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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 12:55 #97479

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Ja, vielleicht geht es auch ohne Atomenergie in Deutschland? Und weiterer Reduzierung der Fossilen - siehe Entwicklung bei Erneuerbaren und Sonstige (Biogas)!
Minus 175 deutet für mich darauf hin, dass wir Strom importieren?
Stimmt das und kaufen wir Atomenergie aus F?


Ich hoffe, die Daten stimmen. Tabelle: Energieverbrauch nach Energieträgern - in PJoule
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
www.deutschlandinzahlen.de/tab/deutschla...nach-energietraegern

Jahr____Steinkohle Braunkohle M-öl____Erggas__ Kernenergie. Erneuerbar Sonstige Stromaustsaldo Insgesamt
1990___ 2306_____3201___5228_____2304____1668_______196______0_______3________14. 905
2018___1428_____1476___4452_____3079_____829______1804_____214___Minus 175_____13. 106

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 13:03 #97480

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de.statista.com/statistik/daten/studie/1...utschland-seit-1990/
Seit fast 20 Jahren exportiert Deutschland Strom. Nur gegenüber Frankreich ist der Saldo negativ.


Das klappt aber auch nur, weil das Ausland so freundlich ist und uns Strom abnimmt, wenn die Erneuerbaren zu viel Energie liefern und uns Energie liefert, wenn die Erneuerbaren zu wenig Energie liefern. Deshalb exportiert Deutschland zwar netto betrachtet Strom, zahlt aber meines Wissens netto betrachtet dabei drauf. Für seinen überschüssigen Strom muss D sogar an manchen Tagen Geld bezahlen. Der Noteinkauf ist für D natürlich stets teurer als der Notverkauf. Zum Glück ist das Ausland gegenüber D fair und verhält sich verantwortlich, aber es können nicht alle so unverantwortlich handeln wie D.
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 14:05 #97484

Freddy schreibt:

Das klappt aber auch nur, weil das Ausland so freundlich ist und uns Strom abnimmt, wenn die Erneuerbaren zu viel Energie liefern und uns Energie liefert, wenn die Erneuerbaren zu wenig Energie liefern. Deshalb exportiert Deutschland zwar netto betrachtet Strom, zahlt aber meines Wissens netto betrachtet dabei drauf. Für seinen überschüssigen Strom muss D sogar an manchen Tagen Geld bezahlen. Der Noteinkauf ist für D natürlich stets teurer als der Notverkauf. Zum Glück ist das Ausland gegenüber D fair und verhält sich verantwortlich, aber es können nicht alle so unverantwortlich handeln wie D.

Wie kommst du denn auf das schmale Brett? Deutschlands positiver Saldo ist sowohl im Energiemengenbereich wie auch nach Kosten rückläufig, aber immer noch deutlich positiv.
www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pres.../20210102_smard.html
Die Preise bilden sich am Strommarkt. Da ist mir nicht bekannt, dass es deutsche und sonstige Preise gibt. Die Kosten variieren durchaus nach dem erzeugenden Energieträger. Da ist Braunkohle wohl der günstigste Strom. Grund: auch hier gilt, dass die Betreiber sich besonders in Deutschland bei der Bewältigung der Folgekosten fein raushalten. In anderen Ländern gibt es schon länger Co-2-Steuern usw.
www.dw.com/de/stromrekorde-was-bedeutet-...ohlestrom/a-42149761
Mal nebenher: Wie blöd sollen eigentlich die beteiligten Länder sein? Warum sollte ich Energie kaufen, wenn ich sie nicht benötige? Warum sollte Deutschland dafür bezahlen, wenn im Ausland dann möglicherweise Energie mal so "verglüht" wird? Verglühen kann Deutschland das auch, wenn Verkaufen teurer wäre.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 14:36 #97488

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D.Rajic schrieb:
wenn im Ausland dann möglicherweise Energie mal so "verglüht" wird? Verglühen kann Deutschland das auch, wenn Verkaufen teurer wäre.
Laie. Meine Solarzellen können speichern. Ganz blöd gefragt, Windenergie einspeichern, wo Platz ist, ist dumm, ja?
Warum steigen die Gaspreise um 300%? Ich suchte mir sofort einen anderen Anbieter, musste letztes Jahr schon über 300€ nachzahlen...

