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Zweifel am Urknall? 07 Nov 2021 10:31 #96613

Hat jemand noch Zweifel am Urknall? Wenn ja, dann schaut bitte das folgende Video und sagt, mit welchen Argumenten Josef Gassner unrecht hat.

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Letzte Änderung: von ClausS.

Zweifel am Urknall? 07 Nov 2021 11:58 #96619

Na klar habe ich Zweifel, bin schließlich Wissenschaftler. Kosmologie ist aber nicht so mein Thema, ist auch eher Grenzwissenschaft. Wie immer hängt alles von den Annahmen ab. Gaßner betreibt Kosmologie mit der ART, er bespricht also nur Lösungen der ART. Mag sein, daß da nur der Urknall einen Sinn macht.

Da ich die ART als unphysikalisch ablehne, betrifft mich diese Folgerung aber gar nicht.
Äther bestätigt: doi.org/10.5281/zenodo.5516950 - Roberts (2006) widerlegt: doi.org/10.5281/zenodo.5544171

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Zweifel am Urknall? 07 Nov 2021 12:17 #96622

Wie immer hängt alles von den Annahmen ab.

Wenn man mit seinen Annahmen ganz von vorne beginnt, also vom absoluten nix, nämlich von dort, wo sich nicht mehr die Frage stellt, was vorher war, dann ergibt sich der Urknall von selbst. Denn ohne Urknall wäre immer noch alles "sowohl als auch."
Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Letzte Änderung: von badhofer.

Zweifel am Urknall? 07 Nov 2021 12:40 #96624

Badhofer,
Anfang und Urknall sind verschiedene Dinge. Einen Anfang vermute ich auch. Aber wie und wann? Antworten habe ich auch nicht, aber an einen ART-Urknall glaube ich erstmal nicht.
Äther bestätigt: doi.org/10.5281/zenodo.5516950 - Roberts (2006) widerlegt: doi.org/10.5281/zenodo.5544171

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Zweifel am Urknall? 07 Nov 2021 19:45 #96651

an einen ART-Urknall glaube ich erstmal nicht.

Du glaubst nicht an Gravitation? Flugangst dürftest du ja dann keine haben ;).

Ansonsten muss es ja einen Urknall gegeben haben, und die Gravitation kann man nicht einfach außen vor lassen. Wenn das Universum permanent expandiert, und nicht ohne Urknall irgendwann einfach damit anfing, dann war es zu jeder Zeit größer als vorher, also irgendwann mal gaaanz winzig, und das nennt man halt Urknall. Wie willst du daran vorbei kommen? Hast du vielleicht einen Newton-Urknall oder einen MOND-Urknall im Visier? Auch mit nur Newtonscher Gravitation muss es so gewesen sein:

Das Universum erwachte und sprach: "Alter, ich bin so dicht und mir ist heiß." Da fing es an inflationär zu expandieren ;).

Da Masse nun mal existiert und sich gravitativ anzieht – ob gemäß ART oder wie immer – müsste die Gravitation das Universum schrumpfen lassen. Einstein hatte die kosmologische Konstante ja extra eingeführt, damit das nicht passiert und das Universum immer gleich groß bleiben kann. Allerdings ist dann das Gleichgewicht zwischen der Gravitation und der Anti-Gravitation über die kosmolgische Konstante ziemlich labil... es muss extrem genau passen... die kleinste Störung würde es kippen. Mit Hubbles Entdeckung der Expansion war das eh widerlegt und die Urknall-These geboren :woohoo:.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Zweifel am Urknall? 11 Nov 2021 18:27 #96811

Warum eigentlich Anfang? Oder "fing es an inflationär zu expandieren" ?

Für die Energie selbst verging, vergeht, wird keine Zeit vergehen. Wenn keine Zeit verging, vergeht, vergehen wird, gab, gibt, wird es keinen Anfang geben. Wo soll etwas herkommen, für das keine Zeit vergeht? Zeit die erst ensteht und Begriffe der Zeit (wie Anfang ) die sich auch erst ergeben, können für so etwas wie das was ein Enstehen der Zeit erst ermöglicht haben soll, schlecht bis gar nicht zur Beschreibung dessen verwendet werden.

