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Gravitation 03 Dez 2020 21:24 #79612

Hallo,
als interessierter Laie beschäftige ich mich recht gerne mit der Physik.
Nun habe ich eine Frage auf die ich bisher keine Antwort gefunden habe.
Einstein beschreibt in der allgemeinen Relativitätstheorie die Gravitation als Krümmung der Raumzeit. Daraus ergibt sich das Massen Massen anzieht.
Wenn durch die Gravitation Massen beschleunigt werden ist Energie erforderlich.
Meine Frage ist nun wo kommt die Energie her mit der Massen die Raumzeit krümmen.
Die gleiche Frage stellt sich mir bei einem natürlichen Magneten mit diesem kann man auch Arbeit verrichten. Man kann zum Beispiel eine Eisennadel über den Tisch ziehen. Da sich die Masse des Magneten nicht verändert ist es mir schleierhaft wo hier die Energie herkommen soll.
Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf Prof. Turtur und seine Theorie der Nullpunkt Energie verstoßen, dies wäre eine Erklärung für diese Phänomene.
Allerdings werden die Theorien von Prof.Turtur nicht anerkannt.
Vielleicht kann auf diesem Forum Licht in das Dunkel bringen.
Viele Grüße
Manfred

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Gravitation 03 Dez 2020 22:45 #79618

Wenn durch die Gravitation Massen beschleunigt werden ist Energie erforderlich.

Nein. Die Gravitation nannte man vor Einstein (und auch noch nachher) eine konservative Kraft, weil keine Energie benötigt wird sondern Teilchen im Gravitationsfeld lediglich ihre eigene Energie umwandeln. E=V+T mit der potentiellen Energie V und der kinetischen Energie T und E verändert sich insgesamt nicht sondern bleibt konstant. (solange nichts abgestrahlt wird, zB Gravitationswellen oder Licht).

Die gleiche Frage stellt sich mir bei einem natürlichen Magneten mit diesem kann man auch Arbeit verrichten.

Für das Coulombfeld gilt dasselbe wie oben.

Lediglich das Magnetfeld wird geschwächt, wenn man den Magneten benützt, weil es eben auf die Konstellation der Elementarmagnete nicht ohne Auswirkung ist. Ansonsten würde dasselbe wie oben gelten. Die in einem Magneten gespeicherte Energie beträgt E = Hc·B·V mit dem Volumen V hier.
EDIT: mit Hc Koerzitivfeldstärke (Materialparameter)

Prof. Turtur stellt keine Rechnungen auf zumindest habe ich noch keine gesehen, er argumentiert rein verbal. Die Nullpunktsenergie kann man aber nicht entnehmen, ganz abgesehen davon, dass sie viel zu gering wäre, um sie nutzen zu können. Inbesondere berechnet er nicht, welche Energie den Magneten bei seinen Versuchen entnommen wurde.
Vorsicht, ich schreibe vereinfacht ohne Wurzelzeichen ³x=³√x , wenig Klammern 1/4r²π=1/(4r²π) , statt Vektorpfeil v¹=v⃗ Funktionen bzw Argumente kennzeichne ich mit einem Punkt f.(x)=f(x)

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Letzte Änderung: von ra-raisch.

Gravitation 04 Dez 2020 08:00 #79623

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Allerdings werden die Theorien von Prof.Turtur nicht anerkannt.


Es sind Thesen, die deshalb nicht anerkannt sind, weil sie auf dicken Fehlern beruhen, die nicht behoben werden können. Beispielsweise berechnet er etwas in die Elektrodynamik Gehörendes mit der Elektrostatik. Da muss Mumpitz herauskommen. Siehe z.B. einfach beschrieben bei Dr. Holm Hümmler (Blog "Relativer Quantenquark"). Beispielsweise hat er bei seiner Berechnung, auf der seine Simulation beruht, einen Vorzeichenfehler. Ohne den kein Energieüberschuss. Die Fehler bis ins Detail aufgedröselt konnte man im geschlossenen Forum Raumenergie ("Energie der Zukunft") nachlesen - jetzt noch via archive.org verfügbar. Turtur hat nie fachlich darauf geantwortet, obwohl ihm die Ausarbeitungen zu seinen Fehlern bekannt sind und er anfänglich in dem von ihm selbst mitgestalteten Forum selbst aktiv war.