Was ist denn nun deine Quintessenz? Atomenergie, nein danke und weitere Reduzierung der fossilen zugunsten Erneuerbarer und Sonstige?

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 14:41 #97489

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Deutschlands positiver Saldo ist sowohl im Energiemengenbereich wie auch nach Kosten rückläufig, aber immer noch deutlich positiv.
www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pres.../20210102_smard.html


Der Link klappt bei mir nicht. Aber ich bin sehr daran interessiert zu erfahren zu welchem Preis D importiert und zu welchem exportiert.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 14:42 #97490

Warum sollte Deutschland dafür bezahlen, wenn im Ausland dann möglicherweise Energie mal so "verglüht" wird?


Es stimmt wirklich: Es gibt Zeiten, wo Strom zu negativen Preisen ins Ausland "verkauft" wird. El. Strom muss verbraucht werden. Wenn man zu viel davon erzeugt, den man man nicht selber verbrauchen kann, dann wird sogar dafür bezahlt, dass andere ihn verbrauchen. Die technischen Details kenne ich nicht genau, aber eine Turbine bzw. Generator würde vermutlich heiß laufen und abfackeln, wenn der Strom nicht abfließt. Gas- und Kohlekraftweke, die zur Sicherung der Grundlast unverzichtbar sind, kann man auch nicht ganz auf 0 runterfahren, oder mal eben in kurzer Zeit stark drosseln. Das dauert, und der überschüssige Strom muss inzwischen irgendwie "entsorgt" werden.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 16:04 #97491

Freddy schreibt:

Der Link klappt bei mir nicht. Aber ich bin sehr daran interessiert zu erfahren zu welchem Preis D importiert und zu welchem exportiert.

Hm, wenn ich den in deinem Post verlinkten Link nutze geht es bei mir auch nicht. Nutze ich den Link in meinem Post funktioniert es einwandfrei.
Da der Strommarkt eine Warenbörse ist, gehe ich davon aus, dass sich die Preise im Mittel erst in der Rückschau herstellt. Allerdings sind in meinen verwendeten Links durchaus die Herstellung des Preises thematisiert.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 16:26 #97493

Steinzeit-Astronom schreibt:

Es stimmt wirklich: Es gibt Zeiten, wo Strom zu negativen Preisen ins Ausland "verkauft" wird. El. Strom muss verbraucht werden.

Das ist so. Tatsächlich verkaufen andere Länder auch Energie zu negativen Preisen. Abnehmen kann man den Strom aber auch nur, wenn ich dann Energie nicht einfach verglühe, Bedarf besteht. Anders geht es technisch ja auch nicht, wie du schon schreibst. Der Strompreis wird an einer Börse gehandelt und unterliegt der freien Marktwirtschaft und damit dem Spiel zwischen Angebot und Nachfrage. Hier ist das Angebot notwendigerweise öfters aus technischen Gründen im Problem. A la Longue macht Deutschland aber trotzdem Gewinn an der Strombörse. Die Anbieter sind auch nicht verblödet. Die schätzen den Gewinn durch Überproduktion insgesamt immer noch positiv ein. Wäre es anders wären in Deutschland schon längst Überproduktionen abgebaut.
In der Summe stellt sich aber für alle Länder die Frage, ob es nicht besser ist, so etwas wie eine Equilibrium herzustellen. Schon manche Wirtschaftsleute haben auch das Stieren Deutschlands auf einen Exportüberschuss scharf kritisiert. Im Großen und Ganzen bedeutet ein Exportüberschuss, dass Ware ins Ausland fließt und Geld ins Land fließt. Nach marktwirtschaftlichen Gesetzen bedeutet das, dass Waren teurer werden, Lohn unzureichend wird und eine Inflation entstehen kann.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 17:17 #97495

ClausS fragt:

Mit welchem Energieträger werden diese 11% in einem Jahr erzeugt?

Ich fürchte, deine Frage verstehe ich nicht wirklich. Kernenergie schrieb ich schon. Wenn du eine Aufschlüsselung nach etwa Uran oder Plutonium erfragen willst, sehe ich den Sinn nicht und würde mir die Arbeit ersparen.


Meine Frage ist eigentlich ganz einfach: Mit dem Abschalten der Kernenergie fallen 11% unserer bisherigen Stromerzeugung weg. Wodurch werden sie ersetzt?
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 24 Nov 2021 23:34 #97502

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Meine Frage ist eigentlich ganz einfach: Mit dem Abschalten der Kernenergie fallen 11% unserer bisherigen Stromerzeugung weg. Wodurch werden sie ersetzt?


