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THEMA:

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 26 Aug 2021 11:20 #90640

Hi,

Du kannst soviel synthetischen Sprit herstellen wie Du willst und den dann auch speichern oder verkaufen. Nur muss Du dazu zuerst einmal Wasserstoff herstellen der dann mit weiteren Verlusten verflüssigt werden muss. Das wird keiner bezahlen wollen. Da ist es doch viel billiger und effektiver den Wasserstoff direkt zu nutzen.


Das Problem beim Wasserstoff ist doch, dass er bei Normaldruck ein Gas ist. Der Energieinhalt eines Tanks pro Volumen ist bei Kerosin deutlich größer
Grüße



1. wenn der Wasserstoff nur zum cracken von Pyrolyseöl verwendet wird braucht man nicht viel.
2. wenn überschüßiger Strom verwendet wird, dann kostet der fast nichts.
3. wer überschüßigen Strom produziert zahlt sogar Strafe.

Ich bin dafür, dass die Stromkosten sich nach Knotenspannung, Frequenz, und Phase richten, so dass sich das ganze Netz allein verwaltet, und regelt.
so dass die Kraftwerke und Speicher sich entspechend ihrer individuellen Wirtschaftlichkeit zu oder abschalten
und dann intelligentere Verbraucher-geräte sich automatisch abregeln, wenn weniger dafür da ist.
So bleibt die Netzspannung auch unter 200V für Notstrom noch verfügbar.

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 26 Aug 2021 12:35 #90643

Hier geht es jetzt auch wieder mit einem ewigen Kreisverkehr los. Fakt ist doch, dass alle Untersuchungen auf Herstellungskosten von um die 4€/Liter umweltneutralem synthetischen Sprit kommen und dass der mit einem energetischen Wirkungsgrad von 40%-50% produziert werden kann. Akkus speichern mit einem Wirkungsgrad von weit über 90%. Bei Benzin/Diesel kommt man mit Herstellungskosten von 50-60Cent/Liter hin. Die Nachweise dazu sind in den Posts enthalten. Macht keinen Sinn, die immer aufs Neue zu wiederholen. Und dass man Wasserstoff nicht unter Normaldruck speichert, das sollte sich eigentlich auch längst rumgesprochen haben.

Wenn jemand eine Produktionskette vorweisen kann die auf bessere Werte kommt, dann kann er die ja vorstellen. Aber nicht einfach behaupten es gäbe eine, oder er er kenne einen, der wüsste wie das geht. Das kann ja jeder. Und mit solchen Behauptungen waren und sind auch ständig irgendwelche Abzocker unterwegs. Das hatten wir doch auch schon .

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 26 Aug 2021 12:57 #90648

Hi,

Also besteht doch die Möglichkeit, dass jemand eine Fabrik in der Wüste Gobi baut und sämtlichen Kohlenstoff aus der Atmosphäre entnimmt.
Wer soll denn sowas kontrollieren können?


Das wird nicht einmal in 10.000 Jahren passieren !

Begründung?


Die zur Verfügung stehende Solar und Windenergie wäre selbst bei 100% Nutzung nicht ausreichend .

Es gibt nicht genug Lagerplatz , und bei Verwendung gelangt das CO2 zurück .

Die Ozeane und alle anderen CO2 puffer müssten mit entleert werden . Welches wieder zu Punkt 1 und 2 führt .

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 26 Aug 2021 14:04 #90652

Hier geht es jetzt auch wieder mit einem ewigen Kreisverkehr los. Fakt ist doch, dass alle Untersuchungen auf Herstellungskosten von um die 4€/Liter umweltneutralem synthetischen Sprit kommen und dass der mit einem energetischen Wirkungsgrad von 40%-50% produziert werden kann. Akkus speichern mit einem Wirkungsgrad von weit über 90%. Bei Benzin/Diesel kommt man mit Herstellungskosten von 50-60Cent/Liter hin. Die Nachweise dazu sind in den Posts enthalten. Macht keinen Sinn, die immer aufs Neue zu wiederholen. Und dass man Wasserstoff nicht unter Normaldruck speichert, das sollte sich eigentlich auch längst rumgesprochen haben.

Wenn jemand eine Produktionskette vorweisen kann die auf bessere Werte kommt, dann kann er die ja vorstellen. Aber nicht einfach behaupten es gäbe eine, oder er er kenne einen, der wüsste wie das geht. Das kann ja jeder. Und mit solchen Behauptungen waren und sind auch ständig irgendwelche Abzocker unterwegs. Das hatten wir doch auch schon .


solange wir nicht genügend nachhaltigen Strom haben, ist die mobile verwendung der flüssigen Resourcen die effizienteste, weil synergetisch, klein leicht, bewährt und billig.
Wenn wir genügend nachhaltigen Strom im Winter haben, haben wir auch jahreszeitliche Überschüsse im Sommer, da gelten die 4€/Liter nicht mehr.
Wie nutzen wir diese Überschüsse dann im Winter ?????? der Akku speichert nutzbringend ja nur 1Tag bis ca 1 Woche effektiv.
Und der Wasserstoff braucht schwere, gefährliche Druckbehälter.
So hat alles sein Für und Wider. Der Mix bringts.

