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Zukunft des Universums 10 Jun 2021 20:29 #86113

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Ausgehend von: "Die weitere Entwicklung und die Zukunft des Universums hängen von seiner (gewissen kritischen Mondlicht) Dichte ab, die nicht exakt bekannt ist - Für die "Art" seines Todes wurde noch 2011 als eine von drei Möglichkeiten in Erwägung gezogen, dass das Universums den “big crunch” Tod sterben könnte…“Die Expansion wird jedoch immer langsamer voran schreiten und sich schließlich wieder umkehren: das Universum würde sich wieder zusammen ziehen und alle Phasen über Rekombination und weiter, würden rückwärts ablaufen.“
www-ekp.physik.uni-karlsruhe.de/~deboer/...EntwHandout_Bett.pdf

Wie stellte man sich das vor? Wie sollte das Universum immer heißer und heißer werden können? Ich weiß es nicht.

Beide weiteren Vermutungen liefen auf „Kältetod“ hinaus, wie wir das auch heute annehmen.

Deutet aber die Gesamtdichte des Universums auf eine „gewisse kritische“ Dichte hin?

Wurde das Universum 10.000 Jahre nach dem Urknall materiedominiert, die Energiedichte der Strahlung war kleiner, ist es heute umgedreht. Gesamt 100%. Oder stimmt das nicht, ging Energie während Jahrmilliarden peu á peu „verloren“, Energieerhaltungssatz hin oder her – immerhin hat die DE ein negatives Vorzeichen?

In welchem Zeitrahmen "erwartet" man den Tod des Universums, und wie lange kann das Universum wegen seines Recycling-Materiekreislauf incl. Reaktoren sein Leben verlängern? Und wie werden solche Zukunftsvisionen für das Universum (einigermaßen) belegt?

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Zukunft des Universums 10 Jun 2021 20:47 #86115

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Wie stellte man sich das vor? Wie sollte das Universum immer heißer und heißer werden können? Ich weiß es nicht.

Bei einem Kollaps des Universums, der bis vor wenigen Jahrzehnten noch möglich erschien, würde die Hintergrundstrahlung statt kälter wieder immer heißer.

Deutet aber die Gesamtdichte des Universums auf eine „gewisse kritische“ Dichte hin?

Es ist so, dass man die kritische Dichte für ein flaches Universum wie bereits im Parallelpost dargestellt, anhand des Hubble Radius mithin am Hubble Parameter rH=c/H exakt berechnen kann.

Alle Messungen ergeben nun, dass die Expansion sich sehr nah an diese Kritische Dichte hält, sonste wäre die Entwicklung des Hubble Parameters anders. Daraus ergibt sich nun, dass die sichtbare Materie nicht ausreicht und genau deshalb unterstellt man zusätzliche DM.

DE wurd auf ähnliche Weise berechnet, weil sich die Rezessionsbewegungen der beobachteten Galaxien so am besten in eine Kurve einfügen lassen, die sich aus den unterschiedlichen Parametern ergibt. Die beobachteten Geschwindigkeiten wären anders nicht konsistent erklärbar.

Wurde das Universum 10.000 Jahre nach dem Urknall materiedominiert, die Energiedichte der Strahlung war kleiner, ist es heute umgedreht. Gesamt 100%. Oder stimmt das nicht, ging Energie während Jahrmilliarden peu á peu „verloren“, Energieerhaltungssatz hin oder her – immerhin hat die DE ein negatives Vorzeichen?

Die Materie-Strahlung-Gleichheit war 51100 Jahre nach dem Urknall. Seither war das Universum materiedominiert, bis vor 5,4 Mrd Jahren, seither ist es vakuumdominiert.

Über den Energieerhalt gibt es ein sehr gutes Video in unserer Sammlung, dafür muss sich viele Gedanken darüber machen, was man damit meinen will.

www.uwudl.de/component/k2/energieerhaltu...hias-bartelmann.html


Insbesondere bei der Strahlung ist es immer so, dass sie nur im Schwerpunktsystem gleich bleibt, während sie für jeden anderen Beobachter nur relativ ist. Der Schwerpunkt liegt aber in der Vergangenheit. Man kann ihn auf jeden Punkt des Universums projizieren. Allerdings ist die Strahlung, um die es dabei geht, von dem Beobachter weggerichtet, so dass er sie selbst niemals messen oder wieder realisieren kann.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)
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Zukunft des Universums 10 Jun 2021 21:03 #86117

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In welchem Zeitrahmen "erwartet" man den Tod des Universums, und wie lange kann das Universum wegen seines Recycling-Materiekreislauf incl. Reaktoren sein Leben verlängern? Und wie werden solche Zukunftsvisionen für das Universum (einigermaßen) belegt?