Ich glaube mit Gaskraftwerken, oder? Es heißt immer, diese lassen sich schnell hoch und runter fahren, so dass man sich auch mehr Zappelenergie erlauben kann.
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 25 Nov 2021 08:36 #97505

Mondlicht schreibt:

Meine Solarzellen können speichern. Ganz blöd gefragt, Windenergie einspeichern, wo Platz ist, ist dumm, ja?

Für mich nicht dumm. Aber die Speicher werden vermutlich eher keine Akkus (Solarzellen können ja nicht speichern) zurzeit sein. Es gibt ja eine Menge von Arten von Energiespeichern. Die hier im großen Stil erforderlichen Speicher sind zurzeit grds. Pumspeicherkraftwerke, also Veränderung der Lage von Wasser. Wasser wird hochgepumpt in Zeiten des Energieüberschusses und wegen der erhöhten Lage eben potenzielle Energie und im Bedarfsfall umgewandelt in kinetische Energie durch Ablassen in ein tieferes Becken und damit Antreiben einer Stromerzeugungsturbine. Das wurde übrigens schon zu Zeiten von Wind- und Wassermühlen (vorindustriell) so ähnlich gemacht und ist auch heute die ganz vorherrschende Art Energie zu speichern. Sie ist schwarzstartfähig (kann in 1-2 Minuten hochgefahren werden) und - es mag erstaunen - Deutschland könnte jetzt mit eigenen Pumpspeicherkraftwerken schon ein paar Stunden über diese Form der Energiegewinnung komplett fahren. Klar, dann wäre sie aber auch bis zum nächsten Überschussverarbeiten futsch. Von der A 1 etwa so Bereich Hagen, Herdecke kann man eines der größten Pumspeicherkraftwerke sehen. Die Kosten für weitere Kraftwerke sind in Deutschland aber durchaus nicht klein.
Es gibt aber durchaus Gespräche mit Norwegen und Schweden (die viel Platz und die entsprechenden topologischen Voraussetzungen haben) über so etwas wie eine konzertierte Aktion zu einem riesigen Speicherkraftwerksverbund. Die Länder gewinnen sowieso die weitaus meiste Energie aus Wasserkraftwerken. Andere Formen des Speicherns gibt es natürlich, aber im Detail sicher eine Sache für sich.

Was ist denn nun deine Quintessenz? Atomenergie, nein danke und weitere Reduzierung der fossilen zugunsten Erneuerbarer und Sonstige?

Ja. Im Übrigen stellt sich die Frage für Deutschland kaum. Die Betreiber der restlichen 6 (hier wird öfters von 7 gesprochen?) AKW wollen die auch gar nicht am Netz halten. Die Dinger sind zulassungsmäßig abgelaufen (zum Teil wohl in 2 Jahren) und würden in der Zukunft erhebliche Kosten in der Erhaltung verursachen. Die Betreiber greifen aber dennoch nach einigem Lamento gerne noch die eine oder Mrd. € ab.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 25 Nov 2021 09:13 #97506

Freddy schreibt:

ch glaube mit Gaskraftwerken, oder? Es heißt immer, diese lassen sich schnell hoch und runter fahren, so dass man sich auch mehr Zappelenergie erlauben kann.

Ein eingeschränktes Ja. Zwar soll die Gewinnung von 11 % nicht (alleine) das Ziel sein. Die sollen wohl mittelfristig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Tatsächlich sind sie für die Energiegewinnung als Schwankungsreserve durchaus geeignet. Mithilfe eines großen Akkus sind sie schwarzstartfähig (Kaltstart). Weder AKW (sowieso obsolet) noch Kohlekraftwerke (wohl so 6 - 8 Stunden unter Energiezufuhr) sind dazu in der Lage. Auf Sicht ist aber sicher eine Speicherung und Schwankungsreserve über erneuerbare Energie notwendig.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 25 Nov 2021 14:35 #97516

Aber die Speicher werden vermutlich eher keine Akkus (Solarzellen können ja nicht speichern) zurzeit sein. Es gibt ja eine Menge von Arten von Energiespeichern. Die hier im großen Stil erforderlichen Speicher sind zurzeit grds. Pumspeicherkraftwerke,


Wir hatten das schon mal in einem anderen Zusammenhang.


de.wikipedia.org/wiki/Mittellast


In Deutschland ist eine Pumpspeicherkraftwerksleistung von etwa 7 Gigawatt installiert . Bei 48 Millionen PkW macht das gerade einmal 7000E6/48E6=146W Dauerleistungsanteil pro Auto für einen vollständigen Ersatz.