Es ist irgendwie tragisch. Turtur hat, ohne sich mit anderen fachlich auszutauschen, fachfremd etwas zusammengesponnen. Dabei hat er diverse Fehler gemacht, die ihn auf die falsche Fährte gebracht haben, s.o. Das war aber nicht alles, er hat bei seiner Simulation auch nicht bemerkt, dass Verändern der Simulationsparameter wie z.B. Schrittweite das Ergebnis in Richtung Energieüberschuss verfälschen. Andere haben seine Simulationen nachvollzogen und keinen Überschuss bekommen. Turtur war in einer Arbeitsgruppe, in der das thematisiert wurde. Er hat sie kommentarlos verlassen nach diesen Resultaten, aber seine Aussagen nicht geändert. Er hat angeführt, dass ein Mathematiker die Lösung seiner Differentialgleichungen bestätigt habe. Nur - Turturs Ansatz war schon falsch. Da nutzt einem die Lösung dann nichts. Dann hat er Experimente gemacht mit Hochspannung. Erst zu Hause auf dem Herd. Die Ursache des sich drehenden Rotors war der ihm zunächst nicht bekannte Ionenwind. Nicht das, was er dachte. Später hat er das unter Hochvakuum wiederholt. Nur - dabei hat sich nahezu nichts mehr bewegt (eine Umdrehung in mehreren Stunden) , er hat weitere Ausgasungsmöglichkeiten nicht berücksichtigt und auch nicht den Strom durch die Gefäßwand gemessen - ein Zeichen für freie Ionen. Sein Experiment mit Hochspannung und Rotor zeigt er oft auf Veranstaltungen. Er hält aber nie eine Plexiglasplatte dazwischen, dann dreht sich nämlich nichts mehr, obwohl sich seiner These nach noch etwas drehen sollte. Total verrannt hat er sich schließlich, indem er Fake-Geräte aus dem Web als funktionierend bezeichnet, obwohl man ebenso leicht im Netz findet, warum das Fakes sind. Beispielsweise die nach langem Kurzschluss nicht erschöpfte Raumenergiebatterie - normal erklärbar durch Elektrochemie und den sehr hohen Innenwiderstand. Beispielsweise TÜV-Gutachten, die gar nicht das bescheinigen, was Turtur ausführt, sondern lediglich das Funktionieren von Messinstrumenten. Beispielsweise der Unsinn über die MIT LED - auch ein Laie versteht das nach Lesen des originalen Papers. Er hat seinen Freundeskreis nach eigenen Worten komplett ausgetauscht, nachdem Kritik daraus kam. Er hat sich selbst als Lichtarbeiter bezeichnet und hat früher in einem Interview gesagt, dass er angetreten sei, die Welt zu retten. Seine öffentlichen Auftritte und Interviews fanden in esoterischem Umfeld statt, weil er da Zuspruch bekommen hat. Trotzdem waren ein paar Male auch Physiker dabei, die konkrete Fachfragen gestellt haben. Er hat dann sehr komisch reagiert ohne fachlich zu antworten.

Das Thema gehört hier nicht ins Forum. Ich habe trotzdem etwas ausführlicher geantwortet, weil ich es wirklich tragisch finde, wie ein nicht dummer Mensch sich durch absolute Beratungsresistenz und Sehnsucht nach Bestätigung gleich aus welchem unseriösen Umfeld alles Dagegensprechende komplett ausblendet und sein Leben dadurch ein Stück weit kaputt macht. Das ist nicht nur so daher geredet. Ich habe mich nicht nur vor einigen Jahren intensiv mit der Person und den Thesen und seinen Aussagen auseinandergesetzt - wir haben einen gemeinsamen Bekannten (kein Naturwissenschaftler), den wir beide als Freund bezeichnen.

