wenn der Wind dann nicht weht, muss der Strom dann teuer beim Nachbarn eingekauft werden. Das ist in erster Linie teuer für den Endkunden, der ja über die EEG Umlage alles bezahlen muss.
Ich glaube ich muss da mal einen Physikalismus erklären. Also: Es muss genau soviel Strom eingespeist werden, wie verbraucht. Dieser Physikalismus ist leider unschön, da sich der Wind und die Sonne nicht danach richten.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 11:10 #93234

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Wenn der Wind dann nicht weht, muss der Strom dann teuer beim Nachbarn eingekauft werden. Das ist in erster Linie teuer für den Endkunden,

Der Preis hat mit dem bisherigen Thema zwar nichts zu tun....

Jetzt rächt es sich, dass die Politik mit dem EEG und dem Emissionshandel an zwei Instrumenten der Energie- und Klimapolitik festgehalten hat, die sich gegenseitig widersprechen.

Es muss genau soviel Strom eingespeist werden, wie verbraucht.

Für den Ausgleich sind eigentlich Pumpspeicherwerke da, an sonstigen Speichern wird geforscht. Dass die baerbocksche "Kapazität des Netzes" das nicht erfüllen kann, ist ja klar.

Früher gab es ja billigen Nachtstrom, doch dies wurde, soweit ich es verfolgt habe, abgeschafft. Beim Wind bin ich mir nicht sicher, wie hoch und wie lang die Fluktuationen sind.

Ganz einfach auf Grünen Strom umsteigen
Jeder kennt das Kabel:
- Braun: widerlicher (Braun)-Kohlestrom. Manchmal ist das Kabel auch schwarz wie die Kohle
- Blau: fürchterliche Atomkraft
- Gelb Grün: Nur hier gibt es grünen Solarstrom , Gelb wie die Sonne

In Bayern kommt durch das blaue Kabel ausschließlich Wind- und Wasserkraft....das grün-gelbe Solar- und Biostrom und durch das braun/schwarze Kohle und Atomkraft...sozusagen. Die roten Kabel wurden zum Glück abgeschafft....


Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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E N E R G I E 24 Sep 2021 11:46 #93243

- Gelb Grün: Nur hier gibt es grünen Solarstrom , Gelb wie die Sonne

Also über den gelben Anteil kommt die Freie Energie.
Lorentz-Äther Interpretation für Gravitation: ilja-schmelzer.de/gravity/ und SM: ilja-schmelzer.de/matter/.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 13:27 #93254

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- Gelb Grün: Nur hier gibt es grünen Solarstrom , Gelb wie die Sonne

Also über den gelben Anteil kommt die Freie Energie.

Das leuchtet ein. Braucht man für die dunkle Energie auch noch ein Kabel?

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E N E R G I E 24 Sep 2021 13:41 #93255

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Für den Ausgleich sind eigentlich Pumpspeicherwerke da, an sonstigen Speichern wird geforscht. Dass die baerbocksche "Kapazität des Netzes" das nicht erfüllen kann, ist ja klar.


Die Pumpspeicherwerke gibt es nicht. Der Ökonom H.W Sinn hatte schon 2013 durch gerechnet, das bei einem minimal benötigten Speichervolumen von 6 TW/h etwa mindestens 6097 Speicherwerke durchschnittlicher Größe benötigt werden
In Deutschland gibt es 35. Ein weiterer Ausbau ist nicht möglich.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 13:48 #93256

Braucht man für die dunkle Energie auch noch ein Kabel?

Ne, blau geht aktuell schon als dunkel durch.
Lorentz-Äther Interpretation für Gravitation: ilja-schmelzer.de/gravity/ und SM: ilja-schmelzer.de/matter/.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 13:59 #93259

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Früher gab es ja billigen Nachtstrom, doch dies wurde, soweit ich es verfolgt habe, abgeschafft. Beim Wind bin ich mir nicht sicher, wie hoch und wie lang die Fluktuationen sind.


Der Nachtstrom wurde über einen zweiten Zähler abgerechnet und diente überwiegend dem Betrieb der Nachtspeicher-Heizungen.
Das waren die Heizungen, bei denen man schon im voraus wissen musste, wie viel man am Tage heizt.
Das Konzept diente der besseren Auslastung der grundlastfähigen Kraftwerke. Das ergibt natürlich heute keinen Sinn mehr, da die grundlastfähigen Kraftwerke ja abgeschafft werden. Windstrom kann keine Grundlast erzeugen und PV-Anlagen, na ja, ... nachts :lol:

Das Fehlen der grundlastfähigen Kraftwerke hat natürlich auch Auswirkungen auf die Netzstabilität, da nur die großen Phasenschieber in diesen Kraftwerken die Netzfrequenz genau regulieren konnten. Habe ich tausende lokale Einpeisepunkte ist es nicht gerade einfach.
Wind- und Solarenergiequellen nutzen Technologien zur Energieumwandlung, die nicht das Trägheitsmoment bereitstellen, auf das Netzbetreiber zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität angewiesen sind.
Die Folge: Ein Blackout kann ziemlich schnell kommen, sollte die Netzfrequenz auch nur minimal abweichen.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 14:08 #93260

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Abbildung Struktur der Bruttostromerzeugung Bayern

Der Anteil von Kernenergie beträgt 30 %. Rainer, durch welcher Energiequellen wird dieser Anteil ausgeglichen werden
?

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E N E R G I E 24 Sep 2021 14:45 #93266

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Beim letzten Wintereinbruch im Februar hat Deutschland sogar Strom ins Atomstromland Frankreich exportiert

Das ist leider nur die halbe Wahrheit.
Am 7. Februar wurden 10 GW exportiert mit negativem Strompreis, das heißt wir mussten dafür bezahlen, das man uns Strom abnahm.
Am 11. Februar mussten wir dann 5 GW wieder aus Frankreich importieren (ja das Geschäft ist volatil). Dafür haben wir nochmals kräftig gezahlt.
136 Euro /MWh In der Summe konnte die regenerative Energie nicht einen Tag den tatsächlichen Strombedarf decken.

Die Interaktive Grafik lässt sich leider nicht einbetten
Strompreis, Stromerzeugung und Stromverbrauch

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E N E R G I E 24 Sep 2021 14:46 #93267

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Abbildung Struktur der Bruttostromerzeugung Bayern

Der Anteil von Kernenergie beträgt 30 %. Rainer, durch welcher Energiequellen wird dieser Anteil ausgeglichen werden
?

Keine Ahnung, ich habe damit nicht viel zu tun. Jedenfalls ist die Tendenz positiv.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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E N E R G I E 24 Sep 2021 14:53 #93271

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Keine Ahnung, ich habe damit nicht viel zu tun. Jedenfalls ist die Tendenz positiv.

Wie sollen wir das verstehen? Ist es Positiv keinen ausreichenden Strom mehr zu haben?

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E N E R G I E 24 Sep 2021 14:55 #93272

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Keine Ahnung, ich habe damit nicht viel zu tun. Jedenfalls ist die Tendenz positiv.

Wie sollen wir das verstehen? Ist es Positiv keinen ausreichenden Strom mehr zu haben?

Ich kann bisher nicht klagen und bin mit der Tendenz daher zufrieden.
Aber wenn Du die Importe meinst, dann ist das kein Ruhekissen. Sie sind aber auch zurückgegangen.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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E N E R G I E 24 Sep 2021 15:02 #93275

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Aber wenn Du die Importe meinst, dann ist das kein Ruhekissen. Sie sind aber auch zurückgegangen.


Wieso sollen die Importe zurück gehen, wenn immer mehr Kraftwerksblöcke abgeschaltet sind. Das erschließt sich mir nicht.
Die letzten Kernkraftblöcke in Deutschland liefern bis Ende des Jahres 2021 noch um die 60 TWh sicher und zuverlässig nahezu CO2-freien Strom. Bis Ende des Jahres 2022 werden es noch 30 TWh Strom sein. Dann ist Schluss, dann muss der Strom entweder fossil hergestellt oder aber importiert werden. Auch aus Polen. Kohlestrom. Oder aus Frankreich. Strom aus Kernkraft. Diesen Strom importiert Deutschland bereits heute in erheblichem Umfang. Ende des Jahres wird es mehr Strom sein, als ein Kernkraftwerk erzeugen kann. Wir aber sind so hirni (sorry!), die eigenen Kernkraftwerke abzuschalten. Wenn man nun noch bedenkt, dass Deutschland pro MWh Strom aus Frankreich diese Woche über 75 € hingelegt hat, dann wird neben dem schein-ökologischen Aspekt (Raus aus der gefährlichen Atomkraft!) der ökonomische Unfug sichtbar. Der in Deutschland erzeugte Strom aus Kernkraft ist in der Herstellung um etliches billiger als der importierte aus Frankreich.

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E N E R G I E 24 Sep 2021 15:40 #93277

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Wieso sollen die Importe zurück gehen, wenn immer mehr Kraftwerksblöcke abgeschaltet sind. Das erschließt sich mir nicht.

Tja, Jugend forscht.....ran an die Buletten.
Ich würde sagen, dass sich das Strom-Management verbessert hat, bzw wurde ja auch generell weniger Strom verbraucht.
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