Die Spitzen hat man eigentlich vor dem Berufsverkehr, am Mittag und nach dem Berufsverkehr. Mit einer bidirektionalen intelligenten Ladeeinrichtung könnte man den Akku vom eigenen Auto auch als Zwischenspeicher nutzen. Die Zusatzkosten dürften minimal sein. Elektronik kostet ja fast nichts mehr. Da gibt es noch eine Unmenge Entwicklungspotential.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 25 Nov 2021 17:43 #97520

Meine Frage ist eigentlich ganz einfach: Mit dem Abschalten der Kernenergie fallen 11% unserer bisherigen Stromerzeugung weg. Wodurch werden sie ersetzt?


Ich glaube mit Gaskraftwerken, oder? Es heißt immer, diese lassen sich schnell hoch und runter fahren, so dass man sich auch mehr Zappelenergie erlauben kann.


Könnte man mit denselben Gaskraftwerken nicht alternativ Kohlekraftwerke vom Netz nehmen?
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 25 Nov 2021 20:36 #97525

ClausS fragt:

Könnte man mit denselben Gaskraftwerken nicht alternativ Kohlekraftwerke vom Netz nehmen?

Könnte geht ja immer, aber es dann zu tun, ist wieder etwas anderes. Gaskraftwerke sind im ökologischen Sinne sogar besser.
www.dw.com/de/warum-nutzt-deutschland-se...co2-preis/a-41892504
Selbst Steinkohle ist weniger schädlich als Braunkohle. Wenn ich bei mir vor die Türe trete sehe ich in Richtung Köln/Düsseldorf bei einigermaßen klarem Wetter 4-5 Rauchsäulen von teilweise richtigen Dickschiffen von Braunkohlekraftwerken. Warum ist das so? Weil praktisch nebenan der Energieträger aus riesigen Löchern geholt wird. Das ist meines Wissens bei uns noch der einzige Energieträger, den wir selbst minen. Tausende Arbeitsplätze hängen daran. Steinkohle wird ja fast nur noch aus China importiert (sicher auch keine gute Öko-Bilanz)
Gaskraftwerke sind deutlich weniger klimaschädlich, werden in Deutschland oft eben als Schwankungsreserve genutzt und eher nicht unter Volllast betrieben. Gas wird bei uns ja auch nicht gefördert. Damit ergibt sich auch durch Gas eine absolute Auslandsabhängigkeit und letztlich geopolitisch betrachtet eben auch klimaschädlich.
Wenn ich unserer Industrie auf den Leib rücke, ist es sicher nicht klug und fördert keine Compliance, wenn ich immer noch klimaschädlich handle und mir auch noch Abhängigkeiten einhandele. Es bleibt eben nur Ausbau erneuerbarer Energie.
Gaskraftwerkbetreiber machen allerdings einige Werbung für Power to Gas. Mithilfe von Ökostrom soll Wasserstoff gewonnen werden, der dann in vorhandenen Gasleitungen beigemischt wird. Also man hat dann immer noch Erdgas und die Methode hat im Moment auch wohl noch einen elenden Wirkungsgrad und ist so richtig teuer. Mal angenommen, man bekommt das besser hin, dann muss immer noch Wasserstoff über Ökostrom gewonnen werden.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 27 Nov 2021 18:26 #97574

Mit einer bidirektionalen intelligenten Ladeeinrichtung könnte man den Akku vom eigenen Auto auch als Zwischenspeicher nutzen. Die Zusatzkosten dürften minimal sein. Elektronik kostet ja fast nichts mehr. Da gibt es noch eine Unmenge Entwicklungspotential.