Warum soll ein nicht erreichtes thermodynamisches Gleichgewicht kein Indiz für ein staedy state Universum sein.
Befindet sich das Universum vielleicht sogar nur im Mikrowellenhintergrund selbst im thermodynamischen Gleichgewicht zwischen (wie es genannt wird) Anziehung und Abstoßung? Und der Rest (also alles "dahinter" und "davor" ) versucht nur dahinzukommen, wo die Hintergrundstrahlung bereits ist (im bequemsten Zustand maximaler Entropie)?

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Zweifel am Urknall? 11 Nov 2021 19:09 #96815

Für die Energie selbst verging, vergeht, wird keine Zeit vergehen. Wenn keine Zeit verging, vergeht, vergehen wird, gab, gibt, wird es keinen Anfang geben. Wo soll etwas herkommen, für das keine Zeit vergeht?


Für ein Photon selbst vergeht keine Zeit, dennoch entstehen Photonen, wechselwirken Photonen und hören Photonen auf zu existieren.

Mit Deiner "Logik" müsste Energie etwas zeitunabhängiges sein, dennoch werden verschiedene Energieformen permanent ineinander umgewandelt. Wie kann das sein?


Warum soll ein nicht erreichtes thermodynamisches Gleichgewicht kein Indiz für ein staedy state Universum sein.


Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, hätte es unendlich lange Zeit gehabt, sich einem thermodynamischen Gleichgewicht anzunähern. Wieso wäre es dann noch so weit vom Gleichgewicht entfernt?

Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, wie erklärt man dann, dass man in dem von uns beobachtbaren Zeitraum eine deutliche Entwicklung sieht (beispielsweise im Anteil der schweren Elemente)?

Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, wie erklärt man dann, dass die Galaxien nicht längst kollidiert sind? In unserem Superhaufen wird es in ein paar Milliarden Jahren viele Galaxien Kollisionen geben.
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Zweifel am Urknall? 11 Nov 2021 20:56 #96816

Für die Energie selbst verging, vergeht, wird keine Zeit vergehen. Wenn keine Zeit verging, vergeht, vergehen wird, gab, gibt, wird es keinen Anfang geben. Wo soll etwas herkommen, für das keine Zeit vergeht?


Für ein Photon selbst vergeht keine Zeit, dennoch entstehen Photonen, wechselwirken Photonen und hören Photonen auf zu existieren.

Mit Deiner "Logik" müsste Energie etwas zeitunabhängiges sein, dennoch werden verschiedene Energieformen permanent ineinander umgewandelt. Wie kann das sein?


Umwandelungsprozesse sind möglich. Eine Enstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht.
www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html.
Selbst wenn Photonen durch Expansion extrem rotverschoben werden, bleiben die Eigenschaften Frequenz und Wellänge vorhanden. Das Photon verschwindet nicht sondern nur die Eigenschaften Frequenz und Wellenlänge werden verschoben.

Das war keine Kritik an dem was man Urknall nennt. Sondern nur eine Kritik an dem Wie man Urknall beschreibt. Alles basiert bei Einsteins ART und folglich Friedmann auf kontinuierlicher nicht gequantelter Raumzeit. Bei meiner "Logik" eben nicht.


Warum soll ein nicht erreichtes thermodynamisches Gleichgewicht kein Indiz für ein staedy state Universum sein.


Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, hätte es unendlich lange Zeit gehabt, sich einem thermodynamischen Gleichgewicht anzunähern. Wieso wäre es dann noch so weit vom Gleichgewicht entfernt?


Weil Zeit nichts mit Energie an sich zu tun haben könnte. Hat sich für ein Photon bisher etwas geändert. Das thermodynamische Gleichgewicht ist der Mikrowellenhintergrund (man muss das nicht so sehen). Es ändert sich doch nur die Wellenlänge der Strahlung um auf diesen Hintergrund rückschließen zu können dafür ist wieder Zeit nötig , die aber erst entstanden sein soll.

Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, wie erklärt man dann, dass man in dem von uns beobachtbaren Zeitraum eine deutliche Entwicklung sieht (beispielsweise im Anteil der schweren Elemente)?