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 15 Sep 2021 15:55 #92236

Vielleicht noch ein Punkt, weil inzwischen immer mehr Gestalten unterwegs sind, die für angeblich hochentwickelte Verbrennungsmotore werben. Angeblich braucht man die auch unbedingt um Schiffe anzutreiben. Das ist natürlich Unsinn. Verbrennungsmotore sind gegenüber aller heute schon verfügbaren Alternativen ganz einfach, mit Verlaub, maßlos uneffektive Dreckschleudern. Selbst wenn synthetischer Sprit im Überfluss vorhanden wäre, könnte man den völlig problemlos auch über Brennstoffzellen mit einem Vielfachen an Wirkungsgrad zum Betrieb von E-Motoren benutzen. Verbrenner sind auf Dauer auch bei Schiffsantrieben völlig fehl am Platz.

ibb.co/WkLHLvq

umwelt-wissenschaft.de/forum/massnahmen-...renner?start=0#90295


Den Verlusten in einer Brennstoffzelle von etwa 8.6 stehen hier Verluste von etwa 37.8 bzw. 33.6 beim Verbrennungsmotor in der Kette gegenüber. Für den Wert ist es dabei ziemlich egal, ob man Wasserstoff oder synthetischen Sprit für die Brennstoffzelle benutzt. Und die Technik ist längst da.

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 25 Mai 2022 15:24 #101928

Noch ein echter Schildbürgerstreich:

ibb.co/ZXdYkZ0

www.3sat.de/wissen/nano/220524-sendung-nano-100.html

Das Methanol-Elektro-Auto
Eine kleine österreichische Firma hat "Revolutionäres" entwickelt. Einen Antrieb, der eingebaut in einen Tesla Y dessen Batterie auf ein Drittel Gewicht schrumpfen lässt, den Kaufpreis auf etwa 21.000 Euro verbilligen würde und das Ladekabel verzichtbar macht.
www.3sat.de/wissen/nano/220524-eauto-nano-100.html



Der Akku hat eine Kapazität von 17,8kWh. Bis 65km/h fährt das Auto batteriebetrieben. Wenn das Auto schneller fährt schaltet sich ein Verbrennungsmotor dazu der einen Generator antreibt. Der wiederum lädt die Batterie und speist den Elektromotor. Betrieben wird der Verbrennungsmotor mit Methanol. Methanol hat etwa den halben Energiegehalt von Benzin. Die 40 Liter Tankinhalt Methanol entsprechen damit etwa 20 Liter Benzin oder etwa 200kWh. Dass die Energiebilanz bei der Herstellung von grünem Methanol schon ziemlich schlecht ist (40%-50%), das hatten wir hier schon. Dass der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren extrem schlecht ist, das ist eigentlich auch allgemein bekannt. Bei den angegebenen 45kWh kommt man hier auf etwa 25% bei der Motor/Generator Kombination. Mag ja sein, dass das Ganze C02-neutral ist. Aber die Methode kann man nur noch als extrem ineffizient bezeichnen. Unterm Strich dürfte die Energiebilanz auch nicht besser sein als beim normalen Verbrenner. Wahrscheinlich sogar noch wesentlich schlechter. Da braucht man bei reinem Akkubetrieb sicher nur einen Bruchteil von der Energie die ein solches System benötigt.

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 09 Jun 2022 11:52 #102315

Das Problem hat sich anscheinend erledigt. Das EU-Parlament hat am Mittwoch für ein Verkaufsverbot von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 gestimmt. Deutschland hat sich schon zum Ausstiegsdatum 2035 bekannt.  Damit gibt es endlich Planungssicherheit bei der E-Mobilität. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da in den nächsten Jahren an Innovationen nur so sprudeln wird.

Ein paar unverbesserliche wollen anscheinend immer noch Verbrenner mit synthetischem Sprit betreiben:

Der Fraktionschef im Bundestag, Christian Dürr, sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „Ich gehe nicht davon aus, dass es zu einem Verbot von Verbrennungsmotoren kommt. Neben dem Europäischen Parlament müssen auch die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Die knappe Entscheidung des EU-Parlamentes würde uns beim Klimaschutz nach hinten werfen, da ein Weg zur Klimaneutralität - nämlich der Einsatz synthetischer Kraftstoffe - verschlossen würde.“
www.fr.de/politik/fdp-fraktionschef-lehn...-ab-zr-91600093.html

Das stimmt so natürlich nicht. Der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen wird nicht verboten. Nur der ineffiziente Betrieb von Verbrennern mit dem Zeug wird unterbunden. Das Wirtschaftsministerium fördert sogar Antriebe mit synthetischen Kraftstoffen soweit die nicht in Verbrennern vergeudet werden.