Wird ein Autoakku durch ständige Be- und Entladen als Zwischenspeicher schneller schwach?
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 27 Nov 2021 19:02 #97575

Wenn man damit nur die Pumpspeicherkraftwerke ersetzen wollte, dann würden die zusätzlichen Be- und Entladezyklen wahrscheinlich überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Die 110W Dauerleistung wären ja gerade einmal 2,6kWh am Tag. Ein E-Auto verbraucht laut ADAC um die 18kWh/100km. Der Knackpunkt ist aber, dass man mit den neuen Zählern bei Stromüberschuss zu beliebigen Zeitpunkten auch entsprechende Tarife zum Laden anbieten könnte. Das könnte man dann so gestalten, dass es sich für den Verbraucher lohnen würde. Und wenn das Auto veraltet ist, und eigentlich verschrottet werden sollte, oder die Akkuleistung nachlässt, dann könnte man den Akku noch eine ganze Zeit lang in der Garage stehen lassen und damit billigen Strom einkaufen um ihn dann bei Bedarf zu verbrauchen. Da sind halt entsprechende Schnittstellen gefragt. Wahrscheinlich würde es sich sogar noch lohnen die E-Bike-Akkus dran zu hängen. Besser als die einfach rumstehen zu lassen, wenn sie mal kaum genutzt werden wäre das allemal. Kosten würde so eine Schnittstelle auch so gut wie nichts. Da ist sicher noch vieles möglich.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 27 Nov 2021 19:56 #97578

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Wahrscheinlich würde es sich sogar noch lohnen

Sind denn da nicht etwa die Verluste (5-10%) beim Hin und Her höher?
de.statista.com/statistik/daten/studie/1...lten-stromspeichern/
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 27 Nov 2021 20:15 #97580

Bei Pumpspeicherkraftwerken beträgt der Wirkungsgrad zwischen 75 und 85 Prozent. Bei Akkus liegt der in der Regel weit über 90%.

Der neu aufgebaute Audi erreichte beim Reichweitencheck trotz kleinerem Akku 455 km, der Wirkungsgrad lag bei 97 Prozent.
www.chemie-schule.de/KnowHow/Lithium-Polymer-Akkumulator

Tendenz steigend.

Der Stromanbieter hätte also selbst weniger Erzeugungskosten und könnte Bau und Betriebskosten der Pumpspeicherkraftwerke einsparen. Das Leitungsnetz würde ebenfalls entlastet. Deutlich sogar, wenn man dann noch Solartechnik mit ins Spiel bringen würde. Goldene Zeiten für Verbraucher, wenn die EVU die Einsparungen dann vollständig weitergeben würden.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 27 Nov 2021 23:38 #97582

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Der Stromanbieter hätte also selbst weniger Erzeugungskosten

Das ist schon klar, doch liegen die Einspeisungsentgelte ja sowieso unter den Entnahmekosten, wie soll der Verbraucher denn dann einen Profit haben? (Selbst wenn es tageszeitlich veränderte Preise sind)

Heutzutage gleicht sich der Stromverbrauch nachts und tagsüber mehr und mehr an. Entsprechend sind die Preisunterschiede der damals üblichen Tarife für Tag- und Nachtstrom inzwischen wesentlich geringer.

Der Arbeitspreis für den Haushaltsstrom liegt bei 29 Cent/Kwh, der HT-Strompreis bei 29 Cent/Kwh und der NT-Strompreis im Nachtstromtarif wird mit 23 Cent/Kwh angenommen.


Einspeisung Cent/kWh 5,61
für Solarstrom Januar 2021
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 07:49 #97583

Der Strompreis wird sich in Zukunft sicher ganz anders zusammensetzen als heute.

Aber wenn die Erzeugskosten runter gehen, dann kann man das an den Endverbraucher weiter geben oder halt nicht. Und wenn ich keine Pumpspeicherkraftwerke mehr brauche, dann gehen die runter. Das Prinzip das dahinter steckt gilt generell.

Die Einspeisevergütung ist noch einmal eine andere Sache. Da ist es sogar so, dass derzeit stolze Balkonkraftwerksbesitzer ihren Überschuss ganz umsonst beim EVU abliefern müssen. In der Regel die Masse von dem was sie erzeugen. Der viel zitierte Kühlschrank als Dauerverbraucher springt ja nur einmal die Stunde kurz an um was zu verbrauchen. In der restlichen Zeit liefen die kostenlosen Strom das EVU, welchen das EVU dann sozusagen an den Nachbarn weiterverkauft. Zusätzlich entlastet dieser Strom dann noch das Fernnetz der EVU. Die Preisgestaltung bei der Einspeisung ist ganz einfach nur ungerecht. Die muss ganz klar auch geändert werden, wenn man zu einem gerechten System mit Anreizen zum Umweltschutz kommen will.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 10:38 #97586

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Die Preisgestaltung bei der Einspeisung ist ganz einfach nur ungerecht.