Ja richtig Zeiträume. Selbst "unendlich lang" ist ein Zeitbegriff. Für Photonen vergeht auch in einem schweren Element keine Zeit.

Wenn das Universum unendlich lang existiert hätte, wie erklärt man dann, dass die Galaxien nicht längst kollidiert sind? In unserem Superhaufen wird es in ein paar Milliarden Jahren viele Galaxien Kollisionen geben.

Weil vielleicht ein Inflaton mehr mit dem Higgsmechanismus zu hat, als nur eine Analogie. Wenn man neben der Energie auch die Raumzeit bzw. die Dunkle Energie quantelt braucht man sich um zerbrechliche Verhältnisse von Anziehung und Abstoßung "über die Zeit hinweg" keine Sorgen mehr machen, dann wird das gekoppelt vorgegeben.

Du blickst in den Mikrowellenhintergrund, sei es statistisch, und siehst das Universum.

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Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 09:11 #96823

Für ein Photon selbst vergeht keine Zeit, dennoch entstehen Photonen, wechselwirken Photonen und hören Photonen auf zu existieren.


Eine Enstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht.


In meinem Universum schon: Wenn ich den Lichtschalter betätige, entstehen Photonen in der Lampe und vergehen auf meiner Netzhaut. Das scheint ein universales Lampen-Naturgesetz zu sein. Auch die Photonen der Sonne entstehen dort und vergehen regelmäßig, sobald sie auf Materie treffen. Die Photonen des CMBR, die noch nicht vergangen sind, hatten nur das Glück, dass ihnen bis jetzt noch keine Materie im Weg war.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 09:14 #96824

Es gibt beim Urknall schon noch ein paar Ungereimtheiten, jedenfalls für mich:

1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.

2. Als das Universum "durchsichtig" wurde und die CMBR entstand, hatte diese Strahlung eine Temperatur von lediglich 3000 K. Das scheint mir lächerlich wenig für ein noch relativ kleines und dichtes Universum.

3. Die sog. Rekombinationsphase als die CMBR entstand, soll ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall gewesen sein. Aber was sind das für "Jahre"? Unsere? Die Zeit müsste damals doch viel langsamer vergangen sein, bei so viel Energie auf einem Haufen. In Eigenzeit war das wohl viel länger kürzer nach dem Urknall.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 19:17 #96845

Für ein Photon selbst vergeht keine Zeit, dennoch entstehen Photonen, wechselwirken Photonen und hören Photonen auf zu existieren.


Eine Enstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht.


In meinem Universum schon: Wenn ich den Lichtschalter betätige, entstehen Photonen in der Lampe und vergehen auf meiner Netzhaut. Das scheint ein universales Lampen-Naturgesetz zu sein. Auch die Photonen der Sonne entstehen dort und vergehen regelmäßig, sobald sie auf Materie treffen. Die Photonen des CMBR, die noch nicht vergangen sind, hatten nur das Glück, dass ihnen bis jetzt noch keine Materie im Weg war.


aus thermodynamischer Sicht ist "Licht an, Licht aus" eine Umwandlung.
aus dieser Sicht: www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html Absatz 2 verschwindet da ebenfalls nichts. Und da Materie zum größten Teil nur Bindungsenergie ist und Energie=Photonen sind, könnte man maximal mit noch nicht beobachtetem Protonenzerfall kontern (ein Hoch auf die Halbwertzeit :) ).

1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.

Warum nicht? Dieser extrem hohen Dichte steht das Universum mit niedriger Dichte doch entgegen. Die Zeit mal aussen vor lassen und das ganze mal nur thermodynamisch betrachten, wenn im Video Thermodynamik schon angebracht wurde, als Argument.

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Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 20:00 #96850

Eine Enstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht.

Wenn ich den Lichtschalter betätige, entstehen Photonen in der Lampe und vergehen auf meiner Netzhaut.


aus thermodynamischer Sicht ist "Licht an, Licht aus" eine Umwandlung.


Du weichst aus. Natürlich sind Photonen auch Energie, die "nur" umgewandelt wird. Vor und nach der Umwandlung ist da aber kein Photon. Also entsteht es und vergeht. Sonst kannst du auch sagen, das Menschen nicht entstehen und nicht vergehen. Sie werden ja nur umgewandelt aus Materie.

