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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 17:20 #93141

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Ich will nur darauf hinweisen, dass wir, auch China, klar, weltweit, erst einmal die kohleverbrennung stoppen müssen.


:silly: Der war gut :lol: Ich hoffe das war kein Anfall von Größenwahn


Wahrscheinlich.

In manchen Städten Chinas werden die Masken nicht mehr abgenommen, ha, nein, da muss etwas passieren: wir beide als Botschafter...:P ;) :whistle:

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 17:26 #93143

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Es gab vorher schon GAUs:


Dennoch ist Atomkraft die sicherste Art der Energieerzeugung. Auch Flugzeuge stürzen ab und erbeuerbare Energien, hatte ich bereits gezeigt, haben mehr Todesopfer.
Ich denke es ist müssig hier Unfälle aufzuzählen. Das Problem ist doch, will man tatsächlich "Klimaneutral" werden? Das geht nur mit Atomkraft. Zu glauben, Windräder und PV-Anlagen könnten uns sicher versorgen, ist eine Ilusion. Es sei denn, wir führen Stromrationierungen ein.

Deutschland hofft, das die Franzosen mit ihren 56 Atomkraftwerken aushelfen, wenn der Wind mal nicht weht. Oder die Polen, die mit Kohlestrom. Das ist der teuerste Weg und scheinheilig.

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 18:12 #93153

Es gab vorher schon GAUs:


Dennoch ist Atomkraft die sicherste Art der Energieerzeugung. Auch Flugzeuge stürzen ab und erbeuerbare Energien, hatte ich bereits gezeigt, haben mehr Todesopfer.


Dass das ganz einfach nicht stimmt hatten wie auch schon.


Nichts ist ohne Risiko, Flugzeuge stürzen ab und es gibt genug Menschen die sich trotzdem gerne dort hineinsetzten. Ist schon komisch, oder? Trotzdem ist das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel.

Statistisch gibt es mehr Opfer der durch ERNEUERBARE ENERGIEN, als je durch Atomkraft gestoben sind.

Wie viele Leute durch Atomkraft gestorben sind oder schwer krank geworden sind, das weiß kein Mensch. Oder weißt Du z.B. wie viele Menschen Krebs bekommen haben, weil sie verseuchte Pilze aus dem Bayerischen Wald gegessen haben nachdem Tschernobyl hochgegangen ist. Analoges gilt für Wild und nicht nur für Bayern. Und ich möchte nicht wissen, was um Japan jetzt so an kontaminierten Fischen herum schwimmt.


Die Wiederholungen kann man sich eigentlich sparen.

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 18:53 #93158

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Der Friedhof der Illusionen

Wer ersthaft glaubt, es bleibt auch nur ein Tropfen Öl in der Erde, weil Deutschland Klima-Musterschüler werden will, der gibt sich Illusionen hin.
Die weltweit höchsten Strompreise zahlt der deutsche Kunde. Letztlich wertloser, weil zur Unzeit produzierter grüner Strom wird verramscht oder verschenkt. Das Speicherproblem bleibt ungelöst. Und der Unmut über die rücksichtslose Zerstörung von Landschaft, über die Verwandlung naturnaher Regionen in Industrielandschaften wächst.

Deutschland wird deindustrialisiert
Die »Energiewende« treibt die Preise für Energie – eine der entscheidenden Größen in der Produktion – in schwindelnde Höhen. Energieintensive Produktionen sind schon lange nicht mehr Wettbewerbsfähig wandern aus, oder werden subventioniert.
Jeder Arbeitsplatz bei Trimet Aluminium wird mit 440.000 Euro subventioniert

Im laufenden Jahr wurde jeder der 1020 Arbeitsplätze in den beiden Trimet-Aluminium-Hütten mit rund 440.000 Euro subventioniert. Das ist fünfmal so viel, wie die Steinkohle-Kumpel zu ihren besten Zeiten aus den Fördertöpfen erhielten. Die Zahlen sind auf die beiden anderen Produzenten in Voerde und Neuss mit noch einmal 1000 Beschäftigen übertragbar.