Prof. Turtur stellt keine Rechnungen auf zumindest habe ich noch keine gesehen, er argumentiert rein verbal


Nein. Er rechnet jede Menge. Halt mit falschen Annahmen. Zu finden beispielsweise in seinen theoretischen Ausarbeitungen zu seiner These. Die waren früher auf seiner privaten Hochschulwebseite, jetzt gibt es die noch auf archive.org. Den Link dazu findet man auf Turturs aktueller Hochschulwebseite.
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Gravitation 04 Dez 2020 14:11 #79630

Wenn durch die Gravitation Massen beschleunigt werden ist Energie erforderlich.

Nein. Die Gravitation nannte man vor Einstein (und auch noch nachher) eine konservative Kraft, weil keine Energie benötigt wird sondern Teilchen im Gravitationsfeld lediglich ihre eigene Energie umwandeln. E=V+T mit der potentiellen Energie V und der kinetischen Energie T und E verändert sich insgesamt nicht sondern bleibt konstant. (solange nichts abgestrahlt wird, zB Gravitationswellen oder Licht).
Das hängt vermutlich an meinem mangelnden Physikverständnis. Soweit ich die Physik der Teilchen und der Energie verstanden habe versucht jedes Teilchen das möglichst niedrigste Energieniveau einzunehmen. Ich glaube dies wird in der Thermodynamik beschrieben. Wenn nun ein Teilchen in Bezug auf V + T im Naturzustand das niedrigste Energieniveau eingenommen hat, dann muss doch die Änderung dieses Zustands nach meinem Verständnis eine Erhöhung des Energieniveaus bedeuten. Dafür sollte eine Zufuhr von potentieller Energie notwendig sein.

Die gleiche Frage stellt sich mir bei einem natürlichen Magneten mit diesem kann man auch Arbeit verrichten.

Für das Coulombfeld gilt dasselbe wie oben.

Lediglich das Magnetfeld wird geschwächt, wenn man den Magneten benützt, weil es eben auf die Konstellation der Elementarmagnete nicht ohne Auswirkung ist. Ansonsten würde dasselbe wie oben gelten. Die in einem Magneten gespeicherte Energie beträgt E = H·B·V/2 mit dem Volumen V hier.

Das gleiche gilt auch hier, wenn das Magnetfeld geschwächt wird sollte das mit einer Änderung des Energieniveaus des natürlichen Magneten einhergehen.

Prof. Turtur stellt keine Rechnungen auf zumindest habe ich noch keine gesehen, er argumentiert rein verbal. Die Nullpunktsenergie kann man aber nicht entnehmen, ganz abgesehen davon, dass sie viel zu gering wäre, um sie nutzen zu können. Inbesondere berechnet er nicht, welche Energie den Magneten bei seinen Versuchen entnommen wurde.

damit dieser Vorschlag auch richtig eingeordnet werden kann, möchte ich betonen, dass ich keine Diskussion über die Thesen von Prof. Turtur anstoßen wollte.
Es hatte sich nur recht logisch angehört. Die diesbezüglichen Ausführungen sind für meine Begriffe mehr als ausreichend um diese Thesen zu verwerfen.
Danke für die Informationen
viele Grüße
Manfred

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Gravitation 04 Dez 2020 14:21 #79631

Hallo Miky,
danke für die ausführliche Information. Wie oben schon erwähnt, wollte ich kein großes Fass aufmachen. Als Laie klangen die Ausführungen auf YouTube von Prof. Turtur interessant, sind aber offensichtlich falsch. Von daher bin ich gespannt auf die Antwort zu meiner weiteren Frage in diesem Thema.
Viele Grüße
Manfred

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