1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.

Dieser extrem hohen Dichte steht das Universum mit niedriger Dichte doch entgegen.


Wo soll da niedrige Dichte sein? Das ganze Universum ist sehr dicht und klein, homogen und isotrop. Viel Energie in wenig Volumen = Schwarzes Loch. Ein Außerhalb gibt es ja nicht, worin das Universum eingebettet wäre. Das müsste sonst ein höherdimensionaler Raum sein. In der RT kommt der jedenfalls nicht vor und man könnte ihn auch nicht nachweisen. Die 4 Dimensionen sind alles, was existiert. Die Ausdehnung ist intrinsisch, soweit ich das mitbekommen habe. Fremdwörter bei Bedarf googeln.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 20:18 #96852

1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.


Meine Vermutung:
Es liegt vielleicht daran, dass das Universum homogen und isotrop war, nicht wie es zurzeit der Fall ist. Die Anziehungskräfte waren in allen Richtungen gleich. Und die Expansion war so schnell, dass sie gegen diese Kräfte die Teilchen voneinander entfernen könnte.

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Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 21:21 #96855

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1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.


Meine Vermutung:
Es liegt vielleicht daran, dass das Universum homogen und isotrop war, nicht wie es zurzeit der Fall ist. Die Anziehungskräfte waren in allen Richtungen gleich. Und die Expansion war so schnell, dass sie gegen diese Kräfte die Teilchen voneinander entfernen könnte.

Unabhängig von dem mangelnden Zentrum wird die Gravitation in einem flachen Universum durch die Expansion genau neutralisiert. Es herrscht dann das Nullpotential.
(Ich habe das mindestens schon einmal vorgerechnet)

umwelt-wissenschaft.de/forum/sonstige-th...-dopplereffekt#91681

umwelt-wissenschaft.de/forum/neues-aus-d...urch-expansion#87029

umwelt-wissenschaft.de/forum/naturwissen...rsums?start=60#86725
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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 21:22 #96856

2. Als das Universum "durchsichtig" wurde und die CMBR entstand, hatte diese Strahlung eine Temperatur von lediglich 3000 K. Das scheint mir lächerlich wenig für ein noch relativ kleines und dichtes Universum.

3. Die sog. Rekombinationsphase als die CMBR entstand, soll ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall gewesen sein. Aber was sind das für "Jahre"? Unsere? Die Zeit müsste damals doch viel langsamer vergangen sein, bei so viel Energie auf einem Haufen. In Eigenzeit war das wohl viel länger nach dem Urknall.


Nur Vermutungen, keine Garantie für die Werte:

Nach 400 Tausend Jahren war das Universum aufgrund der sehr schnellen Expansion ziemlich groß, und so dicht wie die Oberfläche der Sonne. Die Dichte sollte bei CMBR etwa 1g/m3 gewesen sein, wie bei der Sonne. Dann wurde das Universum bis heute etwa 1021 mal verdünnt.

Es gab bestimmt viele Stöße mit Photonen, und die Gravitation war auch stark aber überall etwa gleich. Die Eigenzeit könnte dann sehr gering sein. Man muss wissen, wie schnell die Teilchen waren und wie stark die Gravitation, und man benötigt Pemrod oder Rainer Raisch, um die Eigenzeit zu berechnen.

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Zweifel am Urknall? 12 Nov 2021 21:24 #96857

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und man benötigt Pemrod oder Rainer Raisch, um die Eigenzeit zu berechnen.

Nein, die Eigenzeit ist das einzige, was man beschreiben kann, es gibt keine andere Vergleichszeit.

(Dies ist genau das, was ich bei Prof. Wetterich kritisiere, jede Skalierung der Eigenzeit ist vollkommen willkürlich und ohne jeden physikalischen Wert.)

3. Die sog. Rekombinationsphase als die CMBR entstand, soll ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall gewesen sein. Aber was sind das für "Jahre"? Unsere? Die Zeit müsste damals doch viel langsamer vergangen sein

Wie gesagt, herrscht in einem flachen expandierenden Universum immer das Nullpotential. Natürlich bedingen Inhomogenitäten (Verklumpung) lokale Gravitationstöpfe.
Aber völlig unabhängig hiervon, kann man ohnehin nur die Eigenzeit des jeweiligen Universums beschreiben.
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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 18:53 #96997

Eine Enstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht.