Aus Sicht des Unternehmens handelt es sich dabei nicht um Subventionen. "Wir werden lediglich von Kosten entlastet, die es im Rest der Welt nicht gibt", sagt Trimet-Sprecher Heribert Hauck. Und die meisten Politiker stimmen dem zu, verteidigen trotz aller Kritik an den Strompreisprivilegien der Industrie die Vergünstigungen für die Aluminium-Hersteller. [1]

Wie sieht es denn aus, ohne Atomkraft?
Alternativen sind nicht in Sicht. Nennenswerte Stromspeicher, nicht vorhanden. Vor ein paar Jahren meinte man, den Königsweg gefunden zu haben, um das Speicherproblem der Energiewende zu lösen. Mit Windstrom erzeuge man Wasserstoff, wandele diesen in Methangas um, speichere es im vorhandenen Gasnetz und verstrome es wieder in Gaskraftwerken. Das Verfahren hieß zunächst bieder Windgas, später brezelte man es zu Power-to-Gas (PtG) auf. Geholfen hat es nicht; die Umwandlungskette Windstrom – Windgas – Gasstrom ist hoffnungslos unwirtschaftlich: Bei jedem Schritt geht Nutzenergie verloren; am Ende bleiben nur etwa dreißig Prozent der Ausgangsenergie übrig!

Pro Jahr verbraucht der deutsche Verkehrssektor etwa 770 TWh an Energie. Rund dreimal so viel Energie müsste man aufwenden, um den grünen Wasserstoff zu produzieren und zu verteilen, der PKWs, LKWs oder Busse zum Laufen bringt, nicht zu vergessen Schiffe und Flugzeuge. Das wären über 2.200 TWh pro Jahr, viermal mehr als die deutsche Stromerzeugung. Da braucht man etwa eine Viertel Million Windräder, die für etliche tausend Elektrolyseure grünen Strom liefern müssten. Von Sylt im Norden bis zu den Schwarzwaldhöhen im Süden wäre Deutschland mit Windturbinen vollgestellt.

Während die Europäische Union auf grünen Wasserstoff setzt, plant Japan zusätzlich auch den großflächigen Einsatz von blauem Wasserstoff. "Blauer Wasserstoff“ wird a us fossilen Brennstoffen wie etwa Erdgas hergestellt wird – und offenbar nicht viel mehr als grüne Augenwischerei ist. Eine neue Studie aus den USA zeigt: Blauen Wasserstoff einzusetzen, schädigt das Klima mehr, als das Erdgas direkt zu verbrennen. Für den Einsatz im Wasserstoffauto heißt das: Mit Diesel zu fahren wäre klimafreundlicher.

Jetzt riecht es wieder nach Desertec, jenem kolossalen Schwindel, der aus Nordafrika je nach Gusto Strom, Wasserstoff oder sonstige Energien nach Europa zu führen versprach. Die hochfliegenden Pläne versandeten. Grund: Neben technischen und politischen Schwierigkeiten sprach sich ihre Unwirtschaftlichkeit langsam überall herum. Das, was Sonne und Wind liefern, ist einfach deutlich zu wenig an Energie. Eine Technologie, die nur mit Förderung funktioniert, kann wohl schwerlich als »die Zukunftstechnologie« verkauft werden.

Auch hier überwiegen die Nachteile fürs Klima. Solarkraftwerke von gigantischer Größe können auch das Klima verändern – und zwar nicht nur aufgrund der eingesparten CO2-Emissionen. Ende des vergangenen Jahres bestätigte ein weiteres wissenschaftliches Paper die klimatischen Auswirkungen der Megasolarparks. Wären rund 20 Prozent der Sahara mit Solaranlagen bedeckt, könnte es dort um rund 1,5 Grad wärmer werden. Ein Teil der Hitze würde sich allerdings rund um den Globus verteilen und die Erde um etwa 0,16 Grad wärmer machen.



[1] Tagesschau

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 19:08 #93160

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Dass das ganz einfach nicht stimmt hatten wie auch schon.


Ja Deine Meinung kennen wir auch schon. Die ist ja Faktenfrei ;)
Die Wiederholungen kann man sich eigentlich sparen. Das denke ich auch.

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 20:06 #93169

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Auch Flugzeuge stürzen ab und erbeuerbare Energien, hatte ich bereits gezeigt, haben mehr Todesopfer.
Ich denke es ist müssig hier Unfälle aufzuzählen.