Der Abrechnungsaufwand ist wohl zu groß.
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 10:54 #97587

Die Preisgestaltung bei der Einspeisung ist ganz einfach nur ungerecht.

Der Abrechnungsaufwand ist wohl zu groß.

Mit einem flächendeckenden Einsatz der neuen Zähler ist das eigentlich nur ein Softwareproblem. Ziemlich einfach lösbar. Ein Problem bekommt man nur, wenn man den EVU einen Technik-offenen Einsatz von Zählern überlässt. Dann hat man irgendwann ein ähnliches Problem wie in den Krankenhäusern und den Gesundheitsämtern, wo ja immer noch Faxe zur Datenübermittlung zum Einsatz kommen.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 14:26 #97589

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offtopic:

wo ja immer noch Faxe zur Datenübermittlung zum Einsatz kommen

Ein Fax ist ein Dokument, eine Mail ist Schall und Rauch, nötig wäre eine digitale Signatur.
Diverse Versicherungen habe ihre Faxe bereits abgeschaltet, obwohl mein Fax problemlos ein PDF auf der Festplatte speichert.
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 14:46 #97590

Das ist schon klar. Nur braucht man für eine Datenübermittlung in der Regel kein Dokument. Früher war es einmal üblich auch Daten per Fax zu übermitteln, weil es nichts besseres gab. Es gab sogar Zeiten, da wurden Daten per Fax übermittelt, die dann in ein Rechensystem eingepflegt wurden. Wo nichts dagegen gesprochen hat, da hat man so etwas halt beibehalten. Das geht dann so lange gut, bis es einem auf die Füsse fällt.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 15:19 #97591

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2. Versuch Für mich sieht das so aus, als ob Deutschland Strom importieren muss... (und nicht exportieren kann)
Deutschland kann oder könnte auch weiterhin ohne Kernenergie auskommen, zugunsten weiterem Ausbau von "Erneuerbaren" und "Sonstige"...
zusätzlich, um den Verbrauch der "Fossilen" weiter zu reduzieren, bleibt nur Kernenergie oder Fossile... was sonst (außer radikal sparen)

Die Häuser brauchen A L L E Sonnenkollektoren, besonders überall da, wo die Sonne 12h+...
Aber wenn das Verbrennen der Fossilen (CO2 foot print) unter allen Umständen gestoppt werden muss, dann natürlich auch für die Industrie weltweit, sonst ziehe ich in Erwägung, mir ein kleines Holzöfchen zu kaufen, zumindest für den Garten, auch wenn ich dann etwas weniger "grün" bin, haha... Natürlich will ich dies gründlich bedenken - ich kenne entfernt Leute, die ihre Kamine nutzen und ich rede nicht von elektrischen... mich hält Idealismus ab.

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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 16:25 #97592

Wenn man damit nur die Pumpspeicherkraftwerke ersetzen wollte

Pumpspeicherkraftwerke ersetzen? Was soll das denn? Das sind die besten Speicher, die es gibt. Könnte man mehr davon bauen, wäre das Energieproblem gelöst: Wind- und Sonnenergie ausbauen bis zum Abwinken, die Energie in Stauseen speichern, und alles wäre gut. Nur leider geht das nicht. Es gibt zu wenig geeignete Landschaft und in Europa ist das Thema praktisch ausgereizt.

Naja vielleicht könnte man die Alpen noch unter Wasser setzen... mit entsalztem Meerwasser aus der Adria oder so... aber da müsste man Österreicher, Italiener, Schweizer und Franzosen großzügig entschädigen... Und es gäbe noch mehr Mecker aus Schwaben, wo ja schon lange gefordert wird "Weg mit den Alpen! Freie Sicht zum Mittelmeer!". ;)

Aber hey... das wäre doch was. Nicht kleckern, sondern klotzen: Eine Art Chinesische Mauer rings um die Alpen bauen und Wasser hochpumpen, als gewissen Ausgleich für die abschmelzenden Gletscher in Grönland und so. Die Niederlande sollen den Großteil zahlen und die Ostfriesen, damit sie nicht absaufen durch den Anstieg des Meeresspiegels. Die nötigen Arbeitskräfte über die Balkanroute reinlassen... wer mindestens 15 Jahre an der Mauer gearbeitet hat, bekommt lebenslanges Aufenthaltsrecht für die ganze Familie und alle Nachkommen. Also Ärmel hoch... es gibt viel zu tun... warten wir's ab.