Wenn ich den Lichtschalter betätige, entstehen Photonen in der Lampe und vergehen auf meiner Netzhaut.


aus thermodynamischer Sicht ist "Licht an, Licht aus" eine Umwandlung.


Du weichst aus. Natürlich sind Photonen auch Energie, die "nur" umgewandelt wird. Vor und nach der Umwandlung ist da aber kein Photon. Also entsteht es und vergeht. Sonst kannst du auch sagen, das Menschen nicht entstehen und nicht vergehen. Sie werden ja nur umgewandelt aus Materie.


Entropisch bedingte Strukturbildung sind zweitrangig. Letztendlich ist auch Expansion und Anziehung zweitrangig, wenn alles flach ist.

Woher kommen Photonen, wenn für diese keine Zeit vergeht?
Wo ist da der Anfang (Zeitbegriff) für Photonen?

Das Universum hätte lange genug Zeit gehabt, um ein thermodynamisches Gleichgewicht zu erlagen, wenn das Gleichgewicht selbst womöglich zeitlos und flach ist. Ob das so zweckmäßig ist?

Das ist die Frage.

Ich kann mir das nur beantworten, wenn ich den Mikrowellenhintergrund direkt auf das Gleichgewicht zwischen Anziehung und Abstoßung setze.
hier: Nummer 2
seb123.bplaced.net/Formel%20PNG%20Form/g1360.png
also da, wo Quantenfluktuationen ausfrieren können:
siehe
urknall-weltall-leben.de/component/k2/ko...josef-m-gassner.html
ca. Minute 49:20




1. Wenn das Universum ganz klein war mit so viel Energie auf kleinem Raum, warum hat die Energiedichte nicht für ein Schwarzes Loch gereicht? Es hätte sich doch gar nicht ausdehnen dürfen bei so enormer Dichte.

Dieser extrem hohen Dichte steht das Universum mit niedriger Dichte doch entgegen.

Wo soll da niedrige Dichte sein? Das ganze Universum ist sehr dicht und klein, homogen und isotrop. Viel Energie in wenig Volumen = Schwarzes Loch. Ein Außerhalb gibt es ja nicht, worin das Universum eingebettet wäre. Das müsste sonst ein höherdimensionaler Raum sein. In der RT kommt der jedenfalls nicht vor und man könnte ihn auch nicht nachweisen. Die 4 Dimensionen sind alles, was existiert. Die Ausdehnung ist intrinsisch, soweit ich das mitbekommen habe. Fremdwörter bei Bedarf googeln.


"Die 4 Dimensionen sind alles, was existiert..." Muss nicht sein.

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Letzte Änderung: von seb110.

Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 19:28 #96999

Ich kann mir das nur beantworten, wenn ich den Mikrowellenhintergrund direkt auf das Gleichgewicht zwischen Anziehung und Abstoßung setze.


Wo soll den ohne Urknall der Mikrowellenhintergrund herkommen? Und warum ist es Planck-verteilt?
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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 19:44 #97001

Woher kommen Photonen, wenn für diese keine Zeit vergeht?
Wo ist da der Anfang (Zeitbegriff) für Photonen?

Das sind unsinnige Fragen. Die Herkunft von Photonen hat nichts damit zu tun, ob für sie Zeit vergeht oder nicht. Ebenso unsinnig könntest du fragen: Woher kommt das Wasser, wenn kein Fisch drin ist? Photonen sind ein Phänomen, das wir messen können. Zeit ist ein Phänomen, das wir messen können. Photonen haben eine Geschwindigkeit, indem sie Weg in der Zeit zurücklegen. Diese Geschwindigkeit können wir auch messen. Und wir können feststellen, dass sie entstehen und vergehen, Beispiel Lampe. Was da für dich zweitrangig ist, steht auf einem anderen Blatt. Deine pauschale Aussage "Eine Entstehung und ein Vergehen von Photonen gibt es nicht" ist in diesem Sinn einfach falsch und verwirrend. Nur darum ging es. Wir müssen darüber nicht seitenlang diskutieren. Denke, das ist es nicht wert. Es gibt interessantere Themen. Vielleicht meintest du, es gibt kein Entstehen und Vergehen für Photonen. Das wäre etwas nachvollziehbarer. Aber dann scheibe es auch so, sonst verschwenden wir hier nur Zeit.

wenn das Gleichgewicht selbst womöglich zeitlos und flach ist.