Hast Du denn Zahlen an der Hand, wie hoch die Quote je produzierte kWh ist, oder wie hast Du das denn verglichen? Flugzeuge scheiden da als Vergleich wohl endgültig aus, oder produzierst Du mit diesen Energie?
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 20:10 #93171

Pro Jahr verbraucht der deutsche Verkehrssektor etwa 770 TWh an Energie. Rund dreimal so viel Energie müsste man aufwenden, um den grünen Wasserstoff zu produzieren und zu verteilen, der PKWs, LKWs oder Busse zum Laufen bringt,

Dass das so nicht stimmt, das hatten wir auch schon. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee Verbrenner mit Wasserstoff oder synthetischem Sprit zu betreiben. Da würden 90% der Energie verpuffen. Von daher stimmen die 770 TWh natürlich bei Weitem nicht.
umwelt-wissenschaft.de/forum/massnahmen-...b-unserer-verbrenner

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 20:27 #93174

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Auch Flugzeuge stürzen ab und erbeuerbare Energien, hatte ich bereits gezeigt, haben mehr Todesopfer.
Ich denke es ist müssig hier Unfälle aufzuzählen.

Hast Du denn Zahlen an der Hand, wie hoch die Quote je produzierte kWh ist, oder wie hast Du das denn verglichen? Flugzeuge scheiden da als Vergleich wohl endgültig aus, oder produzierst Du mit diesen Energie?


Keine Technologie ist ohne Risiko und wir nehmen diese in Kauf, setzen uns auch in Flugzeuge, obwohl sie gelegendlich abstürzen.
Den Link auf die Zahlen hatte ich bereits mehrfach gepostet.
Der wahre Preis für Energie
Die Zahlen für Wasserkraft fehlen dort, man schlage bei Wikipedia nach, wieviel Staudämme gebrochen sind.
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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 20:38 #93176

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Den Link auf die Zahlen hatte ich bereits mehrfach gepostet.

Danke.
Es ist so, dass ich nicht blind auf jeden Link clicke sondern nur, wenn der Begleittext es erfordert bzw nahelegt.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Klimawandel - generell - Studien 23 Sep 2021 20:46 #93179

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Von daher stimmen die 770 TWh natürlich bei Weitem nicht.


Keine Sorge, die stimmen. Informiere dich bitte erst über Power2Gas, befor du wieder einmal faktenfrei zum Rundumschlag ansetzt.
Die Verzweifelung über die fehlenden Speicherkapazitäten ist offensichtlich so groß, das man diese immensen Verluste in Kauf nehmen möchte.
Wirtschaftlich Unsinn, das stimmt. Aber die sogennannte Energiewende war wirtschaftlich gesehen auch nur Unsinn. Wenn wir da nicht Milliarden an Subventionen reindrücken würden, wäre das System tot.

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Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 06:40 #93218

Ich habe mich wohl nicht klar genug ausgedrückt. Du unterstellst einfach, dass die 770 TWh  gebraucht würden, um eine derzeit mit Verbrennern realisierte Flotte zu ersetzen. Das stimmt aber noch nicht einmal ansatzweise.

ibb.co/WkLHLvq


umwelt-wissenschaft.de/forum/massnahmen-...rer-verbrenner#90295

Für eine äquivalente zukünftige Flotte braucht man nur einen Bruchteil der Energie. Man darf sich nur nicht den Schildbürgerstreich leisten, die alten Verbrenner mit synthetischem Sprit zu betreiben, wie das einige Lobbyisten und Politiker propagieren. Dann ist das auch kein wirtschaftlicher Unsinn.

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Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 07:18 #93219

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Ich habe mich wohl nicht klar genug ausgedrückt. Du unterstellst einfach, dass die 770 TWh  gebraucht würden, um eine derzeit mit Verbrennern realisierte Flotte zu ersetzen. Das stimmt aber noch nicht einmal ansatzweise.


Als erstes sollte man den Text vorher lesen, bevor er kritisiert wird

"Pro Jahr verbraucht der deutsche Verkehrssektor etwa 770 TWh an Energie. Rund dreimal so viel Energie müsste man aufwenden, um den grünen Wasserstoff zu produzieren und zu verteilen, der PKWs, LKWs oder Busse zum Laufen bringt, nicht zu vergessen Schiffe und Flugzeuge."