Brennstoffzellen lassen sich ja auch mit synthetischen Kraftstoffen betreiben. Bei denen gibt es im Gegensatz zu Verbrennern auch noch erhebliches Entwicklungspotential. Es gibt dazu inzwischen auch Prototypen die schon auf der Straße laufen:


Unterm Strich sind das aber auch nichts anderes als Elektroautos, nur halt mit zusätzlicher Brennstoffzelle, die Strom für eine Batterie und den Motor erzeugt. Der Wirkungsgrad von Methanol Brennstoffzellen ist heute schon deutlich höher als der von Verbrennern . Ein Wirkungsgrad von 40% scheint schon machbar zu sein.

Der Renner werden meiner Meinung nach aber batteriebetriebene E-Autos werden. Von der Effizienz her dürften die in den nächsten Jahrzehnten unschlagbar bleiben.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 11 Jun 2022 06:30 #102367

Es gibt noch ein Video, in der die oben erwähnte Variante vorgestellt wird. Anstatt Kombination Methanol-Verbrenner/Generator wird hier eine Methanol-Brennstoffzelle eingesetzt.

ibb.co/nBZY5QQ


youtube.com/watch?v=G3iKJ4IMick

Betrieben wird die Anordnung mit einem Methanol-Wasser-Gemisch. Das wird über Wärmezufuhr in seine Einzelteile zerlegt. Mit dem Wasserstoffanteil wird dann die eigentliche Brennstoffzelle gespeist.

Was die technischen Daten angeht, ist das Video nicht sonderlich informativ. Die Brennstoffzelle stammt anscheinend von Serenergy . Die geben für ihre Zellen einen Wirkungsgrad von 41% an. Das ist schon einmal deutlich mehr als die 25% bei der Verbrenner/Generator Kombination. Allerdings immer noch deutlich schlechter als reiner Akku-Betrieb. Und auch schlechter als beim reinen Wasserstoffbetrieb. Außerdem wird im Gegensatz zu reinem Akku-Betrieb auch CO2 emittiert. Aber interessant finde ich die Technik schon.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 11 Jun 2022 07:34 #102369

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Sicherlich ist die Brennstoffzelle eine bessere und rationellere Antriebsart, als der Verbrennungsmotor, nur die Frage stellt sich eigentlich so nicht.
Es geht einerseits um ein zukünftiges Antriebskonzept für alle Personenkraftwagen und andererseits, was macht man mit den bestehenden Kraftfahrzeugen.

Im ersten Themenkreis ist eindeutig der reine Batterie-Elektrische Antrieb am Rationellsten. Da kann die Brennstoffzelle nicht mithalten. Denn einerseits ist Wasserstoff oder ein sonstiges E-Fluid unrationell, da dieser einerseits mit viel Energie erst hergestellt werden muss (mit der Energiemenge kann man zwei bis drei BEV's betreiben) und andererseits müssen komplexe Technologien in das Fahrzeug verbaut werden, die sowohl das Gewicht erhöhen und andererseits das Fahrzeug anfällig gegenüber Wartung und Ausfällen macht. Aber vielleicht ist letzteres von der Automobil-Lobby eben gerade erwünscht?

Im zweiten Themenkreis könnte man durchaus solche Fluids als Übergangslösung (auch für Oldtimer und dergl.) einsetzen und da gibt es sicherlich einen Markt. Nur wohlgemerkt, dabei geht es nur um die Weiterführung von derzeitigen Verbrennerfahrzeugen. Sprich das Fluid wird dann nicht in einem chemischen Prozess umgewandelt, sondern definitiv "verbrannt". Aber auch da gibt es Bestrebungen bestehende Fahrzeuge auf einen reinen BEV-Antrieb umzurüsten.

Ein weiterer Markt ist jedoch zugegeben der LKW-Markt und der Markt für die Ablöse von Schiffsdieseln. Da könnte wegen der Reichweite ein Brennstoffzellen-Antrieb möglich sein. Aber auch im LKW-Markt gibt es mittlerweile schon Prototypen von Mercedes und Tesla hier diese als BEV zu bauen und einzusetzen. Bei größeren Schiffen könnte man den Wasserstoff im Betrieb mit PV-Paneelen und Microwindanlagen mit Elektrolyse aus dem dort reichlich vorhandenen Wasser erzeugen.
MfG
WL01

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 11 Jun 2022 12:44 #102377

Die Frage ist, was effizienter ist, wenn wir in Deutschland/Mitteleuropa nicht genug Strom erzeugen können:

Synthetische Brennstoffe (z.B. aus Solarfarmen in Wüsten) in Kraftwerken zur Stromerzeugung zu verfeuern oder im Auto als Antrieb zu benutzen?
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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 11 Jun 2022 17:58 #102385

Sicherlich ist die Brennstoffzelle eine bessere und rationellere Antriebsart, als der Verbrennungsmotor, nur die Frage stellt sich eigentlich so nicht.
Es geht einerseits um ein zukünftiges Antriebskonzept für alle Personenkraftwagen und andererseits, was macht man mit den bestehenden Kraftfahrzeugen

.Wenn die Neuzulassung von Verbrennern ab 2035 verboten wird, dann werden bis dahin eh kaum noch Verbrenner unterwegs sein. Für echte Oldtimer wird es sicher Sonderregelungen geben. Da spricht auch nichts dagegen. Dampflocks werden ja auch noch auf Nostalgie-Strecken betrieben. Aber es wird wohl kaum jemand auf die Idee kommen, sich so ein Auslaufmodell als Neuwagen zuzulegen. Zumindest in der EU nicht. Was dann 2035 noch an Verbrennern auf der Straße ist, das wird für die CO2-Bilanz keine Rolle mehr spielen. Die vorhandene Flotte mit klimaneutralem Sprit zu versorgen ist ohnehin illusorisch. Abgesehen davon, dass sich die Spritkosten keiner leisten könnte, dürfte es viele Jahrzehnte dauern, bis die dazu notwendigen Kapazitäten dazu realisiert wären.

Teile der Industrie sind vor allem deshalb an sogenannten „klimaneutralen Verbrennern“ interessiert, weil die ja auch exportiert werden können. Und so ein Verbrenner muss ja nicht unbedingt mit klimaneutralem Sprit betrieben werden. Man kann dann ganz ohne zu betrügen den Rest der Welt mit vermeintlich „ klimafreundlichen Fahrzeugen“ versorgen, die sich aber auch mit fossilem Sprit betreiben lassen. Man wäscht selbst seine Hände in Unschuld, wenn die Käufer die Kisten mit fossilen Brennstoffen betreiben. Über diverse Zwischenstationen kann man im Fall des Falles bestimmt auch noch Russland mit den Kisten versorgen. Oder an Drittländer die Russland zukünftig mit billigem Öl versorgen wird. Fossilen Sprit gibt es in Russland ja demnächst in Überfluss. Und die Europäischen Redereien übernehmen ja anscheinend auch den Transport von russischem Öl in die Länder die zukünftig unseren embargobedingten Anteil übernehmen. Die Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart zeigen eindeutig, dass alle Möglichkeiten mit denen Kapital generiert werden kann auch realisiert werden. Aktuell sieht man es bei den Spritpreisen. Rechtlich dürfte es unmöglich sein gegen die offensichtlich doch ganz legale Preisbildung vorzugehen. Solange genug Leute auf ein Auto angewiesen sind, braucht man nur auszutesten wie viel die denn bezahlen können. Die Nachfrage sinkt dort ja erst, wenn die wirklich nicht mehr zahlen können. Und wenn der Staat den Sprit subventioniert, dann können die immer noch genau so viel zahlen wie vor der Subventionierung. Das weiß jeder Ölkonzern. Verbotene Absprachen braucht man dazu keine. Die haben das ziemlich sicher ganz von selbst gemerkt. So funktioniert dann halt freie Marktwirtschaft in Kriegszeiten. Ich bin auch einmal gespannt, wie sich der Strompreis entwickelt,wenn die EEG-Umlage am  1. Juli wegfällt. Die Preisbildung am Strommarkt ist ja auch eine recht abenteuerliche.

Wenn man ernsthaft an einer brauchbaren Reduktion in der CO2 Bilanz interessiert ist, dann muss man Greenwashing rechtzeitig möglichst durchgängig unterbinden. Auch wenn das einigen immer noch nicht einsichtigen Lobbyisten/Politikern nicht gefällt. Paradebeispiel zu der Problematik war die Einführung von E10. Der CO2-Bilanz hat das so gut wie nichts gebracht. Aktuell wirkt es sich durch umweltbedingten Ernteausfälle und den Überfall Russlands auf einen der größten Getreideexporteure der Welt wohl eher ziemlich fatal aus.