Ein flaches Gleichgewicht? Was soll das denn nun wieder sein? Ich kenne nur stabile und labile Gleichgewichte, aber keine flachen oder hügeligen ^^. Du musst dich in der Physik schon ans übliche Vokabular halten, sonst ist das Crackpotterie und führt zu nichts.
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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 20:11 #97002

Wie gesagt, herrscht in einem flachen expandierenden Universum immer das Nullpotential. Natürlich bedingen Inhomogenitäten (Verklumpung) lokale Gravitationstöpfe.

Hmmm, dachte einfach mal naiv, dass die Zeit in der Nähe einer Masse langsamer vergeht als weiter weg davon. Klar, das liegt wohl an der Krümmung der Raumzeit, die von der Masse verursacht wird und nach außen hin abnimmt. Im ganz frühen Universum, wo praktisch alle Masse bzw. Energie auf einem Haufen war, könnte dann auch die Zeit langsamer vergangen sein, denn wegen der ganzen Masse bzw. Energie auf engstem Raum sollte es dann auch nicht flach gewesen sein... oder doch? Ist z.B. im Inneren einer Vollkugel die Gravitation auch überall Null wie in der Hohlkugel? Denke nicht. Das Universum könnte man ja dann als eine Art Vollkugel ansehen. Die Raumzeit darin ist ja wohl nicht flach.

Aber völlig unabhängig hiervon, kann man ohnehin nur die Eigenzeit des jeweiligen Universums beschreiben.


Des jeweiligen? Angenommen, es gäbe eine universale Uhr, die beim Urknall zu ticken anfing und bis heute tickt: Würde sie jetzt genau die Zeit anzeigen, die wir seit dem Urknall berechnen? Wenn sie früher langsamer lief, relativ zu einer unserer heutigen Atomuhren, weil das Universum eben nicht immer flach war, dann müsste sie jetzt weniger Zeit anzeigen als berechnet.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 20:31 #97004

Hmmm, dachte einfach mal naiv, dass die Zeit in der Nähe einer Masse langsamer vergeht als weiter weg davon.


Die Zeit in der Nähe einer Masse geht relativ zur Zeit weit weg von einer Masse langsamer, was natürlich voraussetzt dass du einen Gradienten wo du gleichzeitig eine nahe und eine entfernte Uhr hast die du miteinander vergleichen kannst brauchst. In diesem Beispiel:

Im ganz frühen Universum, wo praktisch alle Masse bzw. Energie auf einem Haufen war, könnte dann auch die Zeit langsamer vergangen sein, denn wegen der ganzen Masse bzw. Energie auf engstem Raum sollte es dann auch nicht flach gewesen sein


ist jede Uhr zu jeder Zeit gleich weit wie alle anderen von der Masse entfernt, erstens weil die Dichte des Universums im Friedmann Modell sowieso homogen ist und zweitens weil zu der Zeit von der du redest noch dazu alles auf einem Punkt war. Die mitbewegten Uhren sind der universelle Maßstab der längstmöglichen Eigenzeit im Universum, deshalb ist sowohl gₜₜ als auch gᵗᵗ in mitbewegten Koordinaten in jeder Ära 1. Wenn die Raumzeit auch während an einem Ort der Urknall stattgefunden hätte irgendwo anders Minkowski gewesen wäre könnte man vergleichen welche Uhren die längere Zeit anzeigen, aber so sind die mitbewegten Uhren der Maßstab. Eine Sekunde sind zu jeder Zeit soundso viele Schwingungen von irgendeinem Atom, wenn es keinen gibt der beim Uhrenvergleich mehr Takte als du gezählt hat bist du der dessen Sekunde die offizielle Sekunde ist.

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Letzte Änderung: von Pemrod.

Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 20:32 #97005

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könnte dann auch die Zeit langsamer vergangen sein,

Im Prinzip Ja.

Aber wie ich schrieb, wird dies durch die Expansion ausgeglichen. Diese ist nämlich eine gravitative Wirkung, die der Schwerkraft entgegenwirkt und diese egalisiert.

Angenommen, es gäbe eine universale Uhr, die beim Urknall zu ticken anfing und bis heute tickt: Würde sie jetzt genau die Zeit anzeigen, die wir seit dem Urknall berechnen?

Im Prinzip Ja, wenn sie sich nicht bewegte. Die Rechnungen sind zwar vielleicht noch zu pauschal.

Die Protonen sind derartige Uhren....bis auf die Pekuliarbewegungen, und leider zeigen sie nur an, wenn ihre Zeit abgelaufen ist, was vielleicht nie der Fall sein wird. Die freien Neutronen müssen jedenfalls ca 15 Minuten nach ihrem Ausfrieren (τ=10 s) zerfallen sein.

Nachtrag:
Es gibt schon noch ein paar andere Uhren:

wiki
Die zu ⁴He führenden Reaktionsketten liefen wegen der schnell abnehmenden Dichte und Temperatur des Kosmos nicht ganz vollständig ab. Es verblieben kleine Spuren von Zwischenprodukten. Nach Zerfall der radioaktiven Nuklide T=³H und 7Be waren das noch D=²H, ³He, und 7Li. Deren Anteile (10−4 bis 10−10, bezogen auf H) hängen von η ab, das damit für diesen Zeitpunkt messbar wird. η ist auch aus dem CMB, also für den Zeitpunkt der Rekombination messbar sowie aus der aktuell sichtbaren Materie. Die beobachtete Konstanz von η stützt das Standardmodell bzw. schränkt Modifikationen ein.

τT = 17,774 Jahre Lebensdauer Tritium
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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 21:39 #97007

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Im ganz frühen Universum, wo praktisch alle Masse bzw. Energie auf einem Haufen war, könnte dann auch die Zeit langsamer vergangen sein, denn wegen der ganzen Masse bzw. Energie auf engstem Raum sollte es dann auch nicht flach gewesen sein.

Wenn wir von dieser Theorie ausgehen, könnte die Zeit früher aber auch schneller vergangen sein und wir hätten ein statisches Universum, das eben nicht expandiert. Und die Rotverschiebung wäre dann lediglich die kontinuierlich oder in Form einer Hyperbelkurve verlangsamte Zeit und die Wellenlänge der Photonen wird einfach vergrößert. Natürlich sehen wir den Ablauf von weit entfernten Ereignisse dadurch ebenso verlangsamt und unserem derzeitigen Zeitablauf angepasst. Und der Microwellenhintergrund wäre dann lediglich die Grenze der Wahrnehmung und der Wiederhall des restlichen Universums, das wir aufgrund der nunmehr langsamer laufenden Photonen nicht mehr sehen können.
MfG
WL01

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Zweifel am Urknall? 14 Nov 2021 22:01 #97009

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Und der Microwellenhintergrund wäre dann lediglich die Grenze der Wahrnehmung

Diese Grenze gäbe es dann gar nicht, und zwar weder als Grenze der Wahrnehmung noch als Grenzfläche der Strahlungsemission.

Richtig ist allerdings, dass die Hintergrundstrahlung durch den lokalen Zeitlauf bei Emission beeinflusst wurde. Andererseits handelt es sich ja nicht um die Emission einer Fraunhoferlinie sondern um ein thermisches Gleichgewicht. Dieses ist jedoch im Potential höher und somit sollten Potentialunterschiede eigentlich automatisch ausgeglichen sein. Nach herkömmlicher Theorie sollen jedoch die Dichtefluktuationen für die Fluktuationen der Hintergrundstrahlung verantwortlich sein.
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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Zweifel am Urknall? 15 Nov 2021 20:27 #97055

sonst verschwenden wir hier nur Zeit.


Um es kurz zu fragen. Urknall ist die spontane Erzeugung von "Allem"?

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Zweifel am Urknall? 15 Nov 2021 21:47 #97057

Urknall ist die spontane Erzeugung von "Allem"?