Du beziehst dich nur auf PKW (zumindest entnehme ich das aus der Abbildung). Der Rest dieser Abbildung wird von dir nicht erläutert und lässt mich ein wenig ratlos zurück. Was soll das Aussagen? Fährt das Auto jetzt mit Kohle? Die Zahlen werden immer kleiner und was auf den ersten Blick auffällt, da stehen Sekundärenergien neben Primärenergieträger. Ich gebe zu, diesen Fehler machen andere auch, las ich sogar in einem Bericht der berühmten Claqueure der Erneuerbaren, dem DIW mit Frau Kemfert. Dann vergleicht man aber wirklich Äpfel mit Birnen.

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Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 07:40 #93220

Ich habe mich wohl nicht klar genug ausgedrückt. Du unterstellst einfach, dass die 770 TWh  gebraucht würden, um eine derzeit mit Verbrennern realisierte Flotte zu ersetzen. Das stimmt aber noch nicht einmal ansatzweise.


Als erstes sollte man den Text vorher lesen, bevor er kritisiert wird

"Pro Jahr verbraucht der deutsche Verkehrssektor etwa 770 TWh an Energie. Rund dreimal so viel Energie müsste man aufwenden, um den grünen Wasserstoff zu produzieren und zu verteilen, der PKWs, LKWs oder Busse zum Laufen bringt, nicht zu vergessen Schiffe und Flugzeuge."

Du beziehst dich nur auf PKW (zumindest entnehme ich das aus der Abbildung). Der Rest dieser Abbildung wird von dir nicht erläutert und lässt mich ein wenig ratlos zurück. Was soll das Aussagen? Fährt das Auto jetzt mit Kohle? Die Zahlen werden immer kleiner und was auf den ersten Blick auffällt, da stehen Sekundärenergien neben Primärenergieträger. Ich gebe zu, diesen Fehler machen andere auch, las ich sogar in einem Bericht der berühmten Claqueure der Erneuerbaren, dem DIW mit Frau Kemfert. Dann vergleicht man aber wirklich Äpfel mit Birnen.


Ich beziehe mich auf Verbrenner. Ziemlich egal ob da jetzt zufälligerweise ein PKW unter die Grafik gemalt ist. Der Verglich bezieht sich auf Verbrenner.






www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/kraftstoffe

Bei einem Energieinhalt von etwa 10kWh/Liter kommt man dann auf etwa 700TWh. Zum Betrieb der Flotte mit neuer Technik, bräuchte man nur einen Bruchteil davon. Die Masse davon würde ohnehin mit Akkus betrieben. Wasserstoff dürfte in der Flotte den kleineren Teil ausmachen.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 08:07 #93221

Keine Technologie ist ohne Risiko und wir nehmen diese in Kauf, setzen uns auch in Flugzeuge, obwohl sie gelegendlich abstürzen.
Den Link auf die Zahlen hatte ich bereits mehrfach gepostet.
Der wahre Preis für Energie
Die Zahlen für Wasserkraft fehlen dort, man schlage bei Wikipedia nach, wieviel Staudämme gebrochen sind.


In dem verlinkten Artikel schreibt der Autor Patrick Wagner:

"Durch Atomkraft kommen jährlich die wenigsten Menschen ums Leben. Kein Wunder, denn lässt man Vorfälle wie in Fukushima und Tschernobyl und die noch ungelöste Frage außer Acht, wo man Atommüll langfristig lagert, ist die Energieerzeugung einigermaßen sicher und vor allem schadstoffarm."

Was genau will Schlumpfi uns mit Hilfe dieses (nach eigener Aussage mehrfach geposteten) Links klarmachen ? Dass man diese Statistik mit großer Vorsicht geniesen sollte ?
"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen." (Bertolt Brecht 1898 - 1956, deutscher Dramatiker)
"Alle Modelle sind falsch, aber mit manchen kann man ganz gut rechnen" (frei nach George Box 1919-2013, britischer Statistiker)
"Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit Erklärungen. Menschen hören immer nur das, was sie hören wollen" (Paulo Coelho, 1947 - , brasilianischer Schriftsteller)

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Letzte Änderung: von gaston.

Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 09:10 #93225

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Was genau will Schlumpfi uns mit Hilfe dieses (nach eigener Aussage mehrfach geposteten) Links klarmachen ? Dass man diese Statistik mit großer Vorsicht geniesen sollte ?


Schlumpfi meint: Das solltest Du den Autor fragen. Vielteich passte ihm das erhaltene Ergebnis nicht ins Konzept. Kann ja vorkommen ....

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Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 16:15 #93289

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Schlumpfi schrieb:

Keine Technologie ist ohne Risiko und wir nehmen diese in Kauf, setzen uns auch in Flugzeuge, obwohl sie gelegendlich abstürzen.
Den Link auf die Zahlen hatte ich bereits mehrfach gepostet.
Der wahre Preis für Energie
Die Zahlen für Wasserkraft fehlen dort, man schlage bei Wikipedia nach, wieviel Staudämme gebrochen sind.

Damit hast du natürlich vollkommen recht.
Auch Billigflieger werden eindeutig von Verbrauchern weltweit "angenommen".

Zurück zum Klimawandel: Die Ozeane werden wärmer, die Artenvielfalt sinkt, der Planet wird wärmer - durch vielerlei Studien belegt - auch wenn das durch extreme Wechsel des lokalen Wetters zwischen ungewohnt bulligen Sommern und stürmisch-kalten Wintern gekennzeichnet ist und der Erde zumindest lokal auch eine 2. Zwischeneiszeit drohen könnte, dh weshalb den 2. vor dem 1. Schritt machen? Für unsere Jugend, für unsere Kinderkinder, das Kohleverbrennen muss mit allen Mitteln gestoppt werden!
Dann können wir überprüfen, a in welcher "Verfassung" die Erde und ihre Flora/Fauna ist und b ob wir zur Stromversorgung nicht ohne Atomenergie auskommen.

Mondlicht

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Klimawandel - generell - Studien 24 Sep 2021 16:34 #93292

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Für unsere Jugend, für unsere Kinderkinder, das Kohleverbrennen muss mit allen Mitteln gestoppt werden!

Doch wieder der Größenwahn. Der Weltweite Anteil fossiler Energie liegt so um die 80 %. Willst du die 600 Kohlekraftwerke in China in die Luft sprengen, in China einmarschieren lassen oder wie sind da die Vorstellungen?

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Klimawandel - generell - Studien 26 Sep 2021 18:23 #93644

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Deutsches Zentrum
für Luft- und Raumfahrt

Noch kein weiterer Handlungsbedarf - nur informativ gedacht

- Ozonloch erstmals in der Arktis beobachtet Ozonloch Arktis 2020
- Kritischer Ozongesamtwert von 220 Dobson Einheiten unterschritten - Die Ozonschicht ist dann mindestens 30 Prozent dünner als normal.
- Außergewöhnliche Wettersituation und hohe Chlorkonzentrationen in der Atmosphäre begünstigten den Ozonabbau
- Schwerpunkte: Globaler Wandel, Klima, Erdbeobachtung, Raumfahrt


Wie ein Schutzmantel breitet sich die Ozonschicht über uns aus und absorbiert einen Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Wenn die Schutzschicht jedoch so dünn wird, dass sie den Normalwert um etwa ein Drittel unterschreitet, dann spricht man von einem "Ozonloch". Erstmals zeigt sich nun ein Ozonloch in voller Ausprägung über der Arktis, wie Atmosphärenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet haben. Unterschritten wurde der kritische Ozonwert von 220 Dobson Einheiten – normalerweise kommt das in der Polregion nur im Frühling in der Antarktis vor, nicht aber in der Arktis auf der Nordhalbkugel.

Die aktuelle Analyse der Ozonschicht zeigt, dass der Ozonabbau in der Arktis durch die außergewöhnlich langanhaltenden und starken Polarwinde in den letzten zwei Monaten begünstigt wurde. Damit jedoch ein klassisches Ozonloch über dem Polarkreis entsteht, müssen verschiedene chemische und dynamische atmosphärische Vorgänge miteinander zusammenwirken.