Äh, hab' ich das Forum jetzt mit 'nem Stammtisch verwechselt? Schon möglich. Aber man wird doch mal träumen dürfen.
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War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 17:17 #97593

Aber wenn das Verbrennen der Fossilen (CO2 foot print) unter allen Umständen gestoppt werden muss, dann natürlich auch für die Industrie weltweit, 

Sicher ist, dass wir schon immer ein Land waren, das Rohstoffe und Energie importieren musste und von der Energieintensiver Weiterverarbeitung gelebt haben. Ziemlich egal was wir machen, das wird mit Sicherheit nicht so bleiben. Ich wäre ja schon froh, wenn wir uns solche Schildbürgerstreiche, wie die seinerzeitige Deckelung der Solarenergieförderung nicht mehr leisten würden. Die Verhinderung von Stromspeichern über die merkwürdige Doppelbesteuerung ist soweit mir bekannt auch noch in Kraft:

EU-Parlament will die Doppelbelastung mit Steuern und Abgaben für Energiespeicher bei Netzdienstleistungen endlich abschaffen. Energiewende-Verbände appellieren an Bundesminister Altmaier, den Vorschlag nicht zu blockieren
www.bne-online.de/de/news/detail/verbaen...ht%20zu%20blockieren.

So richtig lustig wird es dann, wenn die Politik damit wirbt grünen Wasserstoff aus Australien zu beschaffen um damit hier Eisenerz zu verhütten. Irgendwann wird dann noch einer auf die Idee kommen, das Eisenerz dazu aus Australien kommen zu lassen. Die haben ja Unmengen davon direkt auf der Oberfläche liegen. Dass es viel einfacher ist mit australischem Wasserstoff Eisenerz aus Australien in Australien zu verhütten und den dann nach Deutschland zu transportieren ist offensichtlich noch keinem aufgefallen. So hangelt man sich seit Jahren von einem Schildbürgerstreich zum nächsten.

Mir fehlt da ein wenigstens halbwegs schlüssiges Konzept, wo wir eigentlich hin wollen. Dass Australien irgendwann eigenes Eisnerz mit eigenem grünen Wasserstoff verhütten wird, wäre zumindest einmal Teil eines schlüssigen Konzepts für die.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 17:28 #97594

Dass es viel einfacher ist mit australischem Wasserstoff Eisenerz aus Australien in Australien zu verhütten und den dann nach Deutschland zu transportieren ist offensichtlich noch keinem aufgefallen.

Das widerspräche der alten Tradition Rohstoffe billig einzukaufen und selber zu veredeln um daraus ein Geschäft zu machen. Deshalb wird auch z.B. in Afrika keine Schokolade hergestellt, sondern nur Kakao angebaut. Fertiges Eisen aus Australien müsste teuer bezahlt werden und niemand könnte hierzulande daran arbeiten oder daran verdienen, abgesehen von ein paar Großhändlern.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

War der Ausstieg aus der Atomenergie falsch...? 28 Nov 2021 17:44 #97596

Das widerspräche der alten Tradition Rohstoffe billig einzukaufen und selber zu veredeln um daraus ein Geschäft zu machen. Deshalb wird auch z.B. in Afrika keine Schokolade hergestellt, sondern nur Kakao angebaut.

Die alte Tradition beruht auf Ausbeutung. Die wird sich sicher auch nicht auf Dauer aufrecht erhalten lassen. Der Lebensstandart wird sich weltweit einander angleichen. Das wird er auch müssen, wenn wir den Flüchtlingsströmen entgegensteuern wollen. Dass wir derzeit ein Geschäft damit machen können, wenn in Afrika Kinder Kakao ernten den wir dann hier verarbeiten mag ja noch eine Zeit lang „gewinnbringend“ funktionieren. Aus Australien Wasserstoff und Eisenerz zu importieren um damit hier Stahl zu produzieren wäre garantiert ein Geschäft das spätestens dann subventioniert werden müsste, wenn Australien selbiges machen würde. Die haben halt schon den gleichen Lebensstandart wie wir.

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