Von allem, was wir kennen und messen können, vom Universum halt. So habe ich das biss jetzt verstanden. Raum und Zeit gehören wohl auch dazu, und Photonen (elektromagnetische Strahlung) und alles, was sich sonst noch so im Universum tummelt.

Erzeugung klingt zwar nach einem Erzeuger... physikalisch kann man so einen nicht identifizieren... und wie spontan das war, ist auch fraglich. Wenn der Urknall auch der Anfang der Zeit ist, kann man es wohl spontan nennen. Aber ich war nicht dabei. So alt bin ich nun auch wieder nicht ;).
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!
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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Zweifel am Urknall? 15 Nov 2021 22:16 #97058

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...
Um es kurz zu fragen. Urknall ist die spontane Erzeugung von "Allem"?


Hier würde ich gerne wieder auf badhofers "Absolut Nix" hinweisen.
Der Urknall erzeugt ETWAS und das in unzähliger Zahl. Die Eigenschaften eines Einzelnen ETWAS
Schafen im Verbund die Möglichkeit das "Alles das wir kennen" so Existiert.
"Essentially all models are wrong, but some are useful."
George E.P. Box

"Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, warum können wir dann 1000 Bilder zum gleichen Thema malen?"
Pablo Picasso (1881-1973)

Zu nah an der Wahrheit, Zu nah am Leben, Zu penetrant um Ignoriert zu werden.
Böhse Onkelz (1996)

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OTX = Quant = Römisches Dodekaeder = realAtom

oA = oldÄther = RaumZeit = Quantenschaum
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Zweifel am Urknall? 15 Nov 2021 22:59 #97062

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Um es kurz zu fragen. Urknall ist die spontane Erzeugung von "Allem"?

Im Prinzip Ja.

Aber natürlich gibt es eine Entwicklung: Aus Photonen entstehen Teilchenpaare, Teilchenpaar annihilieren, Teilchen können sich verwandeln (zB n ⇔ p + e), und vor allem entsteht reale Energie aus einem veränderten Vakuumpotential und die Vakuumenergie vermehrt sich mit dem Raum bzw Expansion.

Der Urknall kann daher sehr spartanisch gewesen sein und der Großteil ist erst infolge Expansion bzw mit der Inflation entstanden.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)
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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Zweifel am Urknall? 16 Nov 2021 07:24 #97071

Gut ok,
......anfreunden kann ich mich damit aber nicht wirklich.

Gerade in der Thermodynamik hat alles seinen Preis, wie man dann mit selbiger argumentieren kann. Etwas einfach so entstehen zu lassen.

Warum soll sich aus einem Fließgleichgewicht keine Entwicklung abzeichnen können. Eigentlich benötige ich doch sogar erst ein steady state.
Einfaches Beispiel
de.wikipedia.org/wiki/Flie%C3%9Fgleichge..._state_schematic.svg

eine Entwicklung würde sich erst abzeichnen, wenn einer der beiden Wasserhähne etwas weiter zu gedreht wäre, als der andere.

Kann das Universum also auch beides sein? Ein steady state welches sich entwickelt. Quasi gäbe es einen Urknall, wenn das Behältnis im gezeigten Beispiel überläuft?

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Zweifel am Urknall? 16 Nov 2021 11:01 #97074

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......anfreunden kann ich mich damit aber nicht wirklich.

Es ist halt so, soweit der Stand jedenfalls, dass Vakuum die Eigenschaft eines negativen Drucks hat, was dann wie negative Energie gravitativ abstoßend wirkt.

Die Energiedichte des Vakuums
c²ρΛ = Λ/κ = -pΛ
hat dabei in Form ihres negtiven Drucks die dreifache gravitativ abstoßende Wirkung wie seine Energiedichte gravitativ anziehend wirkt. Man kann dies nun als den Zustand des Null-Gleichgewichts verstehen. Durch die Expansion und Vermehrung des Vakuums ändert sich also die Nullsumme nicht.
E/V + p = c²ρ + p = 0

Die "Asymmetrie" ergibt sich ja erst durch die beim Phasenübergang entstehende reale Energie. Beim Phasenübergang verändert sich ja auch tatsächlich das Level der Definition des Null-Gleichgewichts.
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