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Klimawandel - generell - Studien 07 Okt 2021 12:09 #94905

Eine ziemlich aktuelle Untersuchung zur Häufigkeit von Naturkatastrophen und Extremwetterereignissen in den USA.
ibb.co/rfsy4bn


1980 gab es dort etwa alle 80 Tage so ein Ereignis. 2020 hat sich die Zahl der Katastrophen in etwa vervierfacht.

www.daserste.de/information/nachrichten-...gesthemen-18272.html 34:01
Mittlerer Abstand von Naturkatastrophen einen Schaden von mindestens 1 Milliarde Dollar verursacht haben.

Noch eine andere, aufgeschlüsselt hinsichtlich Art der Ereignisse.

ibb.co/bFZRnYD

data.globalchange.gov/report/indicator-b...ollar-disasters-2021

Daran werden wir uns in Europa auch gewöhnen müssen. Irgendwann wird das keiner mehr zahlen können. Ich bin einmal gespannt, ob es bei uns in absehbarer Zeit noch möglich sein wird, ein Haus zu machbaren Konditionen gegen Naturkatastrophen zu versichern.
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Klimawandel - generell - Studien 07 Okt 2021 13:15 #94908

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Ist das inflationsbereinigt, und an die Bevölkerungsdichte angepasst? Die Bevölkerung hat sich seit 1980 ca ver-1,5-facht.
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Klimawandel - generell - Studien 07 Okt 2021 18:53 #94941

Ist das inflationsbereinigt, und an die Bevölkerungsdichte angepasst? Die Bevölkerung hat sich seit 1980 ca ver-1,5-facht.

Ich denke schon. Es spielt aber eigentlich keine Rolle, weil da ja auch Ereignisse drin sind, die ein Vielfaches der Milliarde gekostet haben. Wenn dann ein paar Ereignisse drin sind, die Inflationsbereinigt oder „Bevölkerungsbereinigt“ etwas weniger gekostet haben, dann wird das eh keine Rolle spielen.

Ob die Kurve etwas flacher oder etwas steiler verläuft. Der Unterschied besteht im Endeffekt nur darin, welche Generation für den Schaden der derzeit angerichtet wird zur Kasse gebeten wird. Die Versicherungen laufen ja jetzt schon Sturm gegen eine angedachte Pflichtversicherung in der Richtung. Das wird aber wahrscheinlich die einzigst bezahlbare Alternative sein.

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Klimawandel - generell - Studien 07 Okt 2021 21:36 #94943

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Wenn dann ein paar Ereignisse drin sind, die Inflationsbereinigt oder „Bevölkerungsbereinigt“ etwas weniger gekostet haben, dann wird das eh keine Rolle spielen.

Das klingt zwar verlockend, dürfte aber täuschend sein.

Je kleiner die Schadenshöhe desto öfter die Ereignisse. Wenn man bei einem Berg in einer Kurve (zB Gaußglocke) das Lineal nach unten schiebt, können kleine Änderungen große Effekte haben.

Und 1,5-fache Bevölkerung → 1,5-fache Vermögenswerte.
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Klimawandel - generell - Studien 07 Okt 2021 23:14 #94949

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Pferdefuss schrieb

Daran werden wir uns in Europa auch gewöhnen müssen. Irgendwann wird das keiner mehr zahlen können. Ich bin einmal gespannt, ob es bei uns in absehbarer Zeit noch möglich sein wird, ein Haus zu machbaren Konditionen gegen Naturkatastrophen zu versichern.

Ich vermute, die Preise gehen in eine Richtung und zwar steil, manches wird wegen höherer Gewalt nicht mehr versicherbar sein oder zu exorbitanten Preisen.
Danke für die Studien.

Gruß, Pferdefuss,
Mondlicht

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Klimawandel - generell - Studien 08 Okt 2021 19:59 #94972

Fukushima ist ja wegen eines Wassereinbruchs zum Supergau geworden.

Ich muss Schmunzeln: Wassereinbruch. Es war ein Tsunami, das stärkste Beben in Japan seit Beginn der dortigen Erdbebenaufzeichnungen.