In ca 111 Mrd Jahren werden die ungebundenen Strukturen mit dem Hubble Flow über den Hubble Radius entschwunden sein. Dann besteht die Hubble Sphäre fast nur noch aus Vakuum und verändert sich nicht mehr. Das bedeutet, dass die Expansionsgeschwindigkeit H konstant sein wird und die skalierte Expansion ȧ eines Probeobjektes exponentiell erfolgt.

Man kann davon ausgehen, dass unser Cluster dann mit der Zeit zu einem SL verschmelzen wird. Dieses sollte dann nach Hawking ganz ganz langsam zerstrahlen. Selbst diese Zeit könnte man berechnen, ich fürchte nur, dass die Stellenzahl meines Javascript einen Streich spielen würde.

Ich setze an
Mclu = 1e+45 kg
Hawkingzeit
τ = 5120π·M³tP/mP³ = 2.66549e+111 Jahre
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Zukunft des Universums 10 Jun 2021 21:33 #86123

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Wie stellte man sich das vor? Wie sollte das Universum immer heißer und heißer werden können? Ich weiß es nicht.

Bei einem Kollaps des Universums, der bis vor wenigen Jahrzehnten noch möglich erschien, würde die Hintergrundstrahlung statt kälter wieder immer heißer.
>>> Stimmt! Theoretisch. Aber wo sollte die Gravitation dazu herkommen?

Deutet aber die Gesamtdichte des Universums auf eine „gewisse kritische“ Dichte hin?

Es ist so, dass man die kritische Dichte für ein flaches Universum wie bereits im Parallelpost dargestellt, anhand des Hubble Radius mithin am Hubble Parameter rH=c/H exakt berechnen kann.

>>> Ok, vielen Dank!
Also Kältetod oder 2.0 ...:)
Wie rechnet sich das, für mich sind immer "Hieroglyphen" in den hier vorgestellten Rechnungen, die ich mir mühselig übersetzen muss, ohne Rosetta Stein, haha, dass lt.
Planck die Materiedominanz (DM & Atome=75% +) 380 000 JndU und heute DE dominiert=Vakuumdominiert (72% negatives Vorzeichen)
ist-war? Ohne die anderen Ingredienzien zu beachten ist das gleich -3, haha<<<

Alle Messungen ergeben nun, dass die Expansion sich sehr nah an diese Kritische Dichte hält, sonste wäre die Entwicklung des Hubble Parameters anders. Daraus ergibt sich nun, dass die sichtbare Materie nicht ausreicht und genau deshalb unterstellt man zusätzliche DM.

>>> DM gab es schon 380000 JndU lt Planck, und sie scheint sehr eng mit Materie "zusammenzuarbeiten", Bolchoi Simulation.<<<

DE wurd auf ähnliche Weise berechnet, weil sich die Rezessionsbewegungen der beobachteten Galaxien so am besten in eine Kurve einfügen lassen, die sich aus den unterschiedlichen Parametern ergibt. Die beobachteten Geschwindigkeiten wären anders nicht konsistent erklärbar.

>>> Ich freue mich über deine ausführlichen Antworten sehr!
Ach, witzig, sehe gerade, lt planck gesamtdichte ist die gesamtdichte, totaler quatsch, -44,4, haha (DM+ Atome= 27,6+ und DE= 72-)
Tschüss, bin nicht mehr konzentriert, noch lesen+ dann Koje. M.<<<

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Die Materie-Strahlung-Gleichheit war 51100 Jahre nach dem Urknall. Seither war das Universum materiedominiert, bis vor 5,4 Mrd Jahren, seither ist es vakuumdominiert.


>>> echt jetzt? bis vor 5,4 Mrd. J materiedominiert? wie ist das möglich? ich kann mir zwar nicht ausrechnen, wenig motivation, wie groß das Universum zu der Zeit war, aber es muss schon "riesig" gewesen sein... ja? Trotz materiedominierung ? Dann hätte die Gravitation aber "losgelassen"... warum? Wegen der kosmischen Konstante sicher....oder?
Gute Nacht! Kopf will jetzt Krimi, hihi.<<<

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Zukunft des Universums 10 Jun 2021 21:59 #86129

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>>> Stimmt! Theoretisch. Aber wo sollte die Gravitation dazu herkommen?

Das war ja nicht bekannt. Man ging davon aus, dass Λ=0. Riess sowie Perlmutter versuchten, anhand der Beobachtungen zu berechnen, ob genügend Masse vorhanden ist, um die Expansion umzukehren. Stattdessen fanden beide unabhängig voneinander, dass die Kurven nur zu erklären waren, wenn Dunkle Energie Λ > 0 und die Krümmung K ≈ 0.

Dann hätte die Gravitation aber "losgelassen"... warum?

Wegen der Expansion, die Energiedichte nimmt ab und die Dichte der DE ist konstant und zudem dreimal so abstoßend wie anziehend, unter dem Strich also doppelt so abstoßend wie Materie anziehend ist.
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Zukunft des Universums 11 Jun 2021 15:20 #86188

Nach meinem Verständis (Korrektur willkommen):

Die Gravitation zwischen entfernten Objekten (z.B. Galaxienhaufen) nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. --> Je größer das Universum, desto schwächer die Wirkung der Gravitation.

Die Dunkle Energie ist pro Raumvolumen konstant. --> Je größer das Universum, desto stärker die Wirkung der Dunklen Energie.
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Zukunft des Universums 11 Jun 2021 16:46 #86193

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Nach meinem Verständis (Korrektur willkommen):

Die Gravitation zwischen entfernten Objekten (z.B. Galaxienhaufen) nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. --> Je größer das Universum, desto schwächer die Wirkung der Gravitation.

Die Dunkle Energie ist pro Raumvolumen konstant. --> Je größer das Universum, desto stärker die Wirkung der Dunklen Energie.



Lieber Claus, schön von dir zu hören!
Danke für die Informationen.
Mein Unverständnis bezog sich auf eine Frage, ich weiß nicht ob du sie gelesen hast:
Ausgehend von: "Die weitere Entwicklung und die Zukunft des Universums hängen von seiner (gewissen kritischen Mondlicht) Dichte ab, die nicht exakt bekannt ist - Für die "Art" seines Todes wurde noch 2011 als eine von drei Möglichkeiten in Erwägung gezogen, dass das Universums den “big crunch” Tod sterben könnte…“Die Expansion wird jedoch immer langsamer voran schreiten und sich schließlich wieder umkehren: das Universum würde sich wieder zusammen ziehen und alle Phasen über Rekombination und weiter, würden rückwärts ablaufen.“
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Wie stellte man sich das vor? Wie sollte das Universum immer heißer und heißer werden können? Ich weiß es nicht.



Dies führte zu: Aber wo sollte die Gravitation dazu herkommen? Das war mir ganz und gar unvorstellbar. Diese Weiten im Universum!
Ein angenehmes Wochenende und hoffentlich nicht so "komische" Threadthemen, die du dann sperren musst. Ich habe auch mein Haupt geschüttelt und dachte bei sharad glaube ich, ein Universum Gedicht Free Style? Aber ich schreibe leider manchmal auch miß-bis unverständlich... haha, kleiner Spaß! Mondlicht

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Zukunft des Universums 11 Jun 2021 18:44 #86200

Ein zukünftiges Zusammenziehen des Universums ist durch die Dunkle Energie deutlich unwahrscheinlicher geworden. Derzeit ist kein Mechanismus bekannt, der zu einem erneuten Zusammenziehen führen könnte.

Somit ist für mich die Vorstellung eines erneuten Zusammenziehens inzwischen rein spekulativ.
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Zukunft des Universums 13 Jun 2021 06:26 #86257

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Ein zukünftiges Zusammenziehen des Universums ist durch die Dunkle Energie deutlich unwahrscheinlicher geworden. Derzeit ist kein Mechanismus bekannt, der zu einem erneuten Zusammenziehen führen könnte.

Somit ist für mich die Vorstellung eines erneuten Zusammenziehens inzwischen rein spekulativ.



Guten Morgen, Claus!

Danke.
Ich vermute auch, dass auf unser Universum nur der Kältetod wartet, wenn es denn überhaupt stirbt, die Zeit aufhört und der Raum sich nicht mehr bewegt bzw. die Teilchen in ihm.
(...)

(Selbst dann aber könnte spekulativ nach Milliarden Jahren „Urknall 2.0“ in unserem bzw. in einem Paralleluniversum geschehen, als sozusagen, unserem Universum übergeordneter Kreislauf und Ort, das behaupte nicht ich, aber durchaus berühmte Männern, schon um das „Woher“ des „Stoffs“, dass das Volumen unseres Universum durch DE vergrößert, damit zu erklären. Die Vermutung dieser Männer, besonders in Oxford angesiedelt, finde ich nachvollziehbar: so wie das Kleinste nicht mehr teilbare, die Atome, nicht das Kleinste geblieben sind, würde auch das Größe/Gesamte nicht mehr das Größte sein… Und das wäre weiß Gott nicht das erste Mal in der Geschichte der Astrophysik was „Größen im/des Universums“ betrifft.
Wahrscheinlich sind die Theorien dieser Männer wie Guth, Hawking auch zuletzt, Linde und Penrose zum Beispiel, deshalb nicht vom Tisch gefegt und „vernichtet“ worden, trotz der anfangs erheblichen Gegenwehr, die, allerdings, allem Fremden gegenüber steht. - Nur laut gedacht.)

So wie Menschen durch gesundes Leben und „guter Gene“ ihr Leben verlängern können, kann es das Universum im Interstellaren Raum zumindest auch, durch das von mir im Parallelthread genannte Recycling, dem Materiekreislauf. Apropos, Intergalaktischer und Interstellarer Raum (in Galaxien) hat die gleiche bereits sehr tiefe und kalte und bekannte Temperatur. Das ist doch etwas erstaunlich, wenn man die arbeitenden „Kraftwerke“ in unserer Galaxie zumindest betrachtet und sich die Frage stellt, wird, und wenn, wann, wird „das letzte Kraftwerk abgestellt“?

Die beschleunigte Expansion des Intergalaktischen und in ihm des Interstellaren Raumes wird fortfahren und hypothetisch immer schneller aber für die durch Gravitation gebundenen Systeme, uns sehr fernen Galaxien, hat das lediglich zur Folge, von dem Kältetod abgesehen, dass sie sich weiter voneinander entfernen mit allen spekulativen Folgen für uns, dass uns ihre Photonen nicht mehr erreichen werden können.
Irgendwann.
Wenn es uns nicht mehr gibt.

Für das Leben auf Planeten in Sonnensystemen, in der Milchstrasse zumindest, hat das aber – erstmal – nichts Negatives zur Folge, wenn wir auch errechnen können, wann das Leben auf der Erde endet und/weil das Ausbrennen der Sonne nicht aufzuhalten ist. Dann werden die Elemente, die Bestandteile des Sonnensystems, in diesem Fall unseres, wieder in einer Gaswolke für das „erneute Mischen des Kartenspiels“ so wie ich es mir denke, für unbestimmbare (oder bestimmbare?) Zeit zur Verfügung gestellt und den Tod hinauszögern...

Einen schönen Sonntag,
mit lieben Grüßen,
Mondlicht

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Zukunft des Universums 13 Jun 2021 19:57 #86297

Ich würde davon ausgehen, dass sich alle Galaxien eines Galaxienhaufens sich in einigen Milliarden Jahren zu einer sehr großen Zentral-Galaxie treffen werden. Alle anderen Galaxien(haufen) werden aus dem Sichtfeld verschwinden. Jeder Galaxienhaufen wird dann alleine sein.

Die großen Zentral-Galaxien werden dann langsam ausbrennen und dann wird das Universum immer kälter.

PS: Das Leben auf der Erde wird enden, weil die Sonne immer größer wird - bevor sie ausbrennt (Hitzetod, nicht Kältetod).
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Zukunft des Universums 13 Jun 2021 22:03 #86301

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Ich sehe es so das irgendwann Die Lichter ausgehen und es dann Kalt und dunkel wird.
Aber das ist nicht der tot der Universums. Nur weil wir dann nichts mehr sehen können.

Durch das erlöschen des größten Teils der Strahlung, verliert die DE an Stärke bis auch
sie auf einen Pegel singt der gegen die Gravitation keine Chance mehr hat. Wenn sich
dann wieder alles zusammen zieht könnten Bedingung wie am Anfang entstehen.

Das kling zwar nach Big Crunch ist aber nicht so gemeint, Ich kann mir keine Rückwärts
ablaufenden Phasen erklären.

Mir gefällt die Vorstellung eines Pulsierenden Universums sie ist einfach und schließt
Unnötige Überlegungen wie Parallel Universen oder Multiversen aus.
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Zukunft des Universums 13 Jun 2021 22:47 #86302

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verliert die DE an Stärke

Dafür gibt es keinerlei Hinweise. Möglich ist alles, aber nicht wahrscheinlich. Der Blick in die Vergangenheit bis zur CMB besagt, dass sich DE nicht verändert, auch nicht der Glaube der Menschen an das, was die eigene Phantasie gebiert. Und deshalb forschen Forscher unermüdlich nach Abweichungen von den Vorhersagen des Wahrscheinlichen und entwickeln Modelle, was wäre, wenn wahr wäre, was sein könnte.

Dein Modell existiert hingegen noch gar nicht. Ein Zusammenhang zwischen Strahlung, DE und dann gar nicht mehr vorhandenen Massen ist ..... nicht ersichtlich.

"Mir gefällt die Vorstellung" genügt dafür nicht. Mit "Parallel Universen oder Multiversen" hat dies auch überhaupt nichts zu tun. Tegmark hat mindestens 10 Varianten für die Notwendigkeit bzw Plausibilität von derartigem konstruiert, zB die UR, die Unendlichkeit, die Feinabstimmung der Naturgesetze etc.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 08:53 #86309

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Insbesondere bei der Strahlung ist es immer so, dass sie nur im Schwerpunktsystem gleich bleibt, während sie für jeden anderen Beobachter nur relativ ist. Der Schwerpunkt liegt aber in der Vergangenheit. Man kann ihn auf jeden Punkt des Universums projizieren. Allerdings ist die Strahlung, um die es dabei geht, von dem Beobachter weggerichtet, so dass er sie selbst niemals messen oder wieder realisieren kann.

Ich muss dies korrigieren bzw ergänzen:

Man nehme zwei gleiche Strahlen in entgegengesetzter Richtung. Ihre Energie wird nicht nur für den Beobachter im Zentrum sondern auch für jeden anderen Beobachter in Summe gleich bleiben. Denn während ein Strahl rotverschoben wird, wird der andere blauverschoben, in Summe kommt die gleiche Gesamtenergie heraus. Das Dumme ist eben, dass jeder Beobachter nur einen der beiden Strahlen empfangen wird, der andere entweicht ja ungehindert und unerreichbar. Daher erscheint die Gesamtenergie (die er sieht) bei der Expansion überall und für jeden Beobachter rotverschoben. Und dies gilt übrigens sogar dann, wenn das Licht in einem gekrümmten Raum die Runde eines Großkreises zurückgelegt hat und aus der anderen Richtung wieder auftaucht.

EDIT: Beim Vergleich ist die kinetsiche Energie des Beobachters gegenüber dem Schwerpunktsystem zu berücksichten, sonst ergeben sich beliebige Werte für jedes Photon bzw deren Summe, genauso wie für ein in diesem Schwerpunkt ruhendes Teilchen.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 10:45 #86317

Man nehme zwei gleiche Strahlen in entgegengesetzter Richtung. Ihre Energie wird nicht nur für den Beobachter im Zentrum sondern auch für jeden anderen Beobachter in Summe gleich bleiben. Denn während ein Strahl rotverschoben wird, wird der andere blauverschoben, in Summe kommt die gleiche Gesamtenergie heraus. Das Dumme ist eben, dass jeder Beobachter nur einen der beiden Strahlen empfangen wird, der andere entweicht ja ungehindert und unerreichbar. Daher erscheint die Gesamtenergie (die er sieht) bei der Expansion überall und für jeden Beobachter rotverschoben. Und dies gilt übrigens sogar dann, wenn das Licht in einem gekrümmten Raum die Runde eines Großkreises zurückgelegt hat und aus der anderen Richtung wieder auftaucht.


Sollte es eine Blauverschiebung geben, dann muss diese durch die Expansion allerdings auch immer und an jedem Punkt durch die Rotverschiebung überkompensiert werden, sonst würde nicht jeder Beobachter überall nur rotverschobenes Licht sehen. Und dann kann durch diesen Effekt auch keine gleiche Gesamtenergie herauskommen.

Ich sehe diese Blauverschiebung aber generall nicht ein, denn wenn du in einem expandierenden Universum zwei Lichtstrahlen in entgegengesetzter Richtung aussendest dann müssen auch beide gleich rotverschoben werden (andere Effekte mal vernachlässigt), da jeder Punkt von jedem Punkt weg expandiert. Wir reden hier ja nicht über einen Doppler.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 11:05 #86319

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Ich sehe diese Blauverschiebung aber generall nicht ein, denn wenn du in einem expandierenden Universum zwei Lichtstrahlen in entgegengesetzter Richtung aussendest dann müssen auch beide gleich rotverschoben werden (andere Effekte mal vernachlässigt), da jeder Punkt von jedem Punkt weg expandiert. Wir reden hier ja nicht über einen Doppler.

Es geht zunächst nur um SRT.
Ein Beobchter, der sich mit v zum Schwerpunkt bewegt, würde einen Strahl rotverschoben und den anderen blauverschoben sehen, ich habe das erst vor ein paar Wochen vorgerechnet, die Summe der Energie bleibt für ihn gleich, wenn man seine eigene kinetische Energie gegenüber dem Schwerpunktsystem berücksichtigt. Kinetische Energie ist immer relativ. Da ließe sich natürlich jeder beliebige Wert generieren. Das hatte ich oben zu flapsig formuliert, doch der Vergleich soll schon Gleiches vergleichen. Genauso wie man nur die Ruhemasse vergleicht und nicht die kinetische Energie dazuzählt.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 11:57 #86322

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verliert die DE an Stärke

Dafür gibt es keinerlei Hinweise.....


Auf welche Hinweise Stützt du den das Zerstrahlen der SL.

Soweit ich das bisher verstehe gibt es dafür auch keine Hinweise.
Nur eine Formel die sagt das es Möglich wäre. Wie wir aber alle
wissen muss nicht alles in der Mathematik einen Realen Hintergrund haben.

EDIT:

...
Der Blick in die Vergangenheit bis zur CMB besagt, dass sich DE nicht verändert
....

Daraus Lässt sich am einfachsten schließen das es auch so bleibt! Sehe ich ein.
Aber unser Universum hat sich von NULL aufgebaut. Also auch von NULL DE aus.
Das heißt doch für uns das sich DE aufbaut auf einem bestimmten Level, gehalten wird
und dann irgendwann auch wieder abfallen kann/wird.

Um das Level Halten zu können benötigt es nur zwei einfache annahmen
1. Zellwand /~ Oberflächenspannung /~ Druck
2. Nachschub

Strahlung wäre ein geeigneter Kandidat für den Nachschub!
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 12:17 #86324

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Auf welche Hinweise Stützt du den das Zerstrahlen der SL.

Soweit ich das bisher verstehe gibt es dafür auch keine Hinweise.
Nur eine Formel die sagt das es Möglich wäre. Wie wir aber alle
wissen muss nicht alles in der Mathematik einen Realen Hintergrund haben.

Das ist vollkommen richtig, wenngleich da schon mehr als nur eine Formel ist, in meinen Augen sogar mehr als die Annahme einer Zentralsingularität.

Aber es spielt letztlich keine Rolle, ob ein SL übrig bleibt oder dieses auch noch zerstrahlt, denn aus dem SL wird ganz sicher kein neues Universum entstehen.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 12:36 #86325

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.... ob ein SL übrig bleibt oder dieses auch noch zerstrahlt, denn aus dem SL wird ganz sicher kein neues Universum entstehen.

Also in meiner Welt steht die Chance dafür bei 99%, Da wir aber nicht in meiner Welt sind Sage ich mal 50:50. Wenn ich in meinem Model an diesem Punkt ankomme kann ich nahtlos wieder von Anfang an beginnen. Mit den selben Parametern Masse, Energie und Kausalität.

EDIT:

Nicht "..beginnen.." sondern "... weiter machen.."

Denn dieses mal, im Gegensatz zum ersten mal, habe ich eine Grund für das auslösen des Urknalls.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 13:04 #86329

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Mit den selben Parametern Masse, Energie und Kausalität.

Nichts davon beruht auf etwas anderem als Wunschdenken.

Die Masse oder Energie wäre ganz offensichltich nur ein winziger Teil unseres heutigen Universums.

Die Kausalität ist genau umgekehrt: Kontraktion statt Expansion.
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Mit den selben Parametern Masse, Energie und Kausalität.

Nichts davon beruht auf etwas anderem als Wunschdenken.

na ich weis nicht!

Die Masse oder Energie wäre ganz offensichltich nur ein winziger Teil unseres heutigen Universums.


Ja Richtig aber nur weil du nicht das ganz Bild siehst!

...
Die Kausalität ist genau umgekehrt: Kontraktion statt Expansion....


HÄ? WIKI -> Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Sie betrifft die Abfolge von Ereignissen und Zuständen, die aufeinander bezogen sind. Demnach ist A die Ursache für die Wirkung B, wenn B von A herbeigeführt wird. Wikipedia
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 14:03 #86334

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Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung.

Naja ich habe versucht es in diesem Zusammenhang zu verstehen. Was soll sonst Kauslität mit der Expansion und SL zu tun haben, außer dass ein SL NICHT kausal für die Expansion ist?
Ursache = SL → Wirkung = Kontraktion
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von Rainer Raisch.

Zukunft des Universums 14 Jun 2021 15:56 #86340

Durch das erlöschen des größten Teils der Strahlung, verliert die DE an Stärke bis auch
sie auf einen Pegel singt der gegen die Gravitation keine Chance mehr hat. Wenn sich
dann wieder alles zusammen zieht könnten Bedingung wie am Anfang entstehen.


Es gibt keinen Hinweis, dass Strahlung irgend etwas mit Dunkler Energie zu tun hätte.

Am stärksten scheint unser Universum in den Voids zu expandieren, in denen am wenigsten Strahlung herrscht.

Strahlung spielt gegenwärtig keine Rolle für die Energiebilanz des Kosmos, ihr Anteil ist verschwindend gering.

Die Annahme eines Zusammenziehens des Kosmos wegen des Rückgangs an Strahlung hat keinerlei physikalischen Hintergrund.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 16:57 #86343

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Durch das erlöschen des größten Teils der Strahlung, verliert die DE an Stärke bis auch
sie auf einen Pegel singt der gegen die Gravitation keine Chance mehr hat. Wenn sich
dann wieder alles zusammen zieht könnten Bedingung wie am Anfang entstehen.

Es gibt keinen Hinweis, dass Strahlung irgend etwas mit Dunkler Energie zu tun hätte.
...

Mir würde auch nur einer einfallen und der ist noch nicht erklärbar.

...
Am stärksten scheint unser Universum in den Voids zu expandieren, in denen am wenigsten Strahlung herrscht.
...

So erwarte ich es auch!

...
Strahlung spielt gegenwärtig keine Rolle für die Energiebilanz des Kosmos, ihr Anteil ist verschwindend gering.
...

Sie Spielt vielleicht keine Rolle dennoch ist es nicht Vernünftig sie weg zu denken.

...
Die Annahme eines Zusammenziehens des Kosmos wegen des Rückgangs an Strahlung hat keinerlei physikalischen Hintergrund.


Du hast die Gravitation und die DE übersprungen.
Durch den Rückgang der Strahlung wird die DE
nicht schwächer. erst wenn die Strahlung auf die
NULL zu geht beginnt auch die DE zu schrumpfen.
irgendwann unterschreitet sie den Wert der Gravitation
und diese Übernimmt dann bis zum Ende/Neubeginn.
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Letzte Änderung: von aHaBotX.

Zukunft des Universums 14 Jun 2021 17:09 #86345

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Ich würde davon ausgehen, dass sich alle Galaxien eines Galaxienhaufens sich in einigen Milliarden Jahren zu einer sehr großen Zentral-Galaxie treffen werden. Alle anderen Galaxien(haufen) werden aus dem Sichtfeld verschwinden. Jeder Galaxienhaufen wird dann alleine sein.

Die großen Zentral-Galaxien werden dann langsam ausbrennen und dann wird das Universum immer kälter.

PS: Das Leben auf der Erde wird enden, weil die Sonne immer größer wird - bevor sie ausbrennt (Hitzetod, nicht Kältetod).



kurz, leider wenig Zeit.
Natürlich, Kältetod bezogen auf das Universum.
Die Menschheit könnte auswandern.
Hawking schrieb einmal, er rechnet mit dem Beginn (aus Notwendigkeit) des Verlassens der Erde von sicherlich nur einigen wenigen hundert Menschen, in 100 Jahren.

Der Weltraumtourismus hat begonnen siehe Artikel auf spektrum.de kürzlich.
Wer weiß?
Es wäre grauenvoll wenn die Menschen die Erde zu einem unbewohnbaren Planeten machen würden.

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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 18:20 #86350

Natürlich, Kältetod bezogen auf das Universum.


Nicht unbedingt. Zumindest gesetzt den Fall, dass das Universum ein geschlossenes System ist, in dem die Energieerhaltung global gilt (wovon hier ja viele ausgehen). Das Universum wird sich am Ende dann zwangsläufig im Zustand maximaler Entropie befinden, denn diese kann ja in einem geschlossenen System nicht abnehmen. Was dann einem Wärmetod des Universums entsprechen würde, nicht einem Kältetod.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 18:28 #86352

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zwangsläufig im Zustand maximaler Entropie befinden, denn diese kann ja in einem geschlossenen System nicht abnehmen. Was dann einem Wärmetod des Universums entsprechen würde, nicht einem Kältetod.

Meinst Du damit, dass das Vakuum wieder auf das hohe Potential zurückspringen könnte? Also ein erneuter Urknall einfach so? Die Betrachtung der Entropie ist mir nach wie vor ungeläufig.
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 18:42 #86353

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Natürlich, Kältetod bezogen auf das Universum.


Nicht unbedingt. Zumindest gesetzt den Fall, dass das Universum ein geschlossenes System ist, in dem die Energieerhaltung global gilt (wovon hier ja viele ausgehen). Das Universum wird sich am Ende dann zwangsläufig im Zustand maximaler Entropie befinden, denn diese kann ja in einem geschlossenen System nicht abnehmen. Was dann einem Wärmetod des Universums entsprechen würde, nicht einem Kältetod.


Aber - Solange von der Kosmologie von EINEM Universum ausgegangen wird, kann ich es mir nicht als geschlossen vorstellen. Ganz im Gegenteil. Die Voids quellen wie "dieser Muffinteig" endlos weiter auf.
Sollten sich in 20 oder x Jahren Multiversen durchgesetzt haben, könnte ich mir in ihnen Abgrenzungen vorstellen, sonst könnte man sie ja nicht als zwei oder x Universen begreifen, ein Punkt, der gegen Multiversen spricht meiner Meinung nach. Die kann sich natürlich ändern.

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Letzte Änderung: von Mondlicht.

Zukunft des Universums 14 Jun 2021 19:17 #86355

Natürlich, Kältetod bezogen auf das Universum.


Nicht unbedingt. Zumindest gesetzt den Fall, dass das Universum ein geschlossenes System ist, in dem die Energieerhaltung global gilt (wovon hier ja viele ausgehen).


Dachte man geht davon aus, dass das Universum expandiert und daher die Energieerhaltung nicht global gilt, weil die Homogenität der Zeit nicht gegeben ist. Gemäß Noether-Theorem ist Energie definiert als die Größe, die erhalten bleibt, wenn ein System Zeittranslationssymmetrie aufweist. Wikipedia : "Aus der Homogenität der Zeit (Wahl der Startzeit spielt keine Rolle) folgt die Erhaltung der Energie (Energieerhaltungssatz)."

Im expandierenden Universum sei die Zeittranslationssymmetrie aber nicht gegeben, erklärt hier Sabine Hossenfelder auf witzige Weise. Nicht, dass ich das Noether-Theorem wirklich verstanden hätte, aber Frau Hossenfelder scheint ziemlich überzeugt von dem, was sie da sagt ^^.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Zukunft des Universums 14 Jun 2021 20:14 #86356

Dachte man geht davon aus, dass das Universum expandiert und daher die Energieerhaltung nicht global gilt, weil die Homogenität der Zeit nicht gegeben ist


Ich gehe auch nicht davon aus, dass sie gilt. Viele andere hier aber schon...
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Zukunft des Universums 14 Jun 2021 20:21 #86357

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Natürlich, Kältetod bezogen auf das Universum.


Nicht unbedingt. Zumindest gesetzt den Fall, dass das Universum ein geschlossenes System ist, in dem die Energieerhaltung global gilt (wovon hier ja viele ausgehen). Das Universum wird sich am Ende dann zwangsläufig im Zustand maximaler Entropie befinden, denn diese kann ja in einem geschlossenen System nicht abnehmen. Was dann einem Wärmetod des Universums entsprechen würde, nicht einem Kältetod.



2. Antwort

Ich muss mich korrigieren: die Frage ob das Universum ein geschlossenes (kein Materie- aber Wärmeaustausch) oder offenes System ist, läßt sich im nachhinein betrachtet und nachgedacht, nur scheinbar leicht beantworten, die Wahrheit ist komplizierter und spekulativ. Insofern könnte die Antwort auch lauten: Man weiß es nicht oder vielleicht ist die Frage sogar physikalisch sinnlos.

Wenn es ein geschlossenes System ist, kam die Energie überhaupt nicht in die Welt, sondern war schon immer in ihr. (QF im Urvakuum. Entropie ändert sich nicht, bis zum Urknall, die Zeit vergeht noch nicht. Ich stimme zu).
Läßt sich ein „kosmischer Energieerhaltungssatz“ widerspruchsfrei definieren? Im Rahmen der ART macht das Schwierigkeiten.
Wenn aber unser Universum mit anderen Universen in Verbindung steht oder der Urknall aus einem Urvakuum entsprang und sich vielleicht in Schwarzen Löchern wiederholt, dann ist unser Universum ein offenes System. Seine Energie könnte aus einem Vorläufer-Universum stammen oder ein Relikt des „falschen Vakuums“ sein, das im Szenario der Kosmischen Inflation auftaucht.
Besitzt unser Universum überhaupt eine Gesamtenergie? Vielleicht nicht! Denn der positiven Energie der Strahlung, der Materie und so weiter steht die mathematisch gesehen negative Energie der Schwerkraft gegenüber. Die Bilanz scheint sich gerade ausgleichen, also „null“ zu ergeben. Davon sind viele Kosmologen überzeugt. Mehr noch: Hier könnte der Schlüssel zum Verständnis des Urknalls liegen. Denn dann wäre vielleicht „alles“ – oder jedenfalls unser ganzes Universum – aus fast „nichts“ entstanden. Zufällig. Ganz spontan. Einfach so. Wobei das „Nichts“ eine Art Quantenvakuum ist. Dabei spielt Heisenbergs Unschärferelation eine Rolle: ein „unscharfes“ Größenpaar ist Impuls (Masse mal Geschwindigkeit) und Ort. Will man also die Geschwindigkeit eines Teilchens genau messen, wird seine Position zwangsläufig unbestimmt. Ein anderes „unscharfes“ Größenpaar bilden Heisenberg zufolge Energie und Zeit. Beispielsweise ist die Energie von Atomen und Elementarteilchen innerhalb gewisser Zeiträume unbestimmt. Damit wird der radioaktive Zerfall erst verständlich: Gemäß der klassischen Physik könnte sich kein Teil eines Atoms – etwa ein Helium-Kern – einfach "selbstständig" machen. Doch das geschieht ja. Denn laut Quantenphysik kann der Teil eines Atoms kurzfristig mehr Energie haben, als die klassische Physik „erlaubt“, und so gleichsam die Energiebarriere durchtunneln.

Wenn die Gesamtenergie des Universums sehr genau bestimmt ist, nämlich auf Null, dann ist die Zeit sehr „ unscharf“, nämlich beliebig lang. Hat das Universum also keine Energie, kann es zufällig als Quantenfluktuation entstehen und sehr lange existieren: Es wäre aus dem Quantenvakuum ins Dasein gesprungen, ähnlich wie ein radioaktives Teilchen quantenphysikalisch aus seinem Atom herausspringt.

Zur Entropie lässt sich ähnliches sagen aber wer soll das alles lesen?
Du hast mich jedenfalls sehr nachdenklich gemacht und vielleicht gar nicht beabsichtigt, Arrakai.
Grüße Mondlicht
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