Die Deutschen importieren Getreide. Mehr als 60% davon landet in den Viehtrögen als Futter , 16% davon landet im Tank als Bio-Sprit ...
(Martin Frick  Leiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen )
3sat.de/wissen/nano/220516-sendung-nano-100.html


Am Horn von Afrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Ägypter, Äthiopier, Pakistani, ... würden die 16% derzeit bestimmt gerne dazu nutzen, um nicht hungern zu müssen. In unseren Verbrennern werden gut 80% der Energie aus dem Getreide völlig ungenutzt über den Auspuff in die Umwelt entsorgt. Über ein Tempolimit käme man ziemlich einfach auf eine gleichwertige CO2-Einsparung. Ich denke, da verwechseln einige immer noch Freiheit mit ziemlich sinnloser Völlerei. Am sogenannten Bio-Sprit war garantiert nie etwas umweltgerechtes dran. Er hat aber eindeutig die Entwicklung von tatsächlich effizienteren Fahrzeugen mit verhindert. Analoges wird passieren, wenn wir uns nicht endgültig von den Verbrennern verabschieden. CO2 reduzieren nützt überhaupt nichts, wenn man das nur über einen gewaltigen Mehrverbrauch an Energie erreicht. Erst recht, wenn der noch unnötig ist oder gar staatlich gefördert wird. Mit der derzeit praktizierten Methode, je höher der Verbrauch, um so größer die Förderung müsste auch einmal Schluss sein. Die Umwelt fordert eigentlich genau die umgekehrte Vorgehensweise.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 18 Jun 2022 05:12 #102607

Die Frage ist, was effizienter ist, wenn wir in Deutschland/Mitteleuropa nicht genug Strom erzeugen können:

Synthetische Brennstoffe (z.B. aus Solarfarmen in Wüsten) in Kraftwerken zur Stromerzeugung zu verfeuern oder im Auto als Antrieb zu benutzen?

Ich glaube nicht, dass synthetische Brennstoffe zum Betrieb von Kraftwerken benutzt werden. Genau genommen steckt die Energie dort ja auch nur im Wasserstoffanteil. Nur, wird der für einen einfacheren Transport mit Hilfe von CO2 in der erzeugten Flüssigkeit gebunden. Es gibt noch andere Möglichkeiten den Wasserstoff zu transportieren. An LOHC-Wasserstoffspeichern wird derzeit ziemlich viel geforscht. Mit dem Energieträger käme ein Auto sogar ganz ohne CO2-Emmision aus. Ammoniak wäre auch als Wasserstoffträger geeignet. . Da wird es sicher noch viele Überraschungen geben

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 23 Jun 2022 18:57 #102851

Ich habe noch eine recht gute Zusammenstellung zur Energieeffizienz bei der Herstellung verschiedener strombasierter Energieträger gefunden:

Energieeffizienz bei der Herstellung verschiedener strombasierter Energieträger, u. a. E-Fuels. Verluste beim Verbrauch in Endanwendungen wie Kraftfahrzeugen u. ä. nicht berücksichtigt
de.wikipedia.org/wiki/E-Fuel

Beim Verbrenner kommen dann noch enorme technologiebedingte Verluste dazu. Wenn die endgültige EU-Formulierung nur fordert, dass Neuwagen keine Treibhausgase mehr ausstossen dürfen, dann ist die ja eigentlich technologieoffen. Wer unbedingt will, der kann dann auch mit Wasserstoff im Tank oder über LOHC generierten Wasserstoff einen Verbrenner bauen bzw. neu zulassen. Wahrscheinlich ist so ein Motor nicht sonderlich schwierig zu realisieren. Der wäre dann immer noch deutlich effizienter als einer der mit E-Fuel betrieben würde, und der würde ja nur Wasser in die Umwelt entlassen. Den Schildbürgern bleibt da eigentlich Tür und Tor offen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass so etwas marktfähig werden könnte.

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 29 Jun 2022 17:31 #103159

Die EU hat jetzt beschlossen ab 2035 nur noch PKW zuzulassen die kein CO2 mehr ausstoßen..

Die 27 EU-Staaten sprechen sich dafür aus, die Flottengrenzwerte für Autos bis 2035 auf null zu senken – damit dürfen neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge keine Auspuffemissionen mehr haben, was de facto einem Verbot von Verbrennungsmotoren entspricht.
www.electrive.net/2022/06/29/eu-minister...e-fuels-hintertuere/


Verhandelt wird noch, ob es Sonderregeln für synthetische Kraftstoffe bzw. E-Fuels geben wird. Bei uns werden die in Verbindung mit dem Verbrenner mit Sicherheit keine Rolle spielen. Die längst ausgereifte Verbrennertechnik ist viel zu uneffektiv um wirtschaftlich mit dem teuren Brennstoff umzugehen. Antriebe über Brenstoffzellen können das heute schon viel besser. Aber auch die dürften sich kaum durchsetzen, weil die Wasserstofftechnik hier viel effizientere Lösungen bietet. Australischen Wissenschaftlern der University of Wollongong, New South Wales haben einen    Electrolyzer entwickelt, der zu einem Bruchteil der derzeitigen Kosten Wasserstoff mit einer Effizienz von über 95% herstellen kann. Was die Energiespeicherung angeht kommt man damit schon deutlich näher an die Effizienzen welche Akkus erreichen. Und mit Wasserstoff betriebene Autos haben im Gegensatz zu mit E-Fuel betriebenen Autos keinerlei CO2 Ausstoß. Das Unternehmen Hysata, will mit dem neunen Verfahren, bis 2025 eine Wasserstoffproduktionskapazität im Gigawatt-Maßstab aufbauen. 

Bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungen nicht noch ein Tor für Greenwashing oder sonstigen Missbrauch öffnen. Für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge machen die meiner Meinung nach nur dafür Sinn. Man kennt das ja schon von den damaligen Steuererleichterungen für die „umweltfreundlichen SUV“ bei uns. Man kann synthetischen Sprit aus Öl auch nicht von synthetischem Sprit aus Wasserstoff unterscheiden. Zumindest der Verbrenner wird das nicht können. Außerdem ist es einem Verbrenner ziemlich egal ob er mit synthetischem Sprit oder dem üblichen Benzin gefüttert wird. Und vor allem in Schwellenländern dürfte der Markt mit billigem Öl in den nächsten Jahren geflutet werden. Zum Einen, weil Russland sein Öl los werden muss und zum Andern, weil die EU keines mehr verbrennen will. Und die Erfahrung zeigt, wo betrogen werden kann, da wird betrogen. Nicht nur in Schwellenländern. Und Betrug am Verbraucher durch Greenwashing wird längst überall geduldet. Vor allem in der Werbung ist es inzwischen ein Muss geworden. Mal gespannt was da noch kommt.
Folgende Benutzer bedankten sich: Steinzeit-Astronom

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 29 Jun 2022 17:54 #103163

Hmmm... CO2-Ausstoß hin oder her. Die Hauptsache ist doch, dass kein weiteres fossiles, d.h. seit langem gebundenes CO2 frei wird. Wenn irgend eine Technik mit Verbrenner im Fahrzeug die genau gleiche Menge CO2 vorne einsaugen könnte, die hinten wieder ausgestossen wird, dann wäre das CO2-neutral. Rein hypothetisch. LOL – geht so nicht, ist klar, wär' aber cool.

Bis 2035 läuft noch viel Wasser den Bach runter. Bis dahin gibt's noch jede Menge andere Beschlüsse und Erklärungen, warum man die CO2-Neutralität leider doch nicht erreichen kann... dann halt 50 Jahre später und noch 50 Jahre und dann wieder 50 usw.
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 13:54 #103211

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E-Fuels sind klimaneutral – hört sich erstmal gut an. Ihre Herstellung ist jedoch so energieaufwendig, dass E-Fuel betriebene Autos 3-5 mal mehr Strom für die gleiche Wegstrecke verbrauchen als E-Autos.
MfG
WL01

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Letzte Änderung: von wl01.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 14:31 #103214

Herstellung und Wirkungsgrad müssen nicht unbedingt ein Problem darstellen, sofern die Herstellung mit erneuerbaren Energien erfolgt. Nachteil von Akkus bleibt die Ladezeit. 90.000 gehen zu Rock am Ring und ein Viertel der Besucher muss dringend tanken…
The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Letzte Änderung: von Arrakai.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 14:42 #103216

90.000 gehen zu Rock am Ring und ein Vietel der Besucher muss dringend tanken…

Das müsste sich lösen lassen, wenn man nicht langsam die Energie in den Akku lädt sondern schnell einen bereits vollen Akku ins Fahrzeug. Man wartet ja auch nicht beim Getränkehändler, bis die eigene Kiste Sprudel neu befüllt ist oder beim Campinggas, bis die eigene Gasflasche wieder voll ist. :silly:
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 18:27 #103219

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90.000 gehen zu Rock am Ring und ein Vietel der Besucher muss dringend tanken…

Das müsste sich lösen lassen, wenn man nicht langsam die Energie in den Akku lädt sondern schnell einen bereits vollen Akku ins Fahrzeug. Man wartet ja auch nicht beim Getränkehändler, bis die eigene Kiste Sprudel neu befüllt ist oder beim Campinggas, bis die eigene Gasflasche wieder voll ist. :silly:

Dieses Konzept gibt es bereits bei der chinesischen Automarke NIO:

Aber die Entwicklung geht weiter. Ein Elektroauto schafft in 20-30 Minuten von 20 auf 80% aufzuladen ca. 300 Km plus. Also eine Klopause, oder ein kurzes Essen und das Auto ist wieder aufgeladen. Und wenn man zu Hause auflädt, kann man das Auto billiger in der Nacht aufladen und man kann in der Früh ohne zu einer Tankstelle fahren zu müssen, gleich wegfahren mit einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 400 bis 500 (manche sogar 600) Kilometer.
MfG
WL01
Folgende Benutzer bedankten sich: Arrakai