Nochmal detailliert, der Ablauf in Fukushima. Da läuft derzeit eine ganz gute Doku auch zu Ursache und Ablauf der Katastrophe:

ibb.co/GRvS5Vs

www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit...e-fukushima-100.html

Nach dem damaligen Seebeben als Ursache für den Tsunami hat dessen erste Welle etwa 20 Minuten gebraucht, bis sie das Kernkraftwerk erreicht hat. Die erste Welle war nur 4m hoch. Geschützt wurde das Kraftwerk durch eine 6m hohe Mauer. Die nachfolgenden Wellen waren am Kraftwerk bis zu 15m hoch. In den betroffenen Regionen bis zu 30m hoch. Die Wellen haben über die Schutzmauer hinweg das Kraftwerk geflutet. Durch die Schutzmauer hat sich das Wasser auf dem Gelände gehalten wie in einer Wanne. Die Reaktorblöcke standen 4-5 Meter unter Wasser. Das Wasser verursachte dann einen totalen Stromausfall und damit auch den vollständigen Ausfall aller direkten Steuerungsmöglichkeiten.

Die Katastrophe war eine Folge des Wassereinbruchs. Die Krux an der Geschichte ist dann noch, dass ausgerechnet die Schutzmaßnahme gegen einen eventuellen Tsunami dazu geführt haben, dass das Ding dann auch noch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hoch geht. Es ist eigentlich immer nur eine Frage der Statistik. Wie bei den Wasserstoffbomben. Je mehr man davon ständig durch die Gegend fliegt, umso wahrscheinlicher wird es, dass ab und zu eine verloren geht .

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Klimawandel - generell - Studien 08 Okt 2021 21:37 #94979

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Die Krux an der Geschichte ist dann noch, dass ausgerechnet die Schutzmaßnahme gegen einen eventuellen Tsunami dazu geführt haben

Schutzmauer ohne Abfluss ist ja auch bei Regen nicht gerade optimal......und mit Überflutung muss man trotz Schutzmauer ja eigentlich immer rechnen. Ich dachte selbstschließende und öffnende Tore (Siele) wären normal.

wiki:
Ein Siel ist ein verschließbarer Gewässerdurchlass in einem Deich. Das Schließen erfolgt normalerweise durch höheren Druck bei höherem Wasserspiegel auf der Meerseite, das Öffnen durch höheren Druck von der Binnenseite bei niedrigem Wasserstand auf der Meerseite.

zumindest seit dem 3.Jahrhundert bekannt:

wiki:
Spuren eines Kumpsiels aus dem 3. Jahrhundert wurden bei Valkenburg (Zuid-Holland) gefunden.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Klimawandel - generell - Studien 09 Okt 2021 08:25 #95003

Schutzmauer ohne Abfluss ist ja auch bei Regen nicht gerade optimal......und mit Überflutung muss man trotz Schutzmauer ja eigentlich immer rechnen. Ich dachte selbstschließende und öffnende Tore (Siele) wären normal.



www.stern.de/news/ueberflutungsgefahr-un...bannt--30620058.html

Das Problem ist, dass die zur Entlastung vorgesehenen Abflüsse auch verstopfen können. Bei der Steinbachtalsperre hat die z.B. nach dem Starkregen jemand unter Lebensgefahr frei baggern müssen um den Damm zu entlasten.

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Klimawandel - generell - Studien 09 Okt 2021 08:38 #95007

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Kurzer Abstecher zu Vendigs Schutzwallsystem M.O.S.E.
Wenn man von Korruption, Bauverzögerung und den Kosten absieht (;) funktioniert es anscheinend...



Anscheinend ist MOSE erst Ende 2021 einsatzbereit, kaum zu glauben, es wird wohl immer noch gebaut lt Wiki
de.wikipedia.org/wiki/Modulo_Sperimentale_Elettromeccanico

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Klimawandel - generell - Studien 09 Okt 2021 09:02 #95010

Fukushima ist ja wegen eines Wassereinbruchs zum Supergau geworden.

Ich muss Schmunzeln: Wassereinbruch. Es war ein Tsunami, das stärkste Beben in Japan seit Beginn der dortigen Erdbebenaufzeichnungen.

Die Krux an der Geschichte ist dann noch, dass ausgerechnet die Schutzmaßnahme gegen einen eventuellen Tsunami dazu geführt haben, dass das Ding dann auch noch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hoch geht. Es ist eigentlich immer nur eine Frage der Statistik.


