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Spiralarme verraten Schwarze Löcher 25 Jun 2022 19:48 #102958

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Je enger die Spiralarme gewickelt sind, desto mehr Masse enthält nämlich das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie.

Hier der Originalartikel
arxiv.org/pdf/1707.04001.pdf
log(MBH/Mo) = (7.01 ± 0.07) − (0.171 ± 0.017) [|φ| − 15°]
milky way: φ=13.1°, log(MBH/Mo) = 6.60 ± 0.02

(gemeint ist der dekadische Logarithmuns lg)

(7.01) − (0.171) [13.1 − 15] = 7.3349 ... naja außerhalb von 1σ rms, die meisten Galaxien stimmen mit der Formel jedoch besser überein (Fig 2 und 3), deutlich besser als die Arbeiten von Saigar 2008 und Berrier 2013.

Die Idee der Theorie basiert auf logarithmischen Spiralen als natürliches Optimum.

Es gibt noch eine zweite Relation

log(MBH/Mo) = log(σ/(km/s))
wobei σ die "Central velocity dispersion" ist.

Milky Way σ=105 km/s
dazu bezieht er sich auf Kormendy arxiv.org/pdf/1304.7762.pdf der sich auf Genzel 2010 und Gillessen 2009 bezieht.
Bei Genzel nennt sich σ dann "bulge velocity dispersion" arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1006/1006.0064.pdf , er bezieht sich auf Gültekin.
Gültekin arxiv.org/pdf/0903.4897.pdf bezieht sich wohl auf Ghez 2008 arxiv.org/pdf/0808.2870.pdf , die 103 km/s gemäß Tremaine 2002 annimmt...
Tremaine arxiv.org/pdf/astro-ph/0203468.pdf beschäftigt sich tatsächlich selbst mit der Frage ... σ = 103 ± 20 km/s, und zwar ausführlich im Appendix "A".

wiki.en:
By measuring the radial velocities of the group's members through astronomical spectroscopy, the velocity dispersion of that group can be estimated
For example, the σ found for objects about the Milky Way's supermassive black hole (SMBH) is about 75 km/s
EDIT: 100 (korrigiert)
(gemäß einer Arbeit von 2000 arxiv.org/pdf/astro-ph/0006289.pdf)
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Spiralarme verraten Schwarze Löcher 25 Jun 2022 20:15 #102959

Rainer schrieb:

Je enger die Spiralarme gewickelt sind, desto mehr Masse enthält nämlich das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie.


Könnte man da nicht auch auf das zeitliche Alter einer Galaxie rückschließen?
Je älter, desto enger seine Spiralarme (ähnlich wie bei einem Wasserstrudel). Jüngere Galaxien (größere Spiralarme), ältere
(engere Spiralarme) weil dass schwarze Loch im Zentrum mehr Zeit hatte Masse zu "fressen"?
Hmmm..., nur mal so überlegt :silly:

LG
Einszweidrei, im Sauseschritt ! Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch)
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind (Albert Einstein)




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Spiralarme verraten Schwarze Löcher 25 Jun 2022 20:19 #102960

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Könnte man da nicht auch auf das zeitliche Alter einer Galaxie rückschließen?

Naja im Prinzip schon aber wohl nur sehr grob. Kleine Galaxien wachsen oder verschwinden, indem sie von großen akkretiert werden oder miteinander verschmelzen. Das SL im Zentrum kann aber woanders herkommen. Die Formel basiert natürlich schon auf einer Korrelation zwischen Masse der Galxie und Masse des SL.
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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Spiralarme verraten Schwarze Löcher 03 Aug 2022 10:10 #104444

Im Zusammengang mit den Spiralarmen mal eine Frage zur DM. DM wird ja vermutet, weil die Rotation von Galaxien anscheinend schneller ist als es gemäß ART durch Gravitation der sichtbaren Masse erklärbar ist. Für das

Für das Sonnensystem in der Milchstraße ergibt sich viel mehr, das zwanzigfache, dafür wurde MOND leider nicht konzipiert.
ω²RO = 2,75e-9 m/s²
Dieser Wert ist jedoch für eine stabile Bahn zu viel, soweit man die sichtbaren Massen eben einschätzt.

Was ich mich immer frage ist: Woher weiß man denn, dass die Bahnen stabil sind? Was wir in Teleskopen sehen sind doch Momentaufnahmen von z.B. Galaxien. Man kann sie wohl nicht filmen und die Bewegung der Spiralarme schrittweise beobachten, oder ist die Rotation dafür schnell genug?

Was, wenn sie realiter gar nicht so schnell sind (bzw. waren)? Vielleicht sieht es nur so aus, weil wir einfach stabile Rotation unterstellen? In Wahrheit beweg(t)en sich die Spiralarme nach außen und/oder werden länger, wenn die sichtbare Masse im Zentrum nicht ausreicht sie stabil zu halten^^.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Spiralarme verraten Schwarze Löcher 03 Aug 2022 11:19 #104447

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Sorry Leute das ich meine versprechen breche aber das interessiert mich!

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Je enger die Spiralarme gewickelt sind, desto mehr Masse enthält nämlich das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie.
....


Finde ich Richtig gut! Meine frage dazu ist.

Können wir eine Klassifizierung von Zentrallen SL Massen in Galaxien, anhand der Anzahl ihrer Spiralarme, vornehmen?

Wenn wir die raus nehmen die grade noch am verschmelzen sind und uns dann die mit unterschiedlicher Anzahl an Spiralarmen anschauen.
Können wir dann sagen:

"Je Mehr Spiralarme desto größer die Masse des Zentrallen Schwarzen Loch."
nullius in verba

"Essentially all models are wrong, but some are useful." George E.P. Box

"Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, warum können wir dann 1000 Bilder zum gleichen
Thema malen?" Pablo Picasso (1881-1973)

"Zu nah an der Wahrheit, Zu nah am Leben, Zu penetrant um Ignoriert zu werden." Böhse Onkelz (1996)

Only This eXist. OTX = Quant = Römisches Dodekaeder = real Atom

Quantenwelt = Kosmisches Feld(Äther = RaumZeit = Vakuum)

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Letzte Änderung: von aHaBotX.

Spiralarme verraten Schwarze Löcher 03 Aug 2022 11:44 #104448

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Was ich mich immer frage ist: Woher weiß man denn, dass die Bahnen stabil sind?

Wenn sie nicht stabil wären, dann wäre es ziemlich merkwürdig, dass sich alle ausgerechnet heutzutage in einer Scheibe versammelt haben.

Zu schnelle Rotation könnte darauf hindeuten, dass alle Sterne aus ihrer voherigen Bahn näher zum Zentrum herausgedrängt wurden, dazu wäre eine Verringerung der Gravitation erforderlich. Wenn diese aber permanent stattfinden würde, dann hätte sich gar keine einigermaßen stabile Scheibe gebildet. Ich kann das zwar jetzt nicht vorrechnen, doch erscheint dies angesichts der überall anzutreffenden Galaxien ziemlich unlogisch. Jedenfalls führt eine überhöhte Geschwindigkeit zu einer Expansion der Galaxie, während man gemäß Gravitation und Energieübertrag eher ein Zusammenballen erwartet, wie ja jede Galaxie entstehen muss, warum sollte sich dies umkehren.

In erster Linie geht es aber um die Gaswolken am Rande der Galaxie, die sich zu schnell bewegen. Wo sollen die denn herkommen, bzw wieso enden sie dann irgendwo und überall gleichartig. Die Galaxie ist ja aus der Zusammenballung dieser Wolke entstanden.
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