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 18:37 #103220

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90.000 gehen zu Rock am Ring und ein Vietel der Besucher muss dringend tanken…

Das müsste sich lösen lassen, wenn man nicht langsam die Energie in den Akku lädt sondern schnell einen bereits vollen Akku ins Fahrzeug. Man wartet ja auch nicht beim Getränkehändler, bis die eigene Kiste Sprudel neu befüllt ist oder beim Campinggas, bis die eigene Gasflasche wieder voll ist. :silly:


Das hat die Politik verkackt austauschbare Akkus hätte von Anfang an als feste Voraussetzung gelten müssen überleg mal wie lange die Industrie gebraucht hat um sich auf einen USB Standard zu einigen.
"Essentially all models are wrong, but some are useful."
George E.P. Box

"Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, warum können wir dann 1000 Bilder zum gleichen Thema malen?"
Pablo Picasso (1881-1973)

"Zu nah an der Wahrheit, Zu nah am Leben, Zu penetrant um Ignoriert zu werden."
Böhse Onkelz (1996)

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OTX = Quant = Römisches Dodekaeder = realAtom

oA = oldÄther = RaumZeit = Quantenschaum

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Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 30 Jun 2022 21:18 #103222

Das müsste sich lösen lassen, wenn man nicht langsam die Energie in den Akku lädt sondern schnell einen bereits vollen Akku ins Fahrzeug. Man wartet ja auch nicht beim Getränkehändler, bis die eigene Kiste Sprudel neu befüllt ist oder beim Campinggas, bis die eigene Gasflasche wieder voll ist. :silly:

Das hat die Politik verkackt austauschbare Akkus hätte von Anfang an als feste Voraussetzung gelten müssen überleg mal wie lange die Industrie gebraucht hat um sich auf einen USB Standard zu einigen.


Grundsätzlich gebe ich euch recht.

Allerdings sind E-Autos (noch) häufig keine Neuentwicklungen, sodass der Akku irgendwie ins bestehende Design reingequetscht werden muss. Und auch in Neuentwicklungen ist nicht immer viel Platz, man denke an den Fiat 500. Klar, nicht jedes Auto müsste zwingend einen austauschbaren Akku haben, aber es müssten schon die meisten sein, damit es sich lohnt. Und eine Ladeinfrastruktur müsste man trotzdem vorhalten, wenn man ganz ehrlich ist, aber rentiert sich die dann noch?

Auch die Sicherheit zu gewährleisten könnte schwierig werden. Wer garantiert, dass der Akku gut in Schuss ist? Kapazität, Elektronik, Gehäuse, Anschluss… Wer haftet, falls der Akku kaputt ist? Einfach ausfällt? Im schlimmsten Fall brennt? Man müsste die wohl vor jedem Einsatz prüfen, um auf der sicheren Seite zu sein,. Und man müsste wahrscheinlich ziemlich viele Akkus vorhalten, das Prüfen wäre also ein riesiger Aufwand, und der Platz ist mancherorts sicher auch ein Problem. Oder soll zweimal pro Tag eine LKW-Ladung angeliefert werden? Irgendwie auch ineffizient, aber wahrscheinlich die einzige praktikable Lösung… (Die das Wartungs- und Platzproblem allerdings auch nur verlagern/abmildern würde.)

Und nicht zuletzt entwickeln sich die Akkus momentan rasant weiter, eine Standardisierung könnte also Innovationen ausbremsen.

Von daher, ich weiß nicht, ob die Zeit dafür reif ist. Klar, andererseits, unwahrscheinlich daas es jetzt noch kommt…
The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Letzte Änderung: von Arrakai.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 01 Jul 2022 10:16 #103226

Klar braucht das viel Planung, Konstruktionsaufwand, Infrastruktur und und und. Aber es soll ja eine Technik für die Zukunft sein, die dann massentauglich für sehr lange im Einsatz ist. Möglichst einfach muss es sein, robust und durchgenormt, von Anfang an.

Der Aufwand in obigem Video scheint mir viel zu hoch. Was soll denn der Schnickschnack mit vollautomatisch reinfahren lassen? Die bewährte Technik einer Waschstraße ist zuverlässiger und einfacher. Da kann ich den Wagen zur Not von Hand reinschieben, wenn der Akku wirklich leer ist. Dann muss der Roboter erst 10 Schrauben lösen, naja. Wie oft sollen die Gewinde das mitmachen? Es gibt sicher einfachere Lösungen für Verschlüsse, die ebenso gut und länger halten. Ein Wunder, dass sie die Kabel nicht auch noch anlöten ;). Da ist so viel Technik drum herum, die natürlich auch versagen kann.