Was mich von Anfang an dabei gewundert hat ist, dass die Stromversorgung für die extrem wichtige Reaktorkühlung ausgerechnet im Keller untergebracht ist, wo Wasser sich natürlich zuerst sammelt, sollte die kleine Wanne namens Pazifischer Ozean mal ein bisschen überlaufen. Und das am sog. pazifischen Feuerring, wo man praktisch jederzeit mit Erbeben und Tsunamis rechnen muss. Eine 6m hohe Mauer soll den Pazifik dauerhaft in Schach halten? Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man es für einen schlechten Witz halten.

Noch eine laienhafte Idee zur Reaktorsicherheit:
Im Reaktorkern sind meines Wissens einzelne Brennstäbe. Nur mehrere solche Brennstäbe zusammen führen zur gewünschen Reaktion. Mal kurz abschalten kann man den Reaktor nicht, nur Bremsstäbe einführen und das dauert. Es muss dabei permanent gekühlt werden. Wie wär's denn, wenn man jeden Brennstab einzeln schnell herausziehen könnte, durch separate Röhren oder so, so dass sie sekundenschnell voneinander getrennt werden und in einzelnen, räumlich getrennten Kühlbecken runtergekühlt werden könnten? Eine Kernschmelze wäre doch dann praktisch unmöglich. Zu aufwändig und zu teuer? Denke nicht. Sicherheit kann niemals zu teuer sein.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Klimawandel - generell - Studien 09 Okt 2021 09:55 #95012

Die Lagerung von Brennstäben im Abklingbecken ist auch alles andere als unproblematisch. Im Abklingbecken von Block 4 hätte es leicht eine nuklearen Kettenreaktion geben können. Tokio hätte dann vollständig evakuiert werden müssen.

Die amerikanische Atomaufsichtsbehörde NRC bezeichnete die Situation von Block 4 als die kritischste von allen Blöcken.[356]:ab 17:55 In den Medien wurde über einen möglichen Kritikalitätsstörfall im Abklingbecken spekuliert,[357][358] in dem sich über 200 Tonnen Brennelemente befanden. Bei einem solchen Verlauf kann es durch Wiedereinsetzen der nuklearen Kettenreaktion zu einer umfangreichen Freisetzung von radioaktivem Material kommen. Die NRC schätzte, dass im schlimmsten Fall 200.000 Menschen durch Strahlung getötet hätten werden können.[356]:ab 17:55 Der Nuklear-Energie-Experte Arnold Gundersen sagte, Japan wäre in zwei Hälften geteilt worden.[356]:ab 20:05 Es hätte einen 50 Kilometer breiten Streifen quer durch Japan gegeben, sodass Menschen nicht mehr von Norden nach Süden gekommen wären.[356]:welche Minute? Tepco bestreitet größere Beschädigungen des Abklingbecken und verweist auf die funktionierende Kühlung.[356]:ab 17:55
de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe...sion_und_Br%C3%A4nde

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Klimawandel - generell - Studien 09 Okt 2021 12:21 #95020

Die Lagerung von Brennstäben im Abklingbecken ist auch alles andere als unproblematisch. Im Abklingbecken von Block 4 hätte es leicht eine nuklearen Kettenreaktion geben können. Tokio hätte dann vollständig evakuiert werden müssen.


Ja klar: Sicher ist nur das Risiko. Zu viele Brennstäbe im selben Abklingbecken sind auch keine gute Idee. Oder hätte man in Fukushima die entscheidenden Anlagen in 15m Höhe installiert statt im Keller, dann würden sie halt beim nächsten mal von einem 20m-Tsunami überflutet. Der Ozean bringt auch das. Es ist nur eine Frage der Statistik. Egal wie klein eine Wahrscheinlichkeit auch ist... was wir bräuchten bei dem Teufelszeug ist eine Unmöglichkeit. Und die gibt es nun mal nicht.

Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis sind statistisch gesehen unabhängige Ereignisse wie beim Münzwurf. Die Tatsache, dass der 15m-Tsunami vielleicht der bisher größte war, sagt also nichts darüber aus, wie und wann der nächste auftreten wird. Man kann bei unabhängigen Ereignissen nicht aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. Tatsächlich muss man jederzeit mit dem Schlimmsten rechnen.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!
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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

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