Einerseits wird gejammert um die wegfallenden Arbeitsplätze, wenn man keine Verbrennungsmotoren mehr baut, andererseits scheint dann der Aufwand für die Infrastruktur, die Prüfung auf Sicherheit usw. zu hoch. Das gibt doch auch wieder Arbeitsplätze. Es ist ja nicht so, dass es keine bewährten Beispiele gäbe. Gasflaschen z.B. zum Schweißen oder Campen oder was immer sind auch Energieakkus, die hohen Sicherheitsstandards genügen müssen jeweils mit Überprüfung, und es klappt ja.

Da fällt mir eine Geschichte ein, wo ein paar Programmierer im Chat darüber diskutierten, wie man am besten beheizte Griffe für Fahrradlenker realisiert, damit man kein kalten Finger bekommt. Nach einigen Vorschlägen mit komplizierter Technik schaltete sich jemand ein und schrieb "Leute, das Problem ist doch längst gelöst. Man nennt es Handschuhe!"
Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Letzte Änderung: von Steinzeit-Astronom.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 01 Jul 2022 15:39 #103227

Mit dem System das die Niederländer derzeit testen lassen sich die meisten Reichweitenprobleme lösen. Ziel ist es dort ja, egal wo ein Auto ankommt, es soll immer an das bidirektionale öffentliche Ladenetz angeschlossen werden können, weil es ja auch die Speicherprobleme und die Spitzenlastprobleme im Netz mit lösen soll. Und wenn ich eine Großveranstaltung besuche, dann ist das Auto dann ggf. eh wieder geladen, wenn die um ist.

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Letzte Änderung: von Pferdefuss.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 02 Jul 2022 07:54 #103233

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Satire aus dem TFF-Forum:

Bitte helft mir:
Ich überlege mein elektrisches Auto durch ein Verbrenner-Auto zu ersetzen. Ich habe bisher noch nie so eines gehabt, deshalb stelle ich 9 Fragen, die ich mir bis jetzt so überlegt habe.
  1. Der Autohändler sagte, ich kann das Auto nicht auftanken, während ich schlafe. Stimmt das oder gibt es einen Workaround?
  2. Ich habe gehört, dass die Vorabkosten für das Befüllen eines Tanks kostspielig sein können, mehr als die 7 US-Dollar, mit denen ich heute das EV betanke.
    Glauben Sie, dass die Preise sinken, wenn wir anfangen, mehr Benzinautos zu verwenden?
  3. Der Händler sagte auch, dass es diese Kiste mit Zahnrädern gibt. Ich glaube, es hieß Getriebebox? Was ist das und erhalte ich eine Warnanzeige, wenn ich den Gang/die Zahnräder/das Getriebe wechseln muss?
  4. Ich mag die Komplexität des Verbrennungsmotors. Ist er auf Dauer langlebiger und effizienter?
    Sie nennen es auch ICE (Internal Combustion Engine, englisch für Verbrennungsmotor oder eben auch Eis), wahrscheinlich weil es während des Betriebs schön kühl bleibt?
  5. Ich nehme an, ich bekomme etwas Kraftstoff zurück, wenn ich bergab fahre oder langsamer werde … können Sie das bestätigen?
  6. Ich habe gehört, dass Kraftstoff brennbar sein kann. Soll ich den Tank leeren und den Kraftstoff irgendwo lagern, wenn das Auto in meiner Garage steht?
  7. Ich sehe die ganze Zeit in den Medien, dass EV’s brennen. Sieht so aus, als wären die Benzinautos viel sicherer und brennen nicht so oft ab. Gibt es da einen Mechanismus, um zu verhindern, dass das Benzin in manchen Fällen Feuer fängt oder explodiert?
  8. Ich habe verstanden, dass der Lithiumabbau und die ganze Mineraliengewinnung für Batterien unsere Umwelt wirklich beeinträchtigen.
    Ich bin mir nicht sicher, aber stimmt es, dass die Ölgewinnung und die Raffinierung ziemlich grün sind? Was passiert mit dem verbrauchten Kraftstoff, landet er auf der Deponie oder kann er recycelt werden?
  9. Was ist das für ein komisches Geräusch, wenn das Auto „anspringt“? Ist das eine einmalige Sache oder muss ich es bei jeder Fahrt neu „starten“?
    Ich denke, das Auto, das ich Probe gefahren bin, muss defekt gewesen sein, da es jedes Mal, wenn ich beschleunigte, viel Lärm machte.

MfG
WL01

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Letzte Änderung: von wl01.

Synthetischer Sprit zum Weiterbetrieb unserer Verbrenner? 16 Jul 2022 15:54 #103705

Ich sehe die ganze Zeit in den Medien, dass EV’s brennen. Sieht so aus, als wären die Benzinautos viel sicherer und brennen nicht so oft ab. Gibt es da einen Mechanismus, um zu verhindern, dass das Benzin in manchen Fällen Feuer fängt oder explodiert?

Ja, man muss einen großen Bogen um